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Off Topic - FH Studium tipps
thepaine91 - Fr 15.06.12 10:45
Titel: FH Studium tipps
Hi,
nach abgeschlossener Ausbildung und jetzt 1 Jahr Berufserfahrung möchte ich noch ein Studium hinten dran hängen.
Da ich meine Ausbildung dem Abi vorgezogen habe kann ich erst nach 2 Jahren Berufserfahrung mit dem Studium beginnen.
Hat jemand das vielleicht genauso gemacht und da ein paar Tipps für mich?
Welche Studiengänge kommen da überhaupt in Frage könnt ihr etwas empfehlen?
Ich kenne bisher die folgenden Möglichkeiten das umzusetzen.
- Abendstudium
- Vollzeit Studium
- Kombination d.h. 1 Tag studieren 1 Tag arbeiten.
- Nicht zu vergessen ein Studium an einer DH.
Natürlich hat das alles seine Vor und Nachteile fällt vielleicht jemanden noch etwas anderes ein?
Wäre super wenn mir jemand weiterhelfen kann. :-)
Delphi-Laie - Fr 15.06.12 11:09
Was ist/sind Be? Dieses Stummelwort ist mir unbekannt.
thepaine91 - Fr 15.06.12 11:11
Be ist eine Abkürzung habe aber auch ein Wort vergessen..
Nersgatt - Fr 15.06.12 11:40
Ich glaub, wenn ich noch so jung und ungebunden wäre, würde ich auf jeden Fall zu einem Vollzeitstudium tendieren. So kannst Du Dich voll drauf konzentrieren. Vorher halt noch 1 Jahr im Job Berufserfahrung sammeln. Erfahrung ist nie schlecht. Und ein Jahr ist schnell rum.
Delphi-Laie - Fr 15.06.12 11:41
Berufserfahrung also, das kam aber nicht als Antwort auf mene Frage, sondern erschloß sich mir erst beim erneuten Überfliegen Deines ersten Beitrages.
Willst Du ohne Abitur ins Studium starten? Ist das ein Studium, das kein Abitur erfordert? Das wäre entweder ein "Studium light" (Berufsakademie, duales Studium), oder Abiturkenntnisse werden einfach vorausgesetzt, und wie man sie erlangt, ist jedem selbst überlassen.
Wichtig ist, was Du willst! Bist Du jetzt schon brennend interessiert, dann würde ich zum Voll(zeit)studium raten, oder soll es eher ein Karriere- und/oder Gehaltsentwicklungsbeschleuniger werden? Dann rate ich mehr zum "Studium light", das ist praxisorientierter, und man ist tendenziell auch eher fertig.
Was ist eine DH? Ich kenne Fachhochschulen (FH), Gesamthochschulen (GH?). Duale Hochschule? Dachhochschule?
Edit: Oder ist es eine orthographisch vernunglückte FH? Dann siehst Du schon, was nötig und auch im Studium gefordert ist: Sich klar auszudrücken und kritisch mit den eigenen Ergebnisse auseinanderzusetzen, sonst kommem Mißverständnisse und Fehlinterpretationen auf. Professoren können bei einer schriftlichen Arbeit, die ihnen vorliegt, nicht nachfragen, was gemeint ist, und das Gemeinte fehlt dann eben einfach für sie.
Lemmy - Fr 15.06.12 11:55
thepaine91 hat folgendes geschrieben : |
Da ich meine Ausbildung dem Abi vorgezogen habe kann ich erst nach 2 Jahren Berufserfahrung mit dem Studium beginnen.
|
d.h. Du hast Mittlere Reife + fertige Ausbildung? dann wird sich das imho auf eine BA oder vergleichbar hinausgehen (wobei ich die zulassungsvoraussetzungen nicht im Kopf habe).
Für das Studium an einer Fachhochschule (Bachlor/Master) bräuchstest Du noch die Fachhochschulreife, d.h. ein Jahr Vollzeitschule oder 2 Jahre Teilzeit (in Baden-Württemberg), könntest aber da normalerweise direkt auf Master studieren.
