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P_G
      
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Win XP
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Verfasst: Mo 23.04.07 13:44
Der Titel sagt eigentlich alles. Allerdings beleuchte ich es heute mal von einer anderen Seite, da mich eine fremde Meinung interessieren würde.
Damals beim Wechsel von DOS auf Windows wurde es dem Programmierer leicht gemacht. Nicht zuletzt auf graphischem Sektor hatte Windows soviel Neuerungen und Verbesserungen gegenüber DOS, daß man sich sofort dachte: 'Klar, mein neues Programm wird sicher davon profitieren, wenn ich es für Windows schreibe und eben nicht für DOS'.
Allein die Arbeitsoberfläche der Windowsprogramme war natürlich für ein aktuelles Software-Projekt verführerisch. Nicht zuletzt auch dadurch hat sich Windows durchgesetzt - für die Benutzbarkeit der Programme war Windows gegenüber DOS klar im Vorteil.
Wie sieht es jetzt mit .NET aus?
.NET hat gegenüber Win32 keine erkennbaren Vorteile (zumindest, solange man nicht Web-spezifische Sachen macht). Nicht zuletzt wohl auch deshalb hat CodeGear gerade eine Neuauflage von Delphi für Win32 rausgegeben.
Gut - das allein muß niemanden abhalten, für .NET zu programmieren.
Ein anderes Problem erscheint mir viel schwerwiegender: .NET ist unkompilierter Code, der sich wenn es sein muß selbst mit einem normalen Texteditor manipulieren läßt. Jetzt stelle ich mir folgendes Szenario vor: Jemand programmiert ein Jahr lang an irgendeiner Software; steckt Geld und Zeit hinein.
Dann stellt er das Programm ins Netz, wo man es für 100 Euro kaufen kann. Von jetzt an ist es jedem freigestellt, das Programm zu kaufen, zuhause per Delphi (oder einer anderen Entwicklungsumgebung für .NET) zu öffnen, den Namen des Programmes, die Copyright-Informationen und ein bisschen Design zu ändern und es nun als eigene Arbeit zum Verkauf anzubieten.
Mit anderen Worten: .NET-Programme sind Open Source.
Sicher - Reverse-Engineering war auch früher schon möglich. Aber eben ungleich schwieriger. Heute kann jeder 13-jährige eine Software knacken, in der Monate oder Jahre an Entwicklung stecken.
Also warum sollte irgendjemand für .NET programmieren? Nur weil MS es so will? 
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mkinzler
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 13:53
Eine .Net-Assemblie ist nicht unkompilierter Code. Er ist zawr keine Binärcode für eine real-existierende CPU, sondern für eine virtuelle. Es gibt auch Obfuskatoren für .Net (geanuso wie für Java)
_________________ Markus Kinzler.
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P_G 
      
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Win XP
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Verfasst: Mo 23.04.07 14:11
mkinzler hat folgendes geschrieben: | | Eine .Net-Assemblie ist nicht unkompilierter Code. Er ist zawr keine Binärcode für eine real-existierende CPU, sondern für eine virtuelle. |
Ist mir bewußt. Um die Spitzfindigkeiten zu umgehen noch einmal im Klartext: Es ist Code, der sich technisch leicht zurückcompilieren läßt. Zufrieden?
Die Möglichkeit Obfuskatoren einzusetzen ist mir bekannt. Doch warum so umständlich, wenn der Native-Code einer Win32-Applikation schon verschleiert genug ist?
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HelgeLange
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 14:24
Ich glaube, .NET ist ein Versuch, Programmieren viel leichter zu machen. Ich selbst finde es nicht gut.. und zwar nicht, weil ich programmieren elitär halten möchte, sondern einfach weil dem ganzen die Kreativität und Originalität genommen wird, welche "richtige" Programmierer noch bieten. Man sieht an heutiger Software leider zu oft, dass es zusammengeschusterte Programme sind und die Leute einfach nicht wirklich viel Ahnung von Programmieren hatten. Dass einem alles mögliche "komplizierte" abgenommen werden soll, sehe ich als harten Angriff auf meine Fähigkeiten als Programmierer an und weigere mich auch, .NET einzusetzen. Zumal ich es auch noch extrem langsam finde. Wozu mehr RAM und grössere CPU kaufen, wenn die Programme jeden Vortiel gleich wieder kaputt machen, indem sie noch langsamer laufen mit den gleichen Features für mich als Anwender ?
