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Nano-Ware
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 11:49
Hey,
ich besitze das Rad-Studio in dem auch der C++-Builder enthalten ist. Da mir C++ vom Aufbau her und der Verbreitung besser gefällt würde ich gern anfangen von Delphi auf C++ umzusteigen. Mein Problem ist nur, dass ich leider wirklich nur Ahnung von Programmiersprachen habe. Ich würde gern wissen, ob ich wenn ich ein Programm in dem C++ Builder schreibe, ob ich dieses Programm dann auch mit einem anderen C++ "Entwicklertool" programmieren kann. Mir kommt es nämlich so vor, dass viele Delphibefehle auch in dem C++ Builder zu finden sind. Ich möchte aber wenn ich jetzt schon mit C++ anfange, dass ich dann nicht nur für den Borland C++ Builder lerne.
Ich bin erst 15 und bring mir das alles ziemlich selbst bei deshalb entschuldige ich mich schonmal wenn ich etwas komisch schreibe, das könnte daran liegen, dass ich es einfach nicht versteh
PS: Könntet ihr mir evtl eine Seite/Tutorial posten, in der/dem der Aufbau eines PCs beschrieben ist, weil ich von Hardware echt keine Ahnung habe. Vielleicht irgendetwas mit Bildern, dass wenn ich das nächste mal den PC aufmache sagen kann welches Teil was ist und wo welches Kabel reingehört. Es muss wirklich ein Noob-Tutorial sein
Danke
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j.klugmann
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Verfasst: Sa 26.02.11 11:57
Guck dir mal das Visual Studio 2010 an.
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Nano-Ware 
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 12:05
Ich möchte aber nicht Visual C++ lernen. Ich möchte .NET unabhängig sein aber auch nicht alles selbst programmieren. Deswegen der C++ Builder und meine Frage ist damit ja nicht beantwortet 
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Christian S.
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 12:26
Visual C++ hat mit .NET nichts zu tun. Das wäre C++/CLI
Weitere C++-IDEs wären z.B. Eclipse (das ist ja eigentlich für alles IDE  ) oder in einem anderen Thread wurde z.B. letztens Code::Blocks erwähnt. Ich habe auch mal mit Dev-C++ gearbeitet, weiß aber nicht, ob das noch aktuell ist.
Der Grund, weshalb die Programme im Builder so ähnlich aussehen wie Delphi-Programme, ist, dass sie auch die VCL benutzen, welche sowohl in Delphi als auch im Builder mitgeliefert wird. Die ist aber an die Firma gebunden, das heißt in anderen IDEs wirst Du die nicht haben. Microsoft bietet aber z.B. die MFC (für nicht .NET-Programme), was es an anderen Frameworks gibt, da muss Dir dann jemand weiterhelfen, der mehr Ahnung davon hat 
_________________ Zwei Worte werden Dir im Leben viele Türen öffnen - "ziehen" und "drücken".
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jaenicke
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 12:44
Nano-Ware hat folgendes geschrieben : | | Ich möchte aber nicht Visual C++ lernen. Ich möchte .NET unabhängig sein aber auch nicht alles selbst programmieren. |
Dann wähle das entsprechende Projekt in Visual Studio.
MFC wie bereits genannt z.B., du kannst selbst schauen was es gibt.
Im Grunde ist es ein wenig wie die Wahl zwischen Pest und Cholera, da nehm ich lieber .NET / Mono. 
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Th69
      

