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MaxiTB
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 14:39
Titel: Reply
::Phobeus
Jedes abnorme Verhalten kann man als Krankheit bezeichnen; wobei man abnormes Verhalten als einen Bruch gesellschaftlicher Regeln definieren kann, wo auch Gesetze dazu fallen.
Fakt ist, daß jeder Mensch eine freie Entscheidungsmöglichkeit hat. Hat er diese nicht, dann ist er unmündig. Es gibt durchaus Krankheiten, bei denen dieser Fall zutrifft. Daher würde ich diese Menschen entweder einen 'Aufpasser' (Pfleger) zukommen lassen oder wegsperren (geschlossene Anstalt). Beides ist in unserer beiden Ländern Praxis.
Hat ein Mensch dagegen die freie Entscheidungsmöglichkeit, was auch bei einen Pädophilen der Fall ist, dann hat derjenige willentlich gegen ein Gesetz verstoßen - ob er persönlich dieses Gesetz für richtig hält oder nicht, ist dabei nicht relevant - ich fahr auch gerne 160 auf der Autobahn, bei uns sind aber nur 130 erlaubt bzw. 140 toleriert - wenn ich erwischt werde, zahle ich auch die Strafe, weils mir meistens die Sache wert ist.
Und hier ist das Problem: Jede Tat wird nach persönlichen Gewinn unter Betracht eines möglichen Erwischens plus Strafe abgewogen. Wenn eine Strafe nicht abschreckend ist, dann hat sie ihren Zweck praktisch verloren und ist nur mehr Geldbeschaffung für den Staat. Unsere humane Gesellschaft schlittert immer weiter und tiefer in diese Richtung; und somit geht der Respekt vor gesellschaftlichen Normen verloren - Vorzeichen der Anarchie.
Mit Mittelalter hat die ganze Sache übrigends nix zu tun; dort waren nicht die Strafen das Problem, sondern eher die Juristation ! Genauso trifft das auf Nazi-Deutschland zu. Hier wurde nicht gerichtet sondern mehr oder weniger willkürlich Strafen verhängt. Also das immer-wiederkehrende Beispiel, härtere Strafen bedeuten Rückkehr ins Mittelalter, ist Schwachsinn und am Thema vorbei.
Ebenso ist eine Minderheitendebatte hier kein Thema. Es gibt nur drei Gruppen von Menschen; erstens jene, welche sich an Gesetze halten, zweitens, welche die sich nicht an Gesetze halten und drittens, welche die nicht mündig sind.
Ob ein Mensch aus einer dieser Gruppen zu einer Minderheit gehört, ist meiner Meinung nach irrelevant, weil Gleichheitsprinzip vor dem Gesetz. Es ist zwar ganz nett milderne Gründe zu berücksichtigen, aber keiner soll das Gesetz biegen können - sonst sind wir wieder im Mittelalter, Nazi-Deutschland, usw. Daher ist auch das Minderheitenthema hier nicht zur Diskussion.
_________________ Euer Mäxchen
Wer früher stirbt, ist länger tot.
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Jeremy
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 15:14
Da kann ich dir nur anschließen Bungee. Ich bin Vater von 2, und der Bruder von ein opfer. Ich behaupt nicht fachmann zu sein, aber ich bin der gebildete meinung das eine STRAFE abscheckend wirken soll. Wer wirklich ANGST vor der STRAFE hat begeht kein tat. Vor allem wen 20 oder 30 menschen der STRAFE bekommen haben! Um die opfer muß ebenfalls gekümmert werden. Ich hab ein sehr tiefe respekt vor das leben, ABER wer ein gefahr is für das leben von mich selber oder (noch wichtiger) die die ich liebe, muß sterben um anderen zu beschutzen.
Jeremy
_________________ Jede ende hat ne anfang genau wie umgekehrt und windows ist der teurste mull den man kaufen kann!!!
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Lhid 
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 15:17
Meinung und mich grundlegend verändert.--> Beiträge gelöscht
Zuletzt bearbeitet von Lhid am Sa 26.09.09 11:26, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Erzengel
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 15:34
[list=]ABER wer ein gefahr is für das leben von mich selber oder (noch wichtiger) die die ich liebe, muß sterben um anderen zu beschutzen. [/list]
genau der meinung bin ich auch.
