Entwickler-Ecke

Off Topic - Matrix Revolutions - die Story


ak - Mi 05.11.03 16:37
Titel: Matrix Revolutions - die Story
Hallo,
wer mal die Zusammenfassung von Matrix Revolutions lesen möchte, kann das hier tun: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,272622,00.html

Doch Vorsicht, hier steht alles drin, und der Artikel ist sehr negativ geschrieben.


Raphael O. - Mi 05.11.03 17:17

viele fanden auch den 2. MAtrix Teil nicht so toll, wie ich, und gehen trotzdem in den 3. Teil (wie ich :mrgreen:)
irgendwei hat Matrix nämlich schon was ;)
aber erst mal abwarten, wie der 3. Film ist...
hoffe ich finde ihn gut :)


MathiasH - Mi 05.11.03 19:24

stimmt, der erste war besser, aber das schärfste war ja das spiel zum 2. Teil, ich hab mir das bei ner Lan mal angeschaut, da wird einem ja übel:

4-eckige Reifen, die sich mal vorwärts, mal rückwärts mal um ne falsche Achse drehen *g* Autos die 3 Geschwindigkeiten haben rückwärts, vorwärts, stehen, Physik=0 (Auto stößt gegen Hinderniss => Auto bleibt einfach ruckartig stehen, nix schadensmodell oder so) und das spiel ist nicht herausfordernd sonder langatmig.....

let's hope, dass der dritte teil dieses medienscheuen Regisseurs wieder besser ist.....


matze - Mi 05.11.03 20:07

*heul* ich kann mir den dritten teil erst übernächstet wochenende anschauen, weil ich davor keine zeit hab.

kannste mal von den 4-eck reifen screenshots machen ?


MathiasH - Mi 05.11.03 21:23

ich schau beo der nächsten Lan mal, siehtechtgeil aus *g*
so ein rad das is was tolles...


Delete - Mi 05.11.03 22:12

MathiasH hat folgendes geschrieben:
let's hope, dass der dritte teil dieses medienscheuen Regisseurs wieder besser ist.....

Nach der Kritik wohl nicht. Und übrigens sind das nicht zwei? Ich meine, die "Warsch...", "Wors..." ... hm ... na ja, diese Brüder halt. :mrgreen: Mensch, bei BAB-5 war das einfacher, Da konnte auch keine S** den Namen des Erfinders aussprechen, aber das war auch nicht nötig. Der Mann war JMS, und jeder wusste, wer gemeint war. ;)


matze - Do 06.11.03 18:01

also 2 kumples von mir waren gestern drin und die hats auch nciht so vom stuhl gerissen.


BungeeBug - Do 06.11.03 18:54

Sehr schön und ich hab Logenkarten :)


Gausi - Sa 08.11.03 00:26

Also, ich komm grade aus'm Kino...
Ich bin mit der Erwartung da rein gegangen, einen technisch perfekten Film mit viel Kampf und Ballerszenen zu sehen. Diese Erwartung wurde mehr als erfüllt. Der Film ist nicht SO schlecht, wie er in den Kritiken zerrissen wird. Allerdings ist er an einigen Stellen extrem {billig|kitschig|seltsam|pseudo-philosophisch|pseudo-religiös|pseudo-heroisch}. Wirklich ernst nehmen sollte man das Gequatsche von Orakel und Co nicht.
Ich denke dabei besonders an eine Szene mit Neo gegen Ende. Um denen, die noch rein gehen wollen nicht alles zu verraten, sage ich nur soviel: Das was da abgeht, höre ich jeden Karfreitag in der Kirche.
Ich bin mal gespannt, wann der erste Bischof dagegen wettert.

Edit: Hab jetzt auch den Artikel oben gelesen: Stimmt alles 100pro, was da drin steht. Leider.


Popov - Sa 08.11.03 09:33

Der Film ist eigentlich ein sehr guter Aktionfilm, hat aber par schwächen. Die schwächen liegen weder bei Regie, noch bei den Schauspielern. Sie liegen ganz einfach beim Drehbuch und der Tatsache, daß der Film in zwei Teilen gezeigt wurde. Durch die zwei Teile verlor der Film jegliche Geschichte. Was das Drehbuch angeht, so wurde zuviel unsinnige KongFu Szenen eingebaut, die keinerlei Sinn ergaben und unsinnige Dialoge, die keinerlei Sinn im Film hatten.

Aber ansonnsten ist es ein sehr guten Actionfilm.


kiwicht - Sa 08.11.03 17:01

tja also, ich hab ihn gestern im Kino gesehen, und wurde absolut nicht entäuscht!

@Popov:

2 Teile? :shock: hmm.... nicht drei? Oder was meinst du?

Tja und sonst: Klar das die Leute von Teil 2 und 3 nicht mehr so über alle Maßen begeistert sind - Teil 1 war damals etwas komplett neues. Die Kamera-Führung bei den Kampfszenen, die Effekte, das alles gab es vorher nicht und war natürlich ein absolutes Novum auf dem Film.

Jeder hat natürlich jetzt erwartet das die beiden anderen Teile wieder nur so vor technischen Neuerungen und innovativen Filmmaterial überlaufen, was zwar perfekt gewesen wäre, aber nicht nötig ist, um die Geschichte zu erzählen.

Der 2. Teil, gut, der hatte einiges an überflüssigen Ballast an sich.

Aber der 3.... tja, alles was gesagt werden musste, wurde in dem Film gesagt. Es war kaum eine überflüssige Szene dabei. Gut, die Szenen war manchmal etwas langatmig, manchmal aber einfach zu kurz.

Z.b. als die Hammer in letzter Sekunde durch den Wartungskanal in das Dock von Zion eindringt und zur Rettung aller den EMP aktivieren kann - man sieht eine Szene lang n paar Wächter runter fallen und das wars.

Da wo vorher die ganze Halle voll war, war es auf einmal nur ne Wolke von Maschinen - nun ja. Ein Faux-Pax, nichts weiter.

Trotzdem eine wirklich gelungene Trilogie und eine wirklich schöne Geschichte. Ich hab an allen 3 Teilen nichts grossartig auszuetzen - mir hats einfach gefallen!

mfG


Ex0rzist - Sa 08.11.03 17:06

Die einzige Szene, die mir nicht gefiel, war die, wo Trinity im Sterben liegt. Das war etwas zu viel Schmalz. Zwischendurch (ich glaube die Szene dauerte min. 5 Minuten) habe ich nur noch gedacht: "Man, jetzt nippel' doch endlich ab."

Aber sonst war der Film eigentlich recht gut.
Jedoch wäre es besser gewesen, wenn man Teil 2 und 3 als einen einzigen Film gezeigt bekommen hätte.


Christian S. - Sa 08.11.03 17:30

Ich fand den Film einfach nur grottenschlecht.

Die Schlacht zwischen Menschen und Maschinen war immer nur dasselbe und viel zu lang.

Der Kampf zwischen Neo und Smith war viel zu lang.

Die oben angesprochenen Todesszene war viel zu lang.

Die Sprüche des Orakels haben einfach nur genervt ("Alles, was einen Anfang hat, hat auch eine Ende" (nur die Wurst hat zwei), "Ich wußte es nicht, aber ich habe geglaubt" (scheinst Deinen Job aber nicht Ernst zu nehmen), "Du weißt es selbst bereits!" (toll, dafür geh' ich zu 'nem Orakel und Deine Plätzchen kannste auch behalten))

Und irgendwie habe ich mir beim zweiten Film keine Liste der verschwommenen und furchtbar philosophischen Andeutungen gemacht, deswegen wusste ich nicht, welche noch verschwommeren und noch viel philosophischeren Andeutungen sich diesmal drauf bezogen. Die hätten eigentlich gar keine Story schreiben müssen, dem Zuschauer haben sie sie ja sowieso nicht verraten!

