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Martok
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BeitragVerfasst: Di 18.12.12 20:02 
Moin!

wie so oft habe ich grade wieder ein total tolles Game Design im Kopf rumfliegen und wie immer weiß ich dass ich niemals die Zeit haben werde, das zu bauen. Und wie jedes Mal will ich das aber zumindest aufschreiben, damit ich, wenn Blizzard in 5 Jahren auffällt wie gut die Idee war, immerhin sagen kann ich war der Erste :lol:
Aber auch bei "normalen" Projekten die auch tatsächlich umgesetzt werden hab ich das Problem öfter mal - wie macht man einen möglichst vollständigen Brain-Dump, den nach Möglichkeit andere Leute (=Team-Mitglieder) auch verstehen?

Paintext. Kennt man aus dem kreativen Schreiben, einfach jeden Gedanken hintereinanderwerfen und die Sortierung später machen. Mag zwar funktionieren, aber ich jedenfalls denke schneller als ich schreibe, das ist ein Problem ;)
Mindmaps. An sich total praktisch (fand ich früher so gar nicht, aber XMind hat mich da echt konvertiert), aber - da ist ne Kategorisierung/Verbaumung drin, und irgendwie werden die Kategorien ziemlich schnell ziemlich fest, am Ende fehlt immer was.
User Stories. Naja - passen nicht direkt in die Liste, da sie nur die Aktionen erfassen, aber z.b. gar nix über Grafik und ähnliches aussagen.
Zettelwirtschaft. Jupp, ich hab hier einen Block, den ich immer dabei hab. Aber da find ich mich nicht mal durch, geschweige denn andere. Pro: man kann einfach Skizzen machen.
Wikis. Sortieren nocht fester als Mindmaps, können also eigentlich nur der zweite Schritt nach dem Dump sein.


Sind ja einige "kreative" Entwickler hier, wie handhabt ihr sowas?
Dass am Ende idealerweise ein ordentliches Design Document rauskommen sollte ist ja klar, aber wie stellt man das am sinnvollsten an, das man nicht bis dahin die hälfte der coolen Ideen vergisst? Ich könnte mir sogar fast sowas wie eine 4jährige ELIZA vorstellen - einfach nur eine Methode, die an jedem Punkt "warum?" fragt, bis man entnervt aufgibt :lol:

Viele Grüße,
Martok


€dit: nochmal hier, weil das im 3. Beitrag keiner mehr sieht: mir geht es weniger um die konkreten Tools, als um die Methode. Irgendwas fehlt halt immer, und das würde ich gern vermeiden.

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"The phoenix's price isn't inevitable. It's not part of some deep balance built into the universe. It's just the parts of the game where you haven't figured out yet how to cheat."


Zuletzt bearbeitet von Martok am Di 18.12.12 22:10, insgesamt 1-mal bearbeitet
Nersgatt
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BeitragVerfasst: Di 18.12.12 20:17 
Hey, wird sind Informatiker, und vielleicht auch Nerds. Aber mal ehrlich, wenn wir in der Firma kreativ zusammen sitzen, benutzen ganz profan das Whiteboard und Flipchart. Jeder kritzelt drauf rum, wischt weg, malt drüber. Bis hinterher was kreatives rauskommt. Ein Zettel und Stift ist immer noch die beste Möglichkeit, kreativ zu sein.
Für Maskenmockups verwenden wird Balsamiq.

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BeitragVerfasst: Di 18.12.12 21:38 
user profile iconNersgatt hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Jeder kritzelt drauf rum, wischt weg, malt drüber. Bis hinterher was kreatives rauskommt. Ein Zettel und Stift ist immer noch die beste Möglichkeit, kreativ zu sein.
Hihi, joa, wenn man physisch zusammensitzt geht das sicherlich. Kann man ja auch digital simulieren.

