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Off Topic - [OT] Gefeuert wegen Nazisprüchen 2008. Noch zeitgemäß?
alzaimar - Do 31.01.08 09:41
Titel: [OT] Gefeuert wegen Nazisprüchen 2008. Noch zeitgemäß?
Hi,
Angeregt durch Schmidts Nazometer sowie den beiden niveauvollen Sendungen, 'Dschungelcamp' und 'Night Loft', bei denen zwei junge Erwachsene (Tomekk neulich und Juliane Ziegler heute) blöde Nazisprüche geklopft haben und deswegen geteert und gefedert wurden, wollte ich von Euch mal wissen, wie eng ihr das seht.
Mir geht es nicht um eine politische Einstellung, sondern um das 'political correctness'-Gehabe in den Medien und einigen Köpfen.
Darf ich 2008, also 75Jahre nach der Machergreifung durch die Nazis und 63 Jahre nach Kriegsende irgendwelche belanglosen Sprüche oder Wörter verwenden, die auch die Nazis benutzt haben? Darf ich aus Spass den 'Hitlergruß' verwenden?
Kann ich wie Tomekk, belanglose Späße mit erhobenem Arm machen? Ich kenne Tomekk (hab früher Musik mit ihm gemacht) und aus der rechten Ecke kommt DER bestimmt nicht.
Kann ich einem Anrufer, der sich über den morgigen Arbeitstag beschwert, 'Ey komm schon, Arbeit macht frei' antworten?
Ich für meinen Teil halte das Thema für so dermaßen erledigt, das ich es langsam peinlich finde, bei jedem 'Autobahn','Zwei-Finger-An-Die-Oberlippe-Halten', oder 'Heil Müller' gleich meinen Arbeitsplatz zu verlieren.
Andererseits war diese Ziegler in einer Live-Moderation und da sollte man vielleicht vorsichtiger sein. Aber dieser Aufschrei der Empörung, vor allen in der hetzerischen BILD-Zeitung geht mir auf den Sack. Die BILD-Zeitung ist ja selbst gerade durch ihre ekelerregende 'kriminelle Ausländer'-Kampagne mehr als unangenehm aufgefallen. Das hat mich irgendwie an den Stürmer erinnert (Hetzpostille der Nazis).
Mich würde auch interessieren, ob die Jüngeren unter uns das grundlegend anders sehen, als wir alten Säcke, die immerhin noch von ihren Eltern und Großeltern die Zeit erzählt bekommen haben und in der Kollektivschuld aufgewachsen sind.
Also? Wie seht ihr das?
Dürfen wir Witze mit und über die alten Nazis machen und deren Sprüche verwenden? Hat es sich nicht bald mal ausgenazi'et :shock: ?
Nochmal: Um politische Gesinnung geht es mir nicht! Da sind die Fronten klar: Nazis raus!
Calculon - Do 31.01.08 10:37
Sehr interessantes Thema!
Habe dazu auch eine Meinung: Ich (türkischstämmig) habe früher mit Freunden öfters Nazi-Gesten benutzt ohne uns was dabei zu denken. War eben albernes pubertäres Rumgetue und auch irgendwie
Spiegel und
Ventil zugleich. Dazu unten mehr.
Über diesen neuen Ziegler-Fall weiß' ich noch nichts, aber Tomekk ist ja AFAIK selber Pole und im Fernsehen hat man seine schwarze Freundin gezeigt. Also, da kann man ihm nun wirklich keine rechte Gesinnung vorwerfen. Wahrscheinlich hat er es gemacht, um in die RTL2-News und in BILD zu kommen (der letzte Hit liegt auch schon 'ne Weile zurück und schlechte Publicity ist auch Publicity) oder er hat halt ähnlich rumgeblödelt wie meine Freunde und ich in der Pubertät - mit dem Unterschied, dass wir uns nie dabei Filmen ließen. Das legt bei ihm doch wirklich den Verdacht nahe, dass das nur aus PR-Gründen gemacht wurde.
Political correctness gibt's im engen Kreis deiner Freunde nicht -oder sollte es zumindest nicht geben, da die Freundschaft ja nicht was toternstes ist. Für andere Länder gelten hierbei auch andere Regeln. Ich kucke viele britische Serien und es ist unter Engländern ja schon Sport mit Nazi-Verhalten Deutsche zu verarschen.
Aber grundsätzlich sollten meiner Meinung nach krasse Nazi-Gesten wie der Hitler-Gruß weiterhin (in Deutschland) absolutes Tabu und unter Strafe bleiben. Stell' dir mal vor du läufst herum und irgendwelche Spinner schreien in der Öffentichkeit Nazi-Parolen herum. Wann weiß' ich, ob das Alberei oder Ernst ist? Sehr verstörend!
Ich will abschließend noch auf diese Ventil-Wirkung des Bullshit-Laberns eingehen. Hier im Schwabenland, wenn man Tag ein Tag aus Leute schwäbisch reden hört, dann bricht es irgendwann bei mir auch aus. Dann sitzen Freunde und ich zusammen und auf einmal fang' ich an extrem bauriges schwäbisch zu reden => Gelächter. Es hat zum Einen etwas Befreiendes plötzlich so zu reden und es ist ein stiller Protest, denn, wieso wirkt es plötzlich so lustig auf andere, wenn ich anders rede. Weil man mich halt so gar nicht kennt. Und in die Rolle eines hohlen Nazis zu schlüpfen, hat glaub' ich auch ähnliche Auswirkungen. Etwa so nach dem Motto: Stell dir mal vor, es gibt wirklich Leute, die so drauf sind. Die wirklich wirklich so drauf sind... (Wie bei Badesalz der
Anthony Sabini Scatch [
http://www.ecst.csuchico.edu/~hanzi/badesalz/sabini.html]; absolut ein Gespräch, das man irgendwo mithören könnte und Badesalz verarbeiten das indem sie in solche Rollen schlüpfen und die extreme Dummheit dieser Menschen bloßstellen).
Hoffe habe nicht zu sehr am Thema vorbeigeschossen...
Gruß
Calculon
--
jasocul - Do 31.01.08 11:14
Das Problem ist doch, zu erkennen, wann es als Witz gemeint ist und wann eine Gesinnung dahinter steckt. Die Grenzen sind da sehr "weich".
Man kann niemandem in den Kopf schauen, ob es ein Test ist, wie die Leute reagieren, oder ein Witz. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Neo-Nazis (und damit meine ich die, die man nicht durch Äußerlichkeiten erkennen kann) in einer Gruppe damit prüfen, ob dort weiteres Potential ist. Wird dann ein Hitlergruß als Witz aufgefasst, hat man eine gute Basis, um neue Leute zu rekrutieren.
Von Promis erwarte ich deutlich mehr Sensibilität. Sie stehen in der Öffentlichkeit und jede ihrer Aktionen wird bewertet. Vergessen wir nicht, dass wir einen hohen Ausländeranteil haben. Behinderte haben ebenfalls Probleme mit solchen Dingen und Juden gibt es ebenfalls einige in D. Alles Gruppen, die empfindlich auf solche Dinge reagieren können.
Als einfaches Beispiel mal eine Situation, in der ich kürzlich war und ein wenig vergleichbar ist:
Mein Azubi kam vor ein paar Wochen aus der Schule und hat mir erzählt, dass ihm gesagt wurde, dass Delphi völlig veraltet ist und keiner mehr damit programmiert. Ich war tief getroffen und habe ihm das Gegenteil bewiesen.
Ich will damit klar machen, dass es immer auf den Betrachtungswinkel ankommt. Solange man nicht selbst betroffen ist, kann man den Witz deutlich erkennen. Gehört man aber zu einer Zielgruppe des Witzes, kann das ganz anders aussehen.
BILD-Zeitung:
Außer dem Sport-Teil ist das einfach nur als Kamin-Anzünder geeignet. Aber auch nur, wenn man vorher das Blut rauspresst. Wer sowas liest, hat nichts in meinem Freundeskreis verloren. OK, ein paar Politiker (ich habe schon merkwürdige Freunde :roll: ) müssen das lesen, um des Volkes Meinung zu kennen. Denn Bild ist ein Meinungsmacher.
Witze kann man imo darüber machen. Aber man sollte darauf achten, wer den Witz hört und sieht.
Was mir aber wirklich auf die Nerven geht, sind die ständigen Dokus im TV, die uns immer wieder zeigen, wie schlecht wir doch waren.
alzaimar - Do 31.01.08 11:22
Calculon hat folgendes geschrieben: |
| Sehr interessantes Thema! |
Eben.
Calculon hat folgendes geschrieben: |
| ...Stell' dir mal vor du läufst herum und irgendwelche Spinner schreien in der Öffentichkeit Nazi-Parolen herum. Wann weiß' ich, ob das Alberei oder Ernst ist? Sehr verstörend! |
Ist das nicht das Gleiche wie "Auf die Barikaden! Völker hört die Signale, auf zum lätzten Gefäächt, die Internationahale erkämpft das Mänschenräächt". Wo ist der Unterschied? Parolen aus einer vergangenen Zeit.
Also, mir ist klar, das man das nicht so naiv sehen sollte, aber -mein Gott- wir sind doch nun ALLE aufgeklärt und brauchen keine Nachhilfe was damals alles so schlimmes passiert sind und und und... Ich denke, wenn man das genauso ignoriert wie die 'Internationale' trällern, hören die pubertierenden Skinpocken von ganz alleine auf, uns DAMIT auf die Socken zu gehen. Denn erst dadurch, das 'wir' bei diesem Thema so angreifbar sind, werden die mit ihren Sprüchen doch erst bedrohlich. Wenn wir aufhören, uns bei Nazisprüchen zu echauffieren, stehen die rechten Socken doch einfach nur dumm da. Die wollen dann provozieren, und keiner fängt an zu heulen.
Ich behaupte einfach mal, das es in Deutschland, auch 75 Jahre nach der Machtergreifung, nicht möglich ist, eine sachliche Diskussion über das III.Reich anzustellen. Sobald man es wagt, auch nur irgendeine Kleinigkeit an der Zeit als positiv darzustellen, ist man seinen Job los und wird geteert. Es geht nicht darum, zu behaupten DAS das damals toll war, aber selbst wenn man der irrigen Meinung ist, hat man schon verschissen.
Ich darf dagegen BASIC toll finden, oder dem Kommunismus in seiner Reinform (Kibbuze in Israel z.B.) super finden. Da schüttelt man höchstens den Kopf, aber wenigstens darf man so eine Meinung haben.
Das III.Reich toll zu finden ist dagegen verboten. Per se. Ich muss doch in einem freiheitlich demokratischen Land das Recht haben, eine bescheuerte Meinung zu haben und die auch zu vertreten, oder? Sind wir als Demokratie nicht stark genug, Deppen auszuhalten?
Calculon hat folgendes geschrieben: |
| ... Dann sitzen Freunde und ich zusammen und auf einmal fang' ich an extrem bauriges schwäbisch zu reden ... |
Ja eben (siehe oben). Die frustrierten Skins und 'Rechten' babbeln nicht, sondern klopfen rechte Sprüche, um 'anders' zu sein und 'anzuecken'. Nimmt man denen das Motiv, fangen die vielleicht auch mal an, brutalstmöglich zu sächseln.
jasocul - Do 31.01.08 11:40
@alzaimer:
Wie war das? Du wolltest doch KEINE politische Grundsatzdiskussion. :wink:
Jeder logisch denkende Mensch mit Verstand wird dir im Prinzip Recht geben. Leider ist das nicht die Masse der Menschen. Ansonsten würden sich nicht so viele BILD-Leser finden und lieber selbst denken.
Popov - Do 31.01.08 11:47
Titel: Re: [OT] Gefeuert wegen Nazisprüchen 2008. Noch zeitgemäß?
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
| Kann ich wie Tomekk, belanglose Späße mit erhobenem Arm machen? Ich kenne Tomekk (hab früher Musik mit ihm gemacht) und aus der rechten Ecke kommt DER bestimmt nicht. |
Das der Typ gefeuert wurde ist ganz richtig. Obwohl ich bei sowas selten streng bin, vor allem wenn es um eine fehl gedeutete Andeutung geht, hat der Typ den Rauswurf verdient. Ob er jetzt Nazi oder kein Nazi ist, spielt keine Rolle. Wir sind hier in Deutschland. Wenn ein Ausländer oder ein Eingewanderter den Deutschen gegenüber die Hand zu Hitlergruß erhebt, dann will er denen was sagen was er von ihnen hält. Hier geht es also nicht drum ob Tomekk ein Nazi ist, sondern ob er die Deutschen als Nazis beledigt hat. Denn so sind solche Grüße zu verstehen. Wenn ein Ausländer oder Eingewanderter, der sich selbst nicht als Deutscher sieht, gegenüber den Deutschen den Arm zum Hitlergruß erhebt, dann sagt er: Heil ihr Nazis (Deutsche).