Die anstallt ist zu teuer um den sein lebenlang einzubuchten da ist wohl die härteste Strafe angemessen. und das versteht auch einer der behindert ist. wenn er sowas macht das er dann umkommen wird.
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BungeeBug
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 15:34
| Zitat: | | Nimmt man als beispiel mal ein reiches Millionärseinzelkind, glaubt ihr das das mit den armen teilen würde??? Oder irgendjemand was abeben würde? |
Das kommt auf die Eltern sowie die Umgebung im Ganzen an. Wenn die Umgebung sozial ist und sich einbringt für arme und "minderbemittelte" dann wird das Kind das als selbstverständlich ansehen und es seinen Eltern gleichtuen. Ich bin zwar nicht reicht und meine Ellies auch keine Millionäre aber wenn ich genau wüsste was mit meinem Geld was ich spende gemacht wird wär ich auch bereit dies zutun.[/quote]
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Erzengel
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 15:39
Delphi-Quelltext 1: 2:
| If vergewaltig.wirklichgetan = true then totdesstrafe.ausführen = true; | [/delphi]
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Lhid 
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 15:43
Zuletzt bearbeitet von Lhid am Fr 25.09.09 22:59, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Phobeus
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 15:44
schade, dass einige dieses wirklich verdammt ernste thema so mager durch den kakao ziehen. mir wird übel, ich bin draußen...
"Jede Gesellschaft bekommt die Kinder, die sie verdient..."
_________________ "Menschen sterben nicht wenn man sie zu Grabe trägt, sondern wenn sie ihre Träume verlieren..."
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MaxiTB
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 15:54
Titel: ::Lhid
Erziehung ist eine Sache, aber nicht alles.
Ich hab einen Freund, der hat mit 16 leichte Drogen genommen, die Schule abgebrochen, Kleptomane (wie mans heute ausdrückt *g*) und hat ständig eine Schlägerei nach der anderen angefangen. Hintergrund: Seine Eltern waren die totalen Versager - sie haben zwar ihren Sohn alles durchgehen lassen (also ihn auch nicht geschlagen), aber dafür haben sie ihr sozialistisches Weltbild vom Klassenfeind reingedrückt und das es eh nur die Gewerkschaft richten kann.
Also wenns nach den Eltern ginge, dann wär er jetzt wahrscheinlich im Knast oder schon lange an der Nadel gestorben.
Naja, jetzt ist er verheiratet, sein Sohn müßte jetzt schon über drei Jahre alt sein, er hat die Matura in Anlagenbau (HTL) oder so nachgemacht, verdient als Führungskraft mehr als ich auf Montage in China und er selber behauptet, die modernen Krankheiten wie Sucht, Kleptomanie usw. sind nur Ausreden für das eigene bewußte Verhalten.
Okay, nur seine Frau ruft mich noch öfters an als ihn  .
Fazit: Es gibt kein Schicksal - das ist nur eine Ausrede für eine selbst getroffene Entscheidung, die einem zu unangenehm ist, sie zu überdenken und anders zu handeln.
_________________ Euer Mäxchen
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Klabautermann
      

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Verfasst: Mo 19.01.04 16:47
Hi,
zuallererst mal zur Strafe. Naturlich dürfen Strafen nicht zu lasch sein, da es sich sonst um geine Straftat mehr handelt, sondern um ein tolleriertes vergehen. Das will keiner, aber zu glauben ein ehohe Straffe würde Abschrecken ist blödsinn. Nehmen wir mal das Beispiel USA dort haben die eine einigermaßen akzeptable Gerichtbarkeit also nicht zu vergleichen mit der in der Nazi Zeit oder dem Mittelalter. Desweiteren haben sie in einigen Staaten die Todesstrafe und in anderen nciht. Aber ist in denen mit Todesstafe die Mordquote niedriger? Nein. Weil Abschreckung nciht hilft, wenn jemand so kramk ist (und das meine ich in Medizienischen wi eim Umgansprachlichen sinne) das er ein gewaltverbrechen begt, dann ist er auch zu krank um wegen vermeindlicher Folgen für sich davon ab zu sehen. Wenn man die unschuldig hingerichteten mitzählt ist sie definitiv höher.