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Verfasst: Sa 26.02.11 12:47
Hallo Nano-Ware,
du mußt zwischen der Programmiersprache und den verwendeten Frameworks/Libraries unterscheiden. Bei Delphi ist es so, daß die eigentliche Sprache und das Framework (die VCL: Visual Component Library) sehr eng miteinander verknüpft sind. Und dies ist vom Grundsatz her beim C++ Builder auch so (d.h. wenn man den Designer benutzt).
Generell kann man aber mit C++ her jedes beliebige GUI-Framework verwenden, s. z.B. en.wikipedia.org/wik...o_other_languages.29 (abhängig natürlich auch noch von der Plattform, d.h. dem Betriebssystem)
Und auch bei den anderen IDEs (MS Visual Studio, Code::Blocks, Eclipse, ...) kann man vom Prinzip her C++ mit jedem beliebigen C bzw. C++ Framework programmieren (einzig die Designerunterstützung fehlt dann evtl. und man muß alles von Hand codieren).
Wenn du wirklich erst einmal reines C++ lernen willst, dann empfehle ich dir die Konsolenprogrammierung (d.h. ohne GUI). Gute Anfängerbücher für C++ sind z.B. "C++ Primer" von Stanley B. Lippman sowie "Einführung in die Programmierung mit C++" vom C++ Erfinder Bjarne Stroustrup.
Mit reinem C++ (d.h. nur unter Verwendung der Standard C++ Library) kannst du jeden Quellcode dann unter einer beliebigen IDE und sogar jedem unterstützten Betriebssystem (z.B. Windows, Linux, Mac, Unix-Derivate, ...) kompilieren (abgesehen evtl. von Besonderheiten bei der Projektdatei bzw. "makefile").
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Christian S.
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 12:51
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Nano-Ware 
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 14:00
Also vielen danke das waren tolle Antworten (:
daraus ergeben sich aber Fragen:
1. Die Standartklassen aus C++ sind die auch in dem C++ Builder enthalten? Ich denke da zB an windows.cpp o.ä.
2. Da ich Rad Studio 2010 besitze würde ich auch gern damit arbeiten. Kann ich damit auch ohne VLC Konsolenanwenddungen erstellen?
3. Bei meiner Google-Suche nach C++ Büchern bin ich auch auf C++ Primer gestoßen. Hatte sehr gute Kritik. Gibt es das auch auf Deutsch und wird da auch erklärt, wie genau man was compilern muss, also wirklich die Grundlagen? (Wenn ihr die ISBN für das deutsch findet währe es nett diese zu posten)
4. Sind zB Buttons, Labels, usw in der VLC oder was genau ist da enthalten? Und Funktionen die man aus Delphi kennt wie "IntToStr" gibt es die auch ohne VLC in C++?
Ich sage gleich, dass ich keine Probleme habe mit der VLC zu arbeiten nur was für Vorteile diese hat, was andere Compiler/Engines dann nicht zu bieten haben interessiert mich dann doch.
Danke (:
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jaenicke
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 14:23
Die Frage ist halt was du dir eigentlich von C++ versprichst.
Wenn du das z.B. nimmst um plattformunabhängig zu entwickeln, bringt dir die VCL nichts. Und auch die meisten anderen visuellen Tools nicht.
Oder möchtest du hardwarenah entwickeln? Treiber z.B.? Dann brauchst du die VCL ja ohnehin nicht.
Wenn du damit ähnlich arbeiten möchtest wie in Delphi, ist die VCL das richtige. Allerdings stellt sich dann die Frage warum du umsteigen willst. Denn da ist Delphi schon meistens einiges besser.
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Nano-Ware 
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 16:29
Mir geht es einfach vor allem ums lernen und mein Informatiklehrer meinte ich soll lieber C++ lernen, das würde später mehr bringen.
Also die Sache ist halt, dass ich auch Plattformunabhängig programmieren will und mit Lazarus nicht auskomme...
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jaenicke
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 16:33
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Nano-Ware 
      
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Verfasst: Sa 26.02.11 16:44
Also mit C# hab ich schon etwas Erfahrung mit Java nicht und will ich auch nicht ist mir persönlich zu Nutzerunfreundlich auch wenn es sicherlich noch andere Meinungen darüber gibt.
Nur die meisten bekannten Programme sind in C++ geschrieben bzw einige. Ich weiß einfach nicht welche Programmiersprache ich lernen sollte, C++ oder Delphi. Ich wollte halt C++ lernen, weil so wie ich gehört hab rechenintensive und aufwändige Programme eher damit programmiert sind. Die Frage ist kann das Delphi auch? Könnte ich mit Delphi plattformunabhängig (Lazarus) Spiele beispielsweise programmieren?
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Klabautermann
      