Bestärkt hat er das mit sogar noch mit seiner Entschuldigung: "Tomekk entschuldigte sich jetzt für seine Tat, es täte ihm sehr leid und er als gebürtiger Pole habe nichts mit dem Gedankengut der Nazis zu schaffen". Aber hallo, wie soll man das jetzt wieder verstehen? Daß die Deutschen alle Nazis sind, weil sie als gebürtige Deutsche automatisch etwas mit dem Gedankengut der Nazis zu schaffen habe? Er als gebürtige Pole aber nicht?
Man sieht hier, daß die Deutschen eigentlich keine Ehre im Leib haben. Den hätte man nicht nur aus der Sendung werfen sollen, sondern teeren und federn und dann ab nach Polen wo sie nichts mit dem Gedankengut der Nazis zu schaffen haben. Hier zeigt es sich, daß man die Deutschen mit einem Hitlergruß als Nazis beleidigen kann, und die es einem nicht mal übel nehmen.
Der hätte sich nicht für seinen Hitlergruß entschuldigen sollen, sondern die Deutschen um Entschuldigung bitten.
alzaimar - Do 31.01.08 11:53
jasocul hat folgendes geschrieben: |
@alzaimer:
Wie war das? Du wolltest doch KEINE politische Grundsatzdiskussion. :wink: |
Ähh...ich..äh..ihre..aber... :oops:
Wenn man natürlich mit Sprüchen jemanden verletzt, ist das so eine Sache. Aber ich habe nun mal den Eindruck, das sich aus 'political correctness' auch Menschen verletzt fühlen, die es gar nicht sind. Ich möchte mal an die peinliche Diskussion von Kerner, Hermann und -wer war noch dabei?- erinnern. Die Hermann hat doch nur ihre Meinung geäußert. Sie hat sich durch das Niveau selbst diskreditiert. Das man da echauffiert nach Luft schnappt, und sie rausschmeisst, war doch einfach überflüssig und heuchlerisch. Sie hat nun wirklich niemanden beleidigt, sondern es nur gewagt, zu behaupten, das 'damals nicht alles Schlecht war'. Mein Gott. Was daran nun sooo schlimm ist, verstehe ich auch nicht.
Stelle ich mich dagegen vor jemanden, der bei einer Brandkatastrophe seine Familie verloren hat, und erzähle von meinem letzten Lagerfeuer, ist das etwas anderes. Da ist jemand direkt betroffen, obwohl ich etwas eigentlich harmloses von mir gebe.
Es kann doch aber nicht sein, das Deutschland 65 Jahre nach dem Ende des Krieges immer noch voll von verwundeten Seelen ist, die kollektiv aufschreien, wenn man von einer 'entarteten Gesellschaft' spricht.
Mir geht es eigentlich nur darum, diese Nazi-Sprüche-Diskussion auf das zu reduzieren, was sie ist: Ein u.U. gemeines Spiel mit den Gefühlen Anderer, und eben *nicht* eine von vorneherein zu verteufelnde abartige perverse unausprechliche nnnn..fft.mpt. No-Go-Don't-Do-It Geschichte.
Vielleicht muss man wirklich unterscheiden zwischen:
Blöden Provokationen à la 'Heil Hitler' (Tomekk)
und
Unbedarften Äußerungen à la 'Arbeit macht Frei' (Ziegler) oder 'entartete Irgendwas' (so ein Kardinal).
Ersteres kann man sich sparen, und bei Letzterem sollte man die Kirche im Dorf lassen.
Lossy eX - Do 31.01.08 12:13
Ich habe vor 1-2 Jahren eine Online Rollenspiel gespielt, bei dem reichlich Nationen vertreten waren. Also nicht nur Deutschland oder Europa. Und wärend dieser Zeit bin ich, und andere offensichtliche Deutsche (german im Gildenname), nicht nur 2 Mal als Nazi beschimpf worden. Selbst von einem in Deutschland lebenden Ausländer. Das waren keine Witze. Die Leute die das gemacht haben waren außerdem nicht älter als ich (27). Und da sieht man es wohl recht deutlich was einige Menschen von diesem Thema halten bzw wie es in einigen Köpfen noch tief verankert ist. Deutsch = Nazi. Der Großteil sieht es zwar anders aber gerade solche Leute sind die die am lautesten schreien. Bzw habe ich auch schon von einigen Gehört die im Urlaub waren und sich komische Dinge haben anhören müssen. Jedem sollte klar sein was ich damit meine.
Deswegen sollte man sehr sensibel mit diesem Thema umgehen. Besondern dann, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Ob es nun als Witz/Satire oder sonst wie gemeint ist. Außerdem muss man sich nur mal umschauen. Wie kann es sein, dass die NPD entsprechend viele Stimmen bekommt. Protest wählen? Dafür gibt es die Biertrinker Partei oder so was...
Delete - Do 31.01.08 12:15
Titel: Re: [OT] Gefeuert wegen Nazisprüchen 2008. Noch zeitgemäß?
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
Kann ich einem Anrufer, der sich über den morgigen Arbeitstag beschwert, 'Ey komm schon, Arbeit macht frei' antworten? |
NEIN!!!
"Arbeit macht frei" über dem Eingang des Konzentrationslagers Dachau und später bei anderen KZ verhöhnte die Opfer der Nazi-Verbrecher.
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
Darf ich aus Spass den 'Hitlergruß' verwenden? |
NEIN!!!
Die Opfer der Nazi-Verbrecher mussten nackt und bei Eiseskälte zum täglichen Appell "Hitler grüßen".
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
Darf ich 2008, also 75Jahre nach der Machergreifung durch die Nazis und 63 Jahre nach Kriegsende irgendwelche belanglosen Sprüche oder Wörter verwenden, die auch die Nazis benutzt haben?
Also? Wie seht ihr das?
Dürfen wir Witze mit und über die alten Nazis machen und deren Sprüche verwenden? Hat es sich nicht bald mal ausgenazi'et :shock: ? |
Was hat es damit zu tun, dass über 60 Jahre vergangen sind?
Wer SO argumentiert, hat absolut NICHTS begriffen!
elundril - Do 31.01.08 14:22
Möcht ich auch mal meinen Senf dazugeben:
Zu der aussage das Tomekk Pole ist: Ich glaub zwar auch nicht das er rechts ist aber Pole sein hat damit nichts zu tun. Ich seh öfters Neonazis die türkischer Abstammung sind. Gerade Polen hat eine sehr große rechtsradikale Szene, soweit ich weiß.
Zu dem ob man das darf oder nicht:
Mit Freunden ist es was anderes als in der Öffentlichkeit. In der Öffentlichkeit kann man das falsch verstehen wenn man einen nicht kennt. Prinzipiell finde ich gehört es sich jedoch nicht. Unter den Nazis ist unvorstellbares den Menschen angetan worden nur weil diese nicht den vorstellungen anderer entsprochen haben oder privilegierter waren. Man darf nicht unachtsam damit umgehen. Anstatt "Arbeit macht frei" zu sagen kann ich ja auch "Heul doch, Emo." sagen. Kommt aufs gleiche hinaus und betrifft eine Gruppe denen nie wirklich was angetan wurde. (Außer das sie vielleicht die ganze Zeit verarscht werden)
Dazu fällt mir noch ein Spruch ein: "Gewalt beginnt bei der Sprache." Warum sollte es nicht auch so bei Ausländerfeindlichkeit/Rechtsradikalismus so sein?? Wenn man tagein tagaus mit soetwas konfrontiert wird bzw es selbst benutzt stumpft man ab. Man ist nicht mehr in der Lage abzuschätzen ob das zu weit geht.
Aber prinzipiell Witze sind ok meiner meinung nach, denn das ist auch eine form der aufarbeitung. Die Sprüche, Gesten oder vielleicht sogar handlungen nachmachen geht auf jeden Fall zu weit. Ausgenazi'et hat sichs (hoffentlich) nie. Man sollte immer mit respekt auf diese Zeit zurücksehen und als abschreckendes Beispiel sehen. Man sollte aus seinen Fehlern lernen und bei etwaigen anzeichen rechtzeitig reagieren.
lg elundril
Calculon - Do 31.01.08 14:27
| elundril hat folgendes geschrieben: |
| Ich seh öfters Neonazis die türkischer Abstammung sind. |
Neonazis ist in diesem Zusammenhang der falsche Begriff. Was du meinst sind Ultranationale.
elundril - Do 31.01.08 14:32
Calculon hat folgendes geschrieben: |
| elundril hat folgendes geschrieben: | | Ich seh öfters Neonazis die türkischer Abstammung sind. |
Neonazis ist in diesem Zusammenhang der falsche Begriff. Was du meinst sind Ultranationale. |
kann auch sein. Jedenfalls welche aus dem rechen lager.
Zu meinem vorherigen Post: Wítze ÜBER Nazis sind ok, Witze von Nazis (also meist antisemitische Witze) sind hingegen meiner meinung nach einfach nur zum kotzen.
lg elundril
zuma - Do 31.01.08 15:19
Boah ... bei aller liebe kann ich mich zu einigem hier nicht zurückhalten ....
| Zitat: |
| Den hätte man nicht nur aus der Sendung werfen sollen, sondern teeren und federn und dann ab nach Polen wo sie nichts mit dem Gedankengut der Nazis zu schaffen haben. |
klingt für mich so:
"Was, der ist/denkt/handelt anders als wir 'normalen' ?? Nix wie weg damit, sowas kann nicht sein, das stört das 'normale' Weltbild ...."
Lediglich in der Konsequenz (Abschiebung statt KZ-tod) sehe ich da einen Unterschied zur Verhaltensweise der Nazi's ...
Genauso wie man Gewalt nicht mit Gewalt bekämpfen kann, kann man solches Verhalten nicht mit selbigem bekämpfen.
zu Aussagen und Sprüchen der Nazi's:
Heil Hitler gilt als beleidigend/verherrlichend, setz man aber ein: 'Nein, heil du ihn' dahinter, ergibt das schon wieder einen ganz anderen Sinn. Liegt also immer im 'Ohr des Hörers', wie er das verstehen will.
Die ganze Diskussion in D, was man sagen darf und was nicht, geht eh am Thema 'Aufarbeitung' vorbei.Imho ist nicht das Wort entscheidend, sonder das, was mit dem Wort gemeint ist! Sagt einer 'Hitler hat Autobahnen gebaut und das war gut', so stimmt das in Bezug auf die Entwicklung Deutschlands, demjenigen werden dann aber immer sofort Sympathien für Nazi's unterstellt. Diese scheinheilige Art, von sachlicher Diskussion auf emotionale/polemische umzuschalten, ist imho genauso schlimm wie das verherrlichen der Nazi's. Die Morde der Nazi's waren böse, ganz klar! Aber gilt das immer und für alles, was die Nazi's gemacht haben ? Umgekehrt: Ist immer alles gut und richtig, was der Papst sagt und tut ?? Hat ein Mörder nie geliebt oder nie was gutes getan ?? Kurzum: das übel liegt doch immer in der undifferenzierten Betrachtung. Wie immer gibt es nichts auf der Welt, was ausschliesslich gut oder schlecht ist, aber der Mensch in seiner Unzulänglichkeit kann das nicht akzeptieren und pauschalisiert daher sowas. Und pauschaliertes eignet sich prima für Parolen, Hetze und dergleichen .... das muster ist doch immer das gleiche ... ich hör lieber auf, bei dem Thema fällt's mir immer schwer, die Menschheit noch zu lieben ...
Das einzige, was hilft ist Toleranz und Respekt vor anderen Lebewesen. Dort muss man ansetzen, wenn man die Welt verbessern will.
nur mein Senf ...
Moderiert von
Christian S.: Quote-Tags gesetzt
alzaimar - Do 31.01.08 21:22
Titel: Re: [OT] Gefeuert wegen Nazisprüchen 2008. Noch zeitgemäß?
hathor hat folgendes geschrieben: |
| Was hat es damit zu tun, dass über 60 Jahre vergangen sind? Wer SO argumentiert, hat absolut NICHTS begriffen! |
Das ist das, was ich meinte. Das kann ich nicht mehr hören.