"Pimmel ab" ist auch keine sinvolle lösung. Sie verschaft weder den Opfern oder ihren angehörigen eine wirkliche genugtuung, denn die tat wird damit nicht ungeschehen gemacht, und schon garnicht bewahrt sie den Täter vor einem Rückfall. Es geht diesen Leuten nicht darum ihr "Ding" zu versänken, denn wenn sie das Wollten währe eine Protituierte oder eine günstigere Disco Schlampe viel einfacher zu bekommen. Es geht ihnen darum sich mächtig zu fühlen. Wenn sie mit einem Menschen, und sei er noch so klein etwas machen können, was der nicht will, dann gibt ihnen das ein Gefühl von macht. Das ist der selbe mechanismus, der die Schläger auf den Schulhöfern dazu bringt sich an den kleineren zu vergreifen.
Wenn man so einen Menschen nun verstümmelt und wieder laufen lässt, dann wird er sich einfach Alternativmöglichkeiten suchen. Wenn er darauf fixiert ist seinen Opfern etwas ein zu führen und selbst ncihts geeignetes mehr hat, dann wir er sich eben eines von Beates Spielzeugen oder bloß ein Rostiges Stahlrohr nehmen. Dem Opfer wird das nicht besser bekommen. Außerdem, was willst du Weiblichen tätern, welche es auch gibt abschneiden? Oder sollen diese zugenäht werden?
Desweiteren sollte man bedenken das mehr als 90% der Sexuellen übergriffe an Kindern, dass schließt auch mehr als 90% der Vergewaltigungen von Kindern ein, im Privaten umfeld geschehen. Da ist es also nicht der Fremde, der sich auf dem Spielplatz ein Opfer sucht, sondern der Vater, Onkel, Bruder usw.
Versetz euch hier mal in die Situation des Opfers. Wenn du als Kind, z.B. von deinen Vater vergewaltigt wirst, den du sonst als lieben, fürsoglichen Menschen kennst - bei dem du dich eigentlich geborgen fühlst und von dem dein überleben abhängt, da du dir selber ncihts zu Essen beschaffen könntest (von Sozialeinrichtungen hast du nohc nie etwas gehört), dann wirs du zuerst die Schuld bei dir suchen, weil dein Verstand in dem Dilemmer ist, diesen Menschen nicht verurteilen zu können. Jetzt wirst du älter, liebst den Menschen trotz dessen was er dir antut immer noch, und erfährtst, dass es nicht richtig ist, was dein Vater macht und das du ihn anzeigen kannst.
In welchen Situationen würdest du es tun?
- Dir wird erzählt es ist eine Krankheit, und wenn du ihn Anzeigst, werden sich Leute bemühen ihn zu behandeln.
- Du erfährst es ist eine Straftat und er wird sein Leben Lang eingesperrt, damit er das nie wieder jemand anderen antuen kann.
- Du erfährst es ist eine Straftat und ihm wird zur Strafe irgendetwas abgehackt.
- Du erfährst es ist eine Straftat und er wird Umgebracht.
Spätestens bei der Dritten möglichkeit werden die meißten Opfer auf eine Anzeige verzichten. Ich kenne ein paar Opfer (oder überlebende wie sie sich selbst nenen) und da sind eben nicht nur hass und wut auf die Täter vorhanden sondern meist auch viele positive Gefühle, eben die, die ohne die vergehen auch aufgebaut worden währen.
Wenn du diesen sagen würdest zeig ihn an, dann wir er hingerichtet. Bekähmst du in den meisten Fällen die Antwort "Ich brinnge den doch nciht um!" und genau das würde dann auch mit Opfern passieren, die sich verplappert oder von Leuten die hingucken entlaft werden, wenn ihr täter zum Tode verurteit würden: Sie sähen sich selbst als Mörder, weil sie das Geheimnis nciht bewahrt haben. Mit einer solchen strafe, würde man also auch die Opfer bestraffen, denn sie würden diese vermeindliche Schuld ihr leben lang mit sich rumtragen.
Vergesse nciht das hier Menschen beteiligt sind. Da geht es auf beiden Seiten nicht Rational zu, sondern auch und insbesondere Emotional. Und das emotionale eines Menschen kann auch so geschädigt werden, das eben pedophile dabei entstehen.