Mein Fazit : Win32 ist und bleibt für mich das einzigste, .NET und Java können mir gestohlen bleiben 
_________________ "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen." - George Bernhard Shaw
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Chryzler
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 14:25
Siehst du, genau die gleiche Frage hab ich mir vor ein paar Tagen auch gestellt. Wieso sollte ich in .NET programmieren? Ich kenne jedenfalls keinen einzigen Vorteil ehrlichgesagt. Ich kenne nur Nachteile: Starten eines Programmes dauert sehr lange, extra VM ist notwendig (man bekommt zwar davon nix mit, aber trotzdem), und es gibt keine Pointer (hab ich mal gehört.. stimmt das?). Also, warum soll ich in .NET proggen?
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UGrohne
      

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Verfasst: Mo 23.04.07 14:37
Wozu brauchst Du noch Pointer? Selbst in Delphi habe ich Pointer seltenst bis gar nicht eingesetzt.
Und das Argument mit dem "richtigen" Programmierer finde ich auch sinnlos. Heutige Anwender setzen eine Vielfalt an Funktionalität voraus, die mit Steinzeit-Programmierung gar nicht mehr zu stemmen ist, vor allem finanziell. Man braucht einfach Unterstützung. Und .NET bietet in der Hinsicht sehr viel. Ich finde es angenehm in .NET zu programmieren, vor allem hinsichtlich neuer Technologien erweist sich .NET im Gegensatz zur WinAPI als sehr flexibel und mächtig (man sehe sich nur SharePoint Services an).
Und noch eine Frage an Dich, Helge: Warum programmierst Du in Delphi, wenn Du "richtige" Programmierer für die "Besseren" hältst? Dieses ganze Drag & Drop um ein Formular zusammenzubauen braucht doch niemand? Richtig kann man das doch nur mit dem Texteditor und Kommandozeilen-Compiler machen. Sonst könnte das ja jeder ...
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P_G 
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 14:38
Ich gebe zu, ich habe hauptsächlich Angst um meinen Programmcode. Was den Einsatz von Obfuskatoren betrifft, so muß ich doch davon ausgehen, daß sie in Binärcode übersetzen und ebenfalls auf das Win32 API zugreifen. Wenn ich mir das vor Augen halte und zudem bedenke, daß auch .NET auf das Win32 API zugreift, kann ich tatächlich als einzigen Sinn von .NET nur die gerade genannte Vereinfachung für Programmierer sehen. Ich bin sicherlich kein .NET-Profi, aber mir sind keine Technologien bekannt, die ich nur in .NET, nicht aber in Win32 realisieren könnte.
An dieser Stelle kommen nun die Gerüchte ins Spiel, nach denen mittel- bis langfristig das Win32 API nicht mehr unterstützt werden soll. Aber wie glaubhaft ist das? Und wenn dem so ist - wie sollen die Obfuskatoren denn funktionieren, wenn ich auch deren Quellcode auf .NET-Basis zurückverfolgen kann?
Gruß, P_G
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Christian S.
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 14:44
.NET erleichtert mir die Programmierarbeit ganz erheblich.
Anstatt einem Wust von Funktionen (teilweise in drei verschiedenen Versionen) wie in der Windows API, habe ich eine wohl geordnete Klassenbibliothek, die vollständig objektorientiert ist und für mich als Programmierer viel einfacher zu benutzen ist. Dabei bietet die Bibliothek auch noch eine große Menge an Funktionen, die über das, was einem die Windows API bietet, hinaus geht.
Absolut genial ist die Verwendung von DLLs. Unter Win32 habe ich mir das nie wirklich angetan. Unter .NET füge ich die DLL als Referenz hinzu und kann alles, was sich in der DLL befindet, so benutzen, als wäre sie Teil meines Programmes.