Doch hathor, ich habe begriffen. Aber nach 65 Jahren darf doch mal Schluss sein. Wir machen uns doch auch mittlerweile über Dinge aus dem alten Rom (Asterix in Rom, Zirkus, Löwen etc.) lustig.
Ich rede ja nicht davon, wenn jemand wirklich persönlich davon betroffen ist, aus privaten Gründen. Aber ich bin es nicht. Meine Familie hat zwar Hab und Gut, Leben und Verwandte im WK II verloren, aber für mich ist die Sache erledigt. Wenn jemand die Hand hebt, oder sonstwas macht, ist er entweder dumm oder lustig, es kommt auf die Situation an. Aber mich persönlich trifft er nicht. Wäre ich jüdischen Glaubens und jemand würde mir mit blöden Sprüchen oder J-Witzen kommen, sähe es eventuell anders aus. Aber eben auch nicht anders als Türken-, Blondinen- oder Ostfriesenwitzen. Allerdings kenne ich auch Nigerianer, die dich nur unverständlich anschauen (oder herzhaft mitlachen), wenn Du denen mit einem derben 'Negerwitz' daherkommst. Einem meiner besten Freunde tränen jedesmal die Augen, wenn ich diesbezüglich loslege. Es kommt also auch immer darauf an, wer man ist und wo man großgeworden ist. Man muss sich ja nicht jeden Schuh anziehen. Aber ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen, ob sich jemand verletzt fühlt, oder nicht.
Ich stelle Dir die Frage: Wo ist der wirkliche Unterschied zwischen Witzen über den "Circus Maximus" und Witzen über KZ? Keiner. Entweder sind wir geschmacklos und machen uns über das Leid anderer Menschen lustig, oder eben nicht. Klar, das KZ-Witze auch wegen der relativen zeitlichen Nähe etwas delikater sind, aber im Prinzip witzeln wir über Menschenquälerei.
Was mir auch vorhin aufgefallen ist: Jemand hebt zum Spaß den rechten Arm und muss sich wegen angeblicher Fremdenfeindlichkeit rechtfertigen. Er muss sich nicht rechtfertigen, 'deutsches Gedankengut' in seinem Hirn zu haben, oder die alten Grenzen zu fordern. Das scheint hinnehmbar zu sein. Nur das er angeblich 'was gegen Ausländer' hat, das geht nicht. Oh Oh.
zuma hat folgendes geschrieben: |
| ...Das einzige, was hilft ist Toleranz und Respekt vor anderen Lebewesen. Dort muss man ansetzen, wenn man die Welt verbessern will. |
:zustimm: Du hast die Doppeldeutigkeit und den Ganzen Irrsinn dieser Art gut erklärt. Vor allen Dingen den Pabst und seine friedliche Kirche.
elundril hat folgendes geschrieben: |
| Ausgenazi'et hat sichs (hoffentlich) nie. Man sollte immer mit respekt auf diese Zeit zurücksehen und als abschreckendes Beispiel sehen. Man sollte aus seinen Fehlern lernen und bei etwaigen anzeichen rechtzeitig reagieren. |
Stimmt. Aufpassen müssen wir immer. Aber ob's reicht, die Nazi-Wörter zu verbieten? Schau Dir den Koch an. Mit seiner ekeleregenden Kampagne. Keine Nazi-Wörter, aber die gleiche Gesinnung. GEGEN Ausländer, und Angst mit "ausländische" Namen schüren! Da müssen wir gegen ankämpfen und nicht gegen die Verwendung von bestimmten Wörtern.
Mir ist hier wichtig, das die weitaus meisten eine sehr kritische Meinung zu meiner etwas polemischen Forderung haben, doch langsam mal mit dem Mumpitz aufzuhören aber die Heuchelei nicht mitmachen.
Ich hoffe, das sich jeder von uns für den Rest seines Lebens die Worte von zuma und elundril zu Herzen nimmt und trotzdem schmunzelnd durchs Leben geht.
Christian S. - Do 31.01.08 23:44
Ich muss sagen, dass ich da selber geteilter Meinung bin.
Fangen wir bei etwas an, was mich schon lange wundert: Es steht unter Strafe, den Holocaust zu leugnen. Das verstehe ich nicht. Entweder man hat gute Argumente (und die gibt es definitiv!) die zweifelsfrei beweisen, dass es den Holocaust gegeben hat, oder man hat diese nicht. Im ersten Fall braucht man es nicht unter Strafe zu stellen, weil man mit wenigen Sätzen einen Holocaust-Leugner als den Deppen entlarven kann der er ist, oder aber es wäre legitim, den Holocaust zu leugnen (was glücklichweise nicht so ist!). Im Gegenteil ist es doch kontraproduktiv, die Leugnung des Holocaust unter Strafe zu stellen, das sieht doch danach aus, dass man nicht genug Argument / Nachweise hat, damit das reicht.
Nun kommen wir zum Umgang von Leuten, die ihre Wurzeln im Ausland haben. In meine Bekanntenkreis gibt's einen Marokkaner und zwei Polen, mit denen ich relativ viel Zeit verbringe. Die sind total unverkrampft. Wir wollten letztens am Flughafen fotografieren, als einer der Polen meinte, am Flughafen hing ein Schild "Wir müssen draußen bleiben wegen Terror-Gefahr", welches Marokkaner zeige. Da war nix bei, "unser" Marokkaner hat mitgelacht. Im Landschaftspark Duisburg ging einer der Polen zu einem Fahrrad, um zu gucken, ob's angeschlossen ist. Auch kein Problem.
Dem gemein ist, dass es unter Leuten geschah, die sich kannten. Jeder wusste, wie das gemeint ist. Und es wusste jeder, wer zusieht. Man wusste also, dass niemand einen falschen Eindruck von einem selbst bekam und man wusste, dass niemand den Eindruck bekam, so etwas wäre "im Ernst" in Ordnung.
Beides gilt im Fernsehen nicht. Man hat ein Publikum, welches nicht nur einen falschen Eindruck von (in diesem Fall) Tomekk erhält, man hat auch ein Publikum, welches eventuell den Eindruck gewinnt, dass so etwas "im Ernst" in Ordnung wäre. Daher verbietet sich so etwas meiner Meinung nach dann, wenn man nicht unter Leuten ist, die einen gut genug kennen.
Nun zu dem Punkt, weshalb ich den ersten Absatz zum Holocaust geschrieben habe: Ich glaube schon, dass wir Deutschen ein etwas gestörtes Verhältnis zu unserer Vergangenheit haben. Wie eine Person, die ein schreckliches Trauma erlitten hat und nicht damit klar kommt. Aber wir verdrängen es nicht (was IMHO noch schlimmer wäre), wir über-thematisieren es. Wir neigen dazu, in jeden Satz und sogar jedes Wort eine Verbindung zu den Nazis hineinzuinterpretieren, selbst wenn diese nur schwerlich herzustellen ist.
Es ist daher meiner Meinung nach sehr schwer, zu entscheiden, was noch erlaubt (im Sinne von gesellschaftlich akzeptiert) ist und was nicht. Vor der WM2006 wurde man ja schon schräg angeguckt, wenn man eine Deutschland-Fahne besaß. Vor wenigen Jahren gab es tatsächlich eine politische Diskussion darüber, ob man stolz auf Deutschland sein dürfe. Ein wenig mehr Gelassenheit in diesen Dingen täte uns sicherlich gut.
Trotzdem glaube ich, dass Tomekk aus oben genannten Gründen falsch gehandelt hat. (Was zu meiner oben erwähnten, geteilten Meinung führt.) Man muss sich der Wirkung seiner Worte klar sein, wenn man sie vor Leuten spricht, die man nicht gut genug kennt. Sie könnten einen falschen Eindruck von einem selbst erzeugen, aber auch einen falschen Eindruck davon, was in Ordnung ist.
F34r0fTh3D4rk - Do 31.01.08 23:52
Christian S. hat folgendes geschrieben: |
| Es ist daher meiner Meinung nach sehr schwer, zu entscheiden, was noch erlaubt (im Sinne von gesellschaftlich akzeptiert) ist und was nicht. Vor der WM2006 wurde man ja schon schräg angeguckt, wenn man eine Deutschland-Fahne besaß. Vor wenigen Jahren gab es tatsächlich eine politische Diskussion darüber, ob man stolz auf Deutschland sein dürfe. Ein wenig mehr Gelassenheit in diesen Dingen täte uns sicherlich gut. |
Man werfe nur einen Blick nach Amerika und schaut dann wieder auf Deutschland. Stolz sind wir nicht wirklich auf unser Land, zu groß ist noch die Scham über Vergangenes. Aber wir sollten uns nicht die Schuld geben an dem was passiert ist. Wir haben nur dafür Sorge zu tragen, dass sowas nicht noch einmal passiert, schon gar nicht in Deutschland. Allerdings wäre es doch förderlich, wenn in Deutschland mal wieder ein wenig Vaterlandsliebe (
Auch ein Wort, welches sicherlich für den Durschnitts-Deutschen mit der Zeit des Nationalsozialismus in Verbindung gebracht wird.) eintreten würde. (
Welcher Deutsche legt schon seine Hand auf die Brust, wenn die Nationalhymne erklingt.)
mfg
Hidden - Fr 01.02.08 00:15
Hi,
Meiner Meinung nach der springende Punkt:
Wer etwas in dieser Richtung macht legalisiert dieses Verhalten gesellschaftlich auch seitens der Nazis etwas weiter, die Akzeptanzschwelle sollte, denke ich, kein Diskussionsthema sein.
Es ist 60 Jahre her, okay, aber haben die Nazis nicht immernoch(wieder) Zulauf???
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
Kann ich einem Anrufer, der sich über den morgigen Arbeitstag beschwert, 'Ey komm schon, Arbeit macht frei' antworten? |
Auch, wenn du wahrscheinlich provozieren wolltest:
Das finde ich zynisch!
Ich hoffe ich bin nicht zu sehr in die politische Einstellung rein, die politische Aussage sollte aber dennoch einfliessen.
mfG,
Daniel
hansa - Fr 01.02.08 01:31
Ihr verzettelt euch und seht das zu engstirnig. Der Ton macht die Musik. Aber es gilt auch, dass man über Schlimmes keine Witze macht. Die Grenze zu ziehen ist aber schon schwierig. Die Nazi-Zeit begann tatsächlich vor 75 Jahren, also 1933. Jeder, der hier schreibt, kann somit wohl nicht dafür zur Verantwortung gezogen werden. Sollte tatsächlich ein Ausländer auftauchen, der mich als Nazi beschimpft, so werde ich den zur Rede stellen. Gefallen lasse ich mir das ohne weiteres nicht.
jasocul - Fr 01.02.08 09:10
Christian S. hat folgendes geschrieben: |
| Fangen wir bei etwas an, was mich schon lange wundert: Es steht unter Strafe, den Holocaust zu leugnen. Das verstehe ich nicht. Entweder man hat gute Argumente (und die gibt es definitiv!) die zweifelsfrei beweisen, dass es den Holocaust gegeben hat, oder man hat diese nicht. Im ersten Fall braucht man es nicht unter Strafe zu stellen, weil man mit wenigen Sätzen einen Holocaust-Leugner als den Deppen entlarven kann der er ist, oder aber es wäre legitim, den Holocaust zu leugnen (was glücklichweise nicht so ist!). Im Gegenteil ist es doch kontraproduktiv, die Leugnung des Holocaust unter Strafe zu stellen, das sieht doch danach aus, dass man nicht genug Argument / Nachweise hat, damit das reicht. |
Dieses Verbot hat einen guten Grund.
Um es kurz zu machen:
Um Leute von rechtem Gedankengut zu überzeugen, werden diese zu "Veranstaltungen" eingeladen. Dort wird "nachgewiesen", dass die Regierung lügt und der Holocaust nicht statt gefunden hat. Alle Beweise für den Holocaust sind nicht echt und von der Regierung erfunden.