Ein Tielzeitstudium (d.h. neben dem Beruf) würde ich nur dann empfehlen, wenn Du eine Familie zu versorgen hast udn auf das Einkommen nicht verzichten kannst. Wenn Du weitestgehend ungebunden bist, dann ganz klar Vollzeitstudium oder Duales Studium (d.h. Berufsakademie).
Wenn Du ein Vollzeitstudium machst, dann kannst Du nebenher ein paar € verdienen und musst vermutlich eh Praxissemester einlegen. Da hast Du dann ne einzigartige Chance viele Firmen und viele Arbeitsbereiche kennen zu lernen (Stichwort Vitamin B!). Wenn Du dich da nicht komplett wie ein Irrer aufführst, ist eine nachfolgende Anstellung i.d.R. nur noch Formsache (wenn jetzt nicht gerade die Wirtschaft zusammen bricht ;-) )
Bei einem BA Studium bist du letztlich ja bei einer firma angestellt auch mit dem Ziel anschließend bei der weiter zu arbeiten, also auch ne halbwegs Jobgarantie, allerdings bist Du halt an der Firma mehr oder weniger gebunden.
Delphi-Laie - Fr 15.06.12 12:07
Lemmy hat folgendes geschrieben : |
| Wenn Du dich da nicht komplett wie ein Irrer aufführst, ist eine nachfolgende Anstellung i.d.R. nur noch Formsache (wenn jetzt nicht gerade die Wirtschaft zusammen bricht ;-) ) |
Wo herrschen denn solch paradiesische Zustände? In Deutschland etwa? Wo? Komisch, daß unzählige und auch meine Wenigkeit davon nie etwas mitbekamen.
Setz' mal dem jungen Freund nicht solche Flöhe ins Ohr bzw. baue ihm keine Luftschlösser. Der Arbeitsmarkt ist überall mindestens angespannt, wenn nicht schwierig.
thepaine91 - Fr 15.06.12 12:17
@Delphi-Laie
Nein aber mit einer Fachbezogenen Ausbildung in Richtung IT inklusive 2 Jahre Berufserfahrung wird das als Fachabitur angerechnet. So zumindest meine bisherige Information, gehe das Thema aber jetzt auch erst richtig an.
Ich bin brennend interessiert und Karriere und Gehalt sind mir auch wichtig also trifft beides zu.
Mit DH ist Duale Hochschule gemeint dachte diese Abkürzung wäre gängig.
@Lemmy
Zur Fachhochschulreife siehe oben.
Also die Sache ist die ich denke mir bringt das theoretische Studium mehr Praxis habe ich denke ich auch so genug (Habe in 2 Firmen, 3 Abteilungen und 4 Sprachen programmiert. Da habe ich große Projekte im Team alleine realisiert mal mit Planung und auch ohne usw...).
Da ich seit Ende meines sechzehnten Lebensjahres alleine Wohne und mich an ein entsprechendes Einkommen gewöhnt habe wäre mir weiterhin ein Einkommen wichtig.
Also denke ich das für mich ein Fachhochschulstudium in Verbindung mit einem Teilzeitjob vielleicht das beste wäre. Aber genau deswegen freue ich mich über Meinungen und Tipps damit ich mich anschließend best möglichst entscheiden kann.
Zum Thema Festanstellung ich habe erst die Firma gewechselt das ist alles andere als schwierig IT Fachkräfte werden händeringend gesucht und wenn man auch etwas vorzuweisen hat findet man spielend leicht einen Job. Und ich habe es schon schwer weil immer noch viele Firmen der Meinung sind nur wenn man Studiert hat kann man etwas leisten..
Und ich verdiene auch jetzt schon ordentlich. Kurz gesagt das Job finden ist meine kleinste Sorge.
Delphi-Laie - Fr 15.06.12 12:34
Ich fange jetzt vermutlich an, mich unbeliebt zu machen:
Diesem Satze:
thepaine91 hat folgendes geschrieben : |
| Also die Sache ist die ich denke mir bringt das theoretische Studium mehr Praxis habe ich denke ich auch so genug (Habe in 2 Firmen, 3 Abteilungen und 4 Sprachen programmiert. |
hätte Interpunktion gutgetan. Versuche Dich mal in die Rolle eines Lesenden (bald Professors) hineinzuversetzen: Er muß den Satz vermutlich wiederholt lesen, um seine grammatikalische Struktur zu erkennen. Das kostet ihn Zeit, verlagert die Konzentration vom Inhalt auf die Sprache und stört somit die eigentliche Informationsaufnahme. Häuft sich so etwas in einer studentischen schriftlichen Arbeit, so ist der Gesamteindruck getrübt....
