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FroDos
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BeitragVerfasst: Do 23.08.18 17:44 
Ausbildung, Studium, oder seit ihr Autodidakten. Mein Bruder hat mir die Basics beigebracht - aber langsam stagniert mein Progress und ich überlege wies weiter geht...
jaenicke
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Delphi 10.2 Ent, Oxygene, C# (VS 2015), JS/HTML, Java (NB), PHP, Lazarus
BeitragVerfasst: Do 23.08.18 17:50 
Ich habe es selbst gelernt, damals noch ohne Internet. Hauptsächlich mit der integrierten Hilfe und viel probieren. Als es dann an die Windows API ging, habe ich mich dann hier im Forum angemeldet. ;-)

Und danach ging es dann direkt zum Informatik Studium.

Das Entscheidende ist ausprobieren und verstehen und nicht nur abschreiben wie es heute viele versuchen, weil das Internet dazu verleitet. ;-)
Ralf Jansen
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BeitragVerfasst: Do 23.08.18 17:53 
Alle 3 nur in anderer Reihenfolge.

Wenn du glaubst an einer Barriere zu stehen probiere eine andere Sprache, ein anderes Framework, ein anderes Betriebssystem. Das erweitert den Horizont und lenkt einen im weiteren Progress. Man merkt insbesondere ob man tatsächlich programmieren lernt oder nur die Spezifika bestimmter Systeme (und damit Wissen mit oft nur sehr begrenzter Halbwertszeit).
Palladin007
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BeitragVerfasst: Do 23.08.18 18:17 
Ich hab zwar eine Ausbildung gemacht, aber die war ziemlich witzlos. Der einzige wirklich relevanter Mehrwert der Ausbildung war der Schubs in Richtung Design-Patterns.
Die Jahre davor und danach hab ich alles auf eigene Faust gelernt, sprich: Aus dem Internet zusammen kopieren und dann hin und her drehen, bis ich kapiert hab, wie es funktioniert.
Gausi
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BeitragVerfasst: Do 23.08.18 19:40 
Ich habe Anfang der 90er im Informatik-Unterricht mit Turbo-Pascal auf einer 5 1/4"-Diskette (und eine zweite für die selbst geschriebenen Programme) die Grundzüge des Programmierens gelernt. Größtenteils anhand diverser mathematische Probleme wie Gleichungen lösen, Nullstellen berechnen, gegen Ende auch ein kleines Spiel. Relativ komplex waren dann die grafischen Ausgaben von Funktionen, inkl. Zoomfunktion. Da brauchte man schon etwas, um aus den X/Y-Wertender Funktion die Bildschirmpunkte zu berechnen. ;-) (War 9./10. Klasse, also kein Abi-Niveau)

Den Lehrer habe ich zum 20-jährigen Abi-Jubiläum auch wieder getroffen, und der ist immer noch super drauf. Der hat damals richtig guten Unterricht gemacht und hatte Ahnung von dem, was er erzählt hat.


Dann während des Studiums weiter damit rumgespielt, bis irgendwann ein Kumpel meinte "hömma, Turbo Pascal gibbets jetzt auch für Windows". So bin ich zu Delphi gekommen, und dann sehr schnell ins AUQ-Forum, das kurze Zeit später zum "Delphi-Forum" wurde, und später zu dieser Entwickler-Ecke. Meine erste Frage war glaube ich damals, was man statt "Writeln" nehmen kann (ein TMemo). Oder irgendwas zu dem grundlegend anderem Konzept bei Delphi gegenüber TP, nämlich eine ereignisorientierte Steuerung des Programms.

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Oel ngati kameie.
Mathematiker
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BeitragVerfasst: Do 23.08.18 20:08 
Da ich schon etwas älter bin, ging es auch eher los.