Leider lassen sich diese Leute durchaus überzeugen, dass das wirklich so ist. Es findet nämlich keine Diskussion statt, sondern nur "überzeugende Reden".
ene - Fr 01.02.08 09:29
@Christian Die Logik geht mir nicht auf. Wenn jemand die Verbrechen leugnet, will er doch Tatsachen verdrehen und damit Leute aufwiegeln oder überzeugen. Warum sollte man also Unrecht nicht unter Strafe stellen. Und weil das Unrecht eben so groß ist, ist die Strafe doch noch eher berechtigt. Wir haben ja keine Indianer umgebracht nur umgesiedelt, ist genauso eine Lüge, aber der Gewinner schreibt die Geschichte. Und bevor ich weiter abschweife nur noch eins:
Ich finds ok die Leute rauszuschmeissen, wenn man damit Spass machen will, dann in einer Runde in jeder es auch als Spass auffasst. Und jeder hat schon mal Witze über etwas schlimmes gemacht oder sich am Schaden anderer erfreut. Wer nicht, der solle den 1. Stein werfen...ich geh schon mal einen suchen, aber da kann ich mir wohl ewig Zeit bei lassen.
alzaimar - Fr 01.02.08 09:32
Hidden hat folgendes geschrieben: |
Es ist 60 Jahre her, okay, aber haben die Nazis nicht immernoch(wieder) Zulauf???
|
Die kommen und gehen. Ich plädiere dafür, die extremen politischen Tendenzen durch unsere gesunde, starke und wehrhafte Demokratie aussitzen zu lassen.
Wenn wir Neonazis verbieten, deren Gedankengut (Danke Christian S.) verbieten, dann ist das eine Form von Gewalt. Gewalt an eigenen Gedanken. Auch wenn es uns nicht schmeckt: JEDER muss das Recht haben, krank im Hirn zu sein. Wir dürfen eigentlich solche Leute nicht einsperren, verbieten oder verbannen. Denn das verstößt gegen das Grundgesetz.
Die Grenze ist -unabhängig von der politischen Richtung- die Verletzung Anderer. Punkt. Da gibt es Nichts zu diskutieren. Wenn sich heute noch Menschen wirklich (und nicht aus Political-Correctnes-Heuchelei) persönlich betroffen fühlen, wenn man den rechten Arm hebt, dann soll man es gefälligst lassen, da es Beleidigend und Geschmacklos ist.
Geschmacklos ist es aber auch, Blondinenwitze zu machen. Ist jemals jemand gefeuert worden, weil er sich auf Kosten hellhariger Frauen einen geschmacklosen Witz geleistet hat?
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
Kann ich einem Anrufer, der sich über den morgigen Arbeitstag beschwert, 'Ey komm schon, Arbeit macht frei' antworten? |
Auch, wenn du wahrscheinlich provozieren wolltest:
Das finde ich zynisch![/quote]
Das ist nicht von mir, sondern von Juliane Ziegler in der Sendung "Night Loft" auf Pro7 so gefallen. Das, Tomekk, Hermann und dieser blöde Kardinal waren für mich Anlaß dieser erstaunlich sachlichen Diskussion.
Man muss einfach aufpassen und so weit, das man über diese Sprüche, Wortwahlen etc. nur müde lächeln kann, sind wir noch nicht.
jasocul hat folgendes geschrieben: |
Dieses Verbot hat einen guten Grund.
Um es kurz zu machen:...Um Leute von rechtem Gedankengut zu überzeugen, werden diese zu "Veranstaltungen" eingeladen. Dort wird "nachgewiesen", dass die Regierung lügt und der Holocaust nicht statt gefunden hat. Alle Beweise für den Holocaust sind nicht echt und von der Regierung erfunden. |
Dann müssen Kaffeefahrten auch verboten werden. Dort wird alten Menschen das wenige Geld aus der Tasche gezogen. Kritiker werden teilweise rabiat nach draußen befördert. Auf Wahlkampfveranstaltungen will man nicht diskutieren, sondern nur hören, wie toll der Kandidat und die eigene Partei ist. Kritische Frager werden unter Gegröle und Buh-Rufen des Saales verwiesen. Und das bei unseren Regierungsparteien.
Merkst Du die Doppelmoral in der Nazi-Frage?
Selbstverständlich müssen wir wachsam sein! Selbstverständlich müssen wir gewaltbereite Extremisten, egal welcher Couleur, schon im Ansatz intellektuell bekämpfen. Das tut Deutschland, und darauf bin ich echt stolz (Auch so ein von den Nazis besetztes Feld).
Leider schielen wir so sehr auf das rechte Lager, das wir die Mitte übersehen.
Hier lauert eine echte Gefahr. Wie ich oben schon erwähnte, hat mich Koch's Wahlkampfpolemik schon sehr an Hetzerei erinnert. Wer mit den Nachnamen seiner politischen Gegner Wahlkampf betreibt, der gehört verboten, und nicht irrsinnige Meinungen. Wer seine Mitbürger per se zu potentiellen Tätern abstempelt, um sie überwachen zu können, ist mit Mielke gleichzusetzen und hat in der Regierung einfach nix zu suchen.
Verbote und Strafen bewirken doch nicht, das sich Unverbesserliche davon abhalten lassen, zu provozieren. So wie Kinder das 'Verbotene' lieben und es gerade deshalb ausprobieren UM zu provozieren, lassen sich auch Frustrierte von den Verschwörungstheorien bezüglich des Holocausts verleiten, UM es dem Staat mal so richtig zu zeigen. Wie hoch ist denn der Protestwähleranteil für die NPD in den neuen Bundesländern? Wie viele sind überzeugt?
zuma - Fr 01.02.08 09:36
hansa hat folgendes geschrieben: |
| Die Nazi-Zeit begann tatsächlich vor 75 Jahren, also 1933. |
Das ist so nicht ganz richtig. 1933 waren die Nazi's soweit, das sie die Macht übernehmen konnten, die Anfänge sind aber schon deutlich früher zu finden. Auch schon Jahre vor der Machtergreifung sind Parolen brüllende Nazi-Gruppen in Uniform durch Deutsche Städte gezogen und haben so für Akzeptanz gesorgt (was damals leichter war, die Zeiten damals waren eben nicht so wie heute, sondern wesentlich rauher ..)
ene - Fr 01.02.08 09:59
Wenn man sich mal intensiver mit der Machtergreifung beschäftigt, dann begann die schon vorm 1. Weltkrieg. Und '33 hatte die NSDAP zwar einen großen Einfluss, allerdings kam es nur zur Machtübernahme, weil die großen Politiker den kleinen Kläffer (Adolf Nazi) unterschätzt haben. Man wollte ihn an die Leine legen und für seine eigenen Pläne mißbrauchen. Die politische Situation war zerspalten und keine der großen Parteien hätte einen Sieg erringen können, also hat man sich den Rechtsruck zunutze gemacht und musste dann mit den Folgen leben.
Da bei uns das rechte Gedankengut verpönt ist, wird man schon schief angeschaut, wenn man sich mit seiner eigenen Geschichte beschäftigt. Da hats die ehemalige DDR einfacher, jeder weiß, dass Mielke und Krenz Vollhonks waren und Honni nur eine Marionette.
Wenn ich hier sage, dass ich mit eingen Zielen der NPD konform gehe, bin ich dann ein Nazi? Meine persönliche Gesinnung würde ich als Mitte/Links bezeichnen. Mir würde auch nicht die Idee kommen, das Kreuz bei der NPD zu machen, denn die haben von Politik keine Ahnung und die Umsetzung der ach so tollen Ziele, wird in keinster Weise beschrieben. Denn es sind nur leere Worte, was sie dann ungefähr auf ein und die selbe Stufe stellt, wie fast alle Parteien.
So und jetzt bin ich abgedriftet. Mea maxima culpa
Delete - Fr 01.02.08 10:15
zuma hat folgendes geschrieben: |
| Das ist so nicht ganz richtig. 1933 waren die Nazis soweit, das sie die Macht übernehmen konnten, die Anfänge sind aber schon deutlich früher zu finden. |
Das Ergebnis des 1.Weltkrieges legte die Saat für den deutschen Nationalsozialismus und den 2.Weltkrieg!
http://de.wikipedia.org/wiki/Pariser_Friedenskonferenz_1919
Zitat:
Durch den von vielen Deutschen als besonders ungerecht betrachteten Artikel 231 des Vertrages wurde dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten die alleinige Schuld am Krieg unterstellt, wodurch die Alliierten die Zahlung von Reparationen begründeten. Anfangs wurden Reparationen in Höhe von 269 Milliarden Goldmark festgelegt, welche in
42 Jahresraten ausgezahlt werden sollten, die Forderungen und Regelungen zu den Reparationszahlungen änderten sich mehrfach (siehe: Deutsche Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg). Zudem musste das Deutsche Reich zahlreiche Sachlieferungen leisten. Die Bestimmungen des Versailler Vertrags reichten nicht aus, um die Großmachtstellung
Deutschlands dauerhaft zu beseitigen. Trotzdem waren sie hart genug, um das Verhältnis Deutschlands zu den Alliierten schwer zu belasten. Der in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft als aufdiktierter Frieden eingestufte Versailler Vertrag verhalf nationalistischen Kreisen im Reich zu einem starken Zulauf.
...
Der französische Marschall Foch kommentierte den Versailler Vertrag mit den Worten:
„Das ist kein Frieden. Das ist ein zwanzigjähriger Waffenstillstand.“ (WIE RECHT ER HATTE!!! (Hathor))
Der Vertrag wurde von den USA nicht unterzeichnet. Sie schlossen am 25. August 1921 mit dem Berliner Vertrag 1921 einen Sonderfrieden mit dem Deutschen Reich, der einige er härtesten Bestimmungen ausklammerte.
China wollte, dass die deutschen Kolonien in Shandong an China zurückgegeben würden.
Mit dem Vertrag wurden die deutschen Kolonien in Shandong jedoch an Japan abgetreten.
Die Entscheidungen der Friedenskonferenz von Paris erzeugten eine große Unzufriedenheit und Enttäuschung unter den Chinesen und verursachten starke nationalistische und anti-japanische Gefühle. Dies führte zur Bewegung des 4. Mai im Jahr 1919. Daraufhin weigerten sich die chinesischen Delegierten, den Friedensvertrag
zu unterschreiben, weil er die Wünsche Chinas nicht berücksichtigte.
Zitat-Ende.
Bereits 1920 wurde das Hakenkreuz zum Symbol der Nationalsozialisten.
Die Folgen des Versailler Vertrags kennen wir nun alle:
55 Millionen Menschen haben ihr Leben verloren.
Der größte Völkermord in der Geschichte der Menschheit fand erst vor wenigen Jahren statt...
jasocul - Fr 01.02.08 10:51
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
| Geschmacklos ist es aber auch, Blondinenwitze zu machen. Ist jemals jemand gefeuert worden, weil er sich auf Kosten hellhariger Frauen einen geschmacklosen Witz geleistet hat? |
Es soll schon zu Abmahnungen gekommen sein.
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
jasocul hat folgendes geschrieben: | Dieses Verbot hat einen guten Grund.
Um es kurz zu machen:...Um Leute von rechtem Gedankengut zu überzeugen, werden diese zu "Veranstaltungen" eingeladen. Dort wird "nachgewiesen", dass die Regierung lügt und der Holocaust nicht statt gefunden hat. Alle Beweise für den Holocaust sind nicht echt und von der Regierung erfunden. |
Dann müssen Kaffeefahrten auch verboten werden. Dort wird alten Menschen das wenige Geld aus der Tasche gezogen. Kritiker werden teilweise rabiat nach draußen befördert. Auf Wahlkampfveranstaltungen will man nicht diskutieren, sondern nur hören, wie toll der Kandidat und die eigene Partei ist. Kritische Frager werden unter Gegröle und Buh-Rufen des Saales verwiesen. Und das bei unseren Regierungsparteien.
Merkst Du die Doppelmoral in der Nazi-Frage? |
Nein, weil ich dir jetzt einfach mal Unkenntnis unterstelle.
Kaffee-Fahrten in dem von dir genannten Stil sind verboten, soweit ich informiert bin. Aber das müssen wir jetzt nicht diskutieren und führt auch vom Thema weg.
Die von mir angesprochenen Veranstaltungen der rechten Szene, sind keine Wahlkampf-Veranstaltungen, sondern eher Rekrutierungs-Veranstaltungen. Würde dort ein Kritiker auftauchen, kann der froh sein, wenn er nicht im Krankenhaus (oder schlimmeres) landet. Die Leute, die da sind, werden genau ausgesucht, damit die Beeinflussung wirklich effektiv sind. Das sind keine öffentlichen (Wahl-)Veranstaltungen.
Du vergleichst also Äpfel mit Birnen.
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
| Selbstverständlich müssen wir wachsam sein! Selbstverständlich müssen wir gewaltbereite Extremisten, egal welcher Couleur, schon im Ansatz intellektuell bekämpfen. Das tut Deutschland, und darauf bin ich echt stolz (Auch so ein von den Nazis besetztes Feld). |
Full Ack.
