Mike19 hat folgendes geschrieben : |
| Ich bin aber schon der Meinung, dass man auch ohne MS klar kommt, ist nur eine Frage der Gewöhnung. |
Das ist klar. Am Anfang fand ich Linux schwierig und unkomfortabel. Ich bin nach ein paar Jahren Arbeit mit Linux immer noch der Meinung, dass es nicht so komfortabel wie Windows ist, aber ich finde es nicht mehr schwierig. Es war am Anfang ungewohnt und man braucht manchmal ein paar Klicks oder Befehle mehr und ich benutze auch sehr viel mehr die Konsole als ich es unter Windows tue.
Aber das ist wie du sagtest reine Gewöhnungssache.
Mike19 hat folgendes geschrieben : |
| Ich selbst bin immer mehr zu OpenSuorce Programmen umgestiegen und habe die Erfahrungen gemacht, dass diese teilweise die gleichen Resultate bringen, aber verständlicher sind als manche MS Produkte. |
An der Stelle hat Open Office ja leider geschlafen. Es gibt derzeit kein Open Source Office, das auch nur annähernd so komfortabel, leicht verständlich und übersichtlich ist wie MS Office 2007. Leider.
Aber da soll ja jetzt dran gearbeitet werden und ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Vor Office 2007 hatte ich durchaus auch manchmal Open Office benutzt. Es startet zwar langsamer, aber in beiden gab es nervig lange Menüs etc., und seit das nur noch bei Open Office der Fall ist habe ich es so gut wie gar nicht mehr benutzt.
Gerade weil u.a. immer mehr Behörden Open Office nutzen hoffe ich, dass es auch da mal Fortschritte und neue Ideen gibt. Aber vielleicht sucht man dort ja auch gar nicht die produktivste Lösung, das würde vielleicht gar nicht passen

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Wobei ich bei ähnlichen Produkten eigentlich eher nicht sagen würde, dass sie bei MS weniger verständlich sind, sondern eher, dass sie zu sehr vereinfacht werden. Weil dadurch wichtige Informationen zur Fehlerbehebung versteckt werden und Features nicht eingebaut werden, weil sie nicht so einfach sind.
Beispiel 1: Der Start unter Linux ist sehr transparent, und ich kann meistens direkt sehen wo es hängt.
Unter Windows muss ich mir die Infos erst mühsam suchen. Und so detailliert wie unter Linux bekomme ich die gar nicht.
Beispiel 2: Der Movie Maker. Es gibt kleine Open Source Tools, die deutlich mehr können. Dafür kann man da nicht so einfach klicken sondern muss erstmal Anleitungen durchgehen oder per Try-and-Error ausprobieren oder zufällig wissen was die ganzen Einstellungen heißen. Dafür können die Tools eben mehr. Aber man wird von tausend Checkboxen o.ä. überflutet.
Beispiel 3: Vergleich mal die Fehlermeldung unter Vista "funktioniert nicht mehr" mit einer unter Linux. Man bekommt zwar auch unter Vista mehr Infos, aber weder sind die genauso gut noch ist da so einfach heranzukommen. Dafür ist die Fehlermeldung unter Linux für einen Laien eher verwirrend denn hilfreich.
Fazit:
Es gibt fast immer eine Alternative, die Frage ist, ob man bereit ist sich damit zu beschäftigen (Linux) oder mehr Geld auszugeben (Mac). Wobei beide Systeme den Vorteil haben, dass sie zwar nicht per se sicherer sind, dass es aber derzeit einfach nicht lohnt Viren dafür zu schreiben. Aber das ändert sich bei Linux ja vielleicht bald. Beim Mac wird Apple mit dem Preis ja wohl auch weiterhin dafür sorgen, dass es so bleibt.
Trotzdem gibt es eben auch Angebote, die keine Alternative bieten, und wenn man diese nutzen will oder muss, dann bleibt eben keine Wahl.