1974 und 1975 ein Sommerferienjob mit Lochkarten- und Lochstreifenherstellung und -kontrolle für den R300 und R40. Dann 1977 erste ALGOL 60-Programme (Berechnung von Bernoulli-Zahlen und einer 12reihigen Determinante) für den Großrechner R 300. Ab 1985 dann BASIC und Turbo Pascal für den KC 85; alles im Selbststudium und im Computerklub Karl-Marx-Stadt (den gab es tatsächlich!). Etwas U880-Assembler, Forth (schon lange vergessen) und C (fast alles vergessen) noch dazu.
Ab 1989 Turbo Pascal für Windows und wenige Jahre später Objekt Pascal (Delphi).
Weiterhin Selbststudium, d.h. "Versuch und Irrtum" und diverse Fachliteratur. Seit 7 Jahren bekommen ich nun richtig große Hilfe hier in der Entwickler-Ecke.

Mein Tipp: Immer wieder ausprobieren und das nächste Programm versuchen.
Ohne jeweils eine ordentliche Ausbildung zu bekommen, hat sich allerdings mein "spezieller" Stil "entwickelt", wo jeder Profi die Nase rümpft. Deshalb kann ich nur raten, so viel wie vernünftig möglich (es gibt auch noch etwas anderes als Computer :lol: ) selbst probieren und vor allem eine ordentliche Ausbildung durch Profis.
Sonst endet man so wie ich. :wink:

LG Steffen

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Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser als gewöhnlicher Mord. Albert Einstein
Palladin007
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BeitragVerfasst: Do 23.08.18 20:45 
Ja, Du hast schon ein schlimmes Los, so als Mathe-Lehrer und Hobby-Delphi-Entwickler :D :P
doublecross
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BeitragVerfasst: Fr 24.08.18 12:38 
Bei mir ging es mit meinem ersten Computer, einen C64 los. Neben den Spielen, die mich natürlich begeisterten, erkannte ich bald, das man die in einem anderen Font gedruckten Texte aus dem Handbuch (damals gab es so etwas bei Computern noch) direkt eingeben und ausführen konnte. Da das Handbuch Englisch war und ich diese Sprache mit meinen 10/11 Jahren nicht im Ansatz beherrschte Tippte ich die Beispiele aus dem Buch ab, veränderte sie und guckte was passierte. So brachte ich mir rudimentäres Basic bei. Ich glaube das Komplexeste Programm welches ich damals schuf war ein Textadventure welches im Grunde eine riesige Print-Input-If-Goto Kaskade war. Feinster Spagetti Code.

Richtig gelernt habe ich das ganze erst Jahre später während einer Schulischen Ausbildung zum Technischen Assistenten für Informatik. In den zwei Jahren lenten wir Think Pascal auf dem Mac, Turbo C++ auf den PC und 8085er Assembler an einem MFA Rechner, bei dem wir per Oszilloskop unsere Programmierten Signale auf dem BUS nach maßen. Da zu der Zeit ein günstiges Turbo Pascal 6 Angebot (IDE auf Diskette und dünnes Buch dazu) für ich glaube 60 DM zu bekommen war (per Katalog), gab meine Klasse eine Sammelbestellung hierfür auf und ich konnte somit auch zu hause auf meinem 386er meine Kenntnisse vertiefen. Mein erstes rekursives Programm (einige Monate bevor ich lernte was Rekursionen sind) war z.B. ein DelTree Befehl, da MS DOS 5 so etwas nicht kannte. Dieser Eigenbedarf an Software hat mir auch eine Menge beigebracht, was sonst wohl nicht Bestandteil der Ausbildung gewesen wäre ;).

Ich glaube ernsthaft Programmieren konnte ich dann nach der Ausbildung, der C64 Kram war halt Spielerei.

Recht spannend fand ich dann noch Prolog, welches ich während des Fachabis nach meiner Ausbildung Lernte. Denn das war noch mal eine ziemlich neue Art zu Programmieren welche meinen Horizont erneut erweitern konnte.