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Verfasst: So 27.02.11 03:19
Hallo,
ich weiß der Sachverhalt ist nicht einfach daher versuche ich mich auch noch einmal an einer Erklährung  :
- Pauschale aussagen wie "Programmiersprache A ist besser als Programmiersprache B" sind immer falsch. Jede Sprache hat ihre Stärken und schwächen.
- Informatik Lehrer haben oft eine recht eingeschränkte, teilweise nur veraltete, Sicht auf die Dinge. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass sie über viel Jahre immer wieder das gleiche Lehren und daher oft nicht motiviert werden sich über diesen Themenkomplex hinaus zu entwickeln. Je länger ihre Ausbildung zurück liegt, desto mehr verstärkt sich dieser Faktor meist. Natürlich gibt es ausnahmen und ich bin überzeugt, dass die allermeisten eine guten Job machen, also sehe diese Aussagen bitte nicht wertend sondern als rein Analytisch an. Auf jeden Fall sollte man Aussagen, auch von Informatik Lehrern, nicht unreflektiert glauben schenken. Wie bei jeder anderen Aussage auch solltest du prüfen ob sie auch für dich zutrifft.
- Du kannst mit Delphi eigentlich alles Programmieren, was unter Windows laufen soll und kein Treiber ist. Spiele sollten kein Problem sein.
- Du musst zwischen der Programmierumgebung und eventuellen verfügbarer Bibliotheken unterscheiden.
Delphi ist mit der VCL konzipiert. Man kann also sagen alles was zur VCL gehört, insbesondere die Windows Formularelemente gehören zu Delphi. Bei C++ sieht das anders aus. Diese Sprache wurde 1979 entworfen und auf die Ansprüche der damaligen Zeit ausgelegt und Programme sahen damals nun einmal so aus:
Damals dachte noch niemand an Dinge wie Buttons und Label die in Fenstern angeordnet werden. Daher sind solche Elemente eben auch kein Bestandteil von C++. Da aber natürlich auch Grafische Programme in C++ entwickelt werden sollen wurde alles was nicht Standard ist in Form von Bibliotheken wie der MFC, GTK, QT oder dutzende anderer nachgeliefert. Wenn du in C++ also etwas eleganteres als das hier programmieren möchtest, dann musst du dich also auch noch zusätzlich in ein solches Framework einarbeiten. Welches du nehmen willst hängt auch wieder von deinem Projekt ab. Der Aufwand in das Framework hinein zu kommen dürfte aber dem lernen der Sprache in nichts nachstehen.
- Nur eine Programmiersprache lernen reicht in der Regel nicht aus, wenn man das ganze Beruflich betreiben will. In dem Fall stellt sich die Frage: "Welche Programmiersprache lerne ich denn jetzt, um für den Rest meines Lebens damit klar zu kommen" also nicht wirklich.
Daher ist mein Tipp: Stelle dich darauf ein, nach und nach mehre Sprachen lernen zu müssen, wenn du das ganze Professionell betreiben willst.
Ich persönlich würde C++ nicht als Einstiegssprache wählen, weil du, wenn du dich nur auf die Grundsprache beschenkst zwar funktionale aber unansehnliche Ergebnisse bekommst und ich finde es viel Motivierender wenn man ein ansehnliches Ergebnis erhält. Wenn du C++ gleich zusammen mit einem Framework erlernst (z.B. VCL oder MFC) dann wirst du nicht erkennen wo die Sprache aufhört und wo das Framework anfängt, es wird also wahrscheinlich recht verwirrend wenn du mal auf ein anderes Framework umsteigst. Mit so etwas solltest du dich erst belasten, wenn du was die allgemeinen Programmiergrundlagen betrifft sattelfest bist.
Delphi ist in sofern nicht die schlechteste Wahl, weil die Sprache recht organisiert und streng ist. Diese strenge gibt dir anfangs halt, was während des Lernprozesses sicher nicht schlecht ist.
C# ist ein anderer Attraktiver Kandidat, da es eine sehr junge und somit moderne Sprache ist, hier kannst du viel interessante Konzepte kennenlernen, die andere Programmiersprachen gar nicht oder nur Teilweise anbieten. Ich halte es für ziemlich sicher das auch noch ziemlich lange c# Programmierer gesucht werden.
Ich denke das beste wird es sein, wenn du dir einfach mal ein kleines Projekt ausdenkst und dann anfängst das in einer für dich passenden Programmiersprache zu realisieren oder, wenn es ein sehr kleines Projekt ist, dieses einmal in mehreren Programmiersprachen zu lösen.
Gruß
Klabautermann
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Nano-Ware 
      
