Entwickler-Ecke
WinForms - WPF vs Winforms
Mieu - Mi 17.10.07 09:06
Titel: WPF vs Winforms
Hallo,
entschuldigung für die vielleicht folgende dumme Frage.
Aber habe ich richtig verstanden, dass WPF Winforms ersetzt?
Lohnt es sich noch, sich intensiv mit Winforms und custom Controls zu beschäftigen?
MFG
Mieu
BFreakout - Mi 17.10.07 10:32
Titel: ...
Sers,
also WPF soll nicht die WinForms ersetzen. WPF soll es nur Unternehmen ermöglichen das Design und die Programmierung trennen zu können.
Und auf jeden fall lohnt es sich mit WinForm Controls sich zu beschäftigen.
Viele Grüße
BFreakout
Kha - Mi 17.10.07 11:34
Microsoft hat WPF als seine neue GUI-Api entwickelt, die die veraltete, prozedurale, softwaregerenderte Win-(GUI-)API (also auch WinForms) ablösen soll, das ist Fakt. WPF bringt auch wirklich einige geniale Ideen mit und ist SWF eigentlich in jeder Hinsicht überlegen[*] - hätte es nicht ein paar ziemlich nervige und nicht tolerierbare Kinderkrankheiten. SWF und WPF werden noch lange Zeit nebeneinander existieren (vor Allem wird WPF überhaupt erst genutzt werden, wenn sich Vista weit genug verbreitet hat), ebenso wie es Win32 und .Net tun werden.
Sich früh genug in WPF einzuarbeiten kann nicht falsch sein - vor Allem macht es einfach unheimlich Spaß - wenn du aber massentaugliche Programme mit .Net schreiben willst, kommst du an WinForms noch nicht vorbei.
[*]Der Rückschritt von WPF zu SWF kommt mir vor wie der Rückschritt von C# zu Delphi. Schon allein die Idee, Controls per Koordinaten zu platzieren, und die feste Verzahnung von Design und Logik eines Controls erscheinen absolut hirntötend :-B.
Carla - Mi 17.10.07 11:46
Khabarakh hat folgendes geschrieben: |
[*]Der Rückschritt von WPF zu SWF kommt mir vor wie der Rückschritt von C# zu Delphi. Schon allein die Idee, Controls per Koordinaten zu platzieren, und die feste Verzahnung von Design und Logik eines Controls erscheinen absolut hirntötend :-B. |
Rückschritt von C# zu Delphi ???
Gerade in diesem Forum behaupten aber viele genau das Gegenteil und meinen das Delphi allen anderen Systemen überlegen ist.
Mich würde schon mal interessieren, worauf sich diese Meinung bezieht?
Gruß
Carla
Kha - Mi 17.10.07 11:56
Mit "dieses" Forum meinst du das DF und nicht das C#-Forum, oder :gruebel: ? Da denkt man mal, man sei unter sich und kann so etwas von sich geben, aber wenn die Delphianer hinter der nächsten Ecke sitzen, ist das wohl doch nicht so leicht :mrgreen: .
Delphi ist im unmanaged Win32-Bereich die ungeschlagene RAD-Sprache/Library, das unterschreib' ich dir. Aber solltest du wirklich jemanden finden, der sich sowohl mit Delphi als auch mit .Net auskennt und Ersteres präferiert, hast du ein echtes Unikat gefunden. Ich jedenfalls habe noch nichts in der Richtung gelesen. Umgekehrt beobachte ich in der Delphi-Praxis seit längerer Zeit immer mehr Delphi-zu-C#-Konvertierte (zu denen ich ja auch gehöre) - der Trend ist da, langsam, aber stetig.
Mal sehen, wie der Thread weitergeht, ich hol mir schonmal etwas Popcorn :mrgreen: .
jasocul - Mi 17.10.07 12:20
DB-Anwendungen mit C# sind die Pest. Insbesondere, wenn man mit größeren Datenmengen hantieren muss.
In allen anderen Dingen, die ich kenne, bevorzuge ich C#.
Carla - Mi 17.10.07 12:58
Ach wir sind da durchaus einer Meinung.
Ich hatte schon mal gesagt, das wir ein Delphiprogramm, samt Programmierer übernommen haben.
Und nun immer noch Eiern ob in Net neu oder in Delphi weiterpflegen.
Im Moment stellen wir das Delphi-Programm auf das Hydra-Plugin System um.
Das macht im Moment einen guten Eindruck und wir werden wohl so einen gleitenden Übergang von Delphi zu C#
schaffen.
Das ist halt eine kleine Gemeinheit. Wenn ich solche Sprüche wie C# und Rückschritt zu Delphi finde, dann hänge
ich die als Spruch des Tages an die Pinwand.
Gruß
Carla
Christian S. - Mi 17.10.07 13:35
Bevor ich ein moderatives "Back to Topic" in den Raum werfe, will ich auch nochmal was am Thema vorbei schreiben :mrgreen:
Delphi ist eine sehr vernachlässigte Sprache, die in den letzten Jahren immer nur dann verbessert wurde, wenn Codegear durch die Vorgaben von .NET dazu gezwungen wurde. Damit hat Delphi viele Features nicht, die in modernen und gut gepflegten Sprachen eigenltich Standard sind. Und wenn ich von Chrome mal wieder auf Delphi wechsle, habe ich viele "Mist, das geht hier ja gar nicht"-Erlebnisse.
Aber: Ich suche mir meine Sprache immer nach dem aus, was ich machen will. Und auch da hat Delphi immer noch seinen Platz, so ist Delphi für die Win32-Programmierung IMHO immer noch hervorragend geeignet. Dass ich kaum nach Delphi benutze, liegt daran, dass ich fast nur noch mit .NET arbeite und man Delphi da vergessen kann.
Nun
Back to Topic:
Mit der WPF
UpThePix [
http://www.christian-stelzmann.de/index_programme_upthepix.html] ein ungewöhnlicheres Aussehen (welches sicherlich Geschmackssache ist ;-)) zu geben und dabei die ungeheure Flexibilität zu nutzen (DataTemplates zur Darstellung von Items in der Listbox sind einfach genial), hat die meiste Zeit Spaß gemacht. WPF kann aber auch ziemlich nerven und für eine 08/15-Anwendung die kein tolles Aussehen haben soll, würde ich wohl weiterhin erst einmal auf WinForms setzen.
Betonen sollte man aber auch, dass die WPF mehr ist, als nur eine Möglichkeit 'ne tolle GUI zu basteln. WPF bietet auch viele weitere, nicht-grafische Funktionen an, wie z.B. Klassen um MetaDaten aus Grafikdateien zu lesen, was ich
hier [
http://www.christian-stelzmann.de/index_programme_graphicslib.html] genutzt habe.
Mieu - Mi 17.10.07 16:31
Ok, vielen Dank für eure Antworten.
Dann werde ich mich mit beiden Themen (Winforms & WPF)
beschäftigen.
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