Damit zusammen hängt die Nutzung von Namespaces, welche es einem ermöglichen, seine Programme und Bibliotheken zu strukturieren. Dass Namespaces dabei über mehrere Assemblies reichen können, macht es möglich, Namespaces mittels DLLs jeweils nur um das zu erweitern, was man gerade braucht.
Pointer vermisse ich eigentlich nicht, die sind mir schon in Delphi viel zu unbequem.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich schon seit langem kein Programm mehr in Win32 geschrieben habe, das ist mir einfach zu lästig, nachdem ich .NET benutzt habe.
Dass mir durch .NET die Kreativität genommen wird, ist schlicht nicht wahr. Die Arbeit, die .NET mir abnimmt, hat nichts mit Kreativität zu tun. .NET bietet Klassen für die Standardaufgaben eines Programmierers. Das sind Aufgaben, die einfach nur lästig sind, Zeit und Geld kosten, zu deren Lösung aber nicht wirklich Kreativität nötig ist.
Umgekehrt wird ein Schuh draus: .NET nimmt mit die Standardaufgaben ab, damit ich mehr Zeit für die wirklichen Probleme habe und dort dann kreativ werden kann.
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P_G 
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 15:30
Christian S. hat folgendes geschrieben: | | Anstatt einem Wust von Funktionen (teilweise in drei verschiedenen Versionen) wie in der Windows API, habe ich eine wohl geordnete Klassenbibliothek |
mmmmh... wenn ich mir ansehe, daß GDI+ als Graphikschnittstelle von .NET kaum ein Objekt aufweist, das nicht mindestens über zwei bis drei Construktoren verfügt, bin ich mir nicht sicher, inwieweit dieses Argument zieht.
Ich denke, bei .NET wird es so ablaufen, wie beim Win32 API: Zu Windows 95-Zeiten sah das wohl auch noch halbwegs gut geordnet aus. Es bleibt abzuwarten, was in einigen Jahren von der Ordnung im .NET übrigbleibt, nachdem es ergänzt und ergänzt und ergänzt wurde...
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Chryzler
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 15:42
Christian S. hat folgendes geschrieben: | .NET erleichtert mir die Programmierarbeit ganz erheblich.
Anstatt einem Wust von Funktionen (teilweise in drei verschiedenen Versionen) wie in der Windows API, habe ich eine wohl geordnete Klassenbibliothek, die vollständig objektorientiert ist und für mich als Programmierer viel einfacher zu benutzen ist. Dabei bietet die Bibliothek auch noch eine große Menge an Funktionen, die über das, was einem die Windows API bietet, hinaus geht.
Absolut genial ist die Verwendung von DLLs. Unter Win32 habe ich mir das nie wirklich angetan. Unter .NET füge ich die DLL als Referenz hinzu und kann alles, was sich in der DLL befindet, so benutzen, als wäre sie Teil meines Programmes.
Damit zusammen hängt die Nutzung von Namespaces, welche es einem ermöglichen, seine Programme und Bibliotheken zu strukturieren. Dass Namespaces dabei über mehrere Assemblies reichen können, macht es möglich, Namespaces mittels DLLs jeweils nur um das zu erweitern, was man gerade braucht.
Pointer vermisse ich eigentlich nicht, die sind mir schon in Delphi viel zu unbequem.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich schon seit langem kein Programm mehr in Win32 geschrieben habe, das ist mir einfach zu lästig, nachdem ich .NET benutzt habe.
Dass mir durch .NET die Kreativität genommen wird, ist schlicht nicht wahr. Die Arbeit, die .NET mir abnimmt, hat nichts mit Kreativität zu tun. .NET bietet Klassen für die Standardaufgaben eines Programmierers. Das sind Aufgaben, die einfach nur lästig sind, Zeit und Geld kosten, zu deren Lösung aber nicht wirklich Kreativität nötig ist.
