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Off Topic - Mit Deutschland geht's weiter bergab...


maze2k - Di 14.10.03 21:51
Titel: Mit Deutschland geht's weiter bergab...
Das haben wir nun davon...
über 40 Milliarden € Neuverschuldung...statt geplanten 18,9 Milliarden.
Ist ja nur doppelt so viel, Herr Eichel. Warum laut einer Umfrage der "Welt am Sonntag" fast die Hälfte der Deutschen seinen Rücktritt fordert, versteht da doch keiner, oder? :D

Was könnte man eurer Meinung nach tun, um Deuschland wieder nach vorne zu treiben, was könnte den Aufschwung hervorrufen? Wie kann man die Arbeitslosenanzahl verringern? Wie die Bürokratie vereinfachen?

Welche Partei könnte eurer Meinung nach unser Land wieder auf Erfolgskurs bringen?

Fragen über Fragen...
Wie denkt ihr über unsere Regierung und ihre Politik?


Böner - Di 14.10.03 21:54

keine Partei ! man müsste am ganzen regierungsaparat was ändern !

Gruß Böner


Phobeus - Di 14.10.03 23:04

Ich persönlich bin schwer enttäuscht von der aktuellen Regierung, da die SPD leider sehr viele ihrer ursprünglichen Ziele aus den Augen verloren hat und das wird sich wohl auch bei den nächsten Wahlen rächen, wenn die Basis nichts mehr hören will...

Eichel selbst trägt IMAO keine Schuld, da er definitiv eines der undankbarsten Ämter in unserem Staate hat. Man stellt sich das mal vor einen Staatshaushalt der nicht nur über wenige Jahre (wie die CDU es gerne hinstellt), sondern über Jahrzehnte hinweg gebeutelt wurde. Der Mann hat einen aussichtslosen Job ohne den Hauch eines Chance etwas daran zu ändern (zumindest alleine). Dennoch scheint man ihn zum ultimativ bösen auszukorren, ich denke er würde verdammt gerne tauschen... und lieber als Familienminister ne paar Schulen besuchen oder sowas...

Momentan sehe ich keine Partei, die es besser machen würde. Vielleicht ne Fusion von CDU und SPD? Wer deren Wahlprogramme mal vergleicht wird feststellen, dass das locker ne große Volkspartei mit nem rechten und linken Flügel und ner verdammt starken Mitte ergeben würde O_o

Ich selbst sehe momentan kaum einen Ausweg, weil ich die Schuld nicht nur bei der Regierung sehe, sondern gerade, wenn ich auch in Betriebe sehe die allgemeine Motivation der Menschen auf dem Nullpunkt ist und es nicht selten ist, dass ganze Abteilungen nahezu ihre gesamte Arbeitszeit mit allem Verbringen nur nicht arbeiten... die Wirtschaft hat vieles verbockt und kassiert nun die Quittung, den welcher Mitarbeiter setzt sich für einen unsicheren, schlecht bezahlten Arbeitsplatz ein, wenn gleichzeitig der Staat sich über den Rest her macht? Ich denke, dass man zunächst in den Betrieben die Motivation und Berufssicherheit erhöhen müßte, weil wir uns momentan in einem ziemlich üblen Teufelskreis befinden.

Was die Arbeitslosigkeit angeht, verstehe ich die Debatten nicht? Alle reden vom Streichen ohne sich bewußt zu sein, dass es auch Leute gibt, die nicht Schmarotzen, sondern wirklich davon abhängig sind. Hoffe sehr, dass niemand von Euch mal in eine solche Situation kommt. Würde eher ein altes Konzept der PDS aufgreifen und Arbeitslose zu einer Art "Zwangsarbeit" heranziehen. Das hat nun nichts mit dem hitlerschem Straßenbau zu tun, sondern vielmehr mit sozialen Aufgaben. Denke, dass man so manchen jungen Arbeitslosen im medizinischen Bereich oder bei der Pflege einsetzen könnte. Ich verstehe darunter nun nicht einen 40 Stunden Job, sondern vielmehr einen Dienst von, laßt es 16 Stunden die Woche sein. Auf diese Weise kann niemand mehr sagen, dass sich Arbeitslose nicht im Staate nützlich machen und sie einfach rumparasitieren, sie haben gleichzeitig die Möglichkeit nicht aus der "Arbeitswelt" zu verschwinden, sondern mit einer gewissen Regelhaftigkeit einer Aufgabe nachzugehen, was vor allem auch psychologisch sehr wichtig sein kann. Es würde immer noch genug Zeit bleiben um die Büroarbeit (es ist wirklich ne Lebensaufgabe etwas beim AA einzureichen...) oder sich um Bewerbungen zu kümmern. Gleichzeitig würde man auch das "arbeitslos" sein etwas unattraktiver machen als es momentan ist.

Es gibt keine einfachen Lösungen für die Probleme, aber es gibt sicherliche VIELE Lösungen. Aber dafür müssen einige Menschen etwas flexibler werden. Die Wirtschaft behauptet, die Arbeitskräfte seien zu teuer und unflexibel, die Leute behaupten die Regierung versagt und macht nichts (machen aber gleichzeitig auch nichts), während die Regierung Reformen macht, die die eigentliche Kraft im Lande senkt und jenen die Meckern noch mehr Geld in den Rachen wirft. Aufwachen, selbst ein Wirtschaftswachstum von 0.2% ist immer noch ein Wachstum, aber dennoch hat man immer weniger in der Tasche... da kann wer nicht rechnen ;)


Popov - Di 14.10.03 23:38

Phobeus hat folgendes geschrieben:
Würde eher ein altes Konzept der PDS aufgreifen und Arbeitslose zu einer Art "Zwangsarbeit" heranziehen.


