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Boldar
      
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Turbo Delphi
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Verfasst: Mi 22.06.11 20:49
Hallo,
ich möchte zum einen hier einen Server aufsetzen auf so einem Mini-ITX-Board von MSI.
Ausserdem habe ich hier ein Asus P5W HD Deluxe mit ner ATI 1950XT. Beide haben 1Gb Ram und recht große HDD's.
Auf beide soll Linux drauf, auf den Server dann ein Apache server (mit einigen extras wie ftp usw., also wahrscheinlich xxamp), dieses Programm (da werde ich euch bestimmt nochmal irgendwann mit nerven, weil ichs bestimmt dann nicht installiert kriege als Linux-Newbie), ein Backup-System, ein Minecraft Server und dergleichen.
Auf dem anderem System will ich mich eher allgemein mit Linux beschäftigen, proggen (C++ und vielleicht auch mit Lazarus) und rumbasteln.
Dafür bräuchte ich also eine benutzerfreundliche Distribution (Aber bitte nicht eine von denen, die einen auf Windows machen, denn ich will ja schließlich Linux benutzen).
Welche Distributionen würdet ihr mir dafür empfehlen?
Gibt es gute Seiten, die einem den Umgang mit Linux näher erläutern und auch weitergehende Informationen geben?
mfg Boldar
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Dude566
      
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Verfasst: Mi 22.06.11 21:15
Mit der Server Version von Ubuntu kannst du dich recht gut einarbeiten auch ohne die Kommandezeile, wobei du das schon lernen solltest um gescheit zu konfigurien. 
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dummzeuch
      
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Verfasst: Do 23.06.11 17:44
Boldar hat folgendes geschrieben : |
ich möchte zum einen hier einen Server aufsetzen
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Ich hoffe, mit "hier" ist keine Firma gemeint. Wenn doch, lass bloss die Finger davon, bis Du Dich besser auskennst.
Wir setzen Ubuntu Server ein, das ist ganz OK und wenn man Webmin installiert braucht es auch keinen Monitor. Dann geht der Grossteil der Wartung per Browser und den Rest macht man dann per ssh (Putty).
Zum Rumspielen ist Ubuntu Desktop auch nicht das schlechteste. Ich verwende es allerdings nur als Netbook-Betriebssystem nicht fuers Programmieren.
twm
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Boldar 
      
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Verfasst: Do 23.06.11 19:01
Moderiert von Narses: Komplett-Zitat des letzten Beitrags entfernt.
Achso, ich vergass:
Nein, ist nur privat.
Der Server soll auf jeden fall ohne Monitor laufen (logisch), der andere soll auch mal ohne Monitor laufen können, von einem Windows 7 aus gesteurt.
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BenBE
      
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Verfasst: Do 23.06.11 19:14
Wenn Du ein Unixoides System haben möchtest, was nicht auf Windows macht, dann empfehle ich Fedora oder Gentoo  Alternativ wären da auch die BSD-Varianten wie NetBSD und OpenBSD zu erwähnen.
In Bezug auf die Debilian-basierten Distries: Seit ein paar Jahren machen die leider alle auf Windows. 
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j.klugmann
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Verfasst: Do 23.06.11 19:20
| Zitat: | | In Bezug auf die Debilian-basierten Distries: Seit ein paar Jahren machen die leider alle auf Windows. |
Das möchte ich ganz gerne mal begründet haben. Ich sehe da absolut kein Zusammenhang und zu einer kleinen, relativ ungepflegten Distro wie Gentoo zu raten, halte ich für falsch. Neulinge sollten Ubuntu oder Debian nutzen.
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BenBE
      
