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DeddyH
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Verfasst: Mi 17.06.09 18:36
Naja, David I. hat auf den DT prophezeit, dass die nächste Delphi-Version mit Cross-Compiler ausgeliefert wird. Wenn die Kinderkrankheiten dann nicht allzu stark ausfallen sollten, würde ich Delphi Lazarus vorziehen.
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dummzeuch
      
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Delphi 5 ent, Delphi 6 bis Delphi XE8 pro
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Verfasst: Mi 17.06.09 21:39
´|` R /\ I | ) O $ hat folgendes geschrieben : |
Da ich zur Zeit im zweiten Semester Informatik studiere würde es mich mal interessieren, ob es unter euch Leute gibt, ( auch Leute, die Leute kennen, bei denen es so ist ) die ihr Studium hindurch mit Delphi gemacht habe.
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Ich nicht und ich kenne auch niemanden, bei dem das so war.
| Zitat: |
Bei mir an der Uni ist es so, dass einem immer C/C++ bzw. Java ans Herz gelegt wird. Manche sagen auch, dass Delphi nicht "mächtig" genug ist, und man es daher eigentlich nur für kleine Sachen und zum lernen benutzen kann und dann umsteigen sollte.
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Das ist voelliger Quatsch, zeigt nur, dass diese Leute keine Ahnung haben, wovon sie reden, aber ...
| Zitat: |
Da ich mich aber an Delphi gewöhnt habe ( besonders seine Nutzerfreundlichkeit ), würde ich es gerne weiter nutzen, daher meine Frage.
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Du solltest Dich gerade waehrend Deines Studiums nicht so beschraenken. Schau Dir auf jeden Fall auch andere Programmiersprachen an. Damit meine ich nicht nur Java oder C++ oder C# sondern auch funktionale oder rein prozedurale (z.B. C) und so exotische Sachen wie z.B. Prolog oder Lisp an, wenn sich die Gelegenheit bietet. Und Scriptsprachen wie Perl oder Python sind auch nicht unwichtig. Zu guter Letzt sollest Du Dich zumindest etwas mit Assembler beschaeftigen. Such dir aber eine "schoene" CPU aus, z.B. M68000 und nicht ausgerechnet Intel. Es ist egal, welche, es geht um das Prinzip, damit man spaeter weiss, was ein Pointer oder ein Register ist usw. Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit danach nie in Assembler programmieren, aber es wird Dir helfen, auch in hoeheren Programmiersprchen zu verstehen, was ablaeuft.
Das ist natuerlich nur meine Meinung. Ich habe es waehrend meines Studiums - das allerdings schon ein paar Jaehrchen her ist - so gehalten und erst danach waehrend meiner beruflichen Laufbahn Delphi kennen und schaetzen gelernt (nachdem ich Visual Basic kennen und hassen gelernt hatte und Cobol als interessant aber zu geschwaetzig empfand). Aber wenn man nicht weiss, was die Konkurrenz zu bieten hat, wie will man beurteilen, was Delphi bietet?
twm
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elundril
      
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Windows Vista, Ubuntu
Delphi 7 PE "Codename: Aurora", Eclipse Ganymede
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Verfasst: Mi 17.06.09 21:54
Ein weiterer Grund warum Universitäten Java verwenden ist das die meisten PCs mit irgendeiner Linuxdistribution laufen. (Eh klar, spart ne Menge Geld und man kann es individuell anpassen) Für Linux gibts aber nur Lazarus, was mMn nicht sehr konkurenzfähig mit Borland Delphi ist.
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dummzeuch
      