Du vergist nur eine Sache bei dieser genialen Idee: alles was so anfällt muß von Menschen erledigt werden. Sowas nennt man Jobs. Würde man mit der genialen PDS Idee die Leute arbeiten lassen, dann würde man dadurch in die Wirtschaft eingreifen. Die Zwangsarbeiterjobs, die vorher von Menschen mit Jobs erledigt wurden, wären jetzt keine bezahlten Jobs mehr sein. Die Menschen, die diese Jobs bisher erledigten, wären jetzt ihrerseits abreitslos und würden Zwangsarbeiterjobs erledigten, die andere Leute Jobs kosten würden. Irgendwann wären wir ein Volk von Zwangsarbeitern ;)

Zum Thema "zu teuere Arbeiter". Das ist das Problem: bezahlt den Leuten weniger Geld und sie kaufen wenige. Dadurch müssen Geschäfte schließen. Noch mehr Leute die sich nichts leisten können. Klar, daß aus der sicht eines Betriebswirtes die Leute so billig wie möglich sein sollten. Aber Leute ohne Geld kaufen nichts, was wiederum Jobs kostet.

Ja ja, die Politik ist schwierig. Manchmal haben Ideen auch Konsequenzen.


Shark - Mi 15.10.03 00:40

Wenn man an den Symptomen herumdoktert (Zwangsarbeit), trifft man natürlich auch die falschen.
Warum gibt es denn so viele Schmarotzer, besonders auch in der Wirtschaft? Weil nichts mehr kontrolliert weden darf! Weder vom Staat noch von der Geschäftsführung. Da steigt einem der Betriebsrat sofort auf den Deckel.
Damit wir uns richtig verstehen:
Es ist wichtig, dass jedes Individuum und jeder Arbeitnehmer Rechte genießt, die Ihn vor Ausbeutung schützen (und vor vielen anderen Dingen), aber es/er darf sich nicht dahinter verstecken können. Jetzt werden wahrscheinlich wieder irgendwelche arbeitslose Alleinerziehende in die Diskusion geworfen... ja diese Menschen haben weitergehende Rechte verdient.
Auch ich finde Kontrolle unangenehm, aber es gibt zu viele Menschen, die ihren Freiraum bis aufs letzte ausnutzen und für ihren eigenen Vorteil benutzen. Welche Partei wird sich trauen zu fordern, unsere Rechte für etwas mehr (erzwungender) Solidarität einzuschränken?
Ein kleiner Tritt in den Hintern wirkt manchmal Wunder! Freiheit muss man sich auch verdienen!
Wir sollten allerdings aus unserer Stasi und Nazi Vergangenheit lernen! und dieses Thema sensibel behandeln.

BOWLING FOR COLUMBINE

sehr zu empfehlen zum Thema Angst, Staat und Politik


Adrian - Mi 15.10.03 00:54

Servus!

Das Problem ist doch so: Unsere Politiker sind fast ausnahmslos meineidige Heuchler. Sie schwören zwar "...daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren (!), Schaden von ihm wenden..." (Art. 56 Grundgesetz), aber anscheinend halten sie es mit dem französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. "Der Staat bin ich." Das Einzige, was sie interessiert, daß sie ihre Macht erhalten und ihre Pfründe sichern, und so lange das Volk ihre Ansprüche abdecken kann, schert es sie nicht im geringsten, ob es vor die Hunde geht. Und unser politisches System nennt sich zwar Demokratie, aber in Wirklichkeit haben wir eine parlamentarische Diktatur: Alle paar Jahre kann man wählen, wer einen in der nächsten Zeit bescheißt. Da wäre mir ein richtiger Diktator, der wirklich das Wohl seines Volkes und nicht sein eigenes will, lieber (also keinen neuen Adolf). Denn auch eine richtige Demokratie geht von einer völlig falschen Voraussetzung aus, nämlich vor der irrigen Annahme, daß das, was das Volk ist, auch das Beste fürs Volk ist. Kleiner Denkanstoß: Wie viele der Wahlberechtigten bzw. der SPD-Wähler von 2002 wollen höhere Rentenbeiträge, eine Nullrunde für die Rentner, eine Zusatzversicherung für Brillen und Zahnersatz, usw. usw? Volkes Wille, Demokratie?
Ich weiß auch nicht, wie man Deutschland und seine Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen kann, aber ich lasse mich für meine Unfähigkeit nicht auch noch das Geld vorne und hinten reinschieben. In unserem Betrieb werden z.B. Geräte für das deutsche Mautsystem hergestellt - dies Geräte funktionieren übrigens - aber glaubt ihr, daß einer von uns so viel Verdienst und zusätzliche Leistungen bekommt wie unser untauglicher Verkehrsminister?
Ich stehe fest zu der Meinung, daß es mit unserem Land erst dann wieder aufwärts geht, wenn eine neue Regierung ans Ruder kommt. Aber nicht eine mit der Kindergartenmentalität wie sie heute herrscht. Sagen die Einen "Hüh" sagen die Anderen sofort "Hott" und umgekehrt, nicht weil "Hüh" vielleicht falsch wäre, sondern weil man ums Verrecken nicht dem Gegner auch mal Recht geben kann. So kann man kein Land führen!
So, das wars, was mir zu diesem Thema auf der Seele lag. Bin bloß gespannt, ob ich damit ins Visier irgendwelcher Staatsorgane gekommen bin; in Deutschland ist es nämlich gefährlich, eine eigene Meinung zu besitzen, und noch viel gefährlicher, diese auch noch bekanntzugeben.

Servus,

Adrian


Phobeus - Mi 15.10.03 02:11

@popov: Ich denke, dass Du es Dir da ne wenig einfach machst ;) Ich habe nicht gesagt, dass diese "Zwangsarbeit" (hasse den Begriff) lauter Spitzenpositionen sein sollten... es gibt genug andere Bereich, wo momentan mehr Jobs als Arbeiter sind. Ich denke zwar nicht, dass z.B: Gastronomie zwangsläufig etwas mit "soziale Arbeit" zu tun hat, ich bin mir aber sicher, dass man dort sehr schnell etwas finden wird, wie man Arbeitskraft sinnvoll einsetzt... und pardon, wenn das nicht das Fall ist, weiß ich nicht mehr, warum man noch über die Probleme Diskutiert. Denke man könnte da kreativ sein und sei es nur, dass ne Ex-Student nachmittags inna Schule Nachhilfeunterricht anbietet... allemal besser als ihn als "Kloputzfrau" zu verheizen, weil es ne "zumutbare Arbeit" ist. Wie bei allem ist es die Frage wieviel man von einer Medizin schluckt :shock: Mal ganz davon ab, dass ich persönlich(!) bevorzugen würde <sarkasmus>eine Nation voller Zwangsarbeiter zu sein als auf Kosten einer Minderheit (na, hoffentlich nicht in allzunaher Zukunft *sg*) zu leben</sarkasmus> ;)