Ob man dies "heilen" kann weiß ich nicht, deshalb könnte ich lebenslanges wegsperren auch vertreten. Aber was viel wichtiger ist, ist zu verhindern das wir also unsere Gesellschaft so viele kinderschänder produzieren. Wie bei allen ist die end of pipe Lösung (also die Strafe) nur die schlechteste lösung. Wir müssen am Anfang der entwicklung eines jeden Menschen sicherstellen, das keine schädigung eintritt, die den Menschen pedophiel werden lässt. Das können wir aber nur, indem wir die heutigen Täter untersuchen, sie analysieren um festzustellen, wodran es liegt. Das können wir aber nicht, wenn wir sie erschießen. Die Todesstrafe ist eine "aus den augen aus dem Sinn" Idee, die leider das Problem als solches nicht löst.
Gruß
Klabautermann
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Lhid 
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 16:48
Zuletzt bearbeitet von Lhid am Fr 25.09.09 22:59, insgesamt 1-mal bearbeitet
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MaxiTB
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 17:17
Titel: Opfer / Täter
::Klabautermann
Ich denke, man sollte rechtliche Dinge prinzipiell erst mal ganz trocken emotionslos und unparteiisch (weil das ist nix anderes als rational) angehen.
Das es nicht vorbei ist, mit dem Einsperren selbst (zB. oder abhacken oder was immer), ist mir klar und ich denke wohl jedem hier.
Das dem Opfer geholfen werden soll und es betreut werden soll; ich denke, daß hab ich nicht dazusagen müssen - weil das ist sowieso selbstverständlich und dafür zahl sehr, sehr gerne. Ich gehe sogar soweit, daß ich sagen würde, kein gratis i-net-Anschluß mehr für Häftlinge dafür das Geld der Opferhilfe zukommen zu lassen  .
Das die Sache im privaten Fall problematischer ist, streite ich nicht ab. Da ist die Betreuung sehr wichtig; auf jedenfall sollte einem Opfer bewußt gemacht werden, was richtig und was falsch ist ... denn wenn sich ein Opfer nach einer Tat schuldig fühlt, dann nur, weil das eigene Werteverständis darunter gelitten hat. Das ein Vater z.B. dann von seinen Kind getrennt werden sollte, ich denke das ist klar und wird ja auch jetzt schon so praktiziert.
Härtere Strafen wenige Verbrechen ? Stimmt - da gibts einen Hacken dran: Zwei Arten von Verbrechen werden nicht verhindert durch härtere Strafen:
'Kurzschluß'-Taten a la Ehemann erschießt erwischten Liebhaber im Bett und gleich die Frau dazu.
'Ich-hab-nix-zu-verlieren'-Taten also von Leuten, welche mit dem Leben abgeschlossen haben.
Wenn man Richtung USA blickt, dann sind sehr, sehr wenige Todesurteile nicht in diese Kategorie gefallen (prominentes Beispiel: Der 'sniper'-Fall).
Prevention - also Verhindern bevor die Tat passiert ist eine feine Sache - nur wie ? Ich denke mal, es werden keine Kinder geboren mit dem Schild 'Ich bin pedophil' ... und so lange es keine Tat gibt, ist auch jedes Gesetz machtlos ... ich wüßte ehrlich nicht, wie du die paar gesellschaftlichen Ausnahme (wir reden ja hoffentlich nicht vom Regelfall; aber eh, ich hab gehört, in Deutschland verspeißt man sich auch gerne gegenseitig  ) ausfindig machen willst ...
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Klabautermann
      

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Verfasst: Mo 19.01.04 17:40
Titel: Re: Opfer / Täter
Hallo,
| MaxiTB hat folgendes geschrieben: | | Härtere Strafen wenige Verbrechen ? Stimmt - da gibts einen Hacken dran: Zwei Arten von Verbrechen werden nicht verhindert durch härtere Strafen: |
ich möchte ncoh einen Punkt hinzu fügen:
| MaxiTB hat folgendes geschrieben: | | Ich denke mal, es werden keine Kinder geboren mit dem Schild 'Ich bin pedophil' ... |
Ich glaube das niemand pedophiel gebohren wird. Es gibt eine Schädigung in der entwicklung des Menschen. Diese wird von außen herbeigeführt. Wir müssen rausfinden welche uhrsachen dies Schädigung haben kann. Dammit man dann, wenn ein Kind diesen ursachen ausgesetst war (und es bekant wird) schon eine geeignete Therapie gestartet weden kann. Diese kann dann (und sein es nur in einigen Fällen) die schädigung mindern, und verhindern, das der Mensch pedophiel wird.