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
Leider schielen wir so sehr auf das rechte Lager, das wir die Mitte übersehen.
Hier lauert eine echte Gefahr. Wie ich oben schon erwähnte, hat mich Koch's Wahlkampfpolemik schon sehr an Hetzerei erinnert. |
Och da gibt es noch mehr interessante Leute, die unsere Demokratie und den Rechtsstaat demontieren wollen. Die sitzen alle in etablierten Parteien und werden auch noch von ganz oben unterstützt. Übrigens hat Frau Merkel heute erst noch ausdrücklich betont, dass sie den Wahlkampf von Herrn Koch für völlig korrekt hält und dahinter steht.
Gausi - Fr 01.02.08 11:12
Zu Christians Logik und seinem Unverständnis, warum die Leugnung des Holocaust verboten ist: Größtenteils Zustimmung! (Bitte den Rest weiterlesen!)
Es ist sicherlich absolut geschmacklos und krank, diese Dinge zu leugnen. Aber wenn einer meint, er müsse sich selbst als Idioten hinstellen, dann soll er das meinetwegen gerne tun. Ich bin voll dafür, dass man Leute, die solche Äußerungen tätigen, ohne weiteres feuern kann.
Wenn sowas im Rahmen von "Rekrutierungsveranstaltungen" der rechten Parteien passiert, kann man das immer noch wegen Volksverhetzung oder Bildung verfassungfeindlicher Organisationen verbieten.
Schwieriges Feld, aber wenn einer in der Fußgängerzone Handzettel verteilt, wo er "beweist" dass der Holocaust nicht stattgefunden hat, dann ist das imho genauso idiotisch wie wenn eine Freikirche Handzettel verteilt und behauptet, dass der Papst Satan sei, weil auf seiner Mütze angeblich "Vicarius Filii Dei" steht ("Stellvertreter des Sohnes Gottes") und die lateinischen Zahlen (I, U=V, L, C, D) addiert 666 ergeben. Warum ist das eine verboten, und das andere durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt? In anderen Ländern kann man das afaik auch ungestraft tun, dafür darf man da keine Bilder von dem Propheten malen. Aber da sind wir dann ja in einer Vorreiterrolle und fordern, dass man da seine Meinung frei äußern darf. Das ist eine Doppelmoral, die ich bedenklich finde.
Zum Thema, ob das feuern in dieser Zeit gerechtfertigt ist: Ja. Leute die im TV auftreten und eine gewisse Vorbildfunktion übernehmen, haben sich in solchen Dingen zurückzuhalten. Wer das nicht kann, ist für den Job ungeeignet und gehört gefeuert.
alzaimar - Fr 01.02.08 11:31
jasocul hat folgendes geschrieben: |
| Es soll schon zu Abmahnungen gekommen sein. |
Kein Moderator, kein Dschungeldeppkandidat, keine verstörte Exmoderatorin ist jemals deshalb aus den Medien verbannt worden. Und es existiert doch ein klitzekleiner Unterschied zwischen einer Abmahnung wegen eines Blondinenwitzes und den Konsequenzen wegen einer im Suff erhobenen Hand.
jasocul hat folgendes geschrieben: |
| Nein, weil ich dir jetzt einfach mal Unkenntnis unterstelle. |
Ich liebe Unterstellungen. :roll: Vor allen von Moderatoren :wink:
jasocul hat folgendes geschrieben: |
| Du vergleichst also Äpfel mit Birnen. |
Nein, tue ich nicht. Es sind alles Veranstaltungen, bei denen kritische Fragen oder abweichende Meinungen unerwünscht sind und entsprechende Fragesteller des Raumes verwiesen werden. Ich vergleiche also braune mit roten Äpfeln. Ob im braunen Apfel der Wurm drin ist, oder der Rote mir Magenschmerzen verursacht, ist bezüglich der dort stattfindenden Agitation und Umgang mit Kritikern irrelevant. Ich kann bei einer Nazi-Veranstaltung genauso eins auffe Fresse bekommen, wie bei der CSU in Niederbayern oder einer 'Kaffeefahrt'. Das ist alles schon vorgekommen. Geh doch mal auf eine (kleineren) CDU/CSU/SPD-Wahlkampfveranstaltung in der heißen Phase und stelle unbequeme Fragen.
Das ein qualitativer Unterschied zwischen einer Holocaustleugnerei und einer "Kaffeefahrt" oder Parteiveranstaltung besteht, sollte auch der größte Depp sehen, insofern muss man das nicht betonen. Übrigens werden die von mir angesprochenen Kaffeefahrten als "Gewonnene Reise mit Sachpreisen" propagiert und sind bedauerlicherweise (noch) legal.
Und -ja- natürlich ist es bei der NPD die Regel und bei einer CDUSPDFDP-Veranstaltung nicht so drastisch. Aber Frau Pauli wird sich noch erinnern, wie herzlich sie willkommen geheißen wurde. Mit Spruchbändern "Hau ab!" etc...
Gausi: ACK
jasocul - Fr 01.02.08 12:34
Blondinenwitze:
Bei Promis ist mir eine Abmahnung/Entlassung dazu auch nicht bekannt.
Unkenntnis:
Du machst zumindest den Eindruck, was diese speziellen Veranstaltungen betrifft. Ich habe mich mit dem Thema vor ein paar Jahren (3-4) schon auseinander gesetzt. Was nicht heißen muss, dass ich deswegen wirklich viel mehr weiß. :wink:
Äpfel und Birnen:
Ich versicher dir, dass das durchaus ein erheblicher Unterschied ist. In einem Fall grenzt es an Gehirnwäsche und im anderen Fall "bloß" Verhinderung von Kritik. Eine Verfolgbarkeit dieser Methoden ist nur kaum möglich, da es in der Regel keine "Kläger" gibt. Aber auch das ist wieder ein anderes Thema. Die Leugnung des Holocaust ist eine Form der Volksverhetzung (IANAL). Deswegen ist es wohl verboten. Wäre es nicht verboten, hätte man diesen Straftatbestand nicht (auch hier: IANAL).
Um auf das Beispiel von Frau Pauli einzugehen: Auch das hätte geahndet werden müssen. Gerade weil es öffentlich passiert ist. Aber da gibt es so merkwürdige Dinge, wie Pressefreiheit und Immunität. Dagegen anzugehen, ist schon richtig aufwändig.
Unterschiede, die jeder Depp sehen können sollte:
Wenn es so wäre, dann hätten wir die Diskussion wohl nicht.
Doppelmoral (Gausi):
Die erkenne ich auch. Besonders bei führenden Politikern.
Deine Beispiele zeigen ein wesentliches Problem auf. Die Leute, die mit Verstand gesegnet sind, können sehr wohl Blödsinn von richtigen Aussagen unterscheiden. Bei allen, die sich bisher an dieser Diskussion beteiligt haben, scheint das auch der Fall zu sein. Meine Kinder bezweifeln das bei mir zwar gelegentlich, aber damit kann ich leben. :wink: Aber was bewirkt das? Wir können uns einfach nicht vorstellen, dass andere Menschen auf so einen Quatsch hereinfallen. Selbst intelligente Leute, können dafür empfänglich sein. Dafür ist nicht viel erforderlich. Man könnte ohne weiteres nachweisen, dass die Jugendkriminalität überwiegend bei Menschen mit Migrationshintergrund vorherrscht (Statistik hilft und ich habe schon bedenklich Sachen dazu gesehen.). Auf diese Weise kann man ohne weiteres Ausländerhass schüren. Im Zusammenhang mit Terrorismus eine ganz gefährliche Sache. Wenn man diese Waffe einer extremen Gruppe zur Verfügung stellt, dann kann es zu einer Eskalation kommen. OK, das ist jetzt sicher ein bisschen Schwarzmalerei, aber ich kann auch bei etablierten Parteien den einen oder anderen Richtungswechsel erkennen.
Zum Thema zurück:
Unter Freunden oder im Kreis von Leuten die man kennt und verstehen wie man Dinge meint, ist es relativ egal, ob man Gesten oder Symbole für einen Witz benutzt. Auch ich kenne Judenwitze und kann darüber lachen. Aber sobald es öffentlich wird, sollte man daran denken, dass es auch von Leuten gesehen wird, die den Witz dahinter nicht erkennen.
Aber ich glaube, darüber sind wir uns im Wesentliche sowieso einig.
elundril - Fr 01.02.08 15:57
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
| Wenn wir Neonazis verbieten, deren Gedankengut (Danke Christian S.) verbieten, dann ist das eine Form von Gewalt. Gewalt an eigenen Gedanken. Auch wenn es uns nicht schmeckt: JEDER muss das Recht haben, krank im Hirn zu sein. Wir dürfen eigentlich solche Leute nicht einsperren, verbieten oder verbannen. Denn das verstößt gegen das Grundgesetz. |
Hmm... Deiner Meinung nach sollten also alle die in Irrenanstalten oder Nervenheilanstalten einsitzen freigelassen werden, weil sie ja krank im Hirn sein dürfen?? Also mir ist es lieber der Typ, der Verfolgungswahn hat und wasweißichwieviele Menschen umbringen muss damit er nicht von den "bösen" geschnappt wird, sitzt in der Gummizelle mit psychatrischer Betreuung als das er mir auf der Straße begegnet.
Und genauso verhält sichs mit den NeoNazis. Die denken halt nicht die "Bösen" wollen sie schnappen sondern die Juden wollen die arbeitsplätze wegnehmen oder so ähnlich. Fakt ist das in beiden Fällen Leib und Leben bedroht sind. Und um das Leben von vielen zu schützen mussen halt manche weggesperrt werden.
alzaimar hat folgendes geschrieben: |
| Geschmacklos ist es aber auch, Blondinenwitze zu machen. Ist jemals jemand gefeuert worden, weil er sich auf Kosten hellhariger Frauen einen geschmacklosen Witz geleistet hat? |
Es geht ja darum das den Juden unvorstellbaren angetan wurde. Wieviele Blondinen wurden aufgrund ihrer Haarfarbe eingesperrt, misshandelt, gefoltert und umgebracht?? Die meisten Blondinenwitze laufen aufs klischee hinaus und die meisten Judenwitze die ich kenne laufen auf die Zeit im KZ o.ä. hinaus und das find ich einfach nicht mehr ok.
lg elundril
F34r0fTh3D4rk - Fr 01.02.08 16:17
elundril hat folgendes geschrieben: |
alzaimar hat folgendes geschrieben: | | Wenn wir Neonazis verbieten, deren Gedankengut (Danke Christian S.) verbieten, dann ist das eine Form von Gewalt. Gewalt an eigenen Gedanken. Auch wenn es uns nicht schmeckt: JEDER muss das Recht haben, krank im Hirn zu sein. Wir dürfen eigentlich solche Leute nicht einsperren, verbieten oder verbannen. Denn das verstößt gegen das Grundgesetz. |
Hmm... Deiner Meinung nach sollten also alle die in Irrenanstalten oder Nervenheilanstalten einsitzen freigelassen werden, weil sie ja krank im Hirn sein dürfen?? Also mir ist es lieber der Typ, der Verfolgungswahn hat und wasweißichwieviele Menschen umbringen muss damit er nicht von den "bösen" geschnappt wird, sitzt in der Gummizelle mit psychatrischer Betreuung als das er mir auf der Straße begegnet. |
Das klingt so, als würde man jeden geistig Behinderten/Kranken in eine Anstalt stecken. Soweit ich weiß passiert dies aber nur in Folge einer Straftat. Also darf jeder so Krank im Hirn sein, wie er gerne möchte, solange er nicht gegen das Gesetz verstößt und das ist bei "normalen" Menschen auch nicht anders.
elundril - Fr 01.02.08 16:25
F34r0fTh3D4rk hat folgendes geschrieben: |
| Das klingt so, als würde man jeden geistig Behinderten/Kranken in eine Anstalt stecken. Soweit ich weiß passiert dies aber nur in Folge einer Straftat. Also darf jeder so Krank im Hirn sein, wie er gerne möchte, solange er nicht gegen das Gesetz verstößt und das ist bei "normalen" Menschen auch nicht anders. |
Jeder der eine Bedrohung für sich oder andere Darstellt darf in Österreich glaub ich unter Haft gestellt werden. Und ich red ja nicht vom Nachbarn der nix macht, ich red von leuten die die ausrottung einer Glaubensgemeinschaft beführworten.
lg elundril
F34r0fTh3D4rk - Fr 01.02.08 16:46
Sofern die Befürwortung der Ausrottung einer Glaubensgemeinschaft unter Strafe steht,
wäre das in Deutschland wohl auch so, aber ich glaube nicht, dass Leute "auf Verdacht" eingesperrt werden.