MfG
Peter


Gausi - Sa 08.11.03 18:42

Bei der Sterbeszene hab ich nur gedacht: Winnetou ist damals viel schöner gestorben!

kiwicht hat folgendes geschrieben:
Tja und sonst: Klar das die Leute von Teil 2 und 3 nicht mehr so über alle Maßen begeistert sind - Teil 1 war damals etwas komplett neues. Die Kamera-Führung bei den Kampfszenen, die Effekte, das alles gab es vorher nicht und war natürlich ein absolutes Novum auf dem Film.

Es waren aber bei Teil 1 eben nicht nur die genialen Effekte. Auch die Story war absolut neu und faszinierend. Und das ist noch wichtiger als tolle Effekte. Und in den beiden Fortsetzungen gibt es keine interessante Story. Und was soll das mit dem "Frieden"? So ein Quatsch. EINE Stadt voll mit kleinen Menschlein sollen in Frieden koexistieren mit einer offensichtlich Milliardenschweren Maschinenzivilisation, die noch dazu Milliarden von Menschen als Batterien nutzt? Kurz vor einem eindeutigen Sieg der Maschinen kommt Neo an "Ach komm, lass ma gut sein. Ist doch scheise der Krieg." Und die MegaMaschine hat nix andres zu sagen: "Du, da muss ich dir voll recht geben, du." Ist zwar etwas überspitzt, aber ganz verkehrt isses nich, oder?


Christian S. - Sa 08.11.03 18:44

@Gausi: :lol: :lol: Du hast völlig recht!


kiwicht - Sa 08.11.03 18:53

Hm, also zur Kritik an den Sprüchen des Orakels:

Die haben einfach nur auf philosophische Art und Weise versucht Umstände zur erklären, was ich völlig in Ordnung finde - das ist ja die Aufgabe eines Orakels. ;-p

Und wenn man die Story nicht versteht, nimm´s nicht persönlich Peter Lustig, aber dann biste selber schuld ;), .... der erste Teil hat die Geschichte eingeleitet, der 2. versucht zu erklären und im Dritten wurden sie korrekt beendet. Also was die Geschichte ansich anbelangt, bleiben eigentlich keine großen Fragen mehr offen.

Und was hätte der Obermeister der Maschinen am Ende sagen sollen? Smith war drauf und drann die Macht über die Matrix und somit die Maschinen zu übernehmen, und Neo war der einzige der ihn aufhalten konnte - somit hat der Obermacker vollkommen richtig gehandelt und Frieden geschlossen, um seine eigene Existenz zu wahren.

Und das ist wohl auch ne kleine Botschaft, das ein Krieg nicht immer mit einem Sieger und einem Verlierer beendet werden muss, sondern wie in diesem Fall mit friedlicher Koexistenz. Was bitte ist daran so falsch?

Ich sach ma so, ganz lax ausgedrückt: Entweder man mag die Trilogie, oder man mag sie nicht, wenn ihr sie nicht mögt, ok, kann ich mit leben, ich fands spitze. :)


Christian S. - Sa 08.11.03 19:28

Zitat:
Die haben einfach nur auf philosophische Art und Weise versucht Umstände zur erklären, was ich völlig in Ordnung finde - das ist ja die Aufgabe eines Orakels. ;-p
Aber mussten es denn so flache Sprüche sein? Die sind absolut universal einsetzbar, auf der Grundlage könnte ich ein Orakel-Programm schreiben, welches Dir auf jede Frage antwortet. Einfach zufällig eine der Aussagen nehmen.

Zitat:
Und wenn man die Story nicht versteht, nimm´s nicht persönlich Peter Lustig, aber dann biste selber schuld
*streck Zunge raus* jo, mag sein. Aber allzu viel konkretes weiß man doch wirklich nicht! Mein Problem war z.B.:
Was ist da irgendwann mit dem Orakel passiert, dass es jetzt anders aussieht und immer von irgendwelchen "Folgen von Handlungen" labert? Wie endete nochmal diese Geschichte mit dem Erbauer der Matrix und Neo und diesen zwei Türen. Das wurde ja auch nur angedeutet, was da jetzt passiert ist.

zum Ende des Krieges: Aber was hindert die Maschinen denn, den Menschen jetzt den Rest zu geben?

Naja, das man die ganze Trilogie mag oder nicht, stimmt nicht ganz. Ich liebe den ersten Teil, der zweite Teil ist gute Unterhaltung aber der dritte Teil ...

MfG
Peter


Delete - Sa 08.11.03 19:38

kiwicht hat folgendes geschrieben:
Jeder hat natürlich jetzt erwartet das die beiden anderen Teile wieder nur so vor technischen Neuerungen und innovativen Filmmaterial überlaufen, [...]

Es wäre ausreichend gewesen, wenn es in Teil 2 nicht so viele Szenen gegeben hätte, denen man das Künstliche ansieht. Nimm die Kampfszene im Park (Neo gegen die vielen Smiths). Weil es nur einen Hugo Weaving gibt, muss man selbstverständlich in den Realszenen per Trick dafür sorgen, dass seine Doppelgänger später alle sein Gesicht "tragen".
Aber dass Teile dieser Szene komplett aus dem Rechner kommen, und dass man das auch noch sieht (weil der CGI-Neo überhaupt keine Ähnlichkeit mit Keanu Reeves hat), das fand ich ärgerlich.

Zitat:
Hm, also zur Kritik an den Sprüchen des Orakels:

Die haben einfach nur auf philosophische Art und Weise versucht Umstände zur erklären, was ich völlig in Ordnung finde - das ist ja die Aufgabe eines Orakels.

Ich bitte dich. Mit etwas Fantasie kannst du auch solch nichtssagenden Müll von dir geben, den jeder nach Belieben auslegen kann. Denk nur mal an die Bauernregeln: "Kräht der Hahn auf dem Mist, ..." usw.

Oder soll ich dir mal was orakeln:
Was Delphi angeht wirst du eines Tages deine Fähigkeiten erkennen.

Kann man so auslegen:
  1. Du bist/wirst ein wirklich guter Programmierer, übernimmst ein paar Firmen und machst mit einem Mega-Projekt in der ganzen Welt von dir reden. Dann habe ich recht, weil ich dir das ja prophezeit habe.
  2. Oder du scheiterst, oder gibst eines Tages auf, hast keinen Bock mehr, usw. Und dann habe ich trotzdem recht, denn du hast ja erkannt, dass deine Fähigkeiten nicht viel wert sind.

:roll:
Dieser Spruch hat mich nicht mal 5min gekostet. Hm, vielleicht sollte ich auch mal ein Filmdrehbuch schreiben.

Zitat:
der erste Teil hat die Geschichte eingeleitet,

Ich glaube immer noch nicht an das Märchen von der "von Anfang an geplanten" Trilogie. Dafür ist der erste Film in sich zu geschlossen.


kiwicht - Sa 08.11.03 20:03

also ich geb ja ehrlich zu das die Sprüche der alten Frau nicht unbedingt das gelbe vom Ei waren, aber mein Gott, sie soll ja dem Dalai Lama keine Konkurrenz machen... **g

Das man die Sprüche vielleicht auch verschieden auslegen kann, stimmt (respekt übrigens für die philosophische Leistung von Matthias Simmack :D), aber bezüglich der Handlung waren sie doch eineindeutig, oder? Müsst ich mir jetzt aber zugegeben nochmal anschauen, um das reproduzieren zu können.

Tja, und was dabei rauskommt, als der Architekt und Neo sich unterhalten, also welche Tür Neo wählt, dürfte ja auch klar sein... er entscheidet sich doch für die Liebe ;)

Und warum geben die Maschinen den Menschen nicht den Rest? Tja, weil Neo jetzt die Macht über die Matrix besitz? Möglich? Er hat ja schliesslich die bisher größte Macht in der Matrix, auch wenn es ein Aufständiger war, Smith, besieht; kann Neo die Matrix jetzt nicht kontrollieren? Nunja, Spekulationen.... dazu möcht ich zur Zeit erstmal nicht viel sagen, und harre der Dinge die da noch kommen ;)

Und in einem Punkt stimmen wir überein. Manche Kampfszenen sind tatsächlich etwas überheblich und "angeberisch", aber nungut, die Leute wollten halt zeigen was sie drauf haben.
Das zu kritisieren wär das gleiche, wenn man sagt die Schlachten in Troja sind übertrieben...
Ich fands ok, nicht notwendig, aber ok. War doch schön inszeniert, oder?