Nicht alles, was einem in der Schule beigebracht wurde, ist sinnlos.
Edit: Auch andere Sätze sind grauenhaft, nicht ein Komma, wo mehrere hingehören.
Nersgatt - Fr 15.06.12 12:37
thepaine91 hat folgendes geschrieben : |
| Und ich verdiene auch jetzt schon ordentlich. |
Dann gewöhn Dich nicht an das Geld und leg Dir ein Jahr lang was auf Kante. Dann hast Du im Studium nochmal ein Polster.
Christian S. - Fr 15.06.12 12:38
Delphi-Laie hat folgendes geschrieben : |
| Ich fange jetzt vermutlich an, mich unbeliebt zu machen: |
Ja, in der Tat. Und es gehört - wie so oft bei Deinen Abschweifungen zu sprachlichen Dingen - einfach nicht zum Thema. Ich möchte Dich daher bitten, beim Thema zu bleiben, und nicht nur in diesem Thread sondern auch in Zukünftigen.
thepaine91 - Fr 15.06.12 13:08
Da hast du vermutlich recht Nersgatt, aber ich habe mich jetzt schon daran gewöhnt. Mir fällt also jetzt schon schwer ganz darauf zu verzichten.
Genau deswegen suche ich nach einer Lösung, bei der beides nicht zu kurz kommt, sofern es diese überhaupt gibt.
Lemmy - Fr 15.06.12 21:25
Delphi-Laie hat folgendes geschrieben : |
Lemmy hat folgendes geschrieben : | | Wenn Du dich da nicht komplett wie ein Irrer aufführst, ist eine nachfolgende Anstellung i.d.R. nur noch Formsache (wenn jetzt nicht gerade die Wirtschaft zusammen bricht ;-) ) |
Wo herrschen denn solch paradiesische Zustände? In Deutschland etwa? Wo? Komisch, daß unzählige und auch meine Wenigkeit davon nie etwas mitbekamen.
|
wo habe ich paradiesische Zustände beschrieben? OK, vielleicht hätte ich noch ein ;-) hinter dem Irren machen sollen. Aber genau WEIL die Arbeitslosen nicht auf offener Straße angeworben werden ist es wichtig schon früh entsprechende Erfahrungen und Beziehungen aufzubauen. Wer den leichtesten Weg im Studium geht und im Praxissemester dann auch noch mehr schläft als sich bewegt braucht sich nicht zu wundern wenn anschließend der Gang aufs Arbeitsamt fällig wird.
Grüße
platzwart - Fr 15.06.12 23:11
An der Stelle kann ich Lemmy nur zustimmen: Wer sich nicht ganz talentfrei anstellt, bekommt als Softwareentwickler (und sogar mit erster Berufserfahrung) auf jeden Fall einen Job. Zumindest, falls man nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist...
Sinspin - Sa 16.06.12 11:18
Ein Studium anzufangen, auch wenn man schon eine Weile so über die runden gekommen ist, finde ich auf jeden Fall eine gute Idee. Es ist immer eine Bereicherung sich weiterzubilden.
In Thüringen war es damals (1996++) so das man einen Realschulabschluss und abgeschlossene Berufsausbildung oder irgend einen Abschluss und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen musste. Dann konnte man eine einjährige Schulausbildung namens Fachoberschule besuchen und danach jede deutsche Fachhochschule zum studieren besuchen.
Wie es heute mit den Vorbedingungen in der Bachelor-/Masterwelt ausschaut weis ich nicht. Für ein ordentliches Studium musste man auch was vorweisen. Ich, als über den zweiten Bildungsweg kommender, hatte an manchen Stellen übel zu knappern abwohl man uns schon in der Fachoberschule ganz schön rangenommen hat.