| MaxiTB hat folgendes geschrieben: | | und so lange es keine Tat gibt, ist auch jedes Gesetz machtlos ... |
Es geht hier ja nicht um ein Gestz, dass bestraft, sondern um eine Regelung zu vorsorge.
| MaxiTB hat folgendes geschrieben: | ich wüßte ehrlich nicht, wie du die paar gesellschaftlichen Ausnahme (wir reden ja hoffentlich nicht vom Regelfall; aber eh, ich hab gehört, in Deutschland verspeißt man sich auch gerne gegenseitig ) ausfindig machen willst ... |
Das ist sicherlich ein problem, ändert aber ncihts daran, dass die suche sich lohnt, wenn auch nur ein Täter dadurch verhindert wird. Ein erster ansatz, währe es die Außerfamiliähren begleiter der Kinder, also Kindergärtner(innen), Lehrer(innen) so schuhlen könnte, das sie bei ersten anzeichen einer Schädigung entsprechend reagieren können. Dazu müsste man aber wissen, wie die Symtome aussehen und bereit sein auch für die ständige weiterbildung Geld zur verfügung zu stellen.
Gruß
Klabautermann
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Jeremy
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 17:52
Das es kein wirklich leichtes lösung gibt ist klar. Als ein "teil opfer" tendiere ich dazu sehr emotional zu reagieren. Ich weiß nur eins, der der mein damals 8 jährige schwester vergewaltigt hat, hat sein tat bewusst gemacht und dies auch zu gegeben. Ich selber bin manisch-depressive, ich denk nicht das ich stärker bin als andere nur weil ich hilfe aufsuch wenn ich nicht richtig fühl über mich selbst. Daher bin ich der meinung das ein pädophil ist in der lage hilfe aufzusuchen BEVOR ein tat begengen ist. Es müsste jedem wohl klar sein das pädophile neigungen sind nicht normal. Aus diesem grund kann ich kein toleranz zeigen, auch jahre noch den tat nicht. 10 jahre später, und 10 jahre therapie hat meine schwester immer noch ein gestörtes sexual verhalten und albträume, die sie mittlerweile für normal hält. In diesem fall ist ein leben zerstört worden, und NIEMAND kann mir sagen das 3-5 jahre in ein geschlossen anstalt reichen aus.
Jeremy
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Lhid 
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 18:18
Zuletzt bearbeitet von Lhid am Fr 25.09.09 22:59, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Klabautermann
      

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Verfasst: Mo 19.01.04 18:25
Hallo,
| Jeremy hat folgendes geschrieben: | | Daher bin ich der meinung das ein pädophil ist in der lage hilfe aufzusuchen BEVOR ein tat begengen ist. |
Ja, auf jeden Fall. Ich möchte auch in keinsterweise abstreiten, dass es sich beim vergehen an Kindern nicht um eine Straftat handelt, völlig unabhängig davon, dass die Neigung dazu eine Krankheit ist.
| Jeremy hat folgendes geschrieben: | | Es müsste jedem wohl klar sein das pädophile neigungen sind nicht normal. |
Schön währe es. Aus sicht der Pedophielen sind wir geistig gestöhrt, weil wir dieses verhalten verurteilen und kriminalisieren. Das sind meiner Meinung nach reine schutzbehauptungen. Also zum sebstschutz, damit die täter nciht den respekt vor sich selber verlieren. Dennoch gibt es vereine, wie z.B. die krumme 13 in Hamburg, die sogar dafür eintreten sex mit minderjährigen zu legalisieren. Diese Leute haben ein absolute krankes Weltbild und lassen nciht mal messbare dinge, wie der zerissene unterleib ihrer Opfer, gelten.
| Jeremy hat folgendes geschrieben: | | Aus diesem grund kann ich kein toleranz zeigen, auch jahre noch den tat nicht. |
Es geht nicht darum tolleranz gegenüber der Opfer zu zeigen. Es geht in erster Linie darum die Strafe zu finden, die den Opfern am meisten nutz und dass ist meiner Meinung eine einweisung in die geschossene, denn nur da kann den Ursachen auf den Grund gegangen werden, um solche taten in Zukunft vieleicht zu verhindern. Nicht weil es das Beste für den Täter ist (obwohl es das sicherlich auch ist) sondern weil es den meisten nutzen für den Opferschutz bieten, indem die Zahl der zukünftigen Opfer reduziert wird.
