Ich verwende beruflich nur Oracle, da gibt es - saubere Programmierung vorausgesetzt - auch bei Millionen von Datensätzen keine Probleme. Zur Installation kann man schon sagen, dass diese von Version zu Version aufweniger wird

- zumidest wenn man nicht mit einer Standart-Installation auskommt. Wir arbeiten noch mit Oracle 8i (8.1.7.x), da die Basisapplikation, auf deren API wir zugreifen, noch mit der BDE arbeitet. Die BDE unterstützt Oracle 9i nicht mehr.
Zur Lizenzierung: Oracle führte vor einiger Zeit ein neues Lizenzmodell ein - entweder bezahlt man nach der Anzahl CPUs auf dem Server, oder nach "Named Users", das sind die in der DB angelegten Benutzer. Das Basispaket beinhaltet fünf User. Die aktuellen Preis habe ich leider nicht zur Hand. Unsere Konzernkonditionen sind sehr günstig, der Normalpreis liegt auf jeden Fall höher.
Eine weitere Alternative zu Interbase wäre MS-SQL-Server. Dieser ist inzwischen zu einem für MS-Verhältnisse sehr zuverlässigen Produkt geworden
Bei MS SQL gäbe es vor Allem für kleine Kunden eine interessante Sache:
Jeder segistrierte MS-Softwareentwickler (der z.B. Visual Studio lizenziert hat) darf die abgespeckte Version von MS SQL, die MSDE,
kostenlos an seine Kunden weitergeben. Diese ist auf fünf gleichzeitig zugreifende Benutzer begrenzt.
Der Kunde kann jederzeit auf den "ausgewachsenen" SQL-Server umsteigen, ohne dass die Software angepasst werden muß. Für bis zu 20 Arbeitsplätze bietet sich als Nächstes die "Small Business Edition" an.
Eine weitere Alternative wäre u.U. der Advantage Database Server (ADS), den teste ich in nächster Zeit mal durch. Bei IBM DB2 gibt es inzwischen auch günstige Angebote für kleinere Unternehmen, dazu kann ich aus eigener Erfahrung jedoch nichts sagen.
Entwicklerunterstützung:
Bei Oracle kostenlos - es gibt für registrierte Entwickler (fast) alles zum Download. Bei Microsoft sollte man MSDN-Abonnent werden. FÜr ADS gibt es offenbar eien recht ordentliche Unterstützung, incl. Delphi-API. Bei Interbase (Firebird) ist die Community sehr aktiv, da ist die Unterstützung auch relativ gut.
Für alle Datenbankserver gilt: Die Serverinstallation sollte man nur dem Kunden überlassen, wenn dort erfahrene EDV-Leute zur Verfügung stehen. Ansonsten können die merkwürdigsten Fehler durch vergessene Rechte u.dgl. entstehen.