Ich find auch das der 1. Teil am Besten war, aber wie gesagt, das ist einfach unser emfpinden, weil der 1. Teil bis dato etwas nie dagewesenes aufzeigt in der Filmkunst - und da die beiden nächsten das einfach nur weiterführten, konnten die natürlich nicht so überraschen wie der erste; ich geh da halt mal von der psychologischen Seite ran.

Mal vorgestellt, ihr raucht das erste Mal einen Joint, da ist das noch das genialste auf der Welt, nicht zu toppen. Die Joints danach sind zwar auch schön... aber nicht so schön wie der erste... versteht? Das gleiche doch auch als ihr das erste Mal mit ner Frau im Bett wart....

//EDIT
aber nicht das ihr das jetzt so versteht, das ich euch dazu überredne möchte diesen Film zu vergöttern, ich will nur meine Argumente aufzählen und meinen Standpunkt verteidigen ;-D

btw:
hier werden einige Probleme Fakten etc. erklärt:

http://www.matrix-forum.de


Raphael O. - Sa 08.11.03 20:04

ich glaub auch nicht, dass es von anfang an geplant war den ersten Teil fortzusetzen...
werde mir den 3. Teil am Montag im Kino ansehn, und bin guter Dinge, dass der einigermaßen gut ist...
fast das einzige, was mich beim 2. Film geärgert hat war, dass er am ende nicht abgerundet war, was ja beim 3. angeblich (logischerweise) nicht so ist :)


Delete - Sa 08.11.03 20:31

kiwicht hat folgendes geschrieben:
respekt übrigens für die philosophische Leistung von Matthias Simmack :D

Und das nachweislich ohne Studium dieser Kunst. :mrgreen:

Zitat:
Mal vorgestellt, ihr raucht das erste Mal einen Joint, da ist das noch das genialste auf der Welt, nicht zu toppen. Die Joints danach sind zwar auch schön... aber nicht so schön wie der erste... versteht?

Dazu kann ich mangels Erfahrungen nichts sagen.

Zitat:
Das gleiche doch auch als ihr das erste Mal mit ner Frau im Bett wart....

Du hast wohl keine Freundin, was? *kicher* Und was sagen eigentlich die anwesenden Frauen zu dieser ... hm, Behauptung? Wie war das, Mädels, als ihr das erste Mal mit einer Frau ... :twisted: ...

Ich weiß wirklich nicht, ob man Äpfel (MATRIX) mit Birnen (Frauen und Joints, ... interessante Kombination btw) vergleichen sollte.


Gausi - Sa 08.11.03 20:36

Zitat:
Und was hätte der Obermeister der Maschinen am Ende sagen sollen? Smith war drauf und drann die Macht über die Matrix und somit die Maschinen zu übernehmen, und Neo war der einzige der ihn aufhalten konnte - somit hat der Obermacker vollkommen richtig gehandelt und Frieden geschlossen, um seine eigene Existenz zu wahren.


Was mich daran stört ist nicht der Deal an sich, sondern dass er überhaupt zustande kommen kann! Man stelle sich vor: Eine Maschinenzivilisation, bestehend aus Hardware und Software mit einer künstlichen Intelligenz, die immer neue, bessere Hard- und Software erzeugt. Und dann soll es möglich sein, dass ein Programm/Virus (Smith) diese ganze Welt zerstören kann? Und ein Mensch soll die Rettung sein? Haben die Maschinen noch nie was von Virenscannern und Firewalls gehört?... Ist fast noch unwahrscheinlicher, als dass ich in ein Alien-Mutterschiff ein selbstgebasteltes Virus einschleuse, was den Angriff der Aliens zum Erliegen bringt und alle "kleineren" Raumschiffe abstürzen.
Zusammengefasst: Die Idee, die im ersten Teil aufkam, dass unsere Welt eine Scheinwelt ist, finde ich fantastisch. Ich muss auch nicht alles verstehen, um einen Film gut zu finden. (Wie Teil1). Aber wenn man versucht, über Teil 2 und 3 nachzudenken (und Aussagen wie "Was ist Liebe/Karma - Nur ein Wort?" regen dazu an), dann kommt man nicht besonders weit.


kiwicht - So 09.11.03 00:00

>MatthiasSimmack
>Dazu kann ich mangels Erfahrungen nichts sagen.

Ich will hier auch nichts unterstellen

>MatthiasSimmack
>Du hast wohl keine Freundin, was? *kicher* Und was sagen eigentlich >die anwesenden Frauen zu dieser ... hm, Behauptung? Wie war das, >Mädels, als ihr das erste Mal mit einer Frau

Nunja, wir schweifen derartig ab.. egal. Nebenbei bemerkt, du hast Recht.... soso.... alter Menschenkenner :D

> Gausi
>Eine Maschinenzivilisation, [...] Und dann soll es möglich sein, dass ein >Programm/Virus (Smith) diese ganze Welt zerstören kann?

Nunja, es ist doch in der Realität ganz genauso. Es gibt Leute die entwickeln scheinbar perfekte Schutz-Mechnismen, und es gibt immer jemand der einen Weg findet diese zu umgehen. Ich find das rein garnicht abwegig.

>[...]ein Alien-Mutterschiff ein selbstgebasteltes Virus einschleuse [...]

hey, was hat Independece Day damit zu tun? Kann man qualitativ ja überhaupt nicht mit Matrix vergleichen ;)

Aber ich muss sagen, das ich es durchaus in Ordnung finde das es einen 2. und 3. Teil gab, da sie wie gesagt die Fragen aus dem 1. Teil beantworten und ausserdem die Geschichte (für mich) somit im Ganzen stimmig ist... aber wie gesagt.. Geschmackssache halt, ich schreib ja keinem vor was er zu mögen hat


ak - So 09.11.03 01:59

Soo Leute,

ich hab mir den Film heute angeschaut und war von den Effekten soo beeindrukt, dass ich nicht alles gleich auf Anhieb verstanden habe (dafür bin ich einfach nicht Fan genug). bis auf ein paar Kitsch Szenen war der Film genial. Wer wissen will wie genial er wirklich ist lese sich folgende Erklärung durch, die ich aus einem Matrix-Forum habe (ist aber sehr lang):

Zitat:
„Genialität zeichnet sich dadurch aus, dass sie schwer als solche zu erkennen ist.“

Dieser (von mir kreierte) Spruch, in dem aber viel Wahrheit steckt, trifft voll und ganz auf die Wachowski-Brüder zu, auch wenn das die Meisten von Euch nicht ohne Weiteres glauben, nachdem sie das Ende von „Matrix Revolutions“ gesehen haben und dieses für äußerst banal halten, was aber überhaupt nicht so ist, wie sich noch zeigen wird.

Ich möchte Euch hiermit beweisen, dass mit „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ tatsächlich ALLE Fragen ohne Ausnahme völlig logisch beantwortet wurden, wenn auch indirekt - sogar die Hauptfrage, warum Neo die Wächter in der realen Welt aufhalten konnte.
Und ich hoffe, dass dadurch einigen die Schuppen von den Augen fallen, und dass endlich der Film als ein absolutes Meisterwerk ohne Gleichen erkannt wird.

Doch bevor ich auf die Hauptfragen ausführlich eingehe, möchte ich ganz kurz skizzieren, wie ich die 3 Filme erlebt habe und danach darüber dachte bzw. jetzt darüber denke.

