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PeterPain
      
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Verfasst: Mi 01.02.12 01:34
Einen wunderschönen guten Abend!
Ich war seit nunmehr 4 Jahren (grob geschätzt) nicht mehr in diesen Forum, und hab mich gerade mal ein wenig umgesehen,
mir scheint es so, als wenn hier durchaus noch der ein oder andere mit Delphi Programmiert.
Grund für mein fernbleiben ist primär, dass auch ich, schwerenherzens vor einigen jahren delphi den rücken zugewendet habe und nunmehr fast auschliesslich in C (Wenn ich mal hardwarenah programmiere) oder C#(Wenn ich mal GUIs programmiere) oder C++(wenn ich mal dem Wahnsinn erliege) programmiere.
Ich fände es interessant hier einmal die meinung anderer (professioneller) programmierer zu hören.
Gibt es noch (neue) Projekte, die in delphi gestartet werden? Tut es euch leid, dass delphi inzwischen eine so geringe Rolle in der Welt des professionellen programmierens spielt? Hab ich etwas komplett vergesssen?
Ich hab diesen Beitrag unter Einfluss von 2-3 Bieren geschrieben, also bitte verzeiht falls irgendetwas grob unsachlich oder falsch gewesen ist
Liebe Grüße an die Delphi-Community.
Peter.
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jaenicke
      
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Verfasst: Mi 01.02.12 06:50
PeterPain hat folgendes geschrieben : | | Tut es euch leid, dass delphi inzwischen eine so geringe Rolle in der Welt des professionellen programmierens spielt? |
Das Problem an der Sache ist ja vor allem, dass man kaum Delphientwickler auf dem Markt findet. Und das wird sich auch kaum ändern, da durch die Kosten der Starter oder die Academic Versionen eben relativ wenig Leute mit Delphi anfangen.
Wenn überhaupt, dann mit Lazarus. Und das trägt eher dazu bei der Sprache gleich wieder den Rücken zu kehren als dabei zu bleiben.
Rein von der Weiterentwicklung der IDE und der Sprache hat sich ja in den letzten 3,5 Jahren enorm etwas getan. Denn 2008 kamen mit Delphi 2009 Generics und anonyme Methoden, mit Delphi 2010 DataSnap Erweiterungen, Gestensteuerung, ..., bei XE2 jetzt aktuell Mac OS, 64 Bit, ...
Ich arbeite daher sehr gern mit Delphi. An der Verbreitung wird sich wohl nicht so schnell etwas ändern.
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zuma
      
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Verfasst: Mi 01.02.12 08:48
Wenn Delphi "tot" ist, kenne ich allein hier in der Firma reichlich "Leichenschänder"
Delphi-entwickler zu finden ist in der Tat nicht so einfach.
Aber es gibt sie. Und zumindest wir bilden auch noch welche aus bzw. schulen welche um, da wir auch auf lange Sicht noch Bedarf sehen und haben.
Ich habe im laufe einer langen Programmiererkarriere nun diverse Sprachen durch und muss sagen, das mir Delphi am besten gefällt. Da ich ja auch schon etwas älter bin, wird das auch meine "letzte" sein. Privat bin ich zwar auch wieder ein wenig auf Java zurückgeschwenkt, aber nur, weil ich da ein wenig Android-programmierung mit "übe" (heisst, kleine Dinge für mich selber mache).
Ansonsten kann ich mich nur Jaenicke's Aussagen anschliessen.
Zuma
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ssb-blume
      
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Verfasst: Mi 01.02.12 10:09
Hallo,
ich beginne jetzt auch umzusteigen auf C#. Alte Programme, bei denen manchmal doch noch was geändert werden muß, sind mit neuen Versionen von Delphi deshalb nicht bearbeitbar, weil meist irgendwelche Komponenten von irgend wem da drin sind und nun nach langer Zeit nicht mehr auffindbar, installierbar o.ä. sind. Also alles neu in C#, dabei werden gleich noch ein paar Fehler bzw. Algorithmen etwas ausgebügelt.
Tut mir leid, abe rwie sagt der Schwabe? - is ebben net zu ännere
(C# hat Änderungen von älteren Versionen auf neuere mit Automatik drin!)
Hansi
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Luckie
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Verfasst: Mi 01.02.12 10:21
Ist das halbe Jahr schon wieder rum? Wie die Zeit vergeht.
Für diesen Beitrag haben gedankt: elundril, Horschdware, Xion
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Delphi-Laie
      