@shark: Das mag sein, dass es auch die falschen trifft, allerdings denke ich, dass wenn man es im Rahmen hält für jedermann zumutbar wäre, weil ganz frech gesagt "sie leben ja von dem Geld der anderen" und ich denke, dass die "zwangsarbeit" ne besserer Ansatz ist als alles restlos zu kürzen als würde man versuchen Ratten auszuhungern. Du hast allerdings recht, dass man die eigentlichen Ursachen anfassen sollte und dort auch durchaus beide Seiten im gleiche Boot sitzen, sich aber gegenseitig Steine in den Kahn zu schmeißen. Gibt man den Arbeitgebern mehr Rechte werde diese Konsequent (erfahrung...) ausgenutzt, gibt man dem arbeitnehmern mehr so nutzen diese dies aus. Ich denke auch nicht, dass man die Probleme hier im allgemeinen auf die Politik schieben sollte, sondern eher auf die Gesellschaft allgemein und dessen Weltansichten... Meine ja nur, einige spalten Politik immer so ab als würde das nur die bezahlten Vertreter in Berlin treffen und einen ansonsten überhaupt nicht... dabei soll die ja auf der Straße anfangen :shock:


hansa - Mi 15.10.03 02:42

In unserem Land ist es schwer am brodeln, sehr schwer sogar und die da oben merken es nicht mal. Deshalb ist der Thread hier auch gut, obwohl er eigentlich fehl am Platze ist. Wer nichts sagt, ist selber Schuld und am Ende der Dumme. Im Ausland lachen sie übrigens schon über uns. Sind aber auch besorgt, so nach dem Motto: "haha, das schadet denen nichts, solange wir nichts abbekommen".

Und nun kommt noch der Hammer mit dem Maut-System. Und der Transrapid und und und. Atomausstieg, vielleicht von der Mehrheit erwünscht oder sogar gut. Meiner Ansicht nach ein Fehler. Das HighTec Know How wird hier leichtfertig verspielt oder von faulen Beamten verhindert. Die Gewerkschaften tun den Rest, indem sie die Mitglieder verarschen, siehe IG Metall Ost. Die waren übrigens früher auch schwer dran, den Einsatz von Computern in der Verwaltung zu verhindern. Dafür war glaube ich die ÖTV zuständig.

Wieso ist es woanders inzwischen besser ?

Da muß man lange zurückschauen (ca. 20 Jahre) und das blüht uns jetzt definitiv.

GB: die eiserne Lady Thatcher hatte sich mit den Gewerkschaften angelegt, besser umgekehrt. Zuerst kamen die Lokführer (3 Mann Besatzung). Da die Dampfloks abgeschafft wurden, wollten sie den Heizer auf die E-Lok mitschleppen (der 2. Mann war bereits durchgesetzt !). Dann probierten es noch die straff organisierten Bergarbeiter. Sie streikten monatelang, im Prinzip um die Regierung zu stürzen und zogen auch den kürzeren.

USA: Reagan schoß da den Vogel ab. Wegen eines überzogenen Streiks der Fluglotsen ging der hin und entließ ALLE fristlos. Die wurden von der Air Force ersetzt und neue wieder ausgebildet / eingestellt. Außerdem senkte er radikal die Steuern, trieb damit die Schulden kurzfristig in die Höhe und am Ende seiner Amtszeit war der Statshaushalt trotzdem fast ausgeglichen.

Vielleicht stimmt das jetzt nicht 100%ig, aber im Prinzip waren das wirklich drastische Maßnahmen.

Mit einem Wischiwaschi-Kanzler, der 5 Jahre nichts macht und dann dauernd mit Rücktritt droht und vom Volk abgewählten Ministerpräsidenten als Bundesminister ist da nichts mehr zu machen. Und dann noch ein Parlament mit >60% Beamten: Gute Nacht, Deutschland.


LeharGreen - Mi 15.10.03 05:43
Titel: ja ja...
:twisted:
ich kann das ewige gejammere einfach nicht mehr hoeren!

ich sehe:
massenhaft kids mit teuren markenklamotten

auf dem weg zur arbeit etc. sehe ich massenhaft autos auf den strassen,
die in den seltensten faellen mit mehr als einer person besetzt sind.

gefeierte sportler, die ihre steueren im ausland bezahlen.
(michael schumacher, boris becker etc.)

unterehmen, die ihre gewinne ins masslose steigern und ihre mitarbeiter
immer mehr unterdruecken.

glaubt mir, geld ist genug da.
es muss nur endlich vernuenftig umverteilt werden.



und und und.....


diese regierung ist meiner meinung nach auf einem vernueftigen weg.
mit cdu/csu (besonders dem blonden eddy mit dem braunen hinterkopf aus bayern)
und konsorten haetten wir nix mehr zu lachen.


anmerkung:
solange dir gruppe "PUR" nicht in peru oder bolivien als strassenmusiker auftritt,
geht es uns immer noch sehr gut.

