Um Gottes Willen. Virtueller Arbeitsspeicher dient nicht (nur) dazu um "Speicher" zu schaffen, sondern primär um das Problem von fragmentierenden Arbeitsspeichers vorzubeugen. In der Regel haben auch wahre Power-Maschinen mit sehr viel Speicher daher ein Paging-Verfahren. Mein Linux-Kasten ist stets zu 100% voll im RAM und hat immer einen kleinen Teil auf der Platte liegen. Das System entscheidet sich dazu oft, da es sinnvoller ist bestehenden Speicher für Caching zu nutzen als eine Anwendung im Speicher zu halten, die einmal am Tag geladen wird. Sofern die Größen der virtuellen Speichern korrekt sind, verwaltet das System dem Speicher eigentlich effektiv. Tut es das nicht, spricht man vom Trashing, was sich durch den sinnlosen Kampf Speicher vs. Festplatte auszeichnet. Solange das System dies nicht tut, braucht man sich auch keinen Kummer machen. Das Paging ist u.a. bei Echtzeit-Systemen ungeeignet und findet daher dort keinen Einsatz. Kastrierst Du den virtuellen Speicher unter Windows, behinderst Du vermutlich die Paging-Aktivitäten und das System wird Fragmentierungsprobleme im Speicher bekommen und dadurch unterm Strich noch schlechter laufen...
IMAO ist die interessanteste Frage, wieso ein OS überhaupt freien Speicher haben darf und dieses nicht in Caching oder Readahead-Verfahren einsetzt. Denn: Ungenutzte Ressourcen sind immer Verschwendung...
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"Menschen sterben nicht wenn man sie zu Grabe trägt, sondern wenn sie ihre Träume verlieren..."