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Verfasst: Mi 01.02.12 13:14
jaenicke hat folgendes geschrieben : | | Rein von der Weiterentwicklung der IDE und der Sprache hat sich ja in den letzten 3,5 Jahren enorm etwas getan. Denn 2008 kamen mit Delphi 2009 Generics und anonyme Methoden, mit Delphi 2010 DataSnap Erweiterungen, Gestensteuerung, ..., bei XE2 jetzt aktuell Mac OS, 64 Bit, ... |
Naja, die 64 Bit wurden so weit hinausgezögert, daß ich den Eindruck gewann, daß unternehmensinterne/-eigene Saboteure am Werke waren, die Delphi den Todesstoß versetzen wollten. Die waren schon vor etlichen Jahren aktuell. Ein innovatives Unternehmen hätte (s)einen 64-Bit-Compiler ohne merkliche Verzögerung nach Veröffentlichung von Windows 64 Bit veröffentlicht. Und 64-Bit-Windows gibt es bereits seit Windows 2000.
jaenicke hat folgendes geschrieben : | | Ich arbeite daher sehr gern mit Delphi. An der Verbreitung wird sich wohl nicht so schnell etwas ändern. |
Ich auch, und das deshalb, weil ich mich wegen der Exaktheit und Klarheit der Sprache auf das jeweilige Problem konzentrieren kann. Sicher ist es alles nur eine Übungssache, auch komplizierte, komplexe, ja kryptische (Programmier-)Sprachkonstrukte, wie sie andere Sprachen mehr und manchmal sogar im fetischistischen Ausmaße aufweisen, mühelos zu verstehen bzw. routiniert zu schreiben, doch der Zeitaufwand, bis man darüber steht, ist deutlich höher. Warum sich also unnütz quälen, wenn einem Pascal verfügbar ist. Und das ist das, was meine Hoffnung nährt, daß es diese Programmiersprache mindestens noch eine geraume Weile gibt: Die relativ leichte Erlernbarkeit, die relativ raschen Anfangserfolge.
Vielleicht bekommt Lazarus ja mal die Qualität der Eclipse, speziell der Indigo-Ausgabe. Ich war verblüfft, daran zu sehen, welch ausgereifte Qualität selbst hochkomplexe Gratissoftware erreichen kann.
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Lemmy
      
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Verfasst: Mi 01.02.12 15:14
Delphi-Laie hat folgendes geschrieben : |
Naja, die 64 Bit wurden so weit hinausgezögert, daß ich den Eindruck gewann, daß unternehmensinterne/-eigene Saboteure am Werke waren, die Delphi den Todesstoß versetzen wollten.
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ist doch logisch, wenn innerhalb kürzester Zeit einige (unersetzliche, unersetzlich gemachte) Leistungsträger die Firma verlassen und zum direkten KOnkurrenten wechseln. Zumindest in den Foren wurde 2009/2010 das Gerücht gekocht, dass es doch einige Probleme mit dem Compiler gibt, eben weil neben Heilsberg auch die damaligen Compilerbauer zu Microsoft gewechselt sind.
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Ralf Jansen
      
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Verfasst: Mi 01.02.12 15:56
| Zitat: | | Ein innovatives Unternehmen hätte (s)einen 64-Bit-Compiler ohne merkliche Verzögerung nach Veröffentlichung von Windows 64 Bit veröffentlicht. |
Irgendeinen Kompiler vielleicht. Einen Compiler mit dem man völlig transparent auch weiterhin seinen Code erster Stunde ohne Änderungen kompilieren kann ist eine andere Kategorie. Wobei ich den Anspruch den man da hatte nie verstanden habe (Ich weiß auch nicht ob der 64-Bit Kompiler dem nahe kommt. Für mich ist Delphi bereits seit 2005 tot). Was hilft es mir das ich immer noch die FishFactory kompilieren kann? Jede relevante Software die Migrationswürdig ist hat eine ganz andere Komplexität und man will die Möglichkeiten einer neuen Version dann auch ausnutzen und nicht einfach nur durch ein neues kompilieren eine 64bit oder .Net-Plakette gewinnen sondern einen zählbaren Vorteil haben.
| Zitat: | | Und 64-Bit-Windows gibt es bereits seit Windows 2000. |
Die DataCenter Edition für Itanium Prozessoren. Und die wahrscheinlich einzige Software die darauf lief war der SQLServer 64bit. Das als Startsignal für 64-bit zu datieren ist mehr als gewagt.
Embarcadero hätte bei XP 64-Bit etwas merken müssen um dann mit Vista am Start zu sein. Das haben sie verschlafen bzw. sich an .NET verhoben. Um das zu bemerken muß man aber nicht dieses Win2K Unikum ausgraben.
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Delphi-Laie
      