Umgekehrt wird ein Schuh draus: .NET nimmt mit die Standardaufgaben ab, damit ich mehr Zeit für die wirklichen Probleme habe und dort dann kreativ werden kann. |
Interessant interessant... kann mir jemand vielleicht ein gutes Tutorial zu .NET geben? Ich hab mir das Visual Studio Codename "Orcas" für C++ geladen, aber irgendwie find ich mich damit nicht zurecht. Die IDE gefällt mir eigentlich besser als die von Borland, aber ich brauchte in etwa eine halbe Stunde, um die random-Funktion in .NET zu finden. In der Hilfe steht drin, es gäbe eine Funktion die rand heißt, aber eben nicht in welchem Namespace sie deklariert ist. In Delphi hab ich halt meine Units Windows und Classes, da muss ich mir keine Gedanken machen, wo die Funktion xy ist. Letzenendes hab ich dann eine Zufallszahlen-Funktion in System::Security oder so gefunden.
Irgendwie kann ich mich mit .NET einfach nicht anfreunden. 
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Klabautermann
      

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Verfasst: Mo 23.04.07 15:57
Oh man, ich werde eindeutig zu Alt für diesen Job jetzt fängt sich schon alles an zu wiederholen. Genau dieses Argument habe doch schon mal in einer Diskusion gehört. HelgeLange hat folgendes geschrieben: | | Ich selbst finde es nicht gut.. und zwar nicht, weil ich programmieren elitär halten möchte, sondern einfach weil dem ganzen die Kreativität und Originalität genommen wird, welche "richtige" Programmierer noch bieten. Man sieht an heutiger Software leider zu oft, dass es zusammengeschusterte Programme sind und die Leute einfach nicht wirklich viel Ahnung von Programmieren hatten. |
Und diese Antwort wurde damals auch schon gegeben: Christian S. hat folgendes geschrieben: | | Umgekehrt wird ein Schuh draus: *** nimmt mit die Standardaufgaben ab, damit ich mehr Zeit für die wirklichen Probleme habe und dort dann kreativ werden kann. |
Wann war denn das? Achja 1995 als diese Merkwüdige Micky Maus Programmierabnormität namens Delphi auf dem Markt kam. Dieses etwas in dem man seine Programme zusammenklicken und nicht mehr richtig Programmieren sollte. Sorry Leute ich finde solche Diskusionen witzlos. Fakt ist wenn sich eine Technologie durchsetzt dann werden wir auf den Zug aufspringen oder untergehen. Es soll ja auch heute noch Leute geben die den lieben Langen Tag alte DOS-Clipper/Cobol/Fortran Programme wahrten und diese Nische auch nie verlassen werden, aber so etwas ist nichts was massen ernähren kann. Ob man jetzt auf den .NET Zug aufspringt oder nicht ist meiner Meinung nach ziemlich egal. .NET setzt sich bei weitem nicht so schnell durch wie MS sich das vorstellt, von daher kann man sicherlich noch 5-10 Jahre bei der Win32 API bleiben, aber ich bin sicher das es irgendwann keinen Sinn mehr macht Win32 Anwendungen zu entwickeln und wenn ich jetzt ein großes Kommerzielles Projekt starten wollte, dass ich auch in 10 Jahren noch verkaufen will, dann würde ich mich sicher für .NET entscheiden, da ich es für Zukunftssicherer halte. Ein weitere Punkt für .NET liegt sicherlich auch in Mono, für den einen oder anderen Einsatz könnte es interessant sein seine Anwendung in diesem Framework auch unter Linux oder auf dem Mac OS laufen zu lassen. Gruß Klabautermann PS: Ich liebe Pointer und trauere ihnen nach. PPS: Das ist aber kein Grund mir eine Sprache/ein Framework nicht an zu schauen.
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CASS
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 16:18
Nur mal ne kleine Zwischenfrage:
Ist es nicht so das bei .net so eine Art Pointer über die Klasse "object" gemacht werden kann?
Vor allem ist es doch möglich in c++ zu coden. Dann stehen ja auch in .net Pointer zur Verfügung, oder irre ich da jetzt?