Bis zu „Matrix Reloaded“ war „Matrix“ mein absoluter Lieblingsfilm, nicht nur wegen der damals revolutionären Effekte, sondern auch wegen der ungewöhnlichen und nicht wenig komplexen Story.
Beim ersten Sehen von „Matrix Reloaded“ haben mich die Effekte noch mehr überzeugt, auch wenn sie nicht wirklich revolutionär waren, dafür aber einen großen evolutionären Sprung in meinen Augen darstellten. Die perfekteste, reale Computeranimation konnte man dann aber endgültig in „Matrix Revolutions“ sehen, womit ich den beinahe finalen Faustschlag von Neo in Superzeitlupe meine.
So konnte also „Matrix Reloaded“ nur noch von „Matrix Revolutions“ effektmäßig übertrumpft werden. Letzterer war schnitt-, sound- und effekttechnisch perfekt, und die 40-Millionen-Dollar-Schlachtszene einfach atemberaubend. Das konnte wenigstens die Mehrzahl der Kritiker sich noch eingestehen.

Die Hauptkritikpunkte der beiden Sequels betrafen allerdings die Story bzw. die in „Matrix Revolutions“ scheinbar unbeantworteten Fragen. Nach „Matrix Reloaded“, der bis dato mein Lieblingsfilm war, hab ich mich ständig in diversen Matrix-Foren aufgehalten, und konnte eine Fülle an faszinierenden Theorien, philosophischen Interpretationen, Bezüge und verschiedenen Religionen und unzählige Wort- und Zahlenspiele bzw. diverse Andeutungen auf Teil 3 in mich aufsaugen. Ich denke da nur mal beispielsweise an Autokennzeichen, die auf bestimmte Bibelstellen verweisen usw. Ich bin mir sicher, dass die Fans in „Matrix Revolutions“ auch noch einige solcher Dinge finden werden.
Je länger und tiefgründiger ich mich jedenfalls mit dem Sequel beschäftigte, umso genialer und komplexer fand ich auch die Story, wo man viel zwischen den Zeilen lesen konnte, womit die Spannung auf Teil 3 unermesslich wuchs.

So waren eben auch die ungebremsten Erwartungen vielen ein Stein im Brett, wodurch es sich als logische Konsequenz ergab, dass ein Groteil der Fans einfach enttäuscht werden musste, nicht nur deshalb, weil fast jeder, wie ich behaupten möchte (auch ich anfangs), den Film nicht verstanden hat bzw. dies auch nicht konnte, ohne länger darüber nachgedacht zu haben.

Dennoch hatte jede der bis dato von Fans aufgestellten Theorien so ihre Makel, und langsam, auch als die ersten vernichteten Kritiken auftauchten, hatte man so seine Zweifel, ob in Teil 3 wirklich alle Fragen befriedigend beantwortet werden können. Und tatsächlich war ich nach dem Ende von „Matrix Revolutions“ etwas hin und her gerissen, einerseits fand ich die Actionszenen einfach unschlagbar, andererseits fühlte man sich irgendwie ein bisschen ---pieeep---, weil nur ein Teil der Fragen beantwortet war, andere Fragen allerdings wieder auftauchten. Irgendwie schien alles noch sehr unrund zu sein.

Als ich mich dann in einigen Foren umschaute, konnten wenigstens einige der Fragen beantwortet werden. Dennoch gab es noch ganz wesentliche unbeantwortete Fragen, doch heute Vormittag (8. November etwa 9 Uhr) ging mir plötzlich ein Licht auf, und auf einmal ergab alles einen Sinn, auch alle Begebenheiten in „Reloaded“ passten plötzlich mit dem Ende zusammen. Alle Teile des riesigen Puzzles fügten sich plötzlich auf faszinierende Weise zusammen. Ich konnte sogar die Frage, wie Neo die Wächter aufhalten konnte, relativ simpel beantworten.

Ein Wunder, dass noch niemand anderes auf diese Idee gekommen ist.
Seit heute früh ist „Matrix Revolutions“ mein absoluter Lieblingsfilm, die Wachowskis völlig verkannte Genies hoch 3 und die Matrix-Trilogie die mit Abstand beste Trilogie überhaupt. Ich glaube auch nicht, dass es so schnell so was geniales noch mal geben wird.

Doch nicht nur das. Das Ende von „Matrix Revolutions“ hätte nicht besser kommen können, dieses Ende ist wirklich weit besser als jede andere Theorie, die von Fans bisher aufgestellt wurde, und ich kenne nahezu jede.

Nun wundert es mich nicht, warum der 3. Teil der Trilogie von den Kritikern als der schwächste eingestuft wurde, weil die Kritiker einfach nicht alles auf Anhieb kapieren konnten. Man könnte zwar leicht behaupten, dass die Kritiker alle doof sind, allerdings muss ich zu deren Schutz mal sagen, dass „Matrix Revolutions“ wahrlich eine verdammt schwere Kost ist. Wenn man sie jedoch erst mal richtig verdaut hat, könnte man vor Freude an die Decke springen. Gut, dass ich da heute früh im Freien war, und ich mir deshalb keine Beulen holte.

Zunächst fasse ich mal die wichtigsten Fragen zusammen, beginnend mit den am leichtesten beantwortbaren:

1) Welche Bedeutung haben der Merowinger und der Trainman?
2) Welche Verbindung besteht zwischen Neo und Smith, und wie und warum konnte Neo am Ende Smith besiegen?
3) Welche Bedeutung haben das Orakel und der Architekt?
4) Warum konnte Neo die Wächter in der realen Welt vernichten?

Und nun folgen die Antworten auf diese 4 Hauptfragen:

zu 1)
Die erste Frage ist relativ einfach beantworte, was sich sicher fast jeder auch selbst denken konnte.
Der Trainman ist ein Programm, welches Daten bzw. andere Programm zwischen der Matrix und der Maschinenwelt transferiert. Man kann dies also gut mit Bus-Systemen an PCs vergleichen, wo Daten von einem PC zum anderen übertragen werden.
Nebenbei gesagt sind die Inder und das mit dem Karma wieder ein guter Bezug zum Buddhismus, worüber ich aber an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte. Das würde zu sehr vom Thema abkommen.
Der Merowinger ich demnach nichts weiter als ein Programm, welchen Daten auf den Bus absendet, bzw. von dort wieder empfängt. Er bildet quasi das Schnittstellenprogramm. Man könnte es auch so formulieren, dass er mit Informationen handelt, wie es im 2. Teil ausgedrückt wurde.

zu 2)
Am Ende von „Matrix Revolutions“ hat sich Neo von Smith übernehmen lassen, was dazu führte, dass Smith vernichtet wurde. Nur wie bzw. warum, fragen sich sicher viele von Euch.
Das Orakel sagte bereits, dass Smith das Gegenstück von Neo ist, das fehlende Glied in der Gleichung. Smith und Neo sind quasi eins. Man kann es sich vielleicht so vorstellen, dass einfach ausgedrückt bei einer Gleichung A = B*C z.B. Neo die linke Seite und Smith die rechte Seite der Gleichung darstellt.

Wie der Architekt am Ende von Teil 2 bereits sagte, ist Neo nichts weiter als ein Programm, welches in der Person Neo abläuft. Letztendlich läuft in jedem der Menschen, die an die Matrix angeschlossen werden, ein Programm ab, welches mit der Matrix kommuniziert, welches also dem Gehirn sagt: „Jetzt bist Du in der Matrix und Du kannst dort alles hören, sehen, fühlen, schmecken, riechen etc.“

Nun arbeitet in Neo jedoch nicht irgendein Programm, sondern ein ganz besonders, welches dazu geschrieben wurde, Dinge in der Matrix zu verändern bzw. das Virus „Smith“ zu beseitigen. Kurz vor dem Ende konnte sich Neo diese Tatsache richtig verinnerlichen. Er wusste, dass, wenn Smith ihn übernimmt, die beiden Programmteile Neo und Smith miteinander verschmelzen.
Da die Maschinen nun mit Neo in Verbindung standen und Smith nunmehr mit Neo, gab dies den Maschinen die Gelegenheit das Programm Neo-Smith zu löschen, weil sie also über Neo direkten Zugriff zu Smith hatten.
Und da die ganzen Smith untereinander natürlich auch in Verbindung standen, wurden diese ebenso mit gelöscht.

