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Symbroson
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BeitragVerfasst: So 23.06.19 13:22 
Moin EE,

Ich bin gerade aus der 12 raus und warte auf den Studienbeginn. Während dieser Zeit (und evtl auch später noch in kleinerem Ausmaße) möchte ich für jemanden aus England für ein noch nicht festgelegtes Entgeld arbeiten. Jedoch ist die Rechtliche Lage etwas verzwickt, speziell was die Bezahlung angeht.
Hier sind erstmal die Ergebnisse meiner Recherche:

von meiner Krankenkasse aus gilt, dass ich maximal 445€ im Monat verdienen darf, um Familienversichert zu bleiben.

aus www.lohn-info.de/schueler.html:
- Es gilt das Arbeitsschutzgesetz
- Arbeit bis zu 70 Tagen/Jahr gilt als kurzfristige Beschäftigung und unterliegt außer der Zeit keinen weiteren Regeln
- bei mehr als 70 Tagen darf ich maximal 450€/Monat verdienen und das ist bis auf die Rentenversicherung, von der ich mich noch iwie befreien lassen kann, vesicherungsfrei
In diesem Fall wäre ich dann dort ein Angestellter oder so.
Als Selbständiger zu arbeiten ist mit wesentlich mehr Aufwand verbunden und kommt für mich derzeit nicht infrage.

In England ist das einfacher geregelt - grundsätzlich wäre ich mein eigener Boss und kann machen was ich will.
www.gov.uk/employmen...femployed-contractor

Derzeit sieht es wohl so aus als wäre die einzige Möglichkeit den Lohn auf 445€ zu halten und Versicherungstechnisch mich von der Rentenversicherung zu befreien. Dann solle es die wenigsten Probleme geben.

Ich weiß jetzt bloß nicht wie das ganze dann im Endeffekt zusammenspielt.
Wo hören die Deutschen Gesetze in diesem Verhältnis auf und wo fangen die Englischen an?
Und brauche ich einen schriftlichen Arbeitsvertrag?
Welche Art von Verhältnis ist in diesem Fall empfehlenswert?
Was muss ich generell und bei möglichen Varianten beachten?

Es wäre auch interessant was mein Arbeitgeber beachten muss - er ist schließlich nicht vertraut mit unseren Gesetzen.

Vielleicht gibts hier ja jemanden der diesbezüglich etwas mehr Ahnung oder Erfahrung hat.

Danke im Voraus!

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Nersgatt
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BeitragVerfasst: Mo 24.06.19 09:21 
Das ist natürlich ne etwas spezielle Situation. Das deutsche Recht ist da ja schon kompliziert.
Wenn Du sicher bist, dass das mit dem Job in England klappt, würde ich persönlich ein bisschen Geld in die Hand nehmen und mich von einem Steuerberater beraten lassen. Das kostet etwas Geld, bringt Dich aber auf die sichere Seite.
Oder Du machst es Dir leichter und suchst Dir einen 450 EUR-Job in Deutschland.

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Gruß, Jens
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