Zum Thema Vorbedingungen würde ich direkt bei den FHS anfragen die sollten am ehesten Bescheid wissen.
thepaine91 - Mo 18.06.12 10:01
Hm okay. Ja ich denke auch ein Studium schadet nicht und deshalb will ich mich rechtzeitig informieren.
Natürlich wird es in manchen Bereichen schwierig durch das fehlende Abitur, aber auch das sollte zu schaffen sein.
Ich denke ich werde einfach beim Arbeitsamt nachfragen welche Möglichkeiten es gibt sich weiterzubilden und hoffe das diese Institution ausnahmsweise mal hilfreich ist.
Wenn ihr sonst noch Tipps habt wo man sich informieren kann, würde ich mich natürlich darüber freuen.
Sinspin hast du nebenher gearbeitet oder hast du dich nur auf das Studium konzentriert?
papa69 - Mo 18.06.12 10:15
Du kannst dich vor Ort (also deiner Wunsch-Uni/FH) informieren, die haben normalerweise ein eigenes Büro für solche Fragen (zumindest ist mir das an "meiner" FH so bekannt.
Das finanzielle soll/muss Dir auch bewußt sein. Ein Polster zu haben ist da nicht verkehrt. In manchen Bundesländern gibt es Studiengebühren bzw. andere Semesterkosten, die Du berücksichtigen musst. Ich würde Dir raten, nach Möglichkeit heimatnah zu studieren. Auch wenn WG-Kosten manchmal gut tragbar sind. Allein von Bafög kann man die Kosten des Lebens nicht decken. Am besten wäre es, wenn du einen (Neben-) Job hättest, der dann auch noch mit dem gewünschten Ausbildungsziel konform läuft. Da überlistest Du gleich 2 Klappen mit einer Fliege: Einerseits verdienst Du Dir etwas dazu und andererseits kannst Du Theorie mit/in der Praxis verbinden...
Delphi-Laie - Mo 18.06.12 10:20
thepaine91 hat folgendes geschrieben : |
| Natürlich wird es in manchen Bereichen schwierig durch das fehlende Abitur, aber auch das sollte zu schaffen sein. |
Das halte ich für eine fahrlässige und oberflächliche Untertreibung.
Ich weiß nicht, was manche Bildungs- bzw. Kultusminister sich dabei dachten (oder vielleicht eher nichts dachten), Aufnahmevoraussetzungen aufzuweichen. Diese hatten und haben ihren guten Grund. Oder will man Erreichbarkeit suggerieren und tatsächlich Frustrationsopfer erzeugen? Nicht jeder verkraftet es gut, ein wichtiges Lebensziel nicht erreicht zu haben.
In einem technikorientierten Studium wie der Informatik sind zumindest in den Fächern Mathematik, Physik und natürlich der Informatik selbst Abiturkenntnisse nötig, von Englisch und ggf. einer zweiten Fremdsprache will ich gar nicht erst reden. Während man in den meisten anderen Fächern fehlendes Wissen "hinterherlesen" kann, so sind in obengenannten ja auch das Verständnis essentiell. Und mit bloßem Lesen kann man dort das Defizit nicht aufholen, es geht dort also nicht so rasch (es gibt ja sogar Kinder, die sich mit mathematische Lektüre als Einschlafliteratur unterhalten lassen und alles Gelesene sofort verstehen und behalten - nur, wieviele sind das?). Man muß also auch selbst tätig werden: Mit Rechnen, Gleichungen er- und umstellen, mit Programmieren usw. .
Das alles sollte man sich - wie auch immer - im wesentlichen bereits vorher angeeignet haben. Im Studium wird dafür keine Zeit mehr sein / bleiben, und wenn man erst einmal den Anschluß verloren hat (ohne Abiturkenntnisse wird es fast sofort der Fall sein), ist es ohnehin meistens zu spät.
thepaine91 - Di 19.06.12 11:53
Also bei deiner Einstellung hätte ich nicht mal die Grundschule erfolgreich abgeschlossen. Oo
Ich würde mich freuen wenn nur noch Beiträge geschrieben werden, die mit dem Thema zu tun haben und wirklich sinnvolle Tipps oder Erfahrungen beinhalten.