Neo hat sich also selbst geopfert, anders konnte er Smith nicht besiegen, denn wenn Smith stirbt, stirbt auch das Programm Neo und andersrum, weil beide eins sind und erst zusammen als Ganzes funktionieren oder nicht.
Und da der Körper bekanntlich ohne Geist nicht leben kann, musste Neo auch in der realen Welt sterben.
Die Verbindung zwischen Neo und Smith ist übrigens auch der Grund, warum Smith am Ende von „Matrix“ nicht von Neo zerstört wurde.

Daran sieht man außerdem, nebenbei gesagt, auch (wie an vielen anderen Dinge auch), dass die Trilogie wirklich von Anfang an geplant war.

zu 3)
Jetzt wird es aber noch interessanter, wodurch auch eine Menge Dinge in „Matrix Reloaded“ plötzlich Sinn ergeben.
Es geht also um das Orakel und den Architekten.

Als Smith das Orakel übernimmt, (also der Smith, der am Ende gegen Neo kämpft) bekommt er die Fähigkeiten des Orakels. Und warum, denkt ihr, lacht er da plötzlich so?
Ganz einfach, in dem Moment kann er das Ende sehen, wie er also gewinnt, was er zumindest glaubt und am Ende so auch sagt, als er Neo gegenübersteht.
Smith glaubt zum Schluss, er muss nur noch einen Satz sagen, um alles zu beenden. Doch dies funktioniert nicht so, wie er sich das gedacht hat!
Und wisst ihr auch, warum? Das ist ein wichtiger Punkt, für den es auch ein logische Erklärung gibt, die mit Sicherheit keiner der Kritiker erkannt hat, die den Film so nieder gemacht haben.

Das Orakel ist nämlich in Wirklichkeit ein Steuerungsprogramm, welches den Menschen bzw. Programmen in der Matrix nur das zeigt, was diejenigen sehen sollen. Und das Orakel wollte bestimmt nicht, dass Smith die Matrix übernimmt.

Dies Theorie lässt sich leicht hiermit begründen:
Smith fragt ganz zurecht, als er das Orakel übernimmt, warum diese noch in ihrer Küche saß, obwohl sie eigentlich wissen müsste, dass Smith kommt, um sie zu übernehmen. Smith erkannte nicht die Falle, die ihn das Orakel stellte, in die er glatt hinein lief.
So überheblich wie Smith war, glaubte er, durch die Übernahme des Orakels hellseherische Fähigkeiten zu erlangen.
Tja, falsch gedacht. Die „Orakel“ genannte Frau ist nämlich keine Hellseherin, sondern wie bereits erwähnt ein Steuerprogramm, was Smith in seinen Tod steuerte.
Daher sagte der Architekt zu Neo ja auch so entrüstet „Bitte!“, also Neo sie „Das Orakel“ nannte, weil sie nämlich kein Orakel im herkömmlichen Sinne ist.
Sie steuerte die Menschen und Programme (also auch Smith).
Neo musste nur noch erkennen, was er zu tun hatte, um Smith und damit leider auch sich selbst zu vernichten. Und er erkannte es noch rechtzeitig.

Die Geschehnisse in den ersten beiden Teilen unterstützen des weiteren die These, dass das Orakel ein Steuerprogramm ist. Sie konnte nicht Neo sagen, dass er der Auserwählte ist, sie wies ihm nur den richtigen Weg, steuerte ihn also. Hätte Neo nicht gewusst, dass er oder Morpheus sterben müsste, hätte er dann versucht, ihn zu retten?

Zitat aus Reloaded: „Genau wie ich wirst du irgendwann begreifen, dass es ein Unterschied ist, ob man den Weg nur kennt oder ob man ihn beschreitet.“
Tja, auch die Dialoge in Relaoded hatten einen tieferen Sinn.

Dies führt mich unweigerlich zum Architekten. Er stellte Neo am Ende von „Matrix Reloaded“ vor eine Wahl: Entweder die Matrix wird neugeladen, oder Neo rettet Trinity, was er laut Aussage des Architekten nicht kann, womit er letztendlich in gewisser Weise doch recht hatte, denn wenig später starb Trinity tatsächlich in der realen Welt.
Viel interessanter ist aber die Frage, warum er Neo die Wahl ließ und ihn nicht durch eine bestimmte Tür einfach gehen ließ.

Ganz einfach. Der Architekt ist wie das Orakel ein Steuerprogramm, was die Aufgabe hat, Neo auf den richtigen Weg zu führen. Einerseits arbeitet er für die Maschinenwelt, andererseits damit indirekt auch für den Fortbestand der Menschheit, denn die Maschinen brauchen ja die Menschen für ihre weiterer Existenz. Nur wird diese Existenz in starkem Maße von Smith bedroht, der dabei ist, die gesamt Matrix zu übernehmen.

Gegen diesen Feind gibt es nur 2 Möglichkeiten. Entweder Smith wird besiegt oder die Matrix wird relaoded, womit das ganze mühsame Spiel wieder von vorne beginnt. Daher wäre es am Besten, wenn Smith besiegt werden würde, was allerdings nicht ganz einfach ist und damit ein gewisses Risiko darstellt. Denn Neo musste dazu erkennen, was er zu tun hat, um Smith zu vernichten, mehr noch muss er dazu auch bereit sein – also bereit, sich für die Menschheit zu opfern, denn nur so konnte er Smith besiegen.

Dies würde er aber auch nur dann machen, wenn er Dank der Liebe eine tiefe Zuneigung zum Rest der Menschheit gewinnt. Und dies stellte der Architekt im 2. Teil ja auch bei Neo fest. Neos Vorgänger hätten dies wahrscheinlich nicht gekonnt, daher war dies ein Risiko, sie auf Smith loszulassen. Für diese gab es nur den sicheren, wenn auch mühseligeren Weg des Neubootens.

Daher war es vorhersehbar, dass alle Vorgänger unweigerlich die Tür des Reloadens gewählt haben. Wegen der Liebe war Neo der erste, der sich für Trinity entschied, und damit war er auch endlich der richtige Kandidatat, der Smith nur durch Selbstopferung für die Menschheit besiegen konnte, was seine 5 Vorgänger vermutlich nicht gekonnt hätten, weil deren Gefühle für die Menschheit wohl noch nicht stark genug waren.
Alles klar soweit?
Besser und genialer hätten die Wachowskis dieses Problem gar nicht lösen können.

Somit wiesen das Orakel genannte Steuerprogramm und der Architekt Neo nur den richtigen Weg.

zu 4)
Und nun komme ich auf die scheinbar schwierigste Frage.
Warum konnte Neo die Squiddies stoppen?

Allerdings ist dies relativ leicht beantwortet, man muss nur darauf kommen. Eigentlich gab „Matrix Reloaded“ darauf bereits die Antwort, die jetzt nach dem Ende der Trilogie nur etwas klarer wird.

Üblicherweise kommunizieren Programme an unterschiedlichen PCs nur über Kabel miteinander (z.B. über Bussystemen, vgl. Trainman). Nur wie sieht das beispielsweise mit Handys aus? Oder mit den Funkweckern? Oder der Funkmaus? Oder Fernsteuerungen diverser Art? ...
Ganz einfach, all diese Geräte beinhalten auch Programme, die ferngesteuert mittels Empfangs- und Sendesignale miteinander kommunizieren. Daher können wir auch „ohne“ Kabel z.B. Nachrichten von einem Handy aus auf ein anderes Handy übertragen, oder von einem Handy übers Internet auf einen PC. In neuerer Zeit gibt es bereits eine Unzahl technischer Geräte, die ohne jegliche Kabel funktionieren.