Das Studium fand ich dann wiederum ziemlich unspannend, da es im für mich interessantesten Bereich, der Programmierung eigentlich nur umständliche und Praxisferne Wiederholungen bot. Das einzige was ich hier Fachlich mitnahm waren SQL Kenntnisse (wären der Ausbildung wurde noch am DBase Punkt gearbeitet) und ich hatte mir in der Bibliothek einiges über das XML Format angelesen, da dieses zu der Zeit gerade "heißer scheiß" war.

Das Studium habe ich dann aber nach ein paar Semestern aufgegeben da man konkrete Probleme besser in den Newsgruppen dieses endlich auch für Privatleute erschwinglichen "Internet" diskutieren konnte (und damals musste man tatsächlich noch häufiger Diskutieren, da sich Lösungen oft noch nicht in "alten Beiträgen" finden ließen). Meinen ersten Job als Delphi Entwickler antreten konnte ich auch ohne Studium antreten, die Firma hat mich quasi abgeworben.

@FroDos: Wenn duch weiterentwickeln willst und sich deine Kentnisse bisher nur auf eine Sprache beschränken kann ich auch nur empfehlen, lerne eine zweite. Als zweite würde ich tatsächlich noch eine mit einer ähnlichen Zielsetzung empfehlen (z.B. C# wenn du Delphi kannst), damit du lernst. dass man das gleiche aus mehreren Richtungen angehen kann und jede ihre vor und Nachteile hat. Wenn du dich dann mal wieder weiter entwickeln willst, würde ich einmal einen Schwenk in einen Fremden Problembereich empfehlen, gucke dir z. B. mal an, was man mit Angular (was weit mehr als die Sprache Typescript ist) so machen kann.

Ich denke so, wirst du am umfassendsten Programmieren lernen. Wichtig ist sich nicht in einer Nische festzusetzen und zu begreifen, das das erlernen einer neuen Programmiersprache mehr ist als nur "Vokabeln" Pauken. Jede Sprache hat ihre eigenen Eigenheiten, und man beherrscht eine Sprache, wenn man auch ein Gefühl für diese Eigenheiten entwickelt hat.Je mehr Sprachen man bis zu diesem Punkt kennengelernt hat, desto einfacher Fällt es auch neue zu lernen.

Um diesen Punkt bei jeder Sprache zu erreichen, ist es glaube ich wichtig an einem größeren Projekt in dieser Sprache gearbeitet zu haben. Solltest du das also in "deiner" Sprache noch nicht getan haben, dann denke dir ein solches aus und realisiere es, bevor du die Sprache wechselst.

Viel Spaß!
krummbiegel
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BeitragVerfasst: Fr 24.08.18 13:03 
Ich habe es mir damals auch selbst beigebracht und dann in einer Ausbildung weiter vertieft. Heutzutage hat man ja mit dem Internet das komplette Wissen auf dem Präsentierteller, man kann sich auf YouTube informieren, auf Blogs seine Infos ziehen, mit Hilfe von Apps entwickeln lernen oder halt mit Büchern (macht das noch wer?!). Die Türen stehen einem offen. Viele bekannte von mir haben sich über ein Fernstudium dem Thema genähert ( www.sgd.de/kursseite...ormatikerin-sgd.html ), meist parallel zum Job. So konnten sie ihren Unterhalt bezahlen und nebenbei ihre "zweite Karriere" vorantreiben. Es hat sich auch für alle ausgezahlt.

ps: einen Königsweg gibt es nicht, je nach Lerntyp gibt es verschiedene Optionen...
doublecross
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BeitragVerfasst: Fr 24.08.18 13:34 
Hi,
user profile iconkrummbiegel hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
oder halt mit Büchern (macht das noch wer?!).

jepp, bei neuen Themen habe ich gerne begleitend ein Buch. Einfach weil diese oft so strukturiert sind wie es für die "Eigenheiten" des Themas wichtig ist, so versuche ich zu verhindern etwas zu übersehen, an dem ich sonst vorbei gelernt hätte. Die eigentlichen Themen vertiefe ich aber wiederum mithilfe des Internets. Es geht mir also mehr um die Struktur als den Inhalt des Buches. Wobei ich Bücher heutzutage bevorzugt als EPub verwende.