Danke. :|
Gruß
nic...
Sinspin - Di 19.06.12 20:28
Delphi-Laie hat folgendes geschrieben: |
| 64605)Sinspin hast du nebenher gearbeitet oder hast du dich nur auf das Studium konzentriert? |
Anfangs hatte ich Geld aus meiner Zeit der Ausbildung und auch ein bisschen Bafög hat es gegeben. Irgendwann im Hauptstudium, das sich ein wenig in die Länge gezogen hat da mir noch ein paar Püfungen aus den Semestern davor gefehlt haben, hatte ich erst arbeit an der FH bei einem Professor und dann einen tollen Job bei einer Firma, der mich motviert hat mehr zu wollen als bisher.
Delphi-Laie hat folgendes geschrieben : |
thepaine91 hat folgendes geschrieben : | | Natürlich wird es in manchen Bereichen schwierig durch das fehlende Abitur, aber auch das sollte zu schaffen sein. | Das halte ich für eine fahrlässige und oberflächliche Untertreibung.
...
Das alles sollte man sich - wie auch immer - im wesentlichen bereits vorher angeeignet haben. Im Studium wird dafür keine Zeit mehr sein / bleiben, und wenn man erst einmal den Anschluß verloren hat (ohne Abiturkenntnisse wird es fast sofort der Fall sein), ist es ohnehin meistens zu spät. |
Das pisst mich jetzt tatsächlich etwas an. Von den 54 Leuten die wir anfangs waren, kamen gut zwei drittel direkt von ABI und davon ist die hälfte auf der Stecke geblieben! Zwei oder drei haben wirklich was geleistet. Der Rest ist mit mir oder nach mir fertig geworden.
Aber der Beste aus unserem Semester hat schonmal was anderes studiert, an verschiedenen Stellen gearbeitet aber einen Abschluss mit 1.0 hingelegt! War dementsprechend auch nicht mehr der jüngste aber definitiv der motivierteste.
Natürlich war für mich das ein oder andere ganz schön heftig. Aber ich habe es hinbekommen ohne ABI! Und ich bin, soweit mich was nicht brennend interessiert, ziemlich faul. Es gibt aus meiner Sicht mehrere Arten an ein Problem heranzugehen. Entweder weil man soll (90% Versager), oder weil man keine Lust hat was anderes zu machen (70% Versager). Oder, weil man etwas erreichen will (<10% Versager). Und dann passt auch die Motivation und das Ergebnis!
Tintenblut - Fr 22.06.12 09:04
Nur mal so vorweg: Das, was ich im Abi gelernt habe (speziell Mathe), konnte ich in der Zeit in der ich studiert habe eher wenig was mit anfangen.
Es ist eher eine Frage der Motivation an Dinge heranzutreten. Außerdem werden bei den meisten Unis / FH vor Studienbegin Tutorien angeboten, die man tatsächlich wahrnehmen sollte.
Ich hatte angefangen an einer FH zu studieren (Wirtschaftsinformatik). Und hatte vorher mein Abi auf einem Gymnasium mit Schwerpunkt Wirtschaft gemacht.
Für mich persönlich war eine Universität einfach zu "anonym". In Fachhochschulen sind die Kurse übersichtlich hinsichtlich der Kursteilnehmer und meines erachtens hat man das gleichzeitig an der Motivation der Professoren selbst gemerkt.
Die Wichtigsten Dinge für ein Studium sind wohl Interesse, Motivation, ein gewisses Verständnis für die Materie, die Fähigkeit für sich aber vor allem auch in Teams zu arbeiten.
Das A und O in einem Studium ist es, Anschluß an andere Kommilitonen zu finden. Als Einzelgänger kommt man hier nicht weit.
Wie bereits von anderen Vorgeschlagen, solltest du dir einen Termin bei der Arbeitsagentur geben lassen. Auch ein Gespräch mit der Studienberatung in der Uni kann sehr informativ sein. Meistens hat man hier auch nochmal die Chance, einfach einen Studenten vor Ort anzuhauen, um sich direkte Erfahrungsberichte mit dem Studiengang anzuhören.
thepaine91 - Fr 22.06.12 13:46
Danke für eure Antworten.