;-) ;-/ ;-o




:P


joerg68 - Mi 15.10.03 09:41

Hallo an alle
So jetzt will ich mich auch mal dazu äußern.
Das Hauptproblem liegt meiner Meinung nach in dem Unrechten Steuer- und Sozialsystem. Das Konzept der sozialen Sicherungssysteme besteht doch darin, das die Jungen den Alten Helfen(Rente) und die Gesunden den Kranken(KV) und die Arbeitenden den Arbeitslosen(AV). Jetzt frage ich mich aber wieso sich an diesem System nur die Menschen beteiligen die normal arbeiten gehen und dabei noch unter bestimmten Verdienstgrenzen (Beitragsbemessungsgrenze) verdienen. Die stärksten Schultern können sich aus der VErantwortung für die Gesellschaft drücken. So kann es doch nicht angehen, daß ein gut verdienender Angestellter 35% Steuern und 20% Sozialabgaben (also 55%) bezahlen muß und ein Millionär max 48% Steuern zahlt. Da es für die Großverdiener genügend Steuerschlupflöcher gibt sind selbst diese 48% nur theoretischer Natur. Wir müssen wieder die Lasten unserer Gesellschaft auf alle Schultern verteilen.
Ich stelle jetzt mal einige Vorschläge in den Raum und hätte auch gerne ein paar Stellungnahmen.
1. Alle Deutschen Staatsbürger (egal wo sie wohnen) beteiligen sich an unseren Sozial Sicherungssystem (Rente,KRankenvers.,Arbeitslvers)ohne eine Beitragsbemessungsgrenze und unter Berücksichtigung aller Einkünfte
2. Ab sofort steigen die Renten nur noch mit der Inflationsrate. Hohe Renten ab ca 2000€ werden eingefroren.Das Rentennivue sinkt stufenweise nach dem Beginn des Rentenbezugs, so daß ab dem Jahr 2030 alle nur noch eine Grundrente beziehen die ca 0-25% über dem Sozialhilfenivue liegt.Der Prozentsatz sollte sich nach der Zeit richten in der man eingezahlt hat.
3. Das Steuersystem wird Grundlegend reformiert. Jeder erhält einen Freibetrag von 1000€ im Monat bei dem keinerlei Steuern und Sozialabgaben fällig werden.Abschaffen aller Absetzmöglichkeiten. Linerares ansteigen des Steuersatz bis zu einem Höchssteuersatz von 50% der aber erst ab einem Einkommen von 250000€ fällig wird. Jeder der einen Deutschen Pass hat muß auch in Deutschland Steuern zahlen. Er darf lediglich die Steuern die er an seinem Wohnort entricht gegenrechen(So ähnlich machen das nämlich auch die Amis).

So jetzt bin ich mal auf euere Meinungen gespannt
Gruss
Jörg


Gausi - Mi 15.10.03 10:15

Sehr viele lange Beiträge hier. Ich mach es kurz: Mein absoluter Lieblingsmusiker, mein Idol, der beste Mensch auf der Welt überhaupt, der Mann mit der besten Stimme, der "Superstar of Fistguitar" oder einfach nur der Gitarist von Thomas Anders, der das Bundesverdienstkreuz und den Literaturnobelpreis absolut verdient hat, der hat es in der letzten Wetten Dass..? Sendung doch auf den Punkt gebracht: Wir müssen einfach nur alle so gerne so viel Geld verdienen wie er. Dann gäbe es keine Arbeitslosen mehr, keine Sozialhilfeempfänger und nix. Damit könnte man dann auch prinzipiell den Weltfrieden erreichen.
[ich hoffe, die Ironie bis hierher ist deutlich erkennbar]
Solange es Leuten wie Bohlen, Naddel, Kübelblöök gelingt, ganz Deutschland zu verarschen und die Preluders REM covern, kann es mit Deutschland nicht bergauf gehen.
Dabei ist es egal, welche Partei regiert und welche Konzepte ausgearbeitet werden.


Anonymous - Mi 15.10.03 11:40

http://www.steuerzahler.de (c00le Statistik da oben)


joerg68 - Mi 15.10.03 11:54
Titel: Steuern
Hab vor kurzem einen Bericht gesehen über Steuerfahnder.
Also ein Steuerfahnder kostet pro Jahr 70-90000€ und bringt im Schnitt 750000 € ein. Also sollte man doch denken, daß unser lieber Staat bei einer geschätzten Steuerhinterziehung von 75 Mrd € so doch schnell zu Geld kommen könnte.
Es werden aber kaum Steuerfahnder eingestellt, weil die Kosten ausschlißlich das Bundesland trägt in dem er arbeitet, aber der Ertrag den er erbringt nur zu so einem geringen Teil an das Bundesland geht, daß Steuerfahnder für die Bundesländer ein Verlustgeschäft sind.
Das ist Realsatire in Deutschland :twisted:

Jörg


Sven - Mi 15.10.03 13:40

Popov hat folgendes geschrieben:
Phobeus hat folgendes geschrieben:
Würde eher ein altes Konzept der PDS aufgreifen und Arbeitslose zu einer Art "Zwangsarbeit" heranziehen.


Du vergist nur eine Sache bei dieser genialen Idee: alles was so anfällt muß von Menschen erledigt werden. Sowas nennt man Jobs. Würde man mit der genialen PDS Idee die Leute arbeiten lassen, dann würde man dadurch in die Wirtschaft eingreifen. Die Zwangsarbeiterjobs, die vorher von Menschen mit Jobs erledigt wurden, wären jetzt keine bezahlten Jobs mehr sein. Die Menschen, die diese Jobs bisher erledigten, wären jetzt ihrerseits abreitslos und würden Zwangsarbeiterjobs erledigten, die andere Leute Jobs kosten würden. Irgendwann wären wir ein Volk von Zwangsarbeitern ;)
...


DAS ist nicht ganz richtig so :!:

Die Leute beziehen Geld vom Staat, also der arbeitenden Bevölkerung, und können dies sehr wohl mit Arbeit abgelten.
Im öffentlichen Bereich geben es genug Arbeit zu tun, um genügend der Arbeitslosen zu "beschäftigen".
Das hat mit Zwangsarbeit nichts zu tun. Laut deutschem Sozialhilfegesetz können Sozialhilfeempfänger zu jeder Tätigkeit herangezogen werden. Es wird nur Lieder nicht genutzt. Also warum sollen Arbeitslose, so lange diese ohne Job sind, nicht auch zu solchen Tätigkeiten herangezogen werden.

Phobeus hat folgendes geschrieben:

Ich persönlich bin schwer enttäuscht von der aktuellen Regierung, da die SPD leider sehr viele ihrer ursprünglichen Ziele aus den Augen verloren hat und das wird sich wohl auch bei den nächsten Wahlen rächen, wenn die Basis nichts mehr hören will...

Ich bin auch entäuscht. Nur Leider hat die andere große Partei genauso wenig ein Konzept, wie die aktuelle Bundesregierung.