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P_G 
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 16:26
Klabautermann hat folgendes geschrieben: | | und wenn ich jetzt ein großes Kommerzielles Projekt starten wollte, dass ich auch in 10 Jahren noch verkaufen will, dann würde ich mich sicher für .NET entscheiden, da ich es für Zukunftssicherer halte. |
Das ist doch genau mein Problem - du startest ein großes kommerzielles Projekt und irgendein Teenie klaut dir hinterher deinen Code.
Dann frage ich mich, wie oft du dein Projekt wohl verkaufst...
Mir ist schon klar, daß sich eine von MS gepuschte Entwicklung kaum aufhalten läßt. Ich frage mich nur, warum so viele Leute ohne irgendwelche Zweifel auf den .NET-Zug aufspringen, wenn an der KOMMERZIALITÄT von .NET gezweifelt werden muß.
Gruß, P_G
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HelgeLange
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 17:09
@Klabautermann: das gleiche hat man auch 1996-2000 über java gesagt.. und was ist jetzt mit Java ? nix... höchstens ein : da war doch was...
Ich wäre mir immer nicht so sicher, ob sich unsinnige Entwicklungen wirklich schon allein deswegen durchsetzen, weil MS dahintersteht. Es gibt viele Leute mit Bedenken, das sieht man hier im Thread auch immer wieder.
Natürlich ist Delphi eine Klick-IDE... nichts desto trotz blieben mir alle Funktionen erhalten und es wurden neue hinzugefügt, während .NET mir viel wegnimmt viel wegnimmt und mir im Gegenzug weder Geschwindigkeit noch die Möglichkeit zum "freaken" gibt.
Was haben denn "damals" die guten Programme ausgezeichnet ? Das letzte aus der augenblicklichen Technik rausholen mit vielen Tricks etc. Unter .NET kommt es mir eher vor, als wäre die Technik das letzte. Und tricksen kann man da auch nicht mehr, weil einem die Tools dazu genommen werden.
und wenn das ganze auch onch ein opensource teil ist, wie soll ich da als Freelance - Programmierer noch überleben, wenn es jeder wieder lesbar machen kann, ein bissl drin rumkritzeln und als seins ausgeben ?
_________________ "Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen." - George Bernhard Shaw
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Klabautermann
      

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Verfasst: Mo 23.04.07 17:13
P_G hat folgendes geschrieben: | Klabautermann hat folgendes geschrieben: | | und wenn ich jetzt ein großes Kommerzielles Projekt starten wollte, dass ich auch in 10 Jahren noch verkaufen will, dann würde ich mich sicher für .NET entscheiden, da ich es für Zukunftssicherer halte. |
Das ist doch genau mein Problem - du startest ein großes kommerzielles Projekt und irgendein Teenie klaut dir hinterher deinen Code. |
Das ist den Teenies viel zu umständlich, wenn die das Programm nutzen wollen, dann saugen die sich den Crack beim Esel oder ähnlichen und Fertig - egal wo drin und womit du es Programmiert hast.
Eventuell könnte es für einen Mittbewerber interessant sein, aber sind deine Lösungen wirklich so einzigartig das es für ihn einfacher wird das zurück zu entwickeln und zu verfälschen als es nach programmieren zu lassen? Und wird diese das risiko eingehen das du Sie deswegen verklagst?
P_G hat folgendes geschrieben: | | Dann frage ich mich, wie oft du dein Projekt wohl verkaufst... |
Nun da habe ich mein Problem, ich bezweifle dass solche Maßnahmen den verkauf fördern. 1. der Normaluser kann mit deinem Quelltext eh nichts anfangen, 2. kriegt er einen Crack viel einfacher auch wenn dein Produkt nur mäßig erfolgreich ist 3. wenn es eine Firma ist die das Produkt einsetzt wird sie mir relativ hoher Wahrscheinlichkeit die Vollversion kaufen, weil sie nicht irgendwann durch einen Frustrierten ehemaligen Mitarbeiter eine Ermitlung wegen aufgrund von Raubkopien am Hals haben will.