In zweiter Linie geht es auch darum die gesellschaft Menschenwürdig zu halten. Und eine gesellschaft die per Geset mordet ist Meiner meinung nach verachtenswürdig. Das heißt nciht, das straftäter ein Recht darauf haben jeweils wieder das Licht der Sonne zu sehen.
| Jeremy hat folgendes geschrieben: | | 10 jahre später, und 10 jahre therapie hat meine schwester immer noch ein gestörtes sexual verhalten und albträume, die sie mittlerweile für normal hält. |
Die bezeichnung "überlebende" hielt ich das erte mal als ich sie vernahm für übertrieben. Nachdem ich mcih ein wenig damit beschäftigt habe, finde ich sie aber genau richtig. Denn nach soeiner Tat die kraft zu haben weiter zu leben, ist schon eine Leistung. Das ganze so verarbeiten zu können, dass es nur noch eine böse erinnerung ist, ist denke ich für kaum jemanden möglich (wenn überhaupt jemanden). En gesundes Sexualleben zu entwickeln ist meiner Meinung nach auch nicht möglich wenn man mit einer derart kranken Form von dieser in kontakt gekommen ist.
| Jeremy hat folgendes geschrieben: | | In diesem fall ist ein leben zerstört worden, und NIEMAND kann mir sagen das 3-5 jahre in ein geschlossen anstalt reichen aus. |
Ich denke in jedem vergewaltigungsfall wird ein leben zerstört, weshalb diese Straftat, unabhängig davon ob an Kindern oder erwachsenen verübt, meiner Meinung nach mit Mord gleich zu setzen ist. Und ich denke hier wird dir auch niemand erzählen wollen, das 3-5 Jahre Haft eine angemessene Strafe sind.
Gruß
Klabautermann
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Jeremy
      
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Fedora Core 1
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Verfasst: Mo 19.01.04 21:15
ich wäre zufrieden wenn sie MINDESTENS ein lebenlang weggesperrt wären. Dann könnten sie zumindest keine mehr derart verletzen!
Jeremy
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Adrian
      
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Verfasst: Mo 19.01.04 23:42
@ umpani: Die Kastration, die (bei Männern) ja nicht nur die Entfernung des Penis, sondern auch die Entfernung der Hoden bedeutet, hat sehr wohl einen Einfluß auf die Libido, die hierbei stark reduziert wird, allerdings bleibt die sexuelle Objektwahl unverändert.
Aus diesem Grunde trete ich ja dafür ein, daß die Kastration als Strafe verhängt wird (ich weiß, daß das in der Bundesrepublik Deutschland verboten ist, das gleiche gilt aber auch für die Vergewaltigung); die lebenslange Unterbringung in einer wirklich geschlossenen Anstalt ist nicht als Strafe, sondern als Schutz der Allgemeinheit vor so einer Bestie in Menschengestalt zu sehen. Dabei meine ich, daß die Unterbringung nur die minimalsten Erfordernisse der Menschenwürde erfüllen darf.
@ Phobeus: Raucher "abzuknallen", weil sie so teuer sind, wäre der falsche Weg, weil sie unterm Strich für die Staatskasse billiger sind als die Nichtraucher, zu denen ich im übrigen auch zähle. Ich werde auch niemals jemand, der meine Verhaltensweise kritisiert als Täter hinstellen, aber er muß sich den Vorwurf gefallen lassen, daß sein Verhalten dazu beiträgt, das Unrechtsbewußtsein der Täter zu untergraben. Um das zu verstehen, muß ich nicht 3 Bier in der Kneipe trinken. (Nebenbei: Es zeugt schon von einer ekelerregenden Arroganz unserer Politiker, wenn sie "Stammtischparolen" verdammen. Am Stammtisch sitzen und reden zumindest ein paar Leute, die nicht nur ihre eigenen Pfründe im Sinn haben, sondern "ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden" wollen - na wo steht das? Aber diese vollgefressenen, machtgeilen Säcke leben nach dem Motto vom "Sonnenkönig" Ludwig XIV: "L'Etat c'est moi!" Der Staat bin ich!)