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Verfasst: Mi 01.02.12 22:02
Ralf Jansen hat folgendes geschrieben : | | Zitat: | | Und 64-Bit-Windows gibt es bereits seit Windows 2000. |
Die DataCenter Edition für Itanium Prozessoren. Und die wahrscheinlich einzige Software die darauf lief war der SQLServer 64bit. Das als Startsignal für 64-bit zu datieren ist mehr als gewagt. |
Ich weiß, ich wählte absichtlich die erste (mir bekannte) 64-Bit-Version, um ein wenig zu provozieren.
Die nächste Stufe, die ernster zu nehmen war, war Windows XP, aber auch das hatte noch leichten Betastatus.
Über Vista wurde genug diskutiert, obwohl das intern sicher ernster zu nehmen war, als seine diskutable Benutzer(un)freundlichkeit das ahnen ließ. Das erste echte und allgemein anerkannte Windows mit 64 Bit ist dann eben doch erst das mit der Version 6.1 ("7").
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olliterski
      
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D7 Ent.
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Verfasst: Do 02.02.12 00:31
Hallo,
also Delphi lebt!
Ich kriege sogar noch Projektanfragen für Delphi - teilweise auch aus dem Ausland!
Klingt zwar toll, aber vor Ort beim Kunden wirst du nur bemitleidet.
Fakt ist - und da kommt man nicht dran vorbei - das die Anwendungen die wir vor langer Zeit mit Delphi programmiert haben zum überwiegenden Teil von diverser Standardsoftware verdrängt wurden.
Ich denke da nur an ERP- und/oder Office-Software.
Die Dinger sind heute so umfangreich, da kommt keiner mehr auf die Idee und setzt sich einen Entwickler ins Unternehmen, der innerhalb kürzester Zeit das Geld für 5 ERP-Lizenzen verprasst!
Viele Grüße
Oliver
_________________ Viele Grüße
Oliver
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PeterPain 
      
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Verfasst: Do 02.02.12 02:09
Hallöchen,
Zunächst einmal vielen dank für die Antworten.
Als ich damals mit dem Programmieren angefangen habe, war es noch so, dass Delphi die standard-Lehrsprache an deutschen Schulen war (jedenfalls an denen die ich kannte). Weis jemand wie es da heute aussieht?
In sachen sprachfeatures muss sich Delphi heutzutage ja wirklich nicht mehr verstecken, seitdem Generics, anonyme methoden und native unterstützung für Unicode da ist (und nun wohl auch 64 bit, das hab ich aber nichtmehr erlebt).
Ist das Problem, dass einfach niemand mehr Delphi lernt? Ist die IDE nicht konkurrenzfähig (In meinen augen ist Visual Studio zwar zum teil deutlich besser, aber die Delphi IDE war auch nie schlecht, wenn man mal von Delphi8 und 2005 absieht), fehlt evtl einfach Promotion?
Für mich war einer der Hauptgründe mich bei meinen privaten projekten, die oft viel mit 3D Grafik, Physik GPGPU usw. zu tun haben, von Delphi abzuwenden, dass einfach keine guten Frameworks da waren, keine fehlerfreien aktuellen Header usw.
Wo seht ihr da die Gründe?
Peter.
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jaenicke
      