Wie es in Österreich aussieht weiß ich nicht.
Ich bin kein Anwalt, deshalb kann ich nichts mit Sicherheit sagen.
mfg
Gausi - Fr 01.02.08 16:49
Aufforderung zum Mord ist afaik eine Straftat. Aufforderung zum Massenmord erst recht.
F34r0fTh3D4rk - Fr 01.02.08 16:51
Da bin ich mir sogar ziemlich sicher.
Popov - Sa 02.02.08 10:20
Christian S. hat folgendes geschrieben: |
Ich muss sagen, dass ich da selber geteilter Meinung bin.
Fangen wir bei etwas an, was mich schon lange wundert: Es steht unter Strafe, den Holocaust zu leugnen. Das verstehe ich nicht. Entweder man hat gute Argumente (und die gibt es definitiv!) die zweifelsfrei beweisen, dass es den Holocaust gegeben hat, oder man hat diese nicht. Im ersten Fall braucht man es nicht unter Strafe zu stellen, weil man mit wenigen Sätzen einen Holocaust-Leugner als den Deppen entlarven kann der er ist, oder aber es wäre legitim, den Holocaust zu leugnen (was glücklichweise nicht so ist!). Im Gegenteil ist es doch kontraproduktiv, die Leugnung des Holocaust unter Strafe zu stellen, das sieht doch danach aus, dass man nicht genug Argument / Nachweise hat, damit das reicht. |
Da bin ich einer anderen Meinung. Früher hätte ich dir sogar noch zugestimmt. Aber so einfach ist es nicht. Das schönste Beispiel ist 9/11. Die halbe Welt sah selbst wie die Flugzeuge in die Tower rein geflogen sind, tausende sahen es mit eigenen Augen, die halbe Welt sah auch wie die Tower eingestürzt sind, tausende sahen es mit eigenen Augen. Eigentlich ist daran gar nicht zu rütteln. Nur 5 Jahre später wird angezweifelt ob es überhaupt passiert ist. Keiner der Augenzeugen sah je eine Rakete in eines der Häuser fliegen, trotzdem ist es für viele keine Frage ob Raketen da reinfolgen. Ganz mutige behaupten sogar, daß überhaupt nie Flugzeuge in die Tower rein geflogen sind und wir lediglich Trickfilme des CIA am Bildschirm sahen. Die halbe Welt sah wie über 20 Etagen nachgaben und in sich zusammenstürzten, so daß dadurch eine Kettenreaktion ausgelöst wurde, die darunterliegenden Etagen den Schutt nicht halten konnten und ebenfalls nachgaben. Trotzdem wird behauptet, daß per Funkt, versteckt im Schuttpilz, die Etagen von oben nach unten gesprengt wurden. Das man für diese Aktion in 2 x 80 belegten Etagen pro Etage 60 Sprengladungen (für 50% der Träger) hätte anbringen müssen, wird von keinem als Logikfehler angesehen. Naja, dann hat man eben irgendwie nachts in den Büros die Wände aufgerissen, Sprengladungen angebracht und alles wieder schön verkleidet, damit man es nicht bemerkt. Keinem der Tausend Arbeiter ist ist eine der 2 x 80 * 60 = 9600 angeblich durch Thermit verursachten Trennstellen an einem der Träger im Schutt aufgefallen, so daß er schreiend zu New York Times lief und es meldete. Trotzdem wird heute nicht angezweifelt, daß die Tower gesprengt wurden.
Und das nur 5 Jahre nach dem Ereignis. Man kann so leicht die Menschen überzeugen, daß man schon Angst kriegt. Würde man frei über KZs reden, würde man in 5 Jahre anzweifeln ob es überhaupt passiert ist. Unter diesen Umständen stellt sich die Frage was man will. Eine Diskussion wird es genauso wenig geben wie es bei 9/11 gibt. Es ist eher zu erwarten, daß das Internet mit selbst erstellten Filmchen überschwemmt wird in denen man nach 9/11 Manier "Fragen" gestellt werden. Konnte sowas überhaupt technisch bewerkstelligt werden? Die Zeitzeugen sind inzwischen kaum noch da. Papiere kann man fälschen. Es wäre nichts leichter als Heute alles in Frage zu stellen. Also stellt sich die Frage ob man den größten Massenmord der Geschichte heute zu Diskussion stellen will um die Diskussion garantiert zu verlieren. Die Menschen sind zu leichtgläubig. Der Wunsch etwas glauben zu wollen, kombiniert mit den richtigen Frage und den richtigen Lösungsvorschlägen, ergibt am Ende immer die selbstgestrickte "Wahrheit". Und selten hat sie etwas mit der historischen Wahrheit zu tun.
| Zitat: |
| Trotzdem glaube ich, dass Tomekk aus oben genannten Gründen falsch gehandelt hat. (Was zu meiner oben erwähnten, geteilten Meinung führt.) Man muss sich der Wirkung seiner Worte klar sein, wenn man sie vor Leuten spricht, die man nicht gut genug kennt. Sie könnten einen falschen Eindruck von einem selbst erzeugen, aber auch einen falschen Eindruck davon, was in Ordnung ist. |
Wie ich schon erwähnt habe, hier geht es weniger drum ob der Typ ideologisch in der rechten Ecke anzusiedeln ist, was er garantiert nicht ist, als das Spiel mit dem Thema und die Beleidigung der Anderen, in dem man durch solche Aktionen sie als Nazis bezeichnet.
alzaimar - Sa 02.02.08 11:27
Popov, dein Beleg für die Dummheit der Menschen bezüglich der Verschwörungstheorien der Twin Towers ist imho darauf zurückzuführen, das die Amerikaner schon immer eine Schwäche für diese Verschwörungen hatten. Ich glaube nicht, das das in Deutschland sooooo krass wäre, aber den Einwand an sich lasse ich gelten.
Allerdings fände ich es befremdlich, wenn die USA Verschwörungstheorien oder das Leugnen der Flugzeuge unter Strafe stellen würden. Während der unmittelbaren Aufarbeitung waren Skepsis und kritik von der Öffentlichkeit geächtet, aber an ein Verbot kann ich mich nicht erinnern. Es ist doch so, das es in einer Gesellschaft nicht nur eine 'richtige' Meinung gibt, sondern eben viele. Die Masse hält idiotische Verschwörungstheorien schon aus, im Gegenteil: Das Aufkommen der Berufsskeptiker ruft doch erst die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema auf den Plan: Erst durch die Holocaust-Leugner werden die Beweise doch erst nachhaltig in der Öffentlichkeit präsentiert und bekannt. Aber, Skepsis bezüglich der 'Intelligenz' der Masse ist schon angebracht. :wink:
Die Wahrheit hat sich letztendlich immer durchgesetzt, auch wenn es immer wieder Menschen gibt, die anders ticken.
Ihr kennt doch sicherlich die Kondensstreifen am Himmel. Es gibt eine Gruppe von Menschen, die glauben allen Ernstes, das diese Kondensstreifen in Wirklichkeit Chemikalien sind, die von der 'Administration', der CIA, Bundesregierung, NSA oder den Illuminaten versprüht werden, um uns alle zu manipulieren. (Stichwort 'Chemtrails'). Lass sie reden. Oder die Verfechter der 'Hohlen Erde'. Oder Oder Oder.
Ich weiss, das es nicht leicht ist, aber ich denke, in einer echten freien Welt muss an auch den Leugnern, Skeptikern und Nazis das Recht geben, ihre Meinung frei zu äußern und zu verbreiten. Ich würde jedem Nazi am liebsten einen faulen Fisch in den Mund stecken, aber ich mach es nicht, sondern ignoriere sie oder setze ich mit ihren Argumenten auseinander, eben weil ich an das Recht auf freie Meinungsäußerung glaube. Natürlich hört diese Freiheit genau da auf, wo die Grenzen der Anderen erreicht sind. Ganz klar.
ACHTUNG: Gefährlich!
Wenn nun die NPD in den neuen Bundesländern in den wirtschaftlich schwachen Gebieten die EINZIGEN(!!!) sind, die sich um die Jugend kümmert und ihnen relativ harmlose Freizeitangebote präsentiert, dann ist das legitim. Das sie dabei die Wähler von morgen im Visier haben, auch (SPD und CDU machen nix anderes). Die NPD, auch wenn ich mich sträube, es zuzugeben, hat hier wirklich ein Defizit der etablierten Parteien aufgezeigt und kann damit zurecht auch gewählt werden. Das sie den Wählerauftrag mit Füßen treten, und im Parlament ihr wahres Gesicht zeigen, ist eine andere Sache.
Ich bin weiss Gott kein Anhänger dieser Deppen, aber wo sie Defizite aufzeigen, haben sie eben ihre Daseinsberechtigung. Man muss sich mit ihnen auseinandersetzen. Diskreditieren tun sie sich schon von alleine.
Was sich hier aber herauskristallisiert (ursprüngliches Thema) ist eben, das es nicht nur heuchlerisches 'Political Correctness' gibt, sondern auch berechtigte Rücksicht auf Andere. Die Übergänge sind fließend und wir sollten täglich an dieser Grenze arbeiten, um eben nicht zu Heuchlern und Doppelmoralisten zu verkommen. Eine Aufgabe, die die Politik leider vergessen hat.
elundril hat folgendes geschrieben: |
alzaimar hat folgendes geschrieben: | | ... JEDER muss das Recht haben, krank im Hirn zu sein. | Hmm... Deiner Meinung nach sollten also alle die in Irrenanstalten oder Nervenheilanstalten einsitzen freigelassen werden, weil sie ja krank im Hirn sein dürfen?? |
:roll: Dir macht es wohl Spaß, anderen Leuten die Worte im Munde zu verdrehen? Du weisst doch ganz GENAU wie ich es meine, also wieso bringst Du solch einen "Einwand"? Ich sprach die ganze Zeit von Nazis und ähnlichen Dummbeuteln. Wieso also der Spagat zu psychisch Kranken?
"Nazis sind krank im Hirn, Psychopathen u.a. sind krank in der Seele." Das ist meine Ausdrucksweise und ich glaube nicht, hier einen anderen Eindruck erweckt zu haben, also lass diese kindischen Wortverdrehungsspiele und bring sachliche Einwände("Blondinenwitze", das war ok).
jasocul hat folgendes geschrieben: |
| Äpfel und Birnen:...In einem Fall grenzt es an Gehirnwäsche und im anderen Fall "bloß" Verhinderung von Kritik. |
Das meinte ich mit dem qualitativen Unterschied, ganz klar.
jasocul hat folgendes geschrieben: |
| Um auf das Beispiel von Frau Pauli einzugehen: Auch das hätte geahndet werden müssen. Gerade weil es öffentlich passiert ist. |
Genau, und das ist eben heuchlerisch.
elundril - Sa 02.02.08 13:40
Gut, sorr, hast recht Alzaimer. Die Wortverdrehung war eines Strache würdigs welchen ich absolut verabscheue. Trotzdem ändert das nichts an der tatsache die Gausi "zusammengefasst" hat:
Gausi hat folgendes geschrieben: |
| Aufforderung zum Mord ist afaik eine Straftat. Aufforderung zum Massenmord erst recht. |
Die Verschwörungstheorie von den TwinTowers ist halbwegs glaubwürdig, jedoch denke ich nicht das die US&A so weit gehen würde und seine eigenen Leute umbringen würde, deswegen find ichs unrealistisch. Jedoch bei dem "Crash" im Pentagon find ich schon merkwürdig das es nirgendwo gebrannt hat, keine Flugzeugteile in der gegend gelegen sind und dass das FBI ca. 10 min. nach dem Crash alle Überwachungsbänder die in der Einflugsschneisse des Objekt gelegen haben sich geholt haben. Aber das is ja eigentlich auch Off-Topic. Jeder der meine super tolle geheime verschwörungstheorie sich anhören möchte, möge mich per PM anschreiben. ;-)
lg elundril
zuma - Sa 02.02.08 14:16
elundril hat folgendes geschrieben: |
| jedoch denke ich nicht das die US&A so weit gehen würde und seine eigenen Leute umbringen würde, deswegen find ichs unrealistisch. |
zum einen:
Die Juden war auch Deutsche und wurden von Deutschen umgebracht.
zum anderen:
Die Nazis beherrschten die Manipulation der Massen so perfekt, das kaum ein Deutscher 1940 an die Existenz der KZ's glaubte, obwohl dort schon längst gemordet wurde. Obwohl überall Juden zusammengetrieben wurden, hat kaum einer wirklich was wahr haben wollen, lieber geglaubt, was 'die öffentliche Meinung' sagt und sie somit bestärkt. Das diese komplett von den Nazi's kontrolliert wurde, war den meisten gar nicht bewußt. Ein großer Teil der Menschen will geführt werden und ist nur allzu gerne bereit, zu glauben. Was 'alle' glauben, muss ja richtig sein ...
wenns genug Leute lange genug glauben, wirds zur 'wahrheit ...