Eure Tipps und Erfahrungen haben mir sehr geholfen.
Und ich kann euch nur zustimmen, denn Erfolg hängt immer von der Einstellung ab.
Natürlich freue ich mich weiterhin über Beiträge zu diesem Thema.
Gruß
nic
Regan - Fr 22.06.12 17:03
thepaine91: Da du vorher schon eine Ausbildung gemacht hast, empfehle ich dir eine Universität. Die praktischen Grundlagen solltest du schon haben, die theoretischen lernst du an der Uni.
Tintenblut hat folgendes geschrieben : |
| Für mich persönlich war eine Universität einfach zu "anonym". |
Das lässt sich nicht pauschalisieren. Es gibt durchaus auch kleine Universitäten, bei denen du zwar in Vorlesungen für alle relativ untergehst. Aber gerade in speziellen Vorlesungen, die nur für deinen Studiengang angeboten werden, ist die Anzahl recht überschaubar. In einer Vorlesung bei mir sitzen z. B. acht Studierende (davon zwei Wiederholer). Dann kann der Vorlesende auch mal auf Fragen eingehen.
Allgemein ist das natürlich auch abhängig vom Studiengang und vom Semester. Während Informatik relativ viele beginnen, schaffen es doch die wenigsten bis zum Abschluss.
Tintenblut hat folgendes geschrieben : |
| Nur mal so vorweg: Das, was ich im Abi gelernt habe (speziell Mathe), konnte ich in der Zeit in der ich studiert habe eher wenig was mit anfangen. |
Bei mir hat Abi-Mathe in den ersten zwei Semestern vollkommen ausgereicht.
Sinspin hat folgendes geschrieben : |
| Es gibt aus meiner Sicht mehrere Arten an ein Problem heranzugehen. Entweder weil man soll (90% Versager), oder weil man keine Lust hat was anderes zu machen (70% Versager). Oder, weil man etwas erreichen will (<10% Versager). Und dann passt auch die Motivation und das Ergebnis! |
Vergiss nicht die, die wegen ihren Eltern oder Geschwistern studieren.
Delphi-Laie hat folgendes geschrieben: |
| Das alles sollte man sich - wie auch immer - im wesentlichen bereits vorher angeeignet haben. Im Studium wird dafür keine Zeit mehr sein / bleiben, und wenn man erst einmal den Anschluß verloren hat (ohne Abiturkenntnisse wird es fast sofort der Fall sein), ist es ohnehin meistens zu spät. |
Du scheinst etwas veraltete Vorstellungen von Schule und Abitur zu haben. Das Abitur kannst du auch mit Kunst als Leistungskurs erhalten und trotzdem Informatik studieren. Ein Schlussfolgerung von Abi auf Studium ist hinfällig. Sehr intensiv bemerkt man das, wenn die Frage nach dem Abi-Schnitt ab der zweiten Studiumwoche gar nicht mehr gestellt wird. Fertigkeiten aus dem Abitur können helfen, leider gehört methodisches Vorgehen und Selbststudium (worauf es im Studium ankommt) bei vielen nicht dazu. Außerdem stimmt die Einstellung vieler Abiturienten nicht: Viele wollen die "Zeit ihres Lebens" haben. Wenigstens in der Prüfungszeit sollte man diese Einstellung ablegen.
Die Universität ist nicht dafür da, Abiturienten mehr Einstiegsgehalt zu verschaffen, sondern um wissenshunrigen Menschen eine Grundlage zu bieten, ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu erweitern.
Edit: quote-Desaster aufräumen
Mathematiker - Fr 22.06.12 18:08
Tintenblut hat folgendes geschrieben : |
| Nur mal so vorweg: Das, was ich im Abi gelernt habe (speziell Mathe), konnte ich in der Zeit in der ich studiert habe eher wenig was mit anfangen. |
Das sind die Aussagen, die ich kaum noch hören kann. Es fehlt nur noch: "In Mathe war ich schlecht und trotzdem bin ich super erfolgreich."