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Verfasst: Do 23.06.11 19:51
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | Zitat: | | In Bezug auf die Debilian-basierten Distries: Seit ein paar Jahren machen die leider alle auf Windows. |
Das möchte ich ganz gerne mal begründet haben. |
Seit mindestens zwei Jahren geht Debilian den Weg, den User (insbesondere auf der grafischen Oberfläche) zu gängeln und über die Vorkonfiguration zahlreicher Einstellungen sich extrem an Windows anzunähern. Bekanntestes Beispiel (wo man auch durchaus drüber streiten kann), sind die zur Anmeldung erlaubten Benutzerkonten. Während man bei Etch noch vollständig freie wahl hatte, mit welchem Account man sich anmeldet, war es bei Lenny lediglich ein Setting (beim X-Server + Eines im Window-Manager) und man konnte das System wieder wie gewünscht nutzen. Versucht man ähnliches bei Squeeze, darf man sich durch zahlreiche mehr Konfigurationsdateien wühlen. Ganz davon zu schweigen, dass es Anwendungen gibt, die die Nutzung durch einen Root-Account mal eben komplett verweigern (VLC als prominentestes Beispiel). Der Unixoide Weg war früher, dass der Nutzer entscheiden soll, was er macht, nicht die Software; diese Kontrolle entziehen einem immer mehr Distributionen; insbesondere bei den von Debilian abgeleiteten Distries, auch wenn es bei einigen wenigen (speziell für Admins zugeschnittenen) durchaus Ausnahmen gibt.
Auch sind zahlreiche Unzulänglichkeiten im Sicherheitsmodell erst durch die vermehrte Übernahme von Funktionen, die man aus der Windows-Welt kennt, erst so richtig aufgerissen wurden. PwnByUSBStick anyone? Und auch das Automounten von Laufwerken: Es hatte durchaus gute Gründe, warum man sowas einem Nutzer früher via fstab freischalten musste; heute mounted er mal eben jedes Device von Haus aus, durchsucht den Datenträger nach allem möglichen, erstellt Thumbnails ... und crasht im Zweifelsfalle auf Grund eines Software-Fehlers in diesen Automatismen weg.
Klar. Sowas ist alles Komfort, aber ständig nur andere Systeme kopieren, ohne eigene Innovation bringt auf Dauer nichts. Wenn man früher Windows vorgeworfen hat, fett, aufgebläht und behebig zu sein, kann ich das von so mancher aktueller Linux-Distri umso mehr sagen.
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | Ich sehe da absolut kein Zusammenhang |
Die größte Neuerung beim neuen Ubuntu 11.04 war, dass es extrem Windows-like geworden ist:
- Crasht regelmäßig weg (WLAN, Grafiktreiber, ...)*
- Sieht klicki-bunti aus (Okay, das Aussehen ist eher bei Äppel geklaut, aber nunja ...)
- Es ist träge und behebig, selbst auf aktueller Hardware (Und ja: Netbooks SIND aktuelle Hardware).
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | und zu einer kleinen, relativ ungepflegten Distro wie Gentoo zu raten, halte ich für falsch. |
Dass Gentoo eine "kleine, relativ ungepflegte Distro" ist, möchte ich jetzt aber auch gern mal begründen haben.
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | Neulinge sollten Ubuntu oder Debian nutzen. |
Die Zeiten, wo ich dem so zustimme, sind leider vorbei. Seit Unity ist Ubuntu eine B00n-Distro. Und da ich keinem Neuling zu nahe treten möchte, empfehle ich lieber Distros, wo man selber noch entscheiden kann. Bliebe noch der Punkt: Ein System, bei dem man erstmal nen Custom Kernel bauen muss, weil das Stock-System ständig Panicked ist wohl kaum was für Einsteiger
Und bei Debian: Das gibt's doch eh nur in drei Versionen: Veraltet, Instabil und Kaputt.
* Ich kenn mindestens schon 3 Fälle, wo ein aktuelles Ubuntu entweder beim Update das System komplett gerissen hat, weil der Window Manager mit dem Treiber nicht klar kam, wegen ACPI der Systemstart plötzlich mal 3 Minuten länger gedauert hat, weil der irgendwo hing oder es gereicht hat, ein einfaches ICMP-Request-Paket an die WLAN-Karte zu senden und der Rechner legte eine Vollbremsung samt Kernel-Panic hin (reproduzierbar). Das waren mal alles Dinge, die man sonst immer Microsoft vorgeworfen hat.
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Regan
      
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Verfasst: Do 23.06.11 20:01
Ich würde dir auch Ubuntu empfehlen. Allerdings denke ich, dass du mit der 10.04 LTS sehr gut bedient bist. Die neuste Version ist leider etwas neben die Spur geraten.
BenBE hat folgendes geschrieben : | | Seit Unity ist Ubuntu eine B00n-Distro. |
Genauer gesagt ist das seit nicht mal zwei Monaten so. Und ja, ich stimme dir zu, dass Unity nicht toll ist.
Mein Ubuntu läuft übrigens stabil. Auch ohne irgendwelche Konfigurationen.
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ALF
      