Immer öfter ersetze ich die aber auch durch udemy Grundkurse, weil diese in der Regel einfach günstiger sind (da da schon mal jemand einen Kurs zu dem Preis der immer durchgestrichen neben dem "aktionspreis" steht gekauft?).
hydemarie
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BeitragVerfasst: Fr 24.08.18 18:52 
Ich kann bis heute nicht programmieren, heißt es. :D

Ich habe in der Schule in einer AG (mehr oder weniger in den Freistunden) Turbo Pascal und (wenig) BASIC, irgendeines von Microsoft, wenn ich mich richtig entsinne, gelernt. Das waren die Grundlagen für mich. Nachdem ich es eine Zeitlang versucht habe, aus einem Buch Visual Basic ergänzend zu lernen, habe ich aber festgestellt, dass ich aus Büchern partout nicht lernen kann, weil zu viel Blabla und zu wenig Praxis drin sind. Die übrigen Sprachen habe ich also tatsächlich dadurch gelernt, dass ich sie einfach benutzt habe.
Sinspin
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Win7
DXE2 Prof, Lazarus
BeitragVerfasst: Sa 25.08.18 00:48 
Eine weitere korrekte Antwort wäre wohl "Am Rechner", alles andere steht ja schon da.

_________________
Solange keine Zeile Code geschrieben ist, läuft ein Programm immer fehlerfrei.
Ich teste nicht, weil ich Angst habe Fehler zu finden.
Delphi-Laie
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Delphi 2 - RAD-Studio 10.1 Berlin
BeitragVerfasst: Sa 25.08.18 17:49 
Die Grundlagen im Abitur (Basic) und Grundstudium (Pascal), das allermeiste aber als Autodidakt - in den 90er Jahren noch Bücher (Das große Buch zu Turbo-Pascal 6.0 von Gabriele Rosenbaum und Reiner Schölles aus dem Data-Becker-Verlag, Algorithmen von Robert Sedgewick aus dem Addison-Wesley-Verlag), ab den 2000ern aber fast durchweg nur noch aus dem Internet.

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Ordnung ist das halbe Leben - und sie zu schaffen die andere Hälfte.


Zuletzt bearbeitet von Delphi-Laie am Mo 27.08.18 14:22, insgesamt 1-mal bearbeitet
JoelH
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Win10
Delphi XE7/Tokyo Prof.
BeitragVerfasst: Mo 27.08.18 14:19 
Autodidakt. Erarbeitet in der Reihenfolge c64-Basic, Amiga Basic, (Object) Pascal mit Turbo Pascal 5.5-7 dann wieder Delphi 4 ff. dazwischen php4/SQL und Visual Basic.
Lesend verstehe ich wohl auch noch ASP, c(++), Java, Fortan ohne die Sprachen je gelernt zu haben. Meist habe ich irgendwelchen Code davon in eine andere Sprache portiert.

Und recht rudimentär c64-, Amiga- und x86-Assembler. Aber der Kram war mir immer zu kryptisch oder meine Programme nicht zeitkritisch genug.

_________________
mfg. Joel
krummbiegel
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BeitragVerfasst: Di 25.09.18 11:01 
Mittlerweile kann man sich fast alles selbst beibringen und dennoch würden die Kids eher Youtube statt ein Buch in die Hand nehmen. Wobei das alles sicher zeitgerecht ist, ich tu mir noch ein bissl schwer damit ^^
Mein Neffe, ist noch Schüler, zum Beispiel ist Fan von www.youtube.com/chan...bJEV8bqneqX6w/videos
Immerhin sind die Videos gut gemacht.