@ patrick: Humanität - Jemand der durch seine Taten zeigt, daß ihn die Humanität nicht im Gerngsten schert, hat keinen Anspruch darauf, daß sie ihm gegenüber gewährt wird. Man muß das immer auch aus der Sicht der Opfer sehen. Wer meint, daß meine Strafmaßnahmen zu hart sind, möge sich einmal mit erwachsenen Frauen unterhalten, die vor kurzem Opfer einer Vergewaltigung wurden (bzw. als Frau sich in diese Situation geistig hineinversetzen).
Gern kommt ja immer der Vorwurf, daß trotz Todesstrafe die Kriminalität nicht abnimmt: Stimmt, der prozentuale Anteil der Täter unter der Bevölkerung bleibt, aber die Schwere der Taten nimmt ab. Persönlich würde ich lieber auch bestohlen als erschlagen werden. In verschiedenen Staaten der USA (die auch nicht viel schlimmer sind, als Deutschland während der Zeit des Nationalsozialsmus) gibt es die Regelung, daß die dritte Gefängnisstrafe lebenslänglich ist. Also sollte man meinen, daß jeder, der schon 2 Aufenthalte hinter sich hat, endlich vernünftig wird - aber Fehlanzeige! Demgegenüber steht die Schweiz, bei der die Militärdienst leistenden ihre Waffe zu Hause haben - und dort geschehen damit so gut wie keine Straftaten! Mag man mir auch jetzt Rassismus vorwerfen, es wäre nicht das erste Mal, aber "hier stehe ich und kann nicht anders".
Gruß,
Adrian
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umpani
      
Beiträge: 389
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Verfasst: Di 20.01.04 00:22
@Adrian:
Du schreibst, daß die schwere der Straftaten bei stärkerer Strafandrohung abnimmt. Dies kann man generell nicht so sagen.
Ich denke, du beziehst die auf die "Generalprävention". Jedoch muß du beachten, daß der Täter nicht Angst vor der Strafe hat, sondern nur Angst vor dem erwischtwerden.
Die Strafe kann noch so hoch sein; wenn der Täter sich nicht in Gefahr sieht, erwischt zu werden, wird er seine Tat durchführen.
D.h. nicht die Strafe muß erhöht werden, sondern die staatliche / gesellschaftliche Kontrolle verstärkt. Dies ist jedoch nicht ohne weiteres möglich.
Ich kann zu diesem Thema "Schwind, Kriminologie in der Praxis" Empfehlen.
bzw. diesen Link. Schwer zu lesen, aber es lohnt sich, wenn man sich für das Thema interessiert.
www.uni-saarland.de/...5_praevention%20.pdf
_________________ Lernen, ohne zu denken, ist eitel; denken, ohne zu lernen, ist gefährlich. Konfuzius
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Adrian
      
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Verfasst: Mi 21.01.04 11:00
@ umpani:
Es gibt auch moralische Schranken, die einen von einer Straftat abhalten. Wenn diese Schranken aber fehlen, dann ist es notwendig, die dadurch resultierende Gefahr auf ein Minimum zu beschränken, was bei unserem Rechtssystem nur über eine Sicherungsverwahrung möglich ist. Das ist nicht als Strafe bzw. Sühne anzusehen! Ein etwas überzogenes Beispiel: Ein gefährlicher Hund darf nur mit Maulkorb in die Öffentlichkeit (entspricht der Sicherungsverwahrung, also Schutz der Umwelt), verletzt er aber dennoch einen Menschen, wird er eingeschläfert (entspricht der Kastration, also Bestrafung für eine begangene Tat). Daß der Triebtäter auch psychisch und pharmakologisch behandelt werden muß, ist natürlich unabdingbar. Aus meist recht spektakulär aufgebauschten Fällen kann man feststellen, daß Sexual-Mörder(!) zuvor fast immer durch "harmlosere" Vergehen auffällig wurden. Ich möchte nicht in der Haut desjenigen stecken, der so einen Mörder aufgrund einer "günstigen Sozialprognose" zur Entlassung freigegeben hat.
Gruß,
Adrian
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