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Verfasst: So 27.02.11 14:27
Mein Problem ist auch dass ich immer auf Erfolg aus bin. Ich hab noch kein EINZIGES Projekt fertiggestellt... Obwohl ich mich nicht mehr als purer Anfänger darstellen würde, aber mir fehlen Ideen und die Kreativität....
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jaenicke
      
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Verfasst: So 27.02.11 14:45
Dann bringt dir aber eine andere Programmiersprache erst recht nichts. Da solltest du lieber mit dem Wissen, das du schon hast, ein Projekt wirklich angehen und auch zu Ende führen.
Und wenn du z.B. zu schnell die Lust verlierst, glaube ich nicht, dass das mit einer anderen Sprache anders wäre.
Nano-Ware hat folgendes geschrieben : | | mit Java nicht und will ich auch nicht ist mir persönlich zu Nutzerunfreundlich auch wenn es sicherlich noch andere Meinungen darüber gibt. |
Ich finde es auch nicht wirklich schön, aber es wird an Schulen und Universitäten sehr oft verwendet. Und beruflich wird es auch oft verlangt.
Das hat nichts damit zu tun, dass Java gut ist. Aber es hat eben eine weite Verbreitung gefunden.
Ich habe grade einmal einfach Stellenangebote zum Stickwort "Entwickler" gesucht und durchgeschaut. Fast immer steht Java und/oder .NET / C# dabei. C kam zwar auch vor, aber erstens selten und zweitens im Bereich embedded (eben hardwarenah wie ich bereits geschrieben hatte).
Deshalb ist im Hinblick auf die beruflichen Chancen eher der Schritt zu C#/.NET oder Java sinnvoll.
Wobei Delphi zwar ein Nischenprodukt ist, dort aber auch sehr gut ist. Da gibt es dementsprechend eben weniger Stellen, aber auch weniger qualifizierte Bewerber.
Abgesehen davon: Wenn du die Sprache danach aussuchst was dir gefällt, wirst du beruflich vermutlich nicht weit kommen. Da musst du die nehmen, die den aktuellen Anforderungen entspricht, ob es dir gefällt oder nicht. 
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Nano-Ware 
      
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Verfasst: So 27.02.11 14:56
was könntet ihr mir denn für kleine Anfängerprojekte empfehlen? Etwas anspruchvolleres als ein Taschenrechner oO
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jaenicke
      
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Verfasst: So 27.02.11 15:01
Nano-Ware hat folgendes geschrieben : | | was könntet ihr mir denn für kleine Anfängerprojekte empfehlen? Etwas anspruchvolleres als ein Taschenrechner oO |
Du hast noch keinen wirklich umfangreichen Taschenrechner geschrieben, sonst hättest du das nicht geschrieben.
Wenn du den Taschenrechner wirklich komplett als endlichen Automaten umsetzt und mit genug Features ausstattest (siehe Windows Taschenrechner bei Win 7 z.B.), ist das kein so kleines und einfaches Projekt mehr.
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Nano-Ware 
      
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Verfasst: So 27.02.11 15:09
Naja ich bin grad in der 9. Klasse wir haben gerade erst mit Wurzeln angefangen.. Was soll ich da schon groß machen? 
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j.klugmann
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Verfasst: So 27.02.11 15:15
Wikipedia sollte einem genug Stoff bieten. Außerdem fangt ihr sehr spät mit Wurzeln an. -.-
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Nano-Ware 
      
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Verfasst: So 27.02.11 15:29
Naja laut unserem Buch ist das völlig okay.. Ich bräuchte vllt trotzdem eine Anregung..
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