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Off Topic - Peer-to-Peer Netzwerke Clientfindung
spawn89 - Di 20.05.14 15:45
Titel: Peer-to-Peer Netzwerke Clientfindung
Hey, mich hat schon immer gewundert wie folgendes eig funktioniert:
Hier die ganzen Anonymisierungsdienste, Bitcoin, etc, etc müssen ja alle ohne festen Server auskommen.
Woher wissen die Clients dann wohin die sich verbinden müssen?
Die einzigste Lösung die mir einfallen würde, wäre einfach random IPv4 Adressen durchzugehen und versuchen einen Client zu finden (und über diesen dann andere), was aber total unperformant und schwachsinnig(?) wäre.
Weiß hier vllt jemand mehr dazu?
Moderiert von
Narses: Topic aus Internet / Netzwerk verschoben am Di 20.05.2014 um 16:56
Narses - Di 20.05.14 15:58
Moin!
spawn89 hat folgendes geschrieben : |
Anonymisierungsdienste, Bitcoin, etc, etc müssen ja alle ohne festen Server auskommen.
Woher wissen die Clients dann wohin die sich verbinden müssen? |
Wer hat gesagt, dass die ohne festen Server auskommen? ;) Zumindest als Vermittlungsstelle nutzen alle Peer2Peer-Dienste einen festen Server im Netz, die Datenübertragung läuft dann ggfs. ohne den Server, aber sonst finden sich die Clients nie, du kannst schlecht ALLE IPv4-Adresse testen... :lol:
cu
Narses
papa69 - Di 20.05.14 17:59
vereinfacht gesagt, arbeiten die Clients auch als Server. Dabei schickst du, solange du on bist, deine ip mit, sodass der "nächste" weiß, woher er seine Daten bekommt. (bzw. "jemanden kennt", der weiß, woher er die Daten bekommt)
bei P2P OHNE festen Server, könnte es theoretisch zu einem Ausfall kommen, wenn sich kein Client(Server) mehr im Netz angemeldet hat.
spawn89 - Di 20.05.14 19:12
Narses hat folgendes geschrieben : |
| Wer hat gesagt, dass die ohne festen Server auskommen? ;) Zumindest als Vermittlungsstelle |
Ahh, sowas hat ich auch schon befürchtet.
Somit kommt wieder Abhängigkeit und Vertrauen ins Spiel. Schade...
Delete - Mi 21.05.14 07:12
Zitat:
Was ist server.met?
Das eDonkey2000-Netzwerk – auch eD2K genannt – basiert auf dem Client-Server-Prinzip. Jeder Computer mit einer Client-Software wie eMule, eMule XTreme oder eDonkey verbindet sich mit einem Server, der die Dateien indiziert und so für jeden anderen Server und Client im Netzwerk sichtbar macht.
Diese Clients können zum Beispiel durch technische Probleme oder einfach durch die Beendigung des Services vom Netz gehen.
Die server.met-Datei beinhaltet eine Liste mit Servern, ohne die Sie keinen Zugang zum eDonkey2000-Netzwerk bekommen. Ist sie nicht aktuell, enthält sie gegebenenfalls Server, die nicht mehr existieren. So finden Sie die Dateien anderer Nutzer nicht zuverlässig und auch Ihre Dateien werden nicht gefunden.
Siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/EDonkey2000#Serverlos
-
http://de.wikipedia.org/wiki/Kademlia
Martok - Mi 21.05.14 08:42
Das ist das was der TE sucht.
Man braucht immer mindestens einen bekannten Kontakt, um einen Teil der DHT (Distributed Hash Table, in der WP als "verteilte Hashtabelle" halb-übersetzt) zu bekommen. Von dort aus kann man sich dann durchhangeln und weitere Peers finden.
In Bittorrent-Anwendungen ist dieser erste Kontakt meistens ein Tracker eines beliebigen aktiven Torrents - von dort bekommt man einige Peers, bei denen man anfragt ob sie das gleiche DHT-Protokoll sprechen. Wenn dem so ist, kann man dann anfangen sich von diesen ausgehend ein Abbild aufzubauen.
Am Ende kann (und wird) man natürlich beim Beenden die Peerliste irgendwo lokal ablegen, um beim nächsten Start direkt ein paar Kandidaten zu kennen. Davon werden zwar nicht mehr alle da sein (dynamische IPs, Programm beendet...), aber einige hundert durchprobieren ist immer noch besser als
alle.
Es gibt zwar sogenannten "tracker-less torrents", die kommen aber eben auch nicht ganz ohne aus - irgendwer muss den Client mal mit anderen bekannt gemacht haben. Wenn man allerdings einmal in der DHT drin ist, ist die Sache einfach. So kann man z.B. die Einwahl via Tracker mit dem ISO seines Lieblings-Linux machen und dann seine "Moviez" finden, ohne irgendwem sagen zu müssen, was man da sucht.
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