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lemming
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Mac OS 10.3.1
Delphi 6 Pro, Kylix 3
BeitragVerfasst: Mo 15.09.03 12:16 
Qualitätssicherung

Hallo! Wie sieht das eigentlich in eurer Firma mit Qualitätssicherung aus? Habt ihr da Verfahren denen ihr eure Software unterzieht. Bei meiner Firma ist das mittlerweile so zum Schluss was anderes raus kommt als ursprünglich geplant. Das Hauptproblem scheint mir das während der Entwicklung das Ziel vor Augen verloren geht. Workaurounds entstehen die wiederum neue Probleme aufbringen usw. und so fort.

Wie macht ihr das?

-lemming
Phobeus
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Linux (FC6), WinXP Pro (Box)
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BeitragVerfasst: Mo 15.09.03 12:21 
Der Entwickler ist gleichzeitig die einzige Qualitätssicherung und der Kunde ist König. Ergo gibt es nicht und alle wird dauernd geändert ohne Ziel. Das ich das schon fast als Kündigungsgrund genannt habe, muss ich wohl nicht erwähnen... :-/

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"Menschen sterben nicht wenn man sie zu Grabe trägt, sondern wenn sie ihre Träume verlieren..."
neojones
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BeitragVerfasst: Mo 15.09.03 13:25 
Was ist "Qualitätssicherung"?

Bei meinem Ex-Arbeitgeber war die Programmierung und die Planung ein und dieselbe Abteilung. D.h. wir haben jeden Arbeitsablauf entworfen, geplant und in Software umgesetzt. War am Ende irgendwas nicht nach gusto des Chefs haben wir neu angefangen.

Mittlerweile arbeite ich in dem Betrieb nicht mehr ...

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Ha! Es compiliert! Wir können ausliefern!
Tino
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BeitragVerfasst: Mo 15.09.03 14:28 
Hallo,

bei uns übernimmt das Produktmanagement die gesammte Planung. Ob neue Features, Bugfixes, ... werden zentral vom PM verwaltet. Das PM erstellt für jedes neues Feature, für jedes Bugfix eine Aufgabe. In dieser Aufgabe werden alle Details eingetrag: Hinweise vom Support zwecks Umsetzung, Hinweise für die Dokumentationsabteilung und natürlich Hinweise für die Entwickler. Außerdem steht in jeder Aufgabe in welcher Version diese erledigt sein muss. Mit Hilfe des Versionskontrolsystems kann ich auch gleichzeitig an mehrere Aufgaben, die in unterschiedlichen Versionen fertig sein müssen, arbeiten. Nach dem die Aufgabe erledigt ist übernimmt der Support den internen Test. Ist die Aufgabe fertig bekommt die Doku-Abteilung automatisch einen Hinweis damit diese eventl. die Doku überarbeiten. Danach erfolgt dann die Freigabe.

Gruß
Tino
lemming Threadstarter
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Mac OS 10.3.1
Delphi 6 Pro, Kylix 3
BeitragVerfasst: Di 16.09.03 10:19 
²Tino
Wow, das hört sich danach an als ob bei euch alles straff organisiert ist. In meiner Firma ist das so ähnlich wie bei neojones alter. Der Chef entscheidet zum Schluss. Meine Einwendungen was Aufwand, Stabilität angeht und was mir sehr am Herzen liegt: Usability, interessieren ihn einfach nicht.

Versionsverwaltung ist ein Traum in meiner Firma. Ich wollte eine machen, habe da sogar zuspruch von ihm gefunden, aber jetzt alles wieder im Sande vrlaufen. ich habschon wieder andere Themen.

Mir kommt es fast so vor als ob er mich als Spielverderber oder Miessmacher ansieht. Nur weil ich manche seiner Ideen für Grundsätzlich unanwendbar halte. Z.B. eine Userverwaltung programmieren auf Basis von NT 2000: Hallo! Das gibt es schon, es nennt sich Active Directory!

Btw. kennt ihr eine Komponente mit der man OUs auslesen und User anlegen kann?

Ich bin am verzweifeln :(

-lemming
Tino
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Windows 8.1
Delphi XE4
BeitragVerfasst: Di 16.09.03 15:52 
Hallo Lemming,

da hätte ich dann auch keine Lust mehr zu Arbeiten. Ohne Versionskontrolsystem ist das Arbeiten an (großen) Projekten bei dem eventl. sogar mehrere Personen dran arbeiten nicht möglich. Das ist einfach so. Dein Chef soll mal für ein paar Wochen mit so einem System arbeiten... danach fragt er sich wie er bloß ohne ausgekommen ist.

Wir benutzen in der Arbeit MKS Source Integrity. Es gibt aber auch andere System die etwas günstiger bis kostenlos sind: JedeVCS. Vielleicht kannst du ja deinen Chef überreden mal das kostenlose VCS zu testen.... Viel Glück :wink:

Gruß
Tino
Phobeus
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Linux (FC6), WinXP Pro (Box)
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BeitragVerfasst: Di 16.09.03 16:59 
@tino: Nicht möglich? Doch... doch... ist nur für die Person, die das ganze dann versucht zu Koordinieren ein Fulltimejob mit vorprogrammierten Nervenzusammenbruch. Ist aber möglich *sg* :twisted:

Das Problem ist eben nur bei jenen Firmen, die einen Chef haben, der nur lenkt und nicht selbst mit der Materie auskennt. Diese verstehen das nicht, warum man ein Backup in Form von CVS als sinnvoll hält und nicht ne Sicherungs-Ordner in dem jeder Anfangsbuchstabe einer Source-Datei in einem seperaten Unterordner...

Ich selbst nutze zu Hause als Ein-Mann-Team für meine Webarbeiten ein CVS basierend auf CVSNT und dem Eclipse Interface für CVS. Damit macht es richtig Spass seine Webarbeiten zu vollrichten, alles schön dokumentiert, übersichtlich und transparent. Firmen, die sich dagegen wehren, sollen sich aber nicht wundern, wenn man plötzlich vom Personal-Bereich überrollt wird :twisted:

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