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Verfasst: Do 23.06.11 20:02
Da ich auch Linux Fan bin  Ich bin für Suse ohne kde, wenn man keine graphische Oberfläche brauch oder haben will!
Gruss Alf
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papa69
      
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Verfasst: Do 23.06.11 20:08
ich würde dir auch sehr zu Ubuntu (10.04) raten, sowohl die "normale" als auch die Server-Version laufen sehr stabil
ein weiterer Plus-Punkt: unter dem "ubuntu-user-forum" gibt es sehr gute tut's und hilfe für so ziemlich jede frage (eines newbies)
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elundril
      
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Verfasst: Do 23.06.11 20:12
Von Haus aus darf man 11.04 auch nicht verteufeln! Bei mir hat es die Soundprobleme gefixt die ich seit 10.04 hatte. Und wenn man sich ein bisschen spielt bekommt man auch die gnome 2 oberfläche wieder zurück mit dem gewohnten look&feel.
lg elundril
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j.klugmann
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Verfasst: Do 23.06.11 21:02
| Zitat: | | Ganz davon zu schweigen, dass es Anwendungen gibt, die die Nutzung durch einen Root-Account mal eben komplett verweigern (VLC als prominentestes Beispiel). |
Das macht auch Sinn. Ich sehe da die Ähnlichkeit zu Windows leider nicht, es macht durchaus Sinn, bestimmte sicherheitsrelevante Applikationen nicht per default als Root auszuführen. Gerade bei Webbrowsern halte ich das für richtig. Wenn man will, dann kann man auch mit Root starten.
| Zitat: | | Der Unixoide Weg war früher, dass der Nutzer entscheiden soll, was er macht, nicht die Software; diese Kontrolle entziehen einem immer mehr Distributionen; insbesondere bei den von Debilian abgeleiteten Distries, auch wenn es bei einigen wenigen (speziell für Admins zugeschnittenen) durchaus Ausnahmen gibt. |
Debian ist das erfolgreichste Server-Betriebssystem der Welt und wird auch innerhalb vieler Hackerspaces(jedenfalls im Norden  ) immer noch sehr geschätzt. Ich sehe deine Kritikpunkte leider nicht, wenn du die _volle_ Kontrolle über das System haben willst, dann laufe nur dem Kernel. Es ist ganz normal, dass ein OS eine gewisse Abstraktion und Distanz mitbringt, die sich dann auch auf den User auswirken.
Der "Unixiode Weg" ist heute nicht mehr zu gebrauchen, heute hat man ganz andere Anforderungen als zu originalen Unix-Zeiten. "Unix" operiert außerdem auf einer ganz anderen Ebene als moderne Betriebssysteme, heute noch den Unix-Zeiten hinterherzutrauern macht nach modernen Anforderungen kein Sinn mehr.
| Zitat: | | Auch sind zahlreiche Unzulänglichkeiten im Sicherheitsmodell erst durch die vermehrte Übernahme von Funktionen, die man aus der Windows-Welt kennt, erst so richtig aufgerissen wurden. PwnByUSBStick anyone? |
Auch konnten zahlreiche Unzulänglichkeiten im Sicherheitsmodell erst durch die vermehrte Übernahme von Funktionen, die modernen Betriebssystemen entsprangen, geschlossen werden.
| Zitat: | | Und auch das Automounten von Laufwerken: Es hatte durchaus gute Gründe, warum man sowas einem Nutzer früher via fstab freischalten musste; heute mounted er mal eben jedes Device von Haus aus, durchsucht den Datenträger nach allem möglichen, erstellt Thumbnails ... und crasht im Zweifelsfalle auf Grund eines Software-Fehlers in diesen Automatismen weg. |
Gut, muss man sich halt entsprechend konfigurieren, was nun wirklich kein Aufwand für dich sein sollte.
| Zitat: | Klar. Sowas ist alles Komfort, aber ständig nur andere Systeme kopieren, ohne eigene Innovation bringt auf Dauer nichts. Wenn man früher Windows vorgeworfen hat, fett, aufgebläht und behebig zu sein, kann ich das von so mancher aktueller Linux-Distri umso mehr sagen.
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Richtige Innovationen gab es schon seit 30 Jahren nicht mehr, jedenfalls nicht bei den Mainstream-Betriebssystemen. Linux-Distros als aufgebläht zu bezeichnen, kann ich voll unterstützen, ich bin auch kein Klicki-Bunti User.
| Zitat: | Dass Gentoo eine "kleine, relativ ungepflegte Distro" ist, möchte ich jetzt aber auch gern mal begründen haben.
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Naja, Debian ist deutlich größer und wird auch mehr verwendet.
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platzwart
      