Phobeus - Mi 15.10.03 15:52

Sag ja am besten sollten CDU und SPD fusionieren mit einer "grüne"-like Doppelspitze und dann wie beim Papst alle im Bundestag einsperren und so lange hungern, bis man ne Einigung hat.... im Jahr darauf hätten wir dann ne große Koalition aus FDP, PDS und den Grünen... ;)


joerg68 - Mi 15.10.03 16:06
Titel: Unfähige Politik
Unsere Politiker sind doch unfähig vernünftige Reformen auf den Weg zu bringen. Und das liegt in erster Linie daran, daß es am liebsten wohl allen Recht machen wollen und dabei keinem weh tun wollen.
Da es in Deutschland für alles und jeden irgendwelche Lobbiisten gibt läßt es sich gar nicht vermeiden, daß irgendjemand jammert wenn etwas verändert wird. Da aber auf jeden Rücksicht genommen wird( die Jungs wollen ja alle wiedergewählt werden) passiert so gut wie gar nichts. Je lauter eine Lobby schreit oder je näher sie den Politikern ist desto unwahrscheinlicher ist es das gegen die INtressen der Lobby etwas passiert. Man betrachte sich nur was bei der Gesundheitsreform bei rausgekommen ist. Die geringste Lobby hatte der normale Kassenpatient und der war dann am Schluß der einzige der wirkliche Opfer bringen muß. Oder habe ich etwas verpasst und die Pharmaindustrie oder die Zahlärzte etc. haben irgentwelche nennenswerten Einschnitte hinnehmen müssen.

Gruß
Jörg


Popov - Mi 15.10.03 22:21

Sven hat folgendes geschrieben:
DAS ist nicht ganz richtig so :!:

Die Leute beziehen Geld vom Staat, also der arbeitenden Bevölkerung, und können dies sehr wohl mit Arbeit abgelten.
Im öffentlichen Bereich geben es genug Arbeit zu tun, um genügend der Arbeitslosen zu "beschäftigen".
Das hat mit Zwangsarbeit nichts zu tun. Laut deutschem Sozialhilfegesetz können Sozialhilfeempfänger zu jeder Tätigkeit herangezogen werden. Es wird nur Lieder nicht genutzt. Also warum sollen Arbeitslose, so lange diese ohne Job sind, nicht auch zu solchen Tätigkeiten herangezogen werden.


Blödsinn. Die Leute beziehen kein Geld vom Staat, sondern einer staatliche Versicherung. Arbeitslose werden nicht von der arbeitenden Bevölkerung bezahlt, sondern sie haben selbst jahrelang Beiträge zu der (Arbeitslosen) Versicherung getätigt. Sie nutzen also ihren Versicherungsschutz. Ich frag euch was habt ihr eigenntlich in der Schule getan, als dieses Thema durchgenommen wurde?

Zwei Sachen die du anscheinend auch nicht bedenkst. Im öffentlichen Bereich gibt es genug Arbeit, aber die Arbeit wird von bezahlten Arbeitern erledigt. Entweder sind es angestellte der Stadt oder es ist eine Firma beauftragt die das erledigt. Würde man diese Arbeit jetzt von Arbeitslosen erledigen lassen, dann würde die Arbeit für bezahlte Arbeiter wegfallen. Entweder würde man die Arbeitslosen deren Arbeit machen lassen, aber die ehemaligen Arbeiter weiter bezahlen (z.B. für Kartenspielen) oder man würde die eher entlassen. Glaub mir, auch der Typ der im Park das Laub kehrt wird bezahlt. Das ist ein richtiger Job. Wenn diese Arbeit von einem Arbeislosen erledigt würde, dann wäre der Job weg und der Arbeiter wäre nicht benötigt.

Die zweite Sache. Wie kommt ihr Knalltüten eigentlich dazu über "Zwangsarbeit" von Arbeitslosen zu diskutieren. Ein jeder Arbeiter bezahlt in eine Versicherung. Diese Versicherung nennt man Arbeitslosenversicherung. Ist fast das gleiche wie KFZ Versicherung. Man zahlt also Beiträge, um im Fall der Fälle abgesichert zu sein. Nur weil es eine staatlich angeordnete Versicherung ist, ist es noch lange nicht anderes. Es ist eine Versicherung. Stell dir vor, du bezahlst Vollkasko und eine Typ in einem Forum meint, das wenn es zum Schaden gekommen ist, dann sollst du bitte das selbst reparieren. Ich bezahl nicht in eine Arbeitslosenversicherung und arbeite dann für den Staat. Arbeitslosengeld ist kein Almosen vom Staat. Der Staat regelt das zwar, aber es ist kein Gelg aus den Steuern alle Bürger. Sollte es dazu kommen, daß Arbeitslose arbeiten sollen, dannzahle ich kein Cent in die Versicherung, sondern auf ein Sparbuch. Sollte ich dann arbeitslos werden, dann kann mich der Staat und ich lebe von dem Spaarbuch. Wenn das leer ist, dann melde ich mich beim Sozialamt. Hier kriege ich Geld vom Staat, was ich nicht eingezahlt habe. Und hier können wir noch mal über das Thema diskutieren.

Ich hab irgendwie das Gefühl, daß hier Leute Sachen nachplapern, die ihr irgendwo gehört haben, aber von denen sie keine Ahnung habt.


hansa - Do 16.10.03 00:33

Popov hat folgendes geschrieben:
Stell dir vor, du bezahlst Vollkasko und eine Typ in einem Forum meint, das wenn es zum Schaden gekommen ist, dann sollst du bitte das selbst reparieren.


Das stimmt, wäre schon Sauerei. Aber was wäre, wenn derselbe Typ 10 mal im Jahr die Vollkasko in Anspruch nimmt, weil sie nicht mehr kostet: jeden Monat ein neues Auto. Jetzt kommt die Versicherung und sagt : "Wir haben als Ersatz einen sehr günstigen Wagen, 1 Monat alt, können sie sofort abholen, wollen sie den?" Der Kerl sagt nein, die Farbe gefällt mir nicht, außerdem ist er nicht neu und hehe, ich muß ihn sowieso ja nicht bezahlen und die Versicherung sagt: "Na gut, dann kriegen sie eben einen krachneuen".

Und dann gehts so weiter, bis die Versicherung pleite ist. Und genau da sind wir jetzt angelangt.


Delete - Do 16.10.03 02:21

Popov hat folgendes geschrieben:
Blödsinn. Die Leute beziehen kein Geld vom Staat, sondern einer staatliche Versicherung. Arbeitslose werden nicht von der arbeitenden Bevölkerung bezahlt, sondern sie haben selbst jahrelang Beiträge zu der (Arbeitslosen) Versicherung getätigt.