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Delphi 5 ent, Delphi 6 bis Delphi XE8 pro
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Verfasst: Mi 17.06.09 22:06
alzaimar hat folgendes geschrieben : | Geh mal praktisch an die Überlegung ran:
Delphi ist toll und elegant, nur leider hat die Industrie das nicht verstanden, sondern setzt weiterhin auf C/C++, Java und C# (wobei Java und C# wirklich gut sind. Und bitte keine Glaubenskriege)
Wenn Du später damit Geld verdienen willst, beschäftige dich eingehend mit C# und Java.
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Ich sehe das anders: Im Studium sollte man sich gerade nicht auf das festlegen, was in der Industrie einsetzt, sondern sich ein breites Spektrum der Moeglichkeiten ansehen. Man sollte nicht eine Programmiersprache lernen sondern wie man Programmiersprachen versteht und benutzt. Oder allgemein: Man sollte lernen, wie man lernt. Denn gerade in der Softwareentwicklung sind viele Sachen schon nach wenigen Jahren wieder veraltet. Wenn man dann nicht mithalten kann, wird man irgendwann zum alten Eisen.
Nach dem Studium ist immernoch Zeit, die Kenntnisse zu vertiefen. Ein guter Arbeitgeber erwartet von einem frischen Dipl. Informatiker nicht, dass er sich mit Java oder sonstwas ausfuehrlich beschaeftigt hat, er erwartet aber, dass er in der Lage ist, sich darin (oder auch in Delphi oder Cobol) einzuarbeiten. Mein erster Arbeitgeber hat mich erstmal auf einen Cobol-Lehrgang geschickt und mich in Visual Basic programmieren lassen. Beide Sprachen hatte ich vorher noch nie gesehen (Basic nur auf dem C64 und auf dem Atari ST). Trotzdem war ich in der Abteilung nach einigen Monaten derjenige, zu dem die Kollegen mit kniffligen Problemen gingen. Aehnliches passierte mir auch bei einem spaeteren Job, wo ich Delphi erst kennenlernte (Hatte vorher nur Turbo-Pascal bzw. Virtual Pascal gemacht) und wenige Monate spaeter zur Kerntruppe gehoerte. (OK, ich bin ein Angeber ;-) Aber ich bin gut.)
| Zitat: |
Ich habe 4 Jahre lang gute Delphi-Programmierer gesucht. Und nur einen gefunden (der Rest war bereits fest angestellt). Dagegen kann ich mir C#- und Javaprogrammierer täglich aussuchen. |
Aber sind die auch gut?
Und wieso sollte es dann eine Empfehlung sein, das zu lernen, wo es jetzt schon jede Menge Bewerber gibt?
Jemand, der in der heutigen Zeit Delphi programmiert, ist entweder geistig zu unflexibel, um noch etwas anderes zu machen, oder hat sich diese Sprache freiwillig ausgesucht, weil er ihre Moeglichkeiten erkannt hat. In einem Bewerbungsgespraech muss man herausfinden, zu welcher Gruppe der Bewerber gehoert. Aber, wenn man sowieso Delphi einsetzt, muss auch ein Bewerber aus der ersten Gruppe nicht unbedingt schlecht sein, wenn er Delphi in und auswendig kennt und dafuer andere Leute entlastet, die dann Zeit fuer wichtigeres haben.
Aber der Effekt ist natuerlich, dass man als Firma irgendwann ueberlegt, ob man nicht auf eine Sprache umschwenkt, bei der das Angebot an Programmierern groesser ist. Da kann man besser die Gehaelter druecken ;-)
twm
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dummzeuch
      
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Delphi 5 ent, Delphi 6 bis Delphi XE8 pro
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Verfasst: Mi 17.06.09 22:15
Reinhard Kern hat folgendes geschrieben : |
als potentieller Chef empfehle ich dir dringend: geh nicht in eine Bewerbung mit der Aussage "ich habe Delphi gelernt, wenn sie mich einstellen wollen, müssen Sie ihre Projekte auf Delphi umstellen". Habe ich schon ein paarmal erlebt (aber nicht eingestellt).
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Was, ernsthaft? Solche Bewerber gibt es? Ich wuerde mich gar nicht erst als Delphi-Programmierer bewerben, wenn Delphi nicht gewuenscht ist.
| Zitat: |
Du wirst vermutlich ja noch einige Jahrzehnte programmieren (müssen), da steht es sowieso in den Sternen womit.
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Wenn ich so drueber nachdenke: Vielleicht sollte man einem Informatik-Studenten sowieso raten, besser nicht in die Softwareentwicklung zu gehen. Wer daran keinen Spass hat, den reibt der Job auf. Und wenn man Spass daran hat, dann kann einem der Job diesen verderben.
Also an alle potentiellen Dipl. Informatiker: Brecht Euer Studium ab und lernt etwas vernuenftiges. Handwerk hat goldenen Boden. Elektriker, Maurer und Klempner werden nicht nach Indien outgesourced. Und zumindest als Selbstaendiger kann man da Stundenloehne nehmen, von denen Softwareentwickler nur traeumen.
twm
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