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Verfasst: Do 02.02.12 06:12
Sehr einfach:
Java gibt es inklusive Netbeans IDE (oder auch Eclipse, was aber ein wenig umständlicher ist) kostenlos, C# gibt es als Express Edition kostenlos, Python gibt es kostenlos, ... usw. usf.
Warum sollten Schulen also heute noch stattdessen Geld für eine Schulversion von Delphi ausgeben? Zu Zeiten von Pascal als Standard-Lehrsprache gab es so etwas einfach noch nicht. Zudem sind Sprachen wie C# heute ja auch sehr gut zum Lernen geeignet.
Und Lazarus kannst du Schülern natürlich kaum anbieten. Dafür fehlt einfach noch zu viel Ergonomie in der IDE im Vergleich zu den Delphi, C# und Java.
PeterPain hat folgendes geschrieben : | | Als ich damals mit dem Programmieren angefangen habe, war es noch so, dass Delphi die standard-Lehrsprache an deutschen Schulen war (jedenfalls an denen die ich kannte). Weis jemand wie es da heute aussieht? |
An Schulen ist das heute meistens eher Java. Delphi gibt es auch noch, aber wenn, dann in uralten Versionen (Delphi 7, oft noch älter), die in die heutige Zeit nicht mehr wirklich passen.
PeterPain hat folgendes geschrieben : | | Ist die IDE nicht konkurrenzfähig (In meinen augen ist Visual Studio zwar zum teil deutlich besser, aber die Delphi IDE war auch nie schlecht, wenn man mal von Delphi8 und 2005 absieht), fehlt evtl einfach Promotion? |
Mit Promotion erreichst du bei Programmieranfängern einfach nichts, wenn die günstigste IDE selbst als Academic noch rund 100 Euro kostet. Die Mentalität ist bei Software heute bei vielen so, dass alles kostenlos sein muss.
Und da es sehr gute Alternativen kostenlos gibt, hat man als Anfänger natürlich wenig Gründe Delphi zu benutzen.
PeterPain hat folgendes geschrieben : | | Für mich war einer der Hauptgründe mich bei meinen privaten projekten, die oft viel mit 3D Grafik, Physik GPGPU usw. zu tun haben, von Delphi abzuwenden, dass einfach keine guten Frameworks da waren, keine fehlerfreien aktuellen Header usw. |
Das sieht heute nicht anders aus und wird es auch zukünftig kaum.
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Martin Strohal
Hält's aus hier
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Verfasst: Mo 06.02.12 20:37
jaenicke hat folgendes geschrieben : | | Warum sollten Schulen also heute noch stattdessen Geld für eine Schulversion von Delphi ausgeben? |
Nur mal kurz zu "Delphi im Unterricht" die aktuellen Fakten von Embarcadero (Deutschland) (Stand Okt. 2011):
- Für Schulen gibt es nach wie vor eine kostengünstige Variante für 32 Euro pro Klassenraum-Arbeitsplatz für eine Delphi Professional von der aktuellen oder auch von früheren Versionen. Das sind Netzwerklizenzen, die in Verbindung mit einem Netzwerkserver arbeiten).
- Turbo Delphi (2006er Version) kann auch jede Schule kostenfrei anfordern.
- Dazu bietet sich "Class in the Box for Delphi" (2007er Pro Version) an. (Cornelsen-Verlag)
Ich will dir damit nicht widersprechen, aber immerhin macht man sich in Deutschland (das scheint keine offizielle Firmenstrategie zu sein) die Mühe, Schulen nicht ganz zu vernachlässigen.
Gruß, Martin
_________________ Webmaster Delphi-Treff
Für diesen Beitrag haben gedankt: jaenicke
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jaenicke
      
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Verfasst: Mo 06.02.12 23:12
Gut zu wissen. Dass die Preise für Schulen so günstig sind, war mir nicht klar. Das ist wirklich sehr gut.
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Bergmann89
      
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Win7 x64, Ubuntu 11.10
Delphi 7 Personal, Lazarus/FPC 2.2.4, C, C++, C# (Visual Studio 2010), PHP, Java (Netbeans, Eclipse)
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Verfasst: Di 07.02.12 05:35
Hey,
jaenicke hat folgendes geschrieben : | PeterPain hat folgendes geschrieben : | | Für mich war einer der Hauptgründe mich bei meinen privaten projekten, die oft viel mit 3D Grafik, Physik GPGPU usw. zu tun haben, von Delphi abzuwenden, dass einfach keine guten Frameworks da waren, keine fehlerfreien aktuellen Header usw. | Das sieht heute nicht anders aus und wird es auch zukünftig kaum. |
Was die Frameworks angeht geb ich dir Recht, aber nen aktuellen und vollständigen (zumindest soweit ich das Beurteilen kann) Header gibts bei DGL.
Und wo wir grad beim Thema sind. Auf DelphiGL sind nur noch raltiv wenig Leute mit Delphi unterwegs, ich will jetzt nichts falsches sagen, aber ich glaube die Umfrage aus dem letzen Jahr lag so ca. bei 40%. Zur Zeit bin ich auch relativ selten in Delphi unterwegs. Beruflich bin ich grad mit C# zu Gange und privat (wenn ich mal Zeit hab) mit Lazarus (weil's kostenlos ist). So schlecht find ich Lazarus auch nicht. Mag sein, das die IDE nicht mit den Features der neuen Delphi Versionen mithalten kann, aber wenn man Delphi 7 gewöhnt ist, dann ist es eine kleine Verbesserung.
Bei uns an der Schule war es auch so, das Java als erste Programmiersprache unterrichtet wurde. Ich glaube das liegt daran, weil sie sehr einfach ist und einem der Compiler viel Arbeit abnimmt. Der Nachteil an der ganzen Sache ist, sobald es mal etwas komplexer werden soll und man auf Pointer und der gleichen angewiesen ist gehts bei Java nur schleppend vorran. Und da seh ich auch das Problem für die Leute die eine Sprache lernen wollen, wenn mal einmal auf Java eingestellt ist, dann fällt einen der Umstieg auf eine zeigerorientierte Sprache sehr schwer (ich seh es bei den Leuten aus meinem Jahrgang, wo wir das erste C++ Projekt hatten).
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde Delphi vereint die Einfachheit und Komplexität so, dass es Einsteigern relativ einfach fällt die Sprache zu lernen und trotzdem ist die mächtig genug um schicke Sachen damit anzustellen (siehe Tower22). Nur leider sehen das die Leute die heutzutage Programmiersprachen lehren etwas anderes als ich :/
MfG Bergmann.
_________________ Ich weiß nicht viel, lern aber dafür umso schneller^^
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vagtler
      
