Der Begriff "kommerziell" ist in diesem Zusammenhang gefährlich, da er stark verwaschen ist und bereits eine regelmäßige Empfehlung als solche angesehen werden kann.
Nach §2 UstG 1 S1/3: Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbstständig ausübt. [...]Gewerblich oder beruflich ist jede Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt oder eine Personenvereinigung nur gegenüber ihren Mitgliedern tätig wird.
Von der Steuerbarkeit ist von dem was Du wohl machen willst auszugehen. Die Größe deine Gewinne ist hierbei eher irrelevant, da bereits die Limonade für 10c, die immer Dienstags in der Stadt verkauft wird ein Gewerbe vorraussetzen würde. Du selbst solltest Dir die Frage stellen, was für eine Einkunft Du anstrebst. Für eine Firma? Dann ist es klar keine selbstständige Arbeit und sollte auch als nicht-selbstständige Arbeit ausgeführt werden. Planst Du selbständige Arbeit (die über ein Trinkgeld geht, dass man zugesteckt bekommt...) so wirst Du wohl darüber nachdenken müssen ein Gewerbe anzumelden... insbesondere schon, weil ein Unternehmen stets gerne Vorsteuer wieder abziehen mag... Die Kosten hierfür sind je nach Gemeinde zwischen 20-30 € und daher zu vernachlässigen. Die Frage, ob es sich lohnt ist die Frage mit dem Papierkrieg... zwischen 200-800€ lohnt es sich jedoch bereits und entspricht dem, was viele Versicherungskaufleute mit Ihren Provisionen fahren.
Vorsicht ist geboten, wenn Du sonstige größere Einkünfte hast... round about 6000€ im Jahr beginnen deine Einkünfte für das Finanzamt attraktiv zu werden. Aber das FA ist auch eher zweitrangig... was viele nicht sehen sind die Krankenkassen. Die Tätigkeit die Du mehr als 15 Stunden die Woche nachgehst ist deine hauptberufliche Tätigkeit, gehst Du mehren Dingen solange nach, wird man es Dir zu lasten legen. Ergo bist Du Schüler und über deine Eltern versichert, wird die KK nicht angetan sein, wenn Du mehr als 15 Stunden für dein Gewerbe arbeitest und im Zweifel deinen Status korrigieren wollen. Gleiches gilt auch bei Einkünften (kann ich nicht nennen, liegen aber IMAO niedriger als die 6000 des FA). Insbesondere Hilfskräfte (mein Freund hilft aus) sind IMMER zu vermeiden, da es sonst heikel wird.
Wenn Dir das alles zu hoch ist, solltest Du (IMAO) lieber die Finger davon lassen oder in Erwägung ziehen das ganze über ein Gewerbe einer dritten Person laufen zu lassen. Ist in der Praxis mit Problemen behaftet, aber warum sollte Mamas Blumenladen nicht auch Software verkaufen und sie "VB für Aussteiger" am Abend gelesen haben...
Das soll nicht heißen, dass freiberufliche Tätigkeit nicht lohnt oder gar empfehlenswert ist. Aber man muss auch seinen Spass am Selbständigentum haben, die fette Kohle gibt es (sofern man nicht primär dem Gewerbe frönt) wohl doch eher bei einem Aushilfsjob. Alle Angaben ohne Gewähr zur Richtigkeit oder Bezug zu Realität. Ich habe entsprechende scheine Bestanden, aber bin sicherlich fernab jedlicher Professionalität. Für individuelle Fragen steht Dir aber sicher ein Steuerberater zur Seite, mit dem Du auch deine individuelle persönliche Finanzlage mit einfließen lassen kannst

"Menschen sterben nicht wenn man sie zu Grabe trägt, sondern wenn sie ihre Träume verlieren..."