Und zu guter letzt die Frage, was ist für dich teurer, die Verluste durch ein eventuell höheres Kopieraufkommen oder die reprogrammierung deines Projektes in 5 Jahren (in denen es um zahlreiche Funktionen gewachsen ist und nach der deine Kunden alles am Alten Platz wieder finden wollen). Besonders wenn du bedenkst das nebenbei die alte Version noch weiter gepflegt und eventuell auch noch nach erscheinen der neuen noch eine weile Supported werden muss.
P_G hat folgendes geschrieben: | | Mir ist schon klar, daß sich eine von MS gepuschte Entwicklung kaum aufhalten läßt. Ich frage mich nur, warum so viele Leute ohne irgendwelche Zweifel auf den .NET-Zug aufspringen, wenn an der KOMMERZIALITÄT von .NET gezweifelt werden muß. |
Wie gesagt, so viele sind es noch nicht. Ich denke es liegt nicht zu letzt an der Geringen nachfrage, dass CodeGear zwar eine neue Version für Delphi W32 raus bringt, bei Delphi für .NET aber immer noch auf dem .NET Framework 1.1 hängt obwohl die 3er Version bereits erschienen ist.
Also wie gesagt es sind noch ein paar Jahre, aber irgendwann wirst du wahrscheinlich den Schritt gehen müssen.
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hansa
      
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Verfasst: Mo 23.04.07 18:21
HelgeLange hat folgendes geschrieben: | | ...und wenn das ganze auch onch ein opensource teil ist, wie soll ich da als Freelance - Programmierer noch überleben, wenn es jeder wieder lesbar machen kann, ein bissl drin rumkritzeln und als seins ausgeben ? |
Dann ist das Programm 100 EUR wert, mehr nicht.  Wenn jemand von mir eines der Programme haben will, dann soll er das sagen. Weit kommen tut er eh nicht. Das ist viel zu komplex. .NET hat mit so etwas nichts zu tun. 
_________________ Gruß
Hansa
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Klabautermann
      

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Verfasst: Di 24.04.07 06:29
Hi,
HelgeLange hat folgendes geschrieben: | @Klabautermann: das gleiche hat man auch 1996-2000 über java gesagt.. und was ist jetzt mit Java ? nix... höchstens ein : da war doch was...  |
die Sache liegt da schon noch ein wenig anders. Zum einen ist Sun <> Microsoft dann wurde Java durch J++ Aktiv von MS torpediert, außerdem wahren die Rechner als Java raus kahm noch nicht sinvoll in der Lage die Java Anwendungen zu stemmen, sie wahren also spürbahr langsam und zäh, das ist bei .NET Anwendungen nicht der Fall diese starten höchstens beim ersten mal etwas langsammer. Außerdem ist Java keineswechs Tot oder unerfolgreich zum einen gibt es durchaus größere und Kommerziell erfolgreiche Java Anwendungen, so ist z.B. das Zend Studio, die Ultimative IDE für PHP-Entwickler ein Java Programm und es lässt sich sehr gut darin Arbeiten. Und wenn der Java-Builder nicht lange Zeit Bolands erfolgreichste Entwicklungsumgebung gewesen währe, dann häten diese ihre Entwicklungswerkzeuge Sparte sicher schon früher abgestoßen. Von den Java Anwendungen im Mobile Bereich ganz zu schweigen.
Aber natürlich wurden damals teilweise dinge gesagt wie "in 10 Jahren wird nur noch in Java Programmiert" welche in keinster Weise eingetroffen sind. Dennoch war Java keineswegs erfolglos.
Leider muss ich nun weg und kann daher hier nur eine Fortsetzung in ein paar Stunden ankündigen in der ich dann ein paar Gründe nenne aus denen ich glaube warum sich das .NET Framework wesendlich besser durchsetzen wird als die Java-VM - wenn mir nicht andere zuvor kommen.