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Delphi 2010, C# (VS 2012), Objective-C, Java
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Verfasst: Di 07.02.12 09:59
jaenicke hat folgendes geschrieben : | | Gut zu wissen. Dass die Preise für Schulen so günstig sind, war mir nicht klar. Das ist wirklich sehr gut. |
Günstig? Natürlich sind es weniger Kosten als für eine vergleichbare Version mit kommerzieller Lizenz aufzubringen wären, allerdings ist der aufgerufene Preis faktisch für jede in staatlicher bzw. kommunaler Trägerschaft befindliche Bildungseinrichtung unerschwinglich.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich als Elternteil auf die Barrikaden gehen würde, wenn dafür die knappen Lehrmittelbudgets verschwendet würden - es gibt schließlich kostenfreie Alternativen.
Natürlich muss Embarcadero Geld verdienen, aber hier sollte überlegt werden, ob der Microsoft-Weg langfristig nicht der bessere ist.
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Tastaro
      
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Verfasst: Di 07.02.12 16:04
Mal zur Unterstützung der Schulen seitens Borland/Inprise/Embarcadero:
Aus meiner Sicht haben die sich das völlig vermasselt.
32EUR für einen Arbeitsplatz macht für zwei Klassen mit je 30 Arbeitsplätzen 1920EUR. Warum sollte eine Schule das ausgeben, wenn etwas gleichwertiges kostenlos zu haben ist. Besonders dann, wenn die Schulen eh kein Geld haben. Und warum sollte ein Schüler, der ein kleines Progrämmchen schreiben will, ein paar 100EUR ausgeben (können)?
Diese Firma hat es geschafft sich jeglichen "Kundennachwuchs" durch ihre Hochpreispolitik vom Hals zu schaffen. Warum das so ist war mit schon immer unverständlich. Scheinbar haben da immer nur Leute gearbeitet deren Horizont am Tellerrand endet.
Ich fiinde es schade um diese Porgrammiersprache und die tolle Entwicklungsumgebung. Aber auch unsere Firma hat sich nun nach vielen Jahren Delphi für das nächste große Projekt für Visual Studio entschieden, da wir für Delphi keine große Zukunft sehen.
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Delphi-Laie
      
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Delphi 2 - RAD-Studio 10.1 Berlin
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Verfasst: Di 07.02.12 18:16
Ich stimme dem zu.
Hätten manche Vermarktungs"experten" im Hause Embarcadero nur ein Quentchen Verstand oder weniger Raffgier, dann gäbe es die Schulversionen kostenlos. Der Delphi-lernenende Schüler ist der Delphi-begehrende Programmierer von morgen. Aber soweit reicht es bei einigen nicht.
Mein Verdacht der Sabotage seitens unternehmenseigener Entscheidungsträger drängt sich auch in dieser Hinsicht auf.
Pascal war einmal die Einsteiger- und Lernsprache. Turbo-Pascal war in seiner Qualität allein auf weiter Flur. Was ist daraus nur geworden?
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Ralf Jansen
      
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Verfasst: Di 07.02.12 18:18
| Zitat: | | Hätten manche Vermarktungs"experten" im Hause Embarcadero nur ein Quentchen Verstand |
Dann stell uns doch mal deine besser funktionierende Vermarktungsmethode vor.
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Boldar
      
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Verfasst: Di 07.02.12 18:37
Delphi-Laie hat folgendes geschrieben : |
Hätten manche Vermarktungs"experten" im Hause Embarcadero nur ein Quentchen Verstand oder weniger Raffgier, dann gäbe es die Schulversionen kostenlos. Der Delphi-lernenende Schüler ist der Delphi-begehrende Programmierer von morgen. Aber soweit reicht es bei einigen nicht.
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Tut er doch.
Für diesen Beitrag haben gedankt: Delphi-Laie
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