Wenn man dann noch bedenkt, das Geschichte sich gerne wiederholt ...
Ich glaub nicht an die Theorie, aber ich würde auch nicht meine Hand ins Feuer legen. Die Manipulation der Massen ist heutzutage dermaßen perfektioniert, das kaum noch jemand sich wirklich dagegen wehren kann bzw. 'die Wahrheit' kennt.
Herr Bananerama - Sa 02.02.08 14:41
Meiner Meinung nach ist es zeitunabhäng an solche Verbrechen zu gedenken und sich bewusst zu machen das beispielweise ein Hittlergruß geschmacklos ist. Wenn man soetwas bewusst ins lächerliche zieht, durch parodien oder scherze ist es Ok aber man sollte sich immer bewusst sein was damals geschehen ist.
Ich finde es allerdings nicht Ok wenn die nachfolgenden Generationen immernoch von anderen Leuten verachtet und als antisemitsch abgestempelt werden. Fast alle Kulturkreise haben einst sinnlose Kriege geführt und Menschen grausame Dinge zugefügt. Hätten andere Länder zu anderen Zeiten die gleichen Waffentechnischen möglichkeit gehabt hätten Sie sich ähnlich verhalten. Außerdem haben alle Ereignisse immer Geschichtliche Hintergründe womit ich Rechtsrationale Gruppen allerdings nicht rechtverdigen möchte.
Zum schluss kann Ich noch einmal zusammenfassend sagen das man aufpassen sollte was man sagt und gut zwischen Humor und geschmacklosen aussagen und Handlungen unterscheiden muss.
elundril - Sa 02.02.08 15:17
zuma hat folgendes geschrieben: |
elundril hat folgendes geschrieben: | | jedoch denke ich nicht das die US&A so weit gehen würde und seine eigenen Leute umbringen würde, deswegen find ichs unrealistisch. |
zum einen:
Die Juden war auch Deutsche und wurden von Deutschen umgebracht. |
das war auch eher auf die verschwörungstheorien zum WTC bezogen. Is schon klar das Juden Deutsche waren. Das Judentum is immerhin ne religion.
lg elundril
zuma - Sa 02.02.08 20:42
Wollte nur mal deine Begründung (unrealistisch) bezweifeln ;)
Nix für ungut .. :)
Popov - Mo 04.02.08 10:15
elundril hat folgendes geschrieben: |
| Jedoch bei dem "Crash" im Pentagon find ich schon merkwürdig das es nirgendwo gebrannt hat, keine Flugzeugteile in der gegend gelegen sind und dass das FBI ca. 10 min. nach dem Crash alle Überwachungsbänder die in der Einflugsschneisse des Objekt gelegen haben sich geholt haben. |
Das ist es ja was ich meinte. Zwar weiß ich nicht was du mit "nirgendwo gebrannt" gemeint hast, da es ja gebrannt hat, aber das mit fehlenden Flugzeugteilen ist eine Legende die sich inzwischen als Wahrheit durchgesetzt hat. Zwar stimmt schon, daß aufgrund der Art des Zusammenstoßes (Frontal mit einem Gebäude) die Wrackteile eher klein waren, aber trotzdem waren es mehr als genug. Nur eben kleiner als beim Absturz auf einem Feld. Es gibt auch genug Bilder von den Wrackteilen für alle die es sehen möchten. Aber die Anzahl der Seiten die behaupten es gab keine Warkteile ist um vielfaches größer, so daß die Menge wohl die Wahrheit bestimmt.
Und das ist es ja was ich sagen wollte. Wenn mit der Zeit die Anzahl der Internetseiten, in denen man über den Holocaust schreiben dürfte was man wollte, groß genug wäre, dann würde nicht die Wahrheit die Wahrheit sein, sondern die Menge der Seiten würde die Wahrheit bestimmen. Und 9/11 ist eigentlich ein Beispiel dafür wie man Fakten deuten kann, daß zum Schluß das rauskommt was man will. Nur mal ein Beispiel: Marschflugkörper auf Pentagon. Diese These wurde von einem Französischen Verschwörungstheoretiker erfunden und von einigen führenden VT aufgegriffen. Inzwischen haben die Initiatoren eingestanden, daß hier mit ihnen wohl zu sehr die Phantasie durchgegangen ist und die Raketentheorie Unsinn ist. Hat aber die Distanzierung der Erfinder dazu geführt, daß diese Theorie inzwischen vom Tisch ist? Nein, denn sowas kann man nicht aufhalten. Die Raketentheorie hat sich verselbstständigt und jeder Zeuge der ein Flugzeug gesehen hat ist gekauft.
Würde man über das Thema frei diskutieren können, wäre der Holocaust nach spätestens 10 Jahren eine Erfindung des CIA.
elundril - Mo 04.02.08 10:31
ich hab mir nicht soo oft das video vom Crash reingezogen das ich genau gesehen hab wo wieviele Leichen/Flugzeugteile gelegen haben oder wie sehr es gebrannt hat. Mein kurzer und erster Eindruck war: "Na das war beim WTC auch ärger!" Daraus resultiert meine Meinung das da etwas nicht stimmen könnte. Natürlich ist das schwachsinn aber die US&A hat schon ärgere sche**** gebaut.
lg elundril
GericasS - Mo 04.02.08 10:51
Gute Morgen liebe Community,
hier mal eine Meinunug von einem denke ich verhältnis mäßig jungen User wie mir ( 17 ).
Ich finde Handlungen wie von Tomekk nicht in Ordnung, da durch sowas immer wieder alles aufgewühlt wird. Wie man in folge dessen sehen kann wird es wieder auf jedem Sender und in jeder Radioshow erwähnt. So kann dieses Thema nicht zur Ruhe kommen. Es wird immer wieder aufgegriffen. Da müssen wir uns nicht wundern wenn wir in den meisten ländern wieder als Nazis und Ausländerhasser darstehen.
Auch wenn Tomekk Pole ist, finde ich sowas nicht in Ordnung. Weil von vielen Leuten habe ich gehört, dass sie es nicht weiter stört wenn Ausländer sich über solche Sachen lustig machen.
Meiner Ansicht nach sollte dies von Ausländern wie Deutschen unterlassen werden.
Ich bin dafür das dieser ganze Nazi"scheiß" vergessen wird und wir endlich mal in Ruhe leben können das ist doch kein Zustand, bestes Beispiel diese nette Frau in der live show ( komme gradn icht auf den Namen ?! :D ), wieso muss sowas sein ? Wobei ich den rausschmiss vollkommen gerechtfertigt fand !
Also ich denke mal ich hab meine Meinung begründet und deutlich gemacht !
Fazit :
NAZIS RAUS !
LG,
GericasS
Hidden - Mo 04.02.08 12:09
GericasS hat folgendes geschrieben: |
Auch wenn Tomekk Pole ist, finde ich sowas nicht in Ordnung. Weil von vielen Leuten habe ich gehört, dass sie es nicht weiter stört wenn Ausländer sich über solche Sachen lustig machen.
Meiner Ansicht nach sollte dies von Ausländern wie Deutschen unterlassen werden.
|
Hi,
GericasS
In diesem Punkt stimme ich mit dir überein.
Ob die Ideologie in sich logisch ist, ist dabei egal(eigentlich müsste sich die Ablehnung dann ja auch gegen sie selbst richten...).
Entscheidend ist die Verletzung anderer!
Weiterhin:
Ich finde die Grenze ist nicht wie weiter oben von mehreren vertreten Diskriminierung, sondern Ablehnung!
Diskriminierung ist die Folge von Ablehnung, Ablehnung also die Ursache für Diskriminierung
*.
Müssen wir denn aber immer warten, bis etwas passiert???
Ich finde jeder hat das Recht, akzeptiert zu werden.
*nicht nur, aber wo Ablehnung zu finden ist wird man in den richtigen
Situationen auch Diskriminierung finden!
mfG,
Daniel
PS: Ich bin übrigens auch 17(3.3.90).
GericasS - Mo 04.02.08 12:20
[quote="
Hidden"]
GericasS hat folgendes geschrieben: |
Weiterhin:
Ich finde die Grenze ist nicht wie weiter oben von mehreren vertreten Diskriminierung, sondern Ablehnung!
Diskriminierung ist die Folge von Ablehnung, Ablehnung also die Ursache für Diskriminierung*.
Müssen wir denn aber immer warten, bis etwas passiert???
Ich finde jeder hat das Recht, akzeptiert zu werden.
*nicht nur, aber wo Ablehnung zu finden ist wird man in den richtigen
Situationen auch Diskriminierung finden!
mfG,
Daniel
|
und in diesem Punkt stimme ich dir 100% zu :zustimm:
zuma - Mo 04.02.08 13:01
Ablehnung muss immer erlaubt sein!
Aus Ablehnung darf aber keine Diskriminierung werden.
Ich finde z.b. irgendwas doof und lehne das ab. Das ist mein gutes Recht und sollte auch das Recht eines jeden sein. Andere aber nun deswegen zu beleidigen/diffamieren/diskriminieren ist aber nicht meine Recht (höchstens eine leider menschliche Unart).
Genau da wird's aber für die meisten schwierig, denn es bedeutet, das man tolerieren muss, was man nicht mag.
elundril - Mo 04.02.08 13:09
GericasS hat folgendes geschrieben: |
[...]
Ich bin dafür das dieser ganze Nazi"scheiß" vergessen wird und wir endlich mal in Ruhe leben können das ist doch kein Zustand, bestes Beispiel diese nette Frau in der live show ( komme gradn icht auf den Namen ?! :D ), wieso muss sowas sein ? Wobei ich den rausschmiss vollkommen gerechtfertigt fand !
[...]
LG,
GericasS |
Da muss ich dir als ebenfalls junger User wiedersprechen. Auch wenn du es vielleicht nicht so gemeint hast, sollte man diese ganze Nazi scheiß nie vergessen. Dieser Scheiß, so wie ich es schon mal erwähnt habe, zeigt uns wie sowas ausgehen könnte und gibt und die möglichkeit besser zu reagieren. Mein Geschichteprof. sagt zwar immer das sich geschichte nicht wiederholt aber es kann ja so ähnlich passieren.
lg elundril
Hidden - Mo 04.02.08 13:10
zuma hat folgendes geschrieben: |
Ablehnung muss immer erlaubt sein!
Aus Ablehnung darf aber keine Diskriminierung werden.
Ich finde z.b. irgendwas doof und lehne das ab. Das ist mein gutes Recht und sollte auch das Recht eines jeden sein. Andere aber nun deswegen zu beleidigen/diffamieren/diskriminieren ist aber nicht meine Recht (höchstens eine leider menschliche Unart).
Genau da wird's aber für die meisten schwierig, denn es bedeutet, das man tolerieren muss, was man nicht mag. |
Das ist eine interessante Objektifizierung^^
Irgendwas darfst du ruhig ablehnen,
auch irgendwas, was irgendjemanden betrifft.
Aber wenn du jemanden ablehnst, also nicht "irgendwas" an ihm, sondern
ihn.
Das meine ich.
Edit: Und, dass dieses "irgendwas" nicht seine Herkunft/sein Aussehen sein kann steht glaube ich außer Frage.
mfG,
Daniel
zuma - Mo 04.02.08 13:56
Ich meinte das sowohl für Dinge als auch Personen, das macht für mich keinen Unterschied.
Wenn ich meinen Kollegen/Nachbarn/Mitmenschen nicht mag/ihn ablehne, darf ich das. Ihn dann aber vor anderen schlecht reden, persönlich anzugreifen (verbal o. körperlich) oder anderweitig zu diskriminieren ist nicht ok, dazu habe ich kein Recht.