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Verfasst: Do 23.06.11 21:09
Seit 30 Jahren gibt es keine Innovatonen mehr bei Betriebssystemen?!?!?!?!?
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BenBE
      
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Verfasst: Do 23.06.11 21:29
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | Zitat: | | Ganz davon zu schweigen, dass es Anwendungen gibt, die die Nutzung durch einen Root-Account mal eben komplett verweigern (VLC als prominentestes Beispiel). |
Das macht auch Sinn. Ich sehe da die Ähnlichkeit zu Windows leider nicht, es macht durchaus Sinn, bestimmte sicherheitsrelevante Applikationen nicht per default als Root auszuführen. Gerade bei Webbrowsern halte ich das für richtig. Wenn man will, dann kann man auch mit Root starten. |
Moment: sudo vlc --> "VLC lässt sich nicht mit Root-Rechten ausführen." Und ja, ich weiß, dass es vlc-wrapper gibt. Und ich stimme auch grundlegend zu, dass man auf einem System bestimmte Anwendungen nicht als Root starten sollte. Tut man es dennoch, dürfen sich die Anwendungen gerne beschweren, sollen aber bitte gefälligst trotzdem funktionieren.
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | Zitat: | | Der Unixoide Weg war früher, dass der Nutzer entscheiden soll, was er macht, nicht die Software; diese Kontrolle entziehen einem immer mehr Distributionen; insbesondere bei den von Debilian abgeleiteten Distries, auch wenn es bei einigen wenigen (speziell für Admins zugeschnittenen) durchaus Ausnahmen gibt. |
Debian ist das erfolgreichste Server-Betriebssystem der Welt und wird auch innerhalb vieler Hackerspaces(jedenfalls im Norden ) immer noch sehr geschätzt. |
Debian != Linux != Unix.
Und dagegen, dass Debian viel verwendet wird, habsch auch nix gesagt. Ich muss Windows ja auch nicht gut finden, nur weil 95% der Menschen auf ihrem Desktop Windows laufen haben.
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | Ich sehe deine Kritikpunkte leider nicht, wenn du die _volle_ Kontrolle über das System haben willst, dann laufe nur dem Kernel. Es ist ganz normal, dass ein OS eine gewisse Abstraktion und Distanz mitbringt, die sich dann auch auf den User auswirken. |
Ja, ich weiß. Es ist aber ein Unterschied, ob ich eine Abstraktion einführe, um Dinge zu vereinfachen, oder ob ich eine Abstraktion einführe, um Dinge unnötig komplizierter zu machen. Für die aktuellen Fails auf Desktop-Systemen unter Linux empfehl ich "Desktop on the Linux" vom 27C3. Die Diskussion während des Vortrags ist fast besser, als der Vortrag selbst.
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | Der "Unixiode Weg" ist heute nicht mehr zu gebrauchen, heute hat man ganz andere Anforderungen als zu originalen Unix-Zeiten. |
Wenn Du meinst, dass jeder DAU nen Webserver konfigurieren können muss, dann widerspreche ich hier einmal recht eindeutig. Sicherlich ist es wünschenswert, wenn Software-Systeme möglichst einfach gehalten werden. Wenn man den Leuten aber das denken abgewöhnen möchte, landet man bei Äppel.
Im Straßenverkehr hat man auch Regeln eingeführt und Handwerkszeug geschaffen, was jeder, der am Straßenverkehr teilnehmen möchte, kennen muss. Nennt sich Führerschein. Aber wenn es darum geht, mit dem Computer zu arbeiten, der von haus aus mindestens genauso komplex ist, verweigern sich plötzlich alle gegen eine zumindest äquivalente Regelung.
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | "Unix" operiert außerdem auf einer ganz anderen Ebene als moderne Betriebssysteme, heute noch den Unix-Zeiten hinterherzutrauern macht nach modernen Anforderungen kein Sinn mehr. |
OpenBSD und Fedora sind beides moderne, Unixoide Betriebssysteme. Klar, war das Ursprungskonzept ein anderes, da der Einsatzzweck vollständig anders war. Warum man deswegen aber seine Wurzeln dermaßen verraten muss, wie es insbesondere bei Debilian und Klickibuntu derzeit der Fall ist, verstehe ich nicht.
Kann nicht jemand mal bitte ein Gnome 3-Theme für Windows rausbringen, damit die ganzen Windows-User nicht auf Linux umsteigen müssen?
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | Zitat: | | Auch sind zahlreiche Unzulänglichkeiten im Sicherheitsmodell erst durch die vermehrte Übernahme von Funktionen, die man aus der Windows-Welt kennt, erst so richtig aufgerissen wurden. PwnByUSBStick anyone? |
Auch konnten zahlreiche Unzulänglichkeiten im Sicherheitsmodell erst durch die vermehrte Übernahme von Funktionen, die modernen Betriebssystemen entsprangen, geschlossen werden.  |
Wenn Du AppArmor und SELinux meinst: Sag mir mal bitte eine Distri, wo der Schutz für mehr greift als die Standard-Install von Browser und Mail-Programm. Problem ist doch, dass die Sicherheitsfunktionen unter Linux, insbesondere was ACLs und Rollen-Systeme angeht, von vielen Anwendungen nur mangelhaft unterstützt werden. Wenn es denn überhaupt ein Anwendungsprofil gibt, dann ist das häufig so wässrig, dass man es auch sein lassen kann.
Und dass die sich teilweise noch gegenseitig behindern steht auf noch einem ganz anderen Blatt.
j.klugmann hat folgendes geschrieben : | | Zitat: | Dass Gentoo eine "kleine, relativ ungepflegte Distro" ist, möchte ich jetzt aber auch gern mal begründen haben.
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Naja, Debian ist deutlich größer und wird auch mehr verwendet. |
Was hat das mit der Frage zu tun?
platzwart hat folgendes geschrieben : | | Seit 30 Jahren gibt es keine Innovatonen mehr bei Betriebssystemen?!?!?!?!? |
Stimmt doch. Wir arbeiten immer noch mit Fenstern, in denen Daten angezeigt werden. Wir geben Daten über Tastatur und Maus ein und lesen alles wie vor 30 Jahren von nem Display ab. Hat sich doch nix geändert; nur die Bildchen sind bunter geworden 
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jaenicke
      
