Np.
Und um meine Kritik in Richtung Datenschutz nochmal zu beleuchten. Wenn jemand in meinem Gästebuch vandaliert, erschwert man mir es (Whois is geheim und böse) die Person auswendig zu machen und an Ihrem handeln zu finden. Gleichzeitig werden meine Daten im Netz gesammelt wie bescheuert ohne das ich überhaupt darüber informiert werde. Die gleichen Leute, die ersteres verhindern, tun nahezu gar nichts um zweiteres zu unterbinden oder transparenter zu machen. Gleicher Fall ALU... Bild schreibe "Die Parasiten fressen uns auf!". Das Volk brüllt: Kontrolliert sie härter. Der Bundestag beschließt, dass künftig Konten einsehbar seien sollen, um den Mißbrauch zu verhindern. Gleichzeitig verweigern diese Leute (auf Berufung des Datenschutzes), dass Ihre eigenen Nebeneinkünfte nicht geöffnet werden dürfen. Es gibt zig solcher Beispiele bei denen (vielleicht) eine Öffnung der Informationen sogar sinnvoll ist, jedoch nur dann, wenn alle beteiligten den gleichen Zugriff darauf haben. Momentan ist halt der starke Bruch dort, dass die "Alten" merken, dass die Informationsgesellschaft einige sehr interessante Aspekte hat und beginnen das Wissen an einem Ort zu bündeln, während die anderen in Unwissenheit stehen bleiben. So mancher Datenschützer (insbesondere die vom Bund bezahlten...) leistet hier für die falsche Seite Schützenhilfe.
Zitat: |
Ich kann, nach einigem Nachdenken, nicht sicher sagen, ob die Menschen sich mehr oder weniger informieren als früher. |
Mehr, aber qualitativ schlechter. Es lohnt sich oft einmal die Meldungen der dpa zu lesen und man wird schockiert sein, wo man die gleichen Textfetzen wiederfindet. Es beschleicht mich der Eindruck, dass der moderne Journalismus mit Recherchieren nichts mehr zu tun hat. Ein befreundeter Journalist bestätigte mir dies bereits mehrfach. Sofern dies nur zu 10% wahr ist, sollte das bereits alarmierend sein. :-/
Die Passivität, die Du ansprichst ist ein zweites Phänomen, dass ich auch noch nicht ganz verstanden habe. Je mehr Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung Mensch hat, desto gleichgültiger wird er gegenüber diesen. Man bestaune nur die Blogs und deren Themen. Politische, Gesellschaftliche vs. IPod, Musik, Reisen ... *sg Man könnte ja mal Google-Fragen welche Seite davon gewinnt
Zumindest sehe ich die Gesellschaft näher ein einer Technokratie (mit wenigen Wissenden) als bei einer Informationsgesellschaft. Und wenn man bedenkt, dass es sogar immer noch Leute gibt, die Google noch nicht kennen (obwohl sie am anderen Ende bereis als Datenkrake verschriehen) wird, wird klar offensichtlich, wie breit das Gefälle innerhalb der Gesellschaft noch ist.
Und sonst schließe ich mich Jascoul auch an... hoffentlich überdenkt der eine oder andere einmal die Qualität seiner Informationsquelle und nutzt statt der RTL2 Äktschön Nöws ne renomierte Tageszeitung

"Menschen sterben nicht wenn man sie zu Grabe trägt, sondern wenn sie ihre Träume verlieren..."