Und nicht anders ist das mit Neo. Wie mehrfach bereits erwähnt wurde, was also auch der Architekt sagte, ist Neo nichts weiter als ein Programm, zumindest ein in einem lebenden Menschen manifestiertes Programm, das allerdings gut genug ist, um „ohne“ Anschluss eine Verbindung zur Matrix herzustellen. Daher wandelte sein Geist, als er im Koma lag, auch in der Matrix herum, oder in dem Fall eben auf dem Bus-System (am Bahnhof).

Und jetzt denken wir einfach logisch weiter. Und? Wer von Euch hat schon die endgültige Lösung erkannt?
Für die, die es noch nicht begriffen haben:

Neo hat eine gewisse „ferngesteuerte“ Verbindung zur Matrix. Die Matrix ist mit der Maschinenstadt verbunden. Von dort aus werden auch per Fernsteuerung die Squiddies kontrolliert. Daher besteht theoretisch die Möglichkeit, dass ein besonders gutes Programm, welches mit der Matrix (auf welche Art auch immer) verbunden ist, Zugang zum Zentralcomputer der Maschinenstadt haben könnte, und über diesen wiederum direkt oder indirekt die Wächter bzw. andere Maschinen oder Bomben beeinflussen kann, sie deshalb also auch spüren und sogar vernichten kann.

Und genau diese Fähigkeit hat eben Neo, weil er so programmiert wurde. Neo ist also ein superintelligentes Programm, welches sich zum einen ohne Anschluss in die Matrix hacken kann, von dort aus weiter in den Zentralcomputer der Maschinen, um schließlich Zugriff auf alle von dort aus gesteuerten Maschinen zu haben.
Verstanden? Ein bessere und logischere Begründung kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Dies kann ich auch noch zusätzlich untermauern.
In der Matrix konnte Neo fast alles beeinflussen, er konnte fliegen, Kugeln aufhalten, in Agenten eindringen, superschnell kämpfen und und und, weil eben fast alles in der Matrix weiter nichts als Programme sind. „Programme hacken Programme.“ (Zitat aus Reloaded)
In der realen Welt kann Neo dies alles jedoch nicht. Er hat nur direkten Zugriff auf die Wächter und die Bomben. Er kann weder fliegen, noch Kugeln aufhalten. Auch im Kampf gegen Bane (=Smith) hat er so seine Probleme. Dafür kann er aber Smith in Bane sehen, weil Smith ja auch ein in gewisser Weise mit der Matrix verbundenes Programm ist. Auch die Maschinenstadt und die Maschinen selbst konnte er sehen. Alles, was mit Maschinen bzw. Programmen zu tun hat, die eine gewisse direkte oder indirekte Verbindung zur Matrix haben, kann Neo wahrnehmen. Alles andere sieht er jedoch nicht. So wird kein einziges Mal gezeigt, wie Neo z.B. Trinity sieht. Sonst hätte er ja beispielsweise auch gesehen, dass Trinity durchbohrt wurde, kurz bevor sie starb. Denn er glaubte erst noch, dass Trinity lebt. Ebenso wenig konnte er sie retten, wie er es in der Matrix konnte. Nur die Dinge, die etwas mit der Matrix bzw. dem Zentralcomputer zu tun haben, nimmt Neo wahr.

Gerade fällt mir ein, dass der Zugriff auf den Zentralcomputer nicht zwingend über die Matrix geschehen muss, was ja ein Umweg wäre. Vielleicht hat Neo sogar direkten Zugriff auf ihn. Schließlich war er selbst bereits im Zentralcomputer, als er den Architekten traf. Könnte ja auch sein, dass der Architekt auf Neo unbemerkt ein Programm übertragen hat, das Neo das Hacken in den Zentralcomputer erlaubt.

Noch einfacher wäre es natürlich, wenn Neo direkt auf die Software der Squiddies zugreifen kann, denn er spürt sie ja nur, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe befinden. So wie Handys (ohne Kabel!) Informationen austauschen, kann dies Neo auch unbewusst mit den Squiddies getan haben, denn Informationen müssen die Squiddies empfangen und senden können, schließlich kommunizieren sie ja auch auf diese Weise mit dem Zentralcomputer.

Das ist des großen Rätsels Lösung.
Ich hoffe, ich konnte damit vielen von Euch weiterhelfen. Und vielleicht weiß damit so mancher von Euch den Abschluss der Trilogie und damit die Wachowskis viel besser zu würdigen.
Ich hoffe nur, dass es noch kluge Kritiker gibt, die das entweder auch durchschauen oder die vielleicht mal zufällig auf meinen oder einen ähnlichen Beitrag im Internet stoßen, damit der Film endlich mal ins rechte Licht gerückt wird, nämlich dorthin, wo er hingehört, und zwar in die Kategorie des genialsten Filmwerkes, das jemals geschaffen wurde.

Sicher werden einige von Euch sagen, dass man das auch im Film alles direkter hätte erklären können. Aber dann wäre der Film ja nicht mehr so genial gewesen. Die Wachowskis wollten den Fans doch auch etwas Futter geben, an denen sie etwas zu knobeln haben.
Und ehrlich gesagt hat mir das auch richtig Spaß gemacht.
Und damit bin ich wieder bei meinem Anfangszitat, das ich gerne zum Abschluss noch mal wiederhole:

„Genialität zeichnet sich dadurch aus, dass sie schwer als solche zu erkennen ist.“
Mirko Hübner


Besonders genial finde ich auch diese Erklärung:

Zitat:
Die erste wichtige Szene finde ich ist diese wo Neo das indische Paar am Bahnhof trifft und mit dem Kind redet. Man wird zugegebenermassen verwirrt doch was ist das:
Das Programm, der Indervater redet von Liebe. Wie kann das sein? Wo hat er diesen neuen Input her?
Auch Neo ist zugegebenermassen überrascht und versteht nicht. Niemals zuvor hätte er geglaubt ein Programm könnte in ihm das Gefühl der Verliebheit erkennen.

Es scheint also das die Programme einen neuen Input bekommen haben und dieser ist ganz einfach : Liebe!

Hier geht eine Gratulation raus an alle die dahinter gekommen sind das der Liebecode durch Persephone übertragen worden ist. Ich sehe diese Theorie hier bestätigt... denn wo sonst hätten sie diese Liebe her bekommen sollen.

Gut, Fragen die ich nicht genau beantworten kann ist wer der Merovinger ist. Auch seine Rolle bleibt unklar, denn ist er wirklich der Schund der er sein sollte, der Hades der Unterwelt.
Warum ist Persephone denn wieder bei ihm? sind sie nicht im Streit auseinander gegangen?
Anscheinend arbeiten sie zusammen. Was war das für eine Bemerkung von Persephone das Trinity alle umbringen würde??? Sie verstand es, weil sie gelernt hat. Nämlich was Liebe ist und Merovinga kann es auch theoretisch perfekt erklären. Er erklärt selber das sein Aktion Reaktion Prinzip hier versagt weil ein Liebender dem Wahnsinnigen nahe kommt und so jegliche Kausalität unwirksam ist.
Deswegen konnte Persephone diese Aussage überhaupt machen. Sie ist das erste Programm was verstanden hat was Liebe ist.

Sprung:
Der Inder wollte ja sein kleines Mädchen beschützen das das Kind von zwei Programmen waren die LIEBEN konnten. Diese sollten ausgesondert werden, aber warum, ja warum konnte das kleine Mädchen weiter existieren.
Ich werds euch versuchen zu sagen:

Das Orakel hat seinen Preis gezahlt, es musste seine Hülle abgeben aber wofür?
Ich denke es musste seine Hülle an Merovinga abgeben um das Mädchen zu erhalten.
Welche Rolle spielt jetzt das Mädchen?
Ich denke sie ist eine neue Programmierin für die neue Matrix die am Ende erschaffen wird.
Warum?
Sie wird ebenso als Exilant bezeichnet wie der Schlüsselmacher. Der Schlüsselmacher war nun in meinen Augen der Handlanger des Architekten, er hat den Auftrag bekommen das Konstrukt zu erschaffen. Warum sonst hat er alle Hintertüren gekannt?
Nur ein Programmierer selbst kann sein eigenes Programm so unglaublich gut kenne. Jeder der selbst mal programmiert hat kann das bestätigen.