Vielleicht muss man immer wieder daraufhinweisen:
Die allgemeinbildende Schule ist kein(!) Vorbereitungslehrgang für ein Informatik-, Mathematik-, Medizin- oder sonst etwas Studium. Das kann die Schule nicht leisten, da sie Allgemeinbildung vermittelt. Das Gymnasium soll Studierfähigkeit erreichen, d.h. man soll in der Lage sein, aber auch den Willen haben, sich selbständig(!) Wissen anzueignen, mit Hilfe der Unibeschäftigten natürlich.
Ob das Gymnasium dieses Ziel erreicht, sei dahin gestellt. Wer glaubt, die Uni ist eine direkte Fortsetzung des Gymnasiums scheitert. Der Vorwurf, die Schule oder die Lehrer sind schlecht, ist stets nur eine Ausrede.
Eine mir bekannte und wirklich sehr gute Uni hat nach 2 Semestern Informatikstudium Abbruchquoten die geradezu als dramatisch anzusehen sind. Hauptursachen sind:
1. völlig irrige Vorstellungen von Informatik
2. fehlende Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Fleiß, Anstrengungsbereitschaft und vor allem Selbstkritik
3. katastrophale Fähigkeiten im logischen Denken, aber auch in den Grundlagen der Mathematik
4. finanzielle Probleme
Der Schule daraus einen Vorwurf zu machen, ist genauso sinnvoll, wie die Fahrschule für schlechte Autofahrer zur Rechenschaft zu ziehen.
Beste Grüße
Mathematiker
Delphi-Laie - Fr 22.06.12 19:04
Regan hat folgendes geschrieben : |
Delphi-Laie hat folgendes geschrieben : | | Das alles sollte man sich - wie auch immer - im wesentlichen bereits vorher angeeignet haben. Im Studium wird dafür keine Zeit mehr sein / bleiben, und wenn man erst einmal den Anschluß verloren hat (ohne Abiturkenntnisse wird es fast sofort der Fall sein), ist es ohnehin meistens zu spät. |
Du scheinst etwas veraltete Vorstellungen von Schule und Abitur zu haben. |
Nun mal halblang! Abitur ist die allgemeine Hochschulreife, davon wurde offiziell nie abgerückt (von "Schmalspur-"/Fachabiturs einmal abgesehen). Daß die "VerPISAung" auch in diesem Bereich munter voranschreitet, ist nicht meine Schuld (wenn ich mir allein die schriftlichen verbalen Ausdrucksfähigkeiten in den Foren ansehe, und auch die allgemeinen Umgangsformen, das erlaube ich mir jetzt ausnahmsweis noch mal einzuwerfen). Umgekehrt wird in speziellen Fächern sehr auf Leistung getrimmt, und Vertiefungen werden angeboten, ja gefordert, die sicher für bestimmte Studienrichtungen vorteilhaft sind. Abiturienten, die in Informatik mit Baumstrukturen in Leistungskursen m.E. fast schon gequält werden - da geht bei mir allmählich das Mitleid los. Dafür wird es dann im Studium aber relativ erholsam.
Regan hat folgendes geschrieben : |
| Das Abitur kannst du auch mit Kunst als Leistungskurs erhalten und trotzdem Informatik studieren. |
Wieso ich? Damit bin ich längst durch!
Regan hat folgendes geschrieben : |
| Ein Schlussfolgerung von Abi auf Studium ist hinfällig. |
Eben! Kunstvertiefung z.B. ist für die allerallermeisten Studenten vom fachlichen her nutzlos. Aber das trifft letztlich auf (fast) alle Leistungskurse zu. Lediglich Sprachen und - mit Abstand - Mathematik sind fast immer und überall zu gebrauchen.