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Verfasst: Do 23.06.11 21:30
BenBE hat folgendes geschrieben : | | Seit mindestens zwei Jahren geht Debilian den Weg, den User (insbesondere auf der grafischen Oberfläche) zu gängeln und über die Vorkonfiguration zahlreicher Einstellungen sich extrem an Windows anzunähern. |
Dass man beim "Normalnutzer" mit Vernunft nicht weiterkommt, musste schon Microsoft bei Windows XP feststellen und hat mit Vista die Konsequenzen gezogen was die Benutzerrechte angeht.
Da Linux immer breitere Verwendung findet, bleibt den Entwicklern nichts anderes übrig als ebenfalls auf ähnliche Maßnahmen zu setzen, wenn man nicht möchte, dass die Zahl der Vireninfektionen mit der größeren Verbreitung bei normalen Nutzern durch die Decke geht... 
Für diesen Beitrag haben gedankt: Martok
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Regan
      
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Verfasst: Do 23.06.11 22:03
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Boldar 
      
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Verfasst: Do 23.06.11 23:40
Verdammt, jetzt habe ich wieder eine Grundsatzdisskussion vom Zaun gebrochen...
So wies aussieht, werde ich wohl Debian für den Server nehmen..., das hatte ich auch irgendwann schonmal.
Bezüglich des anderen Rechners bin ich noch unschlüssig... früher habe ich ma ne Weile dsl benutzt, aber das war dann doch... naja ... zu damn small eben.
Gentoo klingt durchaus interessant. Vielleicht wird es ja doch ein Dual- oder Tripleboot System.
(Also eines zum rumspielen und noch was zum benutzen)
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Martok
      