Der Exilant wird von Agenten gejagt

Richtig, der Schlüsselmacher wurde gejagt. Aber warum?
Er war nicht mehr nötig, genau wie es auch die Agenten sagen.
Er hat sich als Programmierer abgesondert von seiner eigentlichen Bestimmung. So kam er nicht mehr in Frage als Programmierer der neuen Matrix. Ein Ersatz wurde gefunden: Das Mädchen.

Nachdem der Schlüsselmacher tot ist gibt es nun eine neue Programmirerin. Ja richtig, es ist das kleine Mädchen von der mir der Name nun leider nicht mehr einfällt.
Sie programmiert nun die nächste Matrix neu, warum sie auch unter Obhut des Orakel steht. Denn für das Orakel war es klar, sie muß unbedingt beschützt werden, sogar auf Kosten ihres eigenen Lebens.

Nun, die Symbolik ihres Jungen alters ist darin zu suchen das sie ein Kind ist (ach sag bloß). Nein, aber ein Kind des Orakels und des Architekten sozusagen. Die Revolution in Person eines Neuanfangs, verkörpert in der Unschuld eines Kindes!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Und jetzt kommt der Hauptpunkt:

Sie hat die neue Matrix erschaffen, ganz klar, sonst hätte sie nicht sagen können das sie den Sonnenaufgang für Neo gemacht hat.
Denn Neo existiert wieder in der neuen Matrix irgendwo und keiner weiß wer es wirklich ist.
Jetzt aber der Hauptpunkt:
Sie hat die neue Matrix MIT DEM WISSEN VON LIEBE KONSTRUIERT.
Das ist der große Unterschied. So kann der Architekt sich nun zurücklehnen und den Menschen die aus der Matrix befreit werden wollen freie Wahl lassen.
Es wird nämlich nicht mehr soviele davon geben, denn es gibt keine Kontrollen mehr, keine Zwänge, jedoch eine Matrix die FÜR DIE MENSCHEN erschaffen worden ist und nicht gegen sie.


Christian S. - So 09.11.03 11:43

Hallo!

Zum einen beruhigt mich das, was Du gepostet hast: ich bin also nicht der einzige, der irgendwie nicht mehr ganz durchblickt und dann auf solche Texte angewiesen ist.

Zum anderen zeigt es, dass der Film wirklich schlecht war. Denn es kann doch irgendwie nicht sein, dass ich mir das Ende einer Trilogie (oder einer Einführung + Zweiteiler) ansehe und das die Macher sich so an ihren eigenen Andeutungen ergötzen, dass sie es versäumen, das Ende so klar zu formulieren, dass ich keine drei Bildschirmseiten lesen muss, auf denen mir das nochmal erklärt wird.
Und wenn die Texte aus einem Matrixforum stammen, scheinen die richtigen Matrixfans ja zumindest auch der Meinung zu sein, dass das alles sehr undeutlich aufgelöst wurde, sonst würden sie ja nicht solche Erklärungen schreiben.

MfG
Peter

//Edit
@kiwicht: ist natürlich alles persönliche Meinung. Aber meine ist halt maßgeblich! :wink:

//Edit2:
@AK:
(1) In der heutigen Zeit kann ich an den Effekten von Revolutions nichts besonderes mehr erkennen.
(2) Ein Film, der sich nur auf die Effekte verlässt, ist ein schlechter Film. Effekte sollten immer nur Werkzeug sein und nicht Haupttthema des Films.


kiwicht - So 09.11.03 12:08

>PeterLustig
>[...] scheinen die richtigen Matrixfans ja zumindest auch der Meinung zu >sein, dass das alles sehr undeutlich aufgelöst wurde, sonst würden sie ja >nicht solche Erklärungen schreiben.

Ich denke eher, das die Leute dort, wie auch ich, eher dadurch begeistert wurden, das der Film nicht einfach zu durchschauen ist.
Gibt es nicht öfter Filme bei denen man sich nachher fragt, was das jetzt sollte, und deren Sinn man vielleicht erst beim 2. oder 3. mal Schauen erkennt?

Genauso ist es mit Matrix doch auch, man kann den Film schauen, sich über die Effekte freuen und ärgern das seine Geschichte so verworren erzählt wurde
Und man kann den Film, wenn man an der Auflösung der Geschichte interessiert ist, intensiv schauen, also sich nicht nur an den Effekten ergötzen, sondern auch versuchen in den Dialogen und Monologen u.s.w. Hinweise auf die Story zu finden - wenn nötig auch beim 2. mal Schauen.

Banal ausgedrückt, könnte man den Vergleich auch so formulieren, auch wenn´s mal wieder weit hergeholt ist: Der eine schaut sich lieber Comic´s an, und freut sich über das gemalte, der andere liest lieber "Die Leiden des jungen Werther" und freut sich über die Hintergründigen Gedanken und den Sinn zwischen den Zeilen.

Ich selber zähle mich zu der zweiten Gattung, und mag die Filme, deren Geschichte etwas komplizierter ist. Und im Fall von Matrix werden halt beide Gemüter bedient. Die einen gehen ihrer Effekt-Affinität nach, die anderen versuchen die Geschichte zu "erkennen".

Als Filmbeispiele seihen hier vielleicht noch Identität genannt, mit dem Unterschied das der Regisseur hier noch ein wenig Wert darauf gelegt hat, das Ende am Film _eindeutig_ darzustellen - Die Wachowksi´s dagegen spielen lieber mit der Verwirrtheit der Zuschauer - ein perfektes Märchen, in dem man ganz einfach nur dazu angeregt wird auch danach noch seine Gedanken zu sortieren und Lösungs-Ideen zu formulieren. Ganz anders als bei so tiefsinnigen Filmen wie Rambo oder Terminator.

//EDIT
>PeterLustig
>@AK:
>(1) In der heutigen Zeit kann ich an den Effekten von Revolutions nichts >besonderes mehr erkennen.

Tja, welch Dilemma, weil Teil 1 schon da war... wäre Teil 3 vorher da gewesen, hätte man da nicht anders gedacht?
Ich glaub das ist zu viel verlangt von einem Regisseur: in jedem Film den er dreht den Zuschauer auf´s Neue mit innovativer Kunst zu überraschen; wie in seinem besten Film.

Gut, Quentin Tarantino ist eine Ausnahme, er hat es bis jetzt auch schon öfter vollbracht, dieses Wunder. Nur in seinem Fall nicht mit SpecialEffects sondern eher mit klassischer Film- und Erzählkunst.


UGrohne - So 09.11.03 12:18

Also ich fand den Film auch nicht wirklich gut. Und ich muss Peter zustimmen, wenn man so eine Erklärung braucht, um die Story zu verstehen, dann hat der Regisseur was falsch gemacht. Ein bisschen nachdenken ist ja in Ordnung, vll. auch erst beim zweiten Mal anschauen, ok. Aber diese Trilogie müsste ich wahrscheinlich 10 mal anschauen, um auch nur einen Bruchteil der Geschichte erkennen zu können.

Meiner Meinung nach haben die Regisseure es einfach nicht auf die Reihe gebracht, diese Story dem Zuschauer rüberzubringen und damit schrumpft der Anspruch auf ein Niveau, welches auch Terminator angelegt hat (welchen ich aber nicht schlecht fand, das war ein würdiger Nachfolger vom 2.)

Und Dein Vergleich ist absolut perfekt, kiwicht: Die Leiden des jungen Werther o.ä. Bücher, die man auch in der Schule lernt habe mit Matrix wohl viel gemeinsam: Man braucht ne spezielle Ausbildung, um hinter den Sinn zu steigen und das ist nicht der Sinn von modernem Fernsehen


kiwicht - So 09.11.03 12:26

UGrohne hat folgendes geschrieben:
Man braucht ne spezielle Ausbildung, um hinter den Sinn zu steigen und das ist nicht der Sinn von modernem Fernsehen


mag sein... aber:

Ist es nicht traurig, wenn alle mit dem Mainstream in eine Richtung schwimmen, und somit jeder den Bach runtergeht?