Hidden - Mo 04.02.08 15:30
zuma hat folgendes geschrieben: |
Ich meinte das sowohl für Dinge als auch Personen, das macht für mich keinen Unterschied.
Wenn ich meinen Kollegen/Nachbarn/Mitmenschen nicht mag/ihn ablehne, darf ich das. Ihn dann aber vor anderen schlecht reden, persönlich anzugreifen (verbal o. körperlich) oder anderweitig zu diskriminieren ist nicht ok, dazu habe ich kein Recht. |
1) Nicht mögen ist nicht verboten.
2) Man sollte aber etwas dagegen tun, wenn Ausländer von vielen nicht gemocht werden, nicht erst, wenn sie von vielen diskriminiert werden.
3) Wenn du etwas gegen einen Kollegen, um dein Beispiel aufzugreifen, hast, so ist dies normalerweise nicht er selbst, sondern eine Eigenart von ihm,
etwas.4) Ich schätze wir drehen uns im Kreis. Wenn du viel Klärungsbedarf siehst, freue ich mich auf deine p.m. :D .
Edit: @
zuma
Hidden hat folgendes geschrieben: |
| Und, dass dieses "irgendwas" nicht seine Herkunft/sein Aussehen sein kann steht glaube ich außer Frage. |
Ups... Mir fällt jetzt erst auf, dass du das auf dich beziehen könntest, sry!!! das war allgemein gemeint.
mfG,
Daniel
zuma - Mo 04.02.08 16:23
zu 2.)
eben nicht unbedingt! Mal krass ausgedrückt:
Wenn keiner den Ausländer mag, aber alle ihn tolerieren würden, wäre kein Problem da ...
(mal von den Menschlichen Problemen ('keiner mag mich', etc) abgesehen).
und keine Angst: ich nehm da nix persönlich und hab das auch so allgemein aufgefasst ;)
Ich 'predige' nicht nur gern Toleranz, ich lebe sie auch (zumindest versuche ich es).
COMMANDER86 - Mo 04.02.08 18:06
Hm... ich finde die Diskussion sehr interessant, deswegen möchte ich mich auch mal einschalten. Ich möchte meinen Kontext aber mal von Aktionen von Tomekk, Eva Hermann usw. abgrenzen.
Es scheint (in Deutschland) ja doch möglich zu sein aus... dem Buche*... zu zitieren. Kennt Ihr Serdar Somuncu? Es gibt einige Aufzeichnungen von ihm bei Youtube:
In diesem Video ist er im Osten Deutschland's unterwegs, zitiert aus s.o. und 25 Nazi's mrschieren auf der Bühne auf.
http://youtube.com/watch?v=QjUEPhv3cWo
Diese Videos zeigen, wie er bei einer Preisverleihung im Pantheon munter zitiert und nachahmt. Das Publikum ist merklich vorsichtig und teilweise betroffen, aber er ist trotzdem der Gewinner der Veranstaltung.
Teil 1:
http://youtube.com/watch?v=qXcvEcg0wN0&feature=related
Teil 2:
http://youtube.com/watch?v=2-xTspGIc98&feature=related
Darf man das denn? Ich halte es für eine Gratwanderung, die er unternimmt. Alleine schon munter die Zitate über die Bühne zu brüllen. Er tut das mit voller Absicht und scheinbar hat er noch keinen Ärger, sondern Preise dafür bekommen.
Es wird wohl immer (wenig) pro und (viel) contra in dieser Diskussion geben.
* Frage am Rande: In wie weit darf man gewisse Schlagwörter in diesem Forum eigentlich nutzen, ohne rausgeschmissen zu werden? In kann mir vorstellen, dass es in dieser Diskussion (wegen des Thema's eben) geduldet aber aufgrund der Suchmaschineneinträge eventuell missbilligt wird.
Calculon - Mo 04.02.08 19:18
@COMMANDER86: Erstmal Spitzenlinks! Hatte vorher noch nie von Serdar Somuncu gehört. Aber sein Vorgehen bestätigt ja meine These des "In-Die-Rolle-Schlüpfens-Zwecks-Lächerlich-Machens". In dem er so wie Hitler spricht -und so hat Hitler echt gesprochen- zeigt er den Menschen implizit, zum einen, solch' einen Sonderling gab's echt mal und zweitens noch viel schlimmer, dieser Sonderling seltsamster Sorte hat die Massen so manipuliert, dass sie ihm überall hin gefolgt sind. Meine Resumé auf jeden Fall ist, dass diese Art Humor auf jeden Fall zu befürworten ist und das egal, ob von einem Türken oder einem Deutschen. Seine Absicht ist -mir zumindest- glasklar.
Das Ganze grenzt sich, aber von diesem "Arbeit macht frei"-"Versehen" dieser 9Live-Moderatorin ab. Das passiert halt einfach, wenn man Baumschüler vor die Kamera lässt. Also besteht immer noch ein Unterschied zwischen Alzaimers Forderung solche Sprüche egal aus welchem Kontext nicht so eng zu sehen und einer überlegten künstlerischen Form der Benutzung. Und der Unterschied bleibt für mich weiterhin...
Gruß
Calculon
--
91KEY8 - Do 22.05.08 20:43
elundril hat folgendes geschrieben: |
| Die Wortverdrehung war eines Strache würdigs welchen ich absolut verabscheue. |
Ich verstehe es nicht, dass manche immer noch meinen, dass der Strache ein Nazi ist. Er ist kein Nazi, kein Antisemit, kein Ausländerfeind sondern ein lumpenreiner Demokrat. Das hat er auch mehrmals bestätigt. Ich möchte keine politische Diskussion hervorrufen, aber das musste gesagt werden, denn diese Vorwürfe sind absurd. Die FPÖ und die NPD sind meilenweit entfernt.
Wenn die FPÖ eine Nazipartei wäre, dann würde ich sie nicht wählen, genauso denken viele andere auch.
Christian S. - Do 22.05.08 20:58
Japp, genau! Die Aussagen der FPÖ werden alle nur missverstanden:
| Wikipedia hat folgendes geschrieben: |
| Ab September 2005 schaltete die FPÖ im Wahlkampf zur Nationalratswahl 2006 eine Kampagne (Anzeigen und Plakate), unter anderem mit Aussagen wie „Deutsch statt nix versteh'n'“, „Daham statt Islam“, „Herr im eigenen Haus bleiben“ und „Pummerin statt Muezzin“. Auch gegen Homosexuelle wandte sich die Kampagne mit „Für die Ärmsten der Armen und nicht die Wärmsten der Warmen“. |
Völlig absurd, diese Vorwürfe ...
Wie blind kann - oder will? - man eigentlich sein :autsch:
(Wieso denke ich nur dran, dass Schröder mal über Putin gesagt hat, der sei ein "lupenreiner Demokrat" :gruebel:)
91KEY8 - Do 22.05.08 21:14
Strache hat nichts gegen Ausländer:
Strache hat auch nichts gegen Juden:
http://www.datum.at/1106/stories/3033918/
Mehr dazu im Anhang.
Wie gesagt, Strache ist kein Nazi sondern nur ein Patriot.
| Zitat: |
Presse: Sie waren unlängst in Belgrad und bekunden stets Ihre Sympathien für die Serben. Haben Sie auch andere ethnische Gruppen im Visier?
Strache: Das unterscheidet mich ja auch von Haider. Er hat immer das Ausländerthema angesprochen, ich bin kein Ausländerfeind. Wir haben in Österreich auch kein Ausländer-, sondern ein Türken- und Islamisten-Problem.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.04.2008) |
Gausi - Do 22.05.08 21:25
Vielleicht sollten wir zum Thema zurückkommen. Ich persönlich möchte nicht, dass dieser Thread hier nur ausgegraben wird, um Wahlwerbung für die FPÖ zu machen.
Und nichts anderes ist das letzte Posting.
Edit: Das war es zumindest vor dem Edit. Wenn jemand offen von einem "Türkenproblem" spricht, und meint, das wäre weniger rechts als von einem "Ausländerproblem" zu reden, dann ist meiner Meinung nach alles Nötige gesagt und bedarf keiner weiteren Kommentare.
91KEY8 - Do 22.05.08 21:27
Was hat eine Aufklärung gegen die Diffamierung eines Parteichefs mit Wahlwerbung zu tun?
Christian S. - Do 22.05.08 21:30
91KEY8 hat folgendes geschrieben: |
Strache hat nichts gegen Ausländer:
 |
:rofl: Genau! So inszenierte Fotos beweisen es natürlich. Bilder lügen nicht! Lächerlich ...
Der Artikel handelt nicht von Strache. Er handelt von einem einzigen Juden, dessen Rolle in der FPÖ wohl nicht ganz unumstritten ist.
91KEY8 hat folgendes geschrieben: |
| Mehr dazu im Anhang. |
Diese Propaganda und das Herauspicken einiger weniger PR-Aktionen ändert nichts an den Dingen, die er und andere in der FPÖ gesagt haben.
91KEY8 hat folgendes geschrieben: |
| Zitat: | Presse: Sie waren unlängst in Belgrad und bekunden stets Ihre Sympathien für die Serben. Haben Sie auch andere ethnische Gruppen im Visier?
Strache: Das unterscheidet mich ja auch von Haider. Er hat immer das Ausländerthema angesprochen, ich bin kein Ausländerfeind. Wir haben in Österreich auch kein Ausländer-, sondern ein Türken- und Islamisten-Problem.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.04.2008) |
|
Danke für das Zitat! Da wird also eine ganze Volksgruppe (Türken) zum Problem erklärt. Das ist wirklich lupenrein! Bravo!
Ich bin hier raus, sonst muss ich noch kotzen.
91KEY8 - Fr 23.05.08 07:14
Christian S. hat folgendes geschrieben: |
91KEY8 hat folgendes geschrieben: | Strache hat nichts gegen Ausländer:
 |
:rofl: Genau! So inszenierte Fotos beweisen es natürlich. Bilder lügen nicht! Lächerlich ... |
Ich wüsste nicht, was da inszeniert sein sollte. :?:
Du kannst Strache ja mal selbst fragen, er wird es dir dann sagen.
Christian S. hat folgendes geschrieben: |
| Der Artikel handelt nicht von Strache. Er handelt von einem einzigen Juden, dessen Rolle in der FPÖ wohl nicht ganz unumstritten ist. |
Zeigt aber, dass die FPÖ grundsätzlich nicht antisemitisch ist.
Außerdem war Strache in Yad Vashem.
Christian S. hat folgendes geschrieben: |
91KEY8 hat folgendes geschrieben: | | Mehr dazu im Anhang. | Diese Propaganda und das Herauspicken einiger weniger PR-Aktionen ändert nichts an den Dingen, die er und andere in der FPÖ gesagt haben. |
Alles was sie gesagt haben, war legal. Strache hat sich mehrmals vom Nationalsozialismus distanziert.
Christian S. hat folgendes geschrieben: |
91KEY8 hat folgendes geschrieben: | | Zitat: | Presse: Sie waren unlängst in Belgrad und bekunden stets Ihre Sympathien für die Serben. Haben Sie auch andere ethnische Gruppen im Visier?
Strache: Das unterscheidet mich ja auch von Haider. Er hat immer das Ausländerthema angesprochen, ich bin kein Ausländerfeind. Wir haben in Österreich auch kein Ausländer-, sondern ein Türken- und Islamisten-Problem.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.04.2008) |
| Danke für das Zitat! Da wird also eine ganze Volksgruppe (Türken) zum Problem erklärt. Das ist wirklich lupenrein! Bravo!
Ich bin hier raus, sonst muss ich noch kotzen. |
Wenn das so wäre, dann könnte man ihn gegen Volkverhetzung anklagen. Das haben nicht mal die Grünen gemacht, da sie genau wissen, dass Strache nur die kriminellen Türken und nicht die ganze Volksgruppe meint.
mkinzler - Fr 23.05.08 07:38
Dann haben wir genauso wie Österreich auch ein Deutschen, Italiener, Franzosen, ... Problem, denn es gibt auch kriminelle Deutsche, Italiener, .... Ausserdem haben wir auch ein Christenproblem, den auch diese Religion wird Begründung für unmenschliches Handeln vorgeschoben.
Wenn es deiner Meinung nach reicht, mal eine Mahnstätte zu besuchen um populistische Aussprüche damit zu egalisieren dann gute Nacht Österreich (oder jedes andere Land)
Gausi - Fr 23.05.08 08:52
Da das alles nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, was scheinbar seit einigen Monaten erledigt ist, mach ich hier zu.
* closed *
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