Mathematiker hat folgendes geschrieben : |
| Die allgemeinbildende Schule ist kein(!) Vorbereitungslehrgang für ein Informatik-, Mathematik-, Medizin- oder sonst etwas Studium. Das kann die Schule nicht leisten, da sie Allgemeinbildung vermittelt. |
Jein. Sie ist kein Vorbereitungslehrgang für ein konkretes, spezielles Studienfach, sondern ein allgemeines für jedes! Mit dem Aneignen bestimmter Wissenserwerbsmethoden (oder dem Aussieben derer, die sie nicht Erlernen) ist es aber nicht getan: Das Wissen muß im wesentlichen schon vorhanden sein, im Studium ist keine Zeit mehr, mit - jetzt bleiben wir bei Deinem Fach - Induktion, Grenzwerten, Infinitesimalrechnung u.ä. zu beginnen. Letztlich kann man darob schon philosophieren, ob eine der beiden Funktionen wichtiger ist (und welche) oder ob sie - wenigstens prinzipiell - gleichwertig sind. Ich tendiere zu letzterem.
Mathematiker hat folgendes geschrieben : |
| Das Gymnasium soll Studierfähigkeit erreichen, d.h. man soll in der Lage sein, aber auch den Willen haben, sich selbständig(!) Wissen anzueignen, mit Hilfe der Unibeschäftigten natürlich. |
Hier meine volle Zustimmung (s. weiter oben in diesem Beitrage).
Mathematiker hat folgendes geschrieben : |
| Der Vorwurf, die Schule oder die Lehrer sind schlecht, ist stets nur eine Ausrede. |
Evtl. sogar eine "Selbstbelügung", wenn man sich das einredet oder gar daran glaubt. Auf jeden Fall ist - mal wieder - der andere schuld, die Welt also - scheinbar - halbwegs in Ordnung.
Ergänzung: Strukturierte Arbeitsweise ist nicht immer vonnöten. So gab es unstrukturiert bis chaotisch arbeitende Menschen, die es zu wundersamen Ergebnissen brachten, so der Mathematiker Srinivasa Ramanujan und der Physiker Wolfgang Pauli. Nur, beides waren Genies!
Martok - Sa 23.06.12 02:32
Ich möchte nochmal drauf hinweisen, dass dieses Thema doch eigentlich nicht so sehr an Bildungspolitik (da werdet ihr in spätestens 3 Beiträgen
{*} sein) ist, sondern viel mehr konkret hilfreiche Tipps zur Studienwahl für
thepaine91.
Und da würde ich dem zustimmen:
Regan hat folgendes geschrieben : |
thepaine91: Da du vorher schon eine Ausbildung gemacht hast, empfehle ich dir eine Universität. Die praktischen Grundlagen solltest du schon haben, die theoretischen lernst du an der Uni. |
Eine meiner Kommilitoninnen (seltsames Wort) hat genau das gemacht: abgeschlossene Ausbildung und dann Studium (Maschinenbau) an der Uni. Hat auch noch den Vorteil, dass sie keine Praktika mehr zu machen braucht, da die komplette erforderliche praktische Zeit angerechnet wird.
Außerdem würde ich dir Vollzeit empfehlen: Abendstudium klingt zwar handlicher, aber das Arbeitspensum ist praktisch das gleiche - nur dass du nebenbei noch arbeitest (so ist es jedenfalls gedacht). Freizeit hast du dann kaum noch.
Dual ist Blödsinn, die Ausbildung hast du ja schon.
Was die Fächer angeht: grob geschätzt alles was GIt (Grundlagen der Infomationstechnik) enthält dürftest du mit dem FI machen dürfen. So ist jedenfalls bei uns der Zusammenhang zwischen Ausbildung "Industrie-{irgendwas}" und Lehrveranstaltung "Konstruktions{lehre/technik}" ;-)
Sollte irgendwas davon schon von anderen geschrieben worden sein: tut mir leid, bei dem vielen Off-Topic hier könnte ich das überlesen haben.
_______
{*} Spätestens, nachdem jemand bemerkt, dass das Deutschland ist, wir hier also 16 Bildungssysteme haben, die sich auch noch im Schnitt alle 6-8 Jahre ändern (je nach Landtagswahlergebnis). Das macht praktisch alle allgemeinen Antworten hier sowohl richtig als auch falsch -
eure Erfahrungen mögen so gewesen sein, aber dass das heute noch (selbst im gleichen Bundesland) so ist ist nicht gesagt.
Und dann ist da ja noch
die Bolognese die Bologna-Reform.
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