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UGrohne
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BeitragVerfasst: Mo 03.11.03 19:47 
So Leute,
nachdem ich vorhin im C++-Forum einen Beitrag über den BuilderX gelesen und voriges Wochenende mal kurz ein Pläuschchen mit einem Borland-Mitarbeiter hatte, wollte ich mal eine kleines Diskussion anstoßen, über die Zukunft von Delphi.

Der C++BuilderX ändert die Strategie von Borland ja offensichtlich. Seit ihm wird keine VCL mehr verwendet. Zukünftig soll wxwindows ins Spiel kommen, um die Plattformunabhängigkeit zu vervollkommnen. Denn der BCBX läuft auf allen erdenklichen Betriebssystemen und es ist sogar möglich, jeden beliebigen Compiler einzubinden, damit man sogar unter Windows für Linux kompilieren kann. Soweit so gut, finde ich, dass sich der Einstieg wohl erst mit der nächsten Version lohnen könnte.

Kylix wird wohl nach Meinung vieler eingestampft, genauso wie der ehemalige BCB6 keinen Nachfolger mehr bekommen wird. Wäre ja wohl auch sinnlos.

So und jetzt zu Delphi: Delphi 8 soll laut diesem Mitarbeiter nicht mit einem nativen Compiler ausgestattet sein, sondern nur noch .NET-Zeugs erzeugen, evtl. kommt nächstes Jahr noch ein nativer Compiler hinterher (kostenpflichtig). Damit will Borland MS wohl ein paar Marktanteile wegschnappen. Aber die Frage ist halt, ob Delphi damit noch konkurrenzfähig bleiben kann, denn schließlich hat Borland mit dem C#Builder schon ein Bein im .NET, dass ausgebaut werden will. Alles wird sich jetzt wohl auf CBX konzentrieren, was bekommt Delphi dann noch Aufmerksamkeit, vor allem die VCL?

Was meint Ihr dazu?
ak
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BeitragVerfasst: Mo 03.11.03 21:46 
Hallo,
das frage ich mich auch schon seit längerem.
Auf www.entwickler.de steht folgender Artikel:

Zitat:
03.11.2003
Delphi soll .NET mit Rapid Application Modeling einsetzen
Mit Delphi 8 soll auf die Delphi-Entwickler, laut Computer Business Online, ein modernes Zeitalter mit Änderungen, wie ihre Sprache auf Microsofts .NET Plattform umzustellen und Rapid Application Modeling einzusetzen, zukommen. Borlands Neun Jahre alte Windows Programmiersprache soll so upgedated worden sein, dass es den Delphi-Entwicklern ermöglicht werden soll, Code in Microsofts Common Language Runtime (CLR) zu übersezten. Zusätzlich soll Delphi Borlands zweite Sprache werden, die Enterprise Code Objects (ECO) für Rapid Application Development (RAD) mit Model Driven Architectures (MDA) einsetzt. Delphi 8 für das Microsoft .NET Framework soll voraussichtlich diese Woche auf der BorCon in San Jose, California veröffentlicht werden.

www.borland.de/
www.cbronline.com/cbrnews/

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Gruß AK
Klabautermann
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 03:22 
Hi,

abwarten und gaaaaaaanz ruig bleiben. Ich glaube nicht das dass alles so dramitisch wird wie es jetzt aussieht.

UGrohne hat folgendes geschrieben:
Der C++BuilderX ändert die Strategie von Borland ja offensichtlich.
[...]
Kylix wird wohl nach Meinung vieler eingestampft, genauso wie der ehemalige BCB6 keinen Nachfolger mehr bekommen wird.

Ich meine in der c't gelesen zu haben, das der C++ BuilderX kein nachfloger des BCB ist. Der nahme ist nur "zufällig" ähnlich (es schadet ja nciht wenn ihn der eine oder andere kauft weil er ihn für den nachfolger hällt). Es ist ein völlig anderes Projekt mit einer völlig anderen Zielgruppe. Es wird einen C++ Bulder X 2, C++ Builder X 3 usw. geben - das X steht hier Symbolisch für Cross-Platform. Der BCB wird als eigene Produktline soviel ich weiß weiter laufen.

Zu der Kylix geschichte hört man auch unterschiedliche aussagen aus dem Hause Borland, ich denke das die Entscheidung da noch nicht gefallen ist, und die Borland Mitarbeiter da selber auch ihren Hausinternen gerüchten aufsitzen. So habe ich z.B. von einem Borland Deutschland Mitarbeiter gehört mit Kylix währe es aus und fast gleichzeitig von eimen Mittarbeiter des Compiler-Devolopment Teams von Borland USA einen beitrag gesesen, wo er dies bestreitet. Da ist die Frage wer ist besser informiert? Der Compilerbauer aus den USA oder der Mitarbeiter hier aus Deutschland.