Und wie viel tausende Arbeitslose gibt es, die noch nicht eingezahlt haben? :roll:
Zitat:

Zwei Sachen die du anscheinend auch nicht bedenkst. Im öffentlichen Bereich gibt es genug Arbeit, aber die Arbeit wird von bezahlten Arbeitern erledigt. Entweder sind es angestellte der Stadt oder es ist eine Firma beauftragt die das erledigt. Würde man diese Arbeit jetzt von Arbeitslosen erledigen lassen, dann würde die Arbeit für bezahlte Arbeiter wegfallen.

Das wüßte ich aber. Warum sind den im Pflegebereich alle so ausgelastet? Weil es eben nicht genug gint. Und was spricht dagegen die Arbeitslosen dort helfen zu lassen?
Zitat:

Die zweite Sache. Wie kommt ihr Knalltüten

Dito. Du Knalltüte.
Zitat:

eigentlich dazu über "Zwangsarbeit" von Arbeitslosen zu diskutieren. Ein jeder Arbeiter bezahlt in eine Versicherung. Diese Versicherung nennt man Arbeitslosenversicherung.

Und noch mal, wie vile tausend haben da nicht eingezahlt? Und noch mal, was spricht dagegen, die Arbeitslosen da einzusetzen, wo sie gebraucht werden. Im Sozieldienst zum Beispiel und was spricht dagegen, dass sie dann noch zusätzlölich was vom Arbeitgeber bekommen? Natürlich nicht das volle Gehalt einees Pflegers, sie haben es ja nicht gerlernt.


Sven - Do 16.10.03 07:56

Popov hat folgendes geschrieben:
Sven hat folgendes geschrieben:
DAS ist nicht ganz richtig so :!:
...


Blödsinn. Die Leute beziehen kein Geld vom Staat, sondern einer staatliche Versicherung.

:shock: Versicherung:?: Das Ding heißt Bundesanstalt für Arbeit und nicht Bundesversicherungsanstalt für Arbeit. Verwechsel es bitte nicht mit der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte.
Popov hat folgendes geschrieben:

Arbeitslose werden nicht von der arbeitenden Bevölkerung bezahlt, sondern sie haben selbst jahrelang Beiträge zu der (Arbeitslosen) Versicherung getätigt. Sie nutzen also ihren Versicherungsschutz. Ich frag euch was habt ihr eigenntlich in der Schule getan, als dieses Thema durchgenommen wurde?

Jeder der Leistung vom Staat bezieht wird von der Arbeitenden Bevölkerung bezahlt. Die Beiträge der zahlenden des Monats Oktober werden dann im November an die beziehenden ausgeschüttet. Egal ob es sich hierbei um Arbeitslose, Rentner oder sonstige Leistungsbezieher handelt.
Im übrigen:Du zahlst in diesem Land nie für dich selber. Egal ob es sich um Dein Rentenkonto handelt, oder um evtl. spätere Arbeitslosigkeit. Bei den Rentnern sagt man Generationenvertrag dazu

Es heißt zwar im Sprachgebrauch: Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, aber letztendlich wird dir damit nur Versichert das Du dein Geld auch erhältst. Der Topf aus dem sich alles nährt stammt immer aus dem Vormonat.

Ich bin jetzt zwar bereits seit zwanzig (20) Jahren aus der Schule, aber nochmal zum Mitschreiben:
Nicht Ihr zahlt für Eure spätere Rente, oder evtl Arbeitslosigkeit im voraus, sondern für die aktuellen Renter und Arbeitslosen.
Der Begriff Versicherung ist somit irreführend.

Popov hat folgendes geschrieben:

Zwei Sachen die du anscheinend auch nicht bedenkst. Im öffentlichen Bereich gibt es genug Arbeit, aber die Arbeit wird von bezahlten Arbeitern erledigt. Entweder sind es angestellte der Stadt oder es ist eine Firma beauftragt die das erledigt. Würde man diese Arbeit jetzt von Arbeitslosen erledigen lassen, dann würde die Arbeit für bezahlte Arbeiter wegfallen. Entweder würde man die Arbeitslosen deren Arbeit machen lassen, aber die ehemaligen Arbeiter weiter bezahlen (z.B. für Kartenspielen) oder man würde die eher entlassen. Glaub mir, auch der Typ der im Park das Laub kehrt wird bezahlt. Das ist ein richtiger Job. Wenn diese Arbeit von einem Arbeislosen erledigt würde, dann wäre der Job weg und der Arbeiter wäre nicht benötigt.

Ich denke schon weiter als mir die Medien und Politiker zugestehen wollen. Nach deiner Philosophie ist nicht mehr genügend Arbeit da. :shock: Uups.
Was sagen wir denn jetzt den Arbeitslosen.
Es gäbe genügend Bereiche im öffentlichen Bereich, wo Arbeitslose zur Unterstützung eingesetzt werden könnten.

Popov hat folgendes geschrieben:

Die zweite Sache. Wie kommt ihr ...

Ich spare mir jeden weiteren Kommentar hierzu, da ich weiter oben alles erklärt habe.
Also Popov, bevor Du andere über das Sozialsystem in der Bundesrepublik Deutschland belehren willst, setze Dich bitte selber einmal damit auseinander.
Das was Du hierzu geschrieben hast ist, um einmal in freundlichen Worten auszudrücken, SCHWACHFUG.

Und nochmal, damit es auch wirklich haften bleibt:
Rentner und Arbeitslose bekommen ihr Geld von denen, die einen Monat vorher noch gearbeitet haben.
Um es für Klugsch***er vorweg zunehmen: Ja, einmal zahle ich für mich selber; und zwar wenn ich Oktober noch Arbeite und im November Arbeitslos, oder Rentner werde.

Das Sozialsystem der Bundesrepublik Deutschland ist keine Versicherung im herkömmlichen Sinne


Delete - Do 16.10.03 08:02

Zustimm.


ErnestoChe - Do 16.10.03 09:31

Hi,

schließe mich der Meinung von Sven, Luckie und den anderen, die dafür sind, dass Arbeitslose in bestimmten Bereichen eingesetzt werden sollten voll an.

@Popov
Ganz grob gesehen magst du ja gar nicht mal unrecht haben, aber auch wirklich ganz grob. Deine REchnung geht so nicht auf. Siehe letzter Beitrag von Sven.