Und zu Terminator, gut, das wäre einen Extra-Thread wert... dann das primitive Rumgeballer eines senilen "Governor in spé" mit dem nur n paar Dollar für den Wahlkampf oder was auch immer gewonnen werden sollten war wirklich nicht der Höhepunkt der Filmgeschichte... nicht mal der Höhepunkt der Actionfilm-Geschichte...


Christian S. - So 09.11.03 12:58

Hallo!

kurz zu Terminator: der Film gibt sich aber auch nicht den Anspruch, mehr zu sein, ganz im Gegenteil zu Matrix!

und nun zu Matrix: ich habe nichts gegen einen Stoff, über den man nachdenken muss. Die Frage ist einfach nur, ob das Nachdenken dadurch zustande kommt, dass der Stoff schwierig ist, oder dass man künstlich bei einem küchen-philosophischen Stoff zum Nachdenken angeregt wird, indem große Teile davon einfach nicht richtig rübergebracht werden. Auch ein Comic ist schwer zu verstehen, wenn ich immer mal wieder ein paar Seiten raus schneide.

Zitat:
Tja, welch Dilemma, weil Teil 1 schon da war... wäre Teil 3 vorher da gewesen, hätte man da nicht anders gedacht?
Ich glaub das ist zu viel verlangt von einem Regisseur: in jedem Film den er dreht den Zuschauer auf´s Neue mit innovativer Kunst zu überraschen; wie in seinem besten Film.
Die Frage ist, ob Effekte heutzutage noch innovative Kunst sind. Wenn ich mir alte Filme ansehe, dann staune ich, was die Leute sich damals haben einfallen lassen, um ein Raumschiff landen zu lassen oder sonst einen Effekt zu erzeugen. Bei Matrix 1 staunte man, was mit Computern doch alles möglich ist.
Aber den W-Brothers sollte doch eigentlich klar gewesen sein, dass sie mit Effekten inzwischen niemanden mehr hinterm Ofen hervorlocken können, weil das inzwischen jeder Fernsehfilm kann. Da hätten sie die Qualität des Films an anderen Enden heben müssen.

MfG
Peter




MfG
Peter


kiwicht - So 09.11.03 13:05

hm, so einfach bzw. fair ist das nicht. Du nimmst ihnen schliesslcih den Ruhm, den sie mit dem ersten Teil geniessen dürften: Ich sag nur BulletTime ... war doch geil? Und das haben sie halt in allen 3 Teilen benutz, dazu die Choreographie der Kämpfe, welche in allen drei Teilen schön anzusehen waren und einfach die Kameraführung, die Optik, wie die Kämpfe eingeleitet wurden... ich fands immer noch bombastisch.

Und ich kann mich nur indirekt wiederholen, man kann die Sprüche des Orakels als überflüssig empfinden, man kann sie aber auch im Zusammenhang mit vielen anderen Dialogen anderer Akteure sehen, und sich einen Reim bilden. Viele vergessen, so ich leider auch am Anfang, die Funktion des 2. Film´s, in dem doch einige wichtige Sachen gesagt wurden.... ich sag nur Merowinger, Persephone, Schlüsselmacher... alles was diese Personen gesagt haben darf nicht unterschätz werden, und lässt die nebeligen Prophezeiungen des Orakels etwas deutlicher erscheinen.


Christian S. - So 09.11.03 13:29

Zitat:
Du nimmst ihnen schliesslcih den Ruhm, den sie mit dem ersten Teil geniessen dürften:
Ich nehme ihnen nicht den Ruhm, sondern sie ruhen sich drauf aus. Mit Matrix 1 haben sie (allerdings größtenteils auch die Leute an den Computern) einen großartigen Film gemacht.

Aber sie schienen der Meinung zu sein, dass der Ruhm auch noch für die nächsten beiden Filme reicht. Meiner Meinung nach tat er das nicht. Die Verfolgungsjagd im zweiten Teil war nochmal etwas, dass so noch nicht dagewesen war, wenn der "Sprung" auch nicht ganz so groß war, wie bei Matrix 1.

Zitat:
Und ich kann mich nur indirekt wiederholen, man kann die Sprüche des Orakels als überflüssig empfinden, man kann sie aber auch im Zusammenhang mit vielen anderen Dialogen anderer Akteure sehen, und sich einen Reim bilden.
Und genau dort liegt das Problem: ich - und so, wie es aussieht, auch viele andere - haben Probleme damit, sich Dialoge zu merken, die nur aus vagen Andeutungen bestehen. So vieles, was in dem Film gesprochen wird, ist so nichtssagend, dass man es sich gar nicht merkt.

Zitat:
alles was diese Personen gesagt haben darf nicht unterschätz werden, und lässt die nebeligen Prophezeiungen des Orakels etwas deutlicher erscheinen.
Mag sein, dass das Gesagte dies würde. Aber ein ernstzunehmender Regisseur weiß auch, dass die Leute die Dialoge eines Films, der ein paar Monate vorher gelaufen ist, nicht auswendig können. Und so undeutlich, wie die Dialoge meist sind/waren, muss man sie schon Wort für Wort kennen, um sie mit den Aussagen im dritten Film sinnvoll in Verbindung bringen zu können.


Raphael O. - Di 11.11.03 11:47

soedele... :)
ich war gestern Abend auch in MAtrix - REvolutions und kann wie beim zweiten Film sagen, dass ich ihn "eigentlich" gut fand...
wobei ich denke, dass die meisten, die den Film schlecht finden die Story nicht verstanden haben (ich übrigens auch nicht auf Anhieb...) ich denke, dass es den meisten so gegeangen ist...
naja, ich habe zumindest gesehen,d ass eine tiefergründige Story hinter dem ganzen steckt (was wohl auch die meisten getan haben) und habe deshalb auch die Lust, wie es weiter oben schonmal beschrieben wurde mir das alles nochmal durch den Kopf gehen zu lassen und die "wahre" Geschichte hinter dem ganzen zu erblicken...
ich kann es aber ebenso verstehen, dass vile keine Lust dazu haben, und da stellt sich mir die Frage, ob die Wachowskis nciht zu weit gegangen sind mit dem indirekten erklären...
ich glaube, dass wenn man zumindest das Ende auf anhieb verstanden hätte,d ann hätten auch vielmehr lust gehabt sich die "Füllüng" nochmal anzusehn um sie zu verstehn, da ein Ende, was sie verstehn befriedigend ist....
so ist die in meinen Augen schon geniale Story der Trilogie denen vorbehalten, die entweder Lust und ZEit haben sich noch näher über die EGschichte zu spekulieren und zu informieren...
wahrscheinlich ist es aber auch so gewollt, dass man nicht alles versteht, und wer keine Motivation hat es zu verstehen zu "lernen", der hat es auch nicht verdient die Story zu durchblicken..
wie egsagt ist dies eine Recht egwagt eArt eienn Film zu drehen, aber IMO auch DIE Neuerung im 2. und 3. TEil!
man soll sich nicht nur ins Kino setzen und sich berieseln lassen, sondern über den Film auch ausgiebig noch später nachdenken ...
einige Sachen lassen sich daraus sicher auch aufs "Real Life" übertragen und das ist auch eine Intention der Macher, die sich mit Sicherheit auch darüber im klaren sind,d ass der Film nicht beim ersten mal sehen direkt verstanden werden kann...

naja, alles in allem finde ich wie auch schon gesagt den Film sogesehen absolut sehenswert und ich denke auch, dass wenn man mal alles verstanden haben sollte/ hat, dann ist ein weiteres Anschauen des Films umso genialer :mrgreen:

MfG