Ich würd sagen Borland hat sich in letzter Zeit ziemlich übernommen, und muss jetzt ersteinal zusehen das sie wieder alles auf die reihe kriegen. Es ist auch ziemlich blöde für die gelaufen, dass .NET so knapp nach der Kylix Entwicklung kahm und Kylix selber schlechter anlief als geplant (wahrscheinlich auch wegen .NET und weil Kylix Buggy war/ist). Und wenn man bedenkt das der Umstieg auf 64 Bit auch bevorsteht...
Boland arbeitet mit hochdruck dran ins .NET geschäft zu kommen, das ist verständlich, weil das ein junger Markt ist, in dem man noch die Anfangsinvestitionen gewinnen kann. Die große .NET welle wird erst noch kommen und dann will Borland etwas anbieten können. Also wird die Arbeit überwiegend in die .NET Projekte (C# Builder und Delphi.NET) gesteckt. Aber auch andere Projekte werden weiter getrieben wie es der C++ Builder X zeigt. Denn dieser setzt ja gerade nicht auf ein Platfomübergreifendes .NET sondern auf native Platform unterstützung. Grade in diesem gebiet hat Borland viel zu bieten und auch schon viel investiert. Ich glaube nicht, dass die diese investitionen einfach weg schmeißen werden.

Wir Dephianer werden uns wohl ein wenig gedulden müssen, da wir auf der Prioritätenliste von Platz 2 auf Platz 4-5 gerutscht sind. Meiner Meinung nach siet diese liste nämlich momentan so aus:

1. C# Builder
2. Delphi .NET
3. J-Builder
4. Delphi (native) oder C++ Builder X
6. C++ Builder
7. Kylix

vorher stand nur der JBuilder vor uns.

Daher heißt es wie gesagt abwarten und ruig bleiben. Die werden ihre bisherige Kundschaft schon nicht vergraueln wollen, und solange sie ncoh ein paar tausen Euro für Delphi (native) Compiler aus uns herausholen können, werden sie das tun.

Gruß
Klabautermann
ak
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Suse Windows 9 XP
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 08:43 
Die Delphi.Net Strategie halte ich für sehr gut, auch wenn ich momentan Beruflich bedingt Java lerne. Java ist eine wirklich schöne Sprache, aber mit den JBuilder-Preisen vergrault Borland auch langfristige Kunden. Da Firmen, die verteilete Anwendungen für Grossfirmen entwickeln, die Enterpriseversion brauchen (oft jedenfalls).

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Gruß AK
Klabautermann
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 10:28 
Hallo,
ak hat folgendes geschrieben:
aber mit den JBuilder-Preisen vergrault Borland auch langfristige Kunden.

das halte ich für ein Gerücht. Wenn die Preise so relevant währen, dann währe der JBuilder nicht die beliebteste Java-Enticklungsplatform.

Ich denke das auch wenn die Preise für uns recht hoch scheinen sollten sie für Firmen die Geld damit verdinen noch relativ irelevant sein. Seinen wir mal erhrlich, welche noch so kleine KFZ-Werkstadt währe nicht froh, wenn sie mit Werkzeugkosten von 6000 Euro (Entwicklungsumgebung + Hardware) auskähme, ich denke Diagnose Computer und Hubbühnen schlagen da mehr ins gewicht.

Gruß
Klabautermann
lemming
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 11:33 
Titel: Äpfel und Birnen
labauti, du kannst doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, oder meinst du der KFZ-Meister steigt alle paar Jahre auf eine neue Hubbühne um?

Die Preise sind wirklich gesalzen. Bereits für den Mittelstand stellt sich da die Frage ob man da nicht eine billigere ältere Version kauft.

-lemmi
Klabautermann
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 11:49 
Titel: Re: Äpfel und Birnen
Hi,
lemming hat folgendes geschrieben:
labauti, du kannst doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, oder meinst du der KFZ-Meister steigt alle paar Jahre auf eine neue Hubbühne um?

wer zwinkt dich als entwickler dazu?
Und Diagnosecompis müssen alle paar Jahre geupdatet oder erstetzt werden.

Wie gesagt, ich finde die dinger auch nciht billig, aber für den Professionellen/Kommerziellen Einsatz nicht überteuert. Es habdelt sicch hier schiließlich nicht um Massenwahre wie ein Office Pack (und dafür nimmt zumindest M$ auch hammer Preise) sondern um eine Spezialsoftware mit vergleichsweise geringer Auflage. Brangenlösungen sind häufig noch teurer, was wohl mit der noch geringeren Auflage zu begründen ist.

Gruß
Klabautermann
ak
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 12:12 
Hallo Klabautermann,

ich verstehe was du meinst, aber für einen mittelständischen Betrieb mit 10 Programmierern die jeweils eine Version für 3500 €uro brauchen ist das verdammt viel Geld. Von den häufigen Neuversionen mal abgesehen.
1000 Euro halte ich für angemessener für die Enterprise, aber die bei Borland werden schon wissen was sie tun.