Zitat:
Knalltüten

Hör doch bitte auf, mal wieder Leute zu beleidigen.

MFG

- Ernesto -


joerg68 - Do 16.10.03 09:54
Titel: Zwangsarbeit für Arbeitslose
Ich glaube nicht, daß man die Arbeitslosigkeit so spürbar veringern könnte. Sicherlich würde in der Versorgung von alten und kranken die Möglichkeit geben den einen oder anderen sinnvoll unterzubringen.
Aber die wirklich faulen unter den Arbeitslosen triffst Du mit solchen Maßnahmen nicht. Die melden sich dann laufen krank, kommen zu spät und wenn sie mal da sind ist die Arbeitsleistung dann auch entsprechend. Außerdem glaube ich nicht da in der Pflege 5 Mio (ungelernte)Leute gebraucht werden. Vielmehr besteht die Gefahr, das Pflegeheimbetreiber sich Zwangsarbeiter holen um Ihr reguläres Personal abzubauen. Des weiteren müßt Ihr bedenken, daß diese Zwangsarbeiter ja weiterhin vom Staat Geld bekommen.Wahrscheinlich mußte man Ihnen die Fahrtkosten erstatten, weil die Höhe der Sozialhilfe/Arbeitslosenhilfe ja aufs zu Hause rumhocken ausgelegt und und sicherlich nicht dafür reicht jeden Tag zur Arbeit zu fahren.
Der Schrei nach Zwangsarbeit ist zwar sehr beliebt bringt einer Meinung nach kaum etwas um dem Problem Herr zu werden
Gruß
Jörg


Delete - Do 16.10.03 09:56

dass ich da keine 5 Mio unterbringen kann ist klar. Esw ar ja auchnur ein beispiel. Es ließen sich bestimmt auch andere Stellen finden. Und es soll sogar Arbeitslose geben, die wieder Arbeiten wollen. Die hätte man dann schon mal wieder von der Strasse.

aber verdammt noch mal, irgendwo muss man ja mal anfangen.


ErnestoChe - Do 16.10.03 10:16

Hi,

Joerg68 hat folgendes geschrieben:
Ich glaube nicht, daß man die Arbeitslosigkeit so spürbar veringern könnte


Da magst du recht haben. Aber es geht ja auch um das Selbstwertgefühl der Menschen und dass sie sich nicht nutzlos vorkommen. Wenn man mal ein Jahr oder länger Arbeitlos ist, könnt ich mir vorstellen, dass man die Lust verliert überhaupt wieder zu arbeiten. Was bei vielen auch der Fall ist.

MFG

- Ernesto -


joerg68 - Do 16.10.03 10:19

@ Lucki
Es gibt meiner Meinung nach viele Arbeitslose die Arbeiten wollen. Nur gibt es zur Zeit keine Jobs.
Noch im Jahr 2001 gab es in unserer Regionalen Zeitung fast jedes Wochenende einen Stellen markt mit 15-über 20 Seiten.
Zur Zeit sind es zwischen 3 und 5. :(
Und Aussagen über Fachkräftemangel bzw. Beschäftigungsreserven im Niedriglohnsektor stehe ich auch sehr skeptisch gegenüber. :?
Wie Du als IT-ler ja weiß wurde vor ein paar JAhren gaaanz laut nach IT-Fachkräften geschrieen. Und was ist heute auf dem IT-Arbeitskräftemarkt los. :?:
Gruß
Jörg


Sven - Do 16.10.03 10:29

Luckie hat folgendes geschrieben:
dass ich da keine 5 Mio unterbringen kann ist klar. Esw ar ja auchnur ein beispiel. Es ließen sich bestimmt auch andere Stellen finden. Und es soll sogar Arbeitslose geben, die wieder Arbeiten wollen. Die hätte man dann schon mal wieder von der Strasse.

aber verdammt noch mal, irgendwo muss man ja mal anfangen.


:mahn: Amen :mrgreen: Wollte sagen, ZUSTIMM :mrgreen:

Man kann auch nur Beispiele bzw. Vorschläge machen, denn dafür ist das ganze viel zu komplex.
Ich glaube auch, das es im Moment viel wichtiger ist, die Kaufkraft der noch arbeitenden Bevöllkerung zu stärken. D.h. daß das was man uns versprochen hat, nämlich eine deutliche Steuersenkung, auch durchgeführt wird. Die Verbraucherschädlichen Vorschlage der Herzog-Kommision/CDU sind kaum dazu angetan. Bei der anderen (SPD/Grüne) wird man so ungeschoren auch nicht davonkommen.
Irgendwer hatte eine paar Postings weiter oben von den Lobbyisten gesprochen.
Unsere (deutschen) Politiker sollten endlich einmal den Mut aufbringen sich gegen irgendwelche Lobbyisten zu stellen und eine Politik für DAS Volk machen. Dafür sind die ja schließlich gewählt worden.

Ich sehs schon kommen: ES WIRD WIEDER NICHTS PASSIEREN.


Phobeus - Do 16.10.03 10:34

@popov: Vielleicht sollte es dann mehr Knalltüten am Staat geben, würde sicherlich einiges besser laufen. Ich für meinen Teil weiß ja auch, dass meine Rentenversicherung und Sozialversicherung vom Staat in nen Tresor gesteckt wird und dann bei meiner Rente ausgezahlt wird. Guten Morgen, der Kaffee war kalt?

Ansonsten ist das genau das Problem, dass die Leute alle ziemlich unflexibel sind, niemand will bei sich anfangen, nur bei den anderen und wenn jemand selbst mal anfämngt irgendwo einsparungen anzubieten, reißt man ihn gleich auseinander. Irgendwie müssen einige erst nochmal lernen, was "sozial" wirklich bedeutet, dieses pseudo-soziale á la "Wir sind mal da sozial und da nicht" geht mir ziemlich auf den senkel. Es wird Zeit, dass man da mal wieder klar macht, dass man möglichst geschlossen auch hinter eine Sache steht und zwar durchaus einer, die alle trifft und zwar am besten gleichermaßen. Und ich selbst glaube, dass jene die mehr haben auch mehr geben sollten und gehöre auch nicht zu jenen, die gerade wenig haben...