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Pascal: Lazarus Snapshot, Delphi 7,2007; PHP, JS: WebStorm
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Verfasst: Fr 24.06.11 00:52
Ist recht einfach: soll es eine GUI haben, ist die Entscheidung:
Klickibunti -> GNOME 3 mit IDontKnowWhoWouldWantThis-ity.
Normal -> KDE3/4
Usability -> XFCE.
Für Server: RedHat/Fedora oder Debian (bzw. wenn du aktuelle Pakete willst (und weniger selber bauen müssen willst) eher Ubuntu Server).
Für den Minecraft Server ist das System übrigens eindeutig zu klein. Jedenfalls mit mehr als 4 Spielern. Da muss mehr RAM und mehr CPU rein. Das ist immerhin Minecraft, keine vernünftige Software
Wer mal aktuelle Windows Server benutzt hat, weiß übrigens dass diese eher versuchen Unixe nachzubauen und nicht andersrum.
_________________ "The phoenix's price isn't inevitable. It's not part of some deep balance built into the universe. It's just the parts of the game where you haven't figured out yet how to cheat."
Für diesen Beitrag haben gedankt: Boldar
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hansa
      
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Verfasst: Fr 24.06.11 01:04
j.klugmann hat folgendes geschrieben : |
Richtige Innovationen gab es schon seit 30 Jahren nicht mehr, jedenfalls nicht bei den Mainstream-Betriebssystemen. |
Selten solchen Schwachsin gelesen.  2011-30 Jahre = Jahr 1981. Und jetzt kommst Du und sagst "keine Innovation" ? In dem Jahr kam der IBM-PC. Da war ich selber noch klein, aber ich weiss noch genau, dass Apple überheblich ganzseitige Anzeigen geschaltet hatte : "Welcome IBM" in New York Times, FAZ etc. Von heute aus : ca. -20 Jahre : Windows 1.0 als grafische Benutzeroberfläche für PC. War entsetzlicher Betriebssystem - Aufsatz für DOS.  Win 95 kam dann wohl 1995 = - 16 Jahre, damit konnte man wenigstens mal was anfangen. Internet war damals auch noch eher Fremdwort, usw. Werden aber doch zuviel Innovationen.  Besser rückwärts : Touchscreens, sogar Multi-Touch oder TFT, DSL, seit wann gibts den Kram erschwinglich und flächendeckend ?
Zu Linux : bei Tests hat sich RedHat als am robustesten erwiesen, zumindest wenn es auch um Internet-Server geht. Der Rest fiel entweder direkt durch oder war nicht mal verfügbar.
_________________ Gruß
Hansa
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j.klugmann
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Verfasst: Fr 24.06.11 01:20
hansa hat folgendes geschrieben : | j.klugmann hat folgendes geschrieben : |
Richtige Innovationen gab es schon seit 30 Jahren nicht mehr, jedenfalls nicht bei den Mainstream-Betriebssystemen. |
Selten solchen Schwachsin gelesen. 2011-30 Jahre = Jahr 1981. Und jetzt kommst Du und sagst "keine Innovation" ? In dem Jahr kam der IBM-PC. Da war ich selber noch klein, aber ich weiss noch genau, dass Apple überheblich ganzseitige Anzeigen geschaltet hatte : "Welcome IBM" in New York Times, FAZ etc. Von heute aus : ca. -20 Jahre : Windows 1.0 als grafische Benutzeroberfläche für PC. War entsetzlicher Betriebssystem - Aufsatz für DOS. Win 95 kam dann wohl 1995 = - 16 Jahre, damit konnte man wenigstens mal was anfangen. Internet war damals auch noch eher Fremdwort, usw. Werden aber doch zuviel Innovationen. Besser rückwärts : Touchscreens, sogar Multi-Touch oder TFT, DSL, seit wann gibts den Kram erschwinglich und flächendeckend ?
Zu Linux : bei Tests hat sich RedHat als am robustesten erwiesen, zumindest wenn es auch um Internet-Server geht. Der Rest fiel entweder direkt durch oder war nicht mal verfügbar. |
Stimmt, meinte 20. Letztendlich arbeiten alle noch nach dem gleichen Konzept, nur die Klick-Buntis wechseln ab und zu. Ich rede außerdem nicht von Technologie, sondern von Konzepten.
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