P.S. In meiner Firma wird wohl bis auf einen JBuilder-Rechner alles auf Eclipse umgestellt (so sehen die Planungen jedenfalls aus).

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Gruß AK
Luckie
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 12:22 
Sieh das mal anders rum: Du zahlst einmalig an Borland den Preis für Delphi. Damit kannst du dann selbst Software erstellen, welche du viele male wieder verkaufen kannst.

Rechne mal:
Delphi Enterprise 3500 €
Erstelle Software: 100 €
100 x verkauft: 10.000 €
UGrohne Threadstarter
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 13:01 
OK, jetzt aber bitte wieder zurück zum Thema, schließlich gehts hier nicht primär um die Preise, die Borland verlangt. Ich finde die eigentlich ganz in Ordnung.
Lemmy
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 13:30 
Hi,

ich habe bei Golem gerade gelesen, dass Borland Delphi 8 angekündigt hat:
www.golem.de/0311/28306.html

Da aber auf der Community-Seite von Big B. nichts stand machte ich mich mal auf die Suche nach Delphi.

Bei Dr.Bob konnte ich zumindest mal ne Preisliste für Delphi4.Net finden:
homepages.borland.co...OrderForm/Delphi.jpg
Und es gibt eine Delphi4.Net HP: www.borland.com/delphi_net/

Im Entwicklerforum hat Andreas Kosch einige "denkwürdige" Worte zu Delphi 8 (und der VCL) geschrieben:
www.entwickler-forum...vanz2dEg.5@.2cb7d2ff

Es sieht also gar nicht so schlecht aus für Win32-Entwickler....

Für die C++-Builder ist die Sonne aber auch noch nicht ganz untergegangen:
www.forumarea.de/forum/viewtopic.php?t=385

Schade finde ich momentan nur 2 Sachen:

1. Bei Delphi4.NET wird es vermutlich preislich egal sein, von welcher Delphi-Version man kommt, da habe ich mir erhofft, dass Delphi7-User billiger wegkommen, da ja in der Schachtel auch ein Delphi 7 sein wird.

2. Die Software-Assurance greift bei den meisten Delphi7-Beistzern nicht, da diese Delphi7 wohl direkt nach der Veröffentlichung gekauft haben und die Software-Assurace nur 6 Monate rückwirkend abgeschlossen werden kann. Heißt: Wer sowohl bei .NET als auch bei Win32 auf den aktuellen Stand bleiben will, wird sich beide Versionen kaufen müssen (oder zumindest eine incl. Software-Assurance).

Alles in allem wird das nächste halbe Jahr wohl sehr interessant für Delphianer werden....

Grundsätzlich wird aber eines klar sein: Win32 ist ein auslaufendes Modell!!!! Ich kann mir kaum vorstellen, dass es neben Delphi.NET noch ein Delphi für Win64 geben wird. Es stellt sich nur noch die Frage, wie schnell die 64Bit in die i386-Welt Einzug halten.....


Grüße
Lemmy
Klabautermann
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BeitragVerfasst: Di 04.11.03 14:52 
Hallo,

interessante Links.

Ich schätze da werden wir unsd in Zukunft an ein neues Look & Feel gewöhnen müssen, wenn auch die Delphi (native) IDE auf Galileo umgestellt wird. Aber solange die Möglichkeiten der IDE nicht weniger werden, werde ich mich auch dran gewöhnen das die Komponentenpalette jetzt wo anders sitzt ;). Und es ist ja auch nachvollziebar, das Borland versucht alle IDEs auf die selbe Basis zu stellen, dass ist einfacher zu warten und damit günstiger :roll:.

Spannend fand ich auch das Delphi.NET filmchen.

Nach den Aussagen von Andreas Kosch werden ja auch anpassungen an der Delphi Language für .NET gemacht, welche auch in die Delphi (native Variante) einfließen. Diese Arbeit würden sie sich nicht machen, wenn der Native Compiler sterben sollte.

Ganz generell glaube ich auch, das Native-Anwendung mindestesn noch die nächsten 5 Jahre besser laufen werden als ihre .NET äquivalente. Desweiteren lassen sich kunden schlecht dazu überzeugen Hard- und/oder Software (betriebsystem) Upzudaten, nur weil Microsoft da mal wieder was neues raus gebracht hat. Also werden native Compiler noch das nächst Jahrzehnt benötigt werden (wie war das mit dem Clipper Programmieren zu Jahrtausend wende?). Ergo, der Markt bricht nicht auf einen Schlag weg, deswegen wird es die Compiler versorgung auch nicht tun.

Gruß
Klabautermann