Aber was mich so ein bisschen stört ist schon der Teil mit dem "vollständig". Auch das ist einfacher wenn man zusammensitzt, da kann man im zweifelsfall einfach mal über den Tisch rufen, aber bei sich selbst nachfragen geht nur bedingt gut :P

Könnt ja sein, dass es da irgend eine Methode für gibt, die das sicherstellt. Die agile Abteilung hat ja einige nette Sachen für Meetings entwickelt, vielleicht wäre da ja auch sowas direkt dabei gewesen.

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Gerd Kayser
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BeitragVerfasst: Di 18.12.12 21:53 
Auch wenn mich jetzt einige vielleicht kreuzigen möchten, aber Papier und Bleistift sind die optimalen Werkzeuge. Ich nehme dazu Din-A4-Blätter. Die kann man anschließend in Sammelmappen sortiert ablegen. Notfalls geht auch ein Ringbuch mit Trennblättern. Dazu noch vielleicht einige Ausdrucke von z. B. Header-Beschreibungen usw. So ist immer alles beisammen, was zusammen gehört. Und man wird nicht abgelenkt durch eine sperrige Software, wenn man seine Gedanken festhalten will.
Christian S.
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BeitragVerfasst: Di 18.12.12 22:04 
In der Uni mache ich es:

Anfangs nehme ich auch Papier und Bleistift. Wenn die Zettelsammlung größere Ausmaße annimmt, formuliere ich am Rechner einen Text mit sauberen Zeichnungen, sauber aufgeschriebenen Formeln, etc. und zwar so, als würde ich es für jemand anderen schreiben. Das zwingt mich dann, nochmals über die Dinge nachzudenken und oft kommen mir neue Gedanken oder fallen auch Fehler auf.


(Wobei das auch daher kommt, dass man solche Texte dann oft wirklich mal weiter gibt, damit sich jemand anders nicht nochmal die selben Gedanken machen muss ;-))

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Nersgatt
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Delphi 10 Seattle Prof.
BeitragVerfasst: Di 18.12.12 22:32 
user profile iconMartok hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
user profile iconNersgatt hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Jeder kritzelt drauf rum, wischt weg, malt drüber. Bis hinterher was kreatives rauskommt. Ein Zettel und Stift ist immer noch die beste Möglichkeit, kreativ zu sein.
Hihi, joa, wenn man physisch zusammensitzt geht das sicherlich. Kann man ja auch digital simulieren.

Nach unserer Erfahrung kann man das physische Zusammensitzen nicht vollständig digital simulieren. Wir arbeiten auch sehr verteilt. In der Firma sind nur 2-3 Leute dauerhaft, der Rest arbeitet von zu Hause. Dennoch treffen wir uns im Schnitt 1x in der Woche (unregelmäßig). Diese Treffen kann man per Telefon, Skype, Webcam, Chat, Mail und was es sonst noch so an hübschen Hilfsmittel gibt, nicht ersetzen. Wenn man wirklich zusammensitzt entwickelt sich einfach eine ganz andere Dynamik in der Gruppe, als wenn man mit dem Headset vor dem PC sitzt.

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BeitragVerfasst: Di 18.12.12 23:48 
Moin!

Ich gehöre zwar nicht zu der Fraktion, aber ein guter Bekannter schwört auf sein "Diktafon" (also in welchen Ausprägungen das auch heute modern sein mag, sollte eigentlich jedes aktuelle Smartphone können). :idea: Das hat er immer dabei und quasselt einfach so drauf los, wenn er was festhalten will. Klar, irgendwann kommt leider der Zeitpunkt, wo man das mit irgendwelchen anderen Tools fixieren und ordnen muss. Aber für das Problem, "ich denke schneller, als ich schreiben kann" ist der Ansatz "ich kann genau so schnell aufnehmen, wie ich reden kann" relativ optimal - denn erstaunlicherweise kann man nur sehr selten schneller denken, als quasseln... :lol:

cu
Narses

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Tastaro
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BeitragVerfasst: Mi 19.12.12 08:42 
Für verteiltes Arbeiten bevorzuge ich einen Voicechat (TS, Mumble) zusammen mit Pads. ( de.wikipedia.org/wiki/EtherPad ) z.B. www.piratenpad.de/

Beste Grüße