@joerg: Die Idee dahinter bestand ja auch nicht ein Arbeitsmodell wie in der DDR zu schaffen in den man viele billig Arbeitsplätze beim Staat schafft um die Statistik zu schönen, sonderen einen Ausgleich für die Kosten zu schaffen, um eben keine Einsparungen durchzuführen und zum anderen nicht ganze Teile der Bevölkerung quasi von dem Rest trennt. Genau das wird nämlich gemacht von den meistne und einigen scheint es nicht bewußt zu sein, wie schnell man heute arbeitslos werden kann und tun so, als seien einige schier schuld an ihrer lage... denke, dass da mehr falsche als richtige getroffen werden und wer nun schreit "macht jede Arbeit zu jedem Preis"... der sollte man überlegen, ob er das selbst auch für sich möchte und das die Gefahr immer besteht...

@it: Nun ja... ich denke, dass man damals aber nicht die Form von IT-Kräften meinen, wie sie heute hier so rumwümmeln. Heute wird doch alles vom AA geschult, was nicht bei drei aufm Baum ist :shock:

@sven: dito. denke ich auch... wie wäre es mal für ne Gesetz gegen Lobbys *g ... aber dafür bräcuhte man ja auch schon wieder eine um das durchzubekommen ^__-


joerg68 - Do 16.10.03 10:51
Titel: Verbraucherfreundliche Reformen
@ Sven
Mit Deinem Verbraucherfreundlichen Reformen hast Du recht. Aber im Moment passiert genau das Gegenteil.
Bei unserer ach so tollen Steuerreform wird der Spitzensteuersatz deutlich gesenkt. Kostet 6 Mrd €. Zum Ausgleich werden diese 6 Mrd bei den Arbeitslosen eingespart. Ich habe meine Zweifel das die 6 Mrd die sie den Spitzenverdienern in die Tasche stecken in den Konsum gehen. Da wird höchstens der Dax noch mal 10% steigen weil die nicht wissen wo hin mit der Kohle. Die 6 Mrd die sie den Arbeitslosen wegnehmen werden aber zum größten Teil im KOnsum fehlen, weil der normale Arbeitslose sein Ganzes zum Leben braucht und somit auch ausgibt.
TOLLES KONJUNKTURPROGRAMM :twisted: :twisted:
Beim Otto Normalverbraucher sieht das dann wie folgt aus. In die linke Tasche steckt man Ihm einen € rein und aus der rechten holt man Ihn sich über die Streichung der PEndlerpauschale den € wieder zurück.
Dann wird noch mal in die linke Tasche gegriffen und man holt sich über die Selbstbeteiligung im Gesundheitswesen auch den anderen €.
Dann sagt man Otto Normalverbraucher, das er auch schön was für die Rente sparen soll.
Was passiert ???
Auch Otto Normalverbraucher hat weniger Geld in der Tasche und spart zusätzlich für seine Rente und gibt somit immer weniger Geld aus.
SO GEHT ES AUFWÄRTS :twisted: :twisted:

Ich habe vor kurzen hier ein paar Vorschläge gepostet. Vielleicht will ja auch jemand mal was dazu sagen

Gruß
Jörg


Sven - Do 16.10.03 11:20

Phobeus hat folgendes geschrieben:
...
@sven: dito. denke ich auch... wie wäre es mal für ne Gesetz gegen Lobbys *g ... aber dafür bräcuhte man ja auch schon wieder eine um das durchzubekommen ^__-


Genau das meine ich. Die gewählten Politiker sollen endlich auf die hören, von denen sie gewählt worden sind, und nicht auf irgendwelche Partei(bonzen)genossen, oder christlichen Kollegen, oder noch schlimmer, den Lobbyisten.

Ein Angeordneter ist schließlich in seinem Wahlkreis von einer gewissen Anzahl an Bürgern gewählt worden. Wieso setzen dann meistens die, die in Lobby rumstehen bei den gewählten Vertretern Ihre Meinung durch.
Zumindest sollte der gewählte Vertreter dann bei seiner Wählerschaft nachfragen, ob die der Meinung des/der Lobbyisten ist.
Unsere Politiker sind halt zu feige und zu Machtbesessen.

@joerg68: Starker Tobak, aber so ist es.


Klabautermann - Mi 22.10.03 20:10

Hallo,

ich habe hier mal wieder ein paar beiträge löschen dürfen. Die betroffenen Autoren dürften wissen warum.

Also Jungs, wenn ihr das Topic offen behalten wollt reißt euch ein wenig am Riemen.

Gruß
Klabautermann


kiwicht - Do 23.10.03 17:45

Ihr versucht immer alle die Arbeitslosen ansich als Wurzel allen Übels heranzuziehen und zu entfernen, aber das bringt niemanden weit, jemand auf Teufel komm raus zu zwingen jemand anders einzustellen!

Die Lohnnebenkosten und die Belastungen die auf deutschen mittelständischen Unternehmen liegen sind einfach zu hoch. Ist doch klar das die lieber bei einem Arbeiter bleiben, der zwar ab und zu mal Überstunden macht.

Heisst also u.a.:
-Benzin. Viel zu teuer - darauf sind die meisten Unternehmen angewiesen.-Krankenkassen - Zu wenig Überprüfung der Arztrechnung (habt ihr schonmal eine Rechnung vom Arzt gesehen) oder auch zu wenig Überprüfung der Scheinkranken.
-Steuersätze - logisch, das die in einigen Bereichen zu hoch sind
Bla bla blah etc. etc. pp.

Einige von euch die schonmal gegen Vertrag arbeiten waren, werden wissen wieviel der Staat von eurem Lohn abzieht, das ist schon ne ganze Menge - und nun rechnet ungefähr das gleiche nochmal drauf, was eurer Arbeitgeber ungefähr bezahlt - noch Fragen?

soviel zum Thema...

und zu der Neuverschuldung kann ich nur sagen: Dann sieht man ja wem Deutschland gehört. Dem Volk? Ach i wo. Dem Bund? Ha ha.
Den Banken? Jap. Was die für ein Heidengeld einnehmen schon alleine an den Zinsen für solche Summen - und dann einfach n Skandal drausmachen und in Rente gehen - tja, solange daran sich nichts ändert... no chance...

mfG