Gruß
Klabautermann
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ene
      
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Verfasst: Di 24.04.07 06:29
| Zitat: | | .NET setzt sich bei weitem nicht so schnell durch wie MS sich das vorstellt, von daher kann man sicherlich noch 5-10 Jahre bei der Win32 API bleiben, aber ich bin sicher das es irgendwann keinen Sinn mehr macht Win32 Anwendungen zu entwickeln und wenn ich jetzt ein großes Kommerzielles Projekt starten wollte, dass ich auch in 10 Jahren noch verkaufen will, dann würde ich mich sicher für .NET entscheiden, da ich es für Zukunftssicherer halte. |
.Net wird selbst in den eigenen Reihen von MS blockiert. Für die OfficeVersionen ist es mal angedacht gewesen, aber dank einer Petition von fast allen OfficeMVP's und zahlreicher User wird es wohl langfristig bei VB(A) und weiterem Support dafür bleiben. Das MS eine Autostrategie verfolgt, sollte jedem klar sein (erst verkaufen, dann patchen). Und es ist in Bereichen sicher besser, als die API, aber in anderen Bereichen beschäftigt sich man nicht mal damit. Man darf gespannt sein, was MS so in 10 Jahren noch alles einfällt und dann gehört meiner Meinung .Net nicht mehr dazu, denn schließlich ist MS ein innovatives Unternehmen
SharePoint mag zwar hübsch aussehen, taugt aber auch nur was, wenn man sich nicht mit einer vernünftigen Lösung beschäftigen will. --> Auch hier grundlegendes totschweigen der MVP's, was ich gut nachvollziehen kann.
Da ich definitiv aus der MS-Ecke komme, sehe ich es einfach etwas anders und warte wie bisher weiter auf die Anwendung, für die ich .Net unbedingt benötige, weil ich es nicht anders hinbekomme....
_________________ Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, Versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen.
Wir haben soviel mit so wenig so lange versucht, daß wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit Nichts zu bewerkstelligen.
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UGrohne
      

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Verfasst: Di 24.04.07 07:46
ene hat folgendes geschrieben: | | SharePoint mag zwar hübsch aussehen, taugt aber auch nur was, wenn man sich nicht mit einer vernünftigen Lösung beschäftigen will. --> Auch hier grundlegendes totschweigen der MVP's, was ich gut nachvollziehen kann. |
Das galt für die Version 2003, mit der neuen 2007 sieht das aber etwas anders aus. Ich beschäftige mich seit Februar sehr intensiv mit dieser und entwickle gerade eine Lösung auf dessen Basis und ich bin ehrlich gesagt beeindruckt, was man damit alles machen kann. Im Gegensatz zum Vorgänger ein Meilenstein. Natürlich hakelt es immer noch hier und da und es bleiben auch einige Wünsche offen, aber im Gegensatz zu dem, was Konkurrenten wie IBM und SAP in dem Bereich bieten, ist der SharePoint Server (nicht die SharePoint Services!) meilenweit voraus.
Und gerade in diesem Bereich kommt man ohne .NET nicht besonders weit. SharePoint ist kein Tool, das man einfach installiert, wie einen Exchange-Server oder Ähnliches. Da müssen einige Mann-Tage reingesteckt werden, um die Probleme zu lösen, die man damit angehen kann. Aber dafür ist er auch extrem flexibel. Und wenn man bedenkt, was der Server in Zukunft alles bereitstellen soll - man denke nur an die öffentlichen Ordner von Exchange - dann ist es erstaunlich, was MS in diesem Bereich auf die Beine gestellt hat.
Die Sache mit VBA und Office ist denke ich mal eine gewachsene Struktur. Man hat soviel Mann-Tage in die Integration einer Sprache in die Office-Applikationen verbracht, das Ganze auf .NET umzubiegen würde einer Neuentwicklung von Office bedürfen, jedenfalls gehe ich davon mal aus. In Zukunft wird das kommen, da bin ich mir sicher. Aber MS war einfach etwas zu blauäugig anzukündigen, dass in den nächsten Jahren alles auf .NET basieren wird und Win32 nicht mehr unterstützt werden soll. Zukunftsvisionen eben. Aber irgendwann wird das kommen.
Dass man auch alles ohne .NET machen kann, will ich gar nicht bezweifeln, aber zu welchem Preis? Wenn ich sehe, welche Möglichkeiten mir das Framework im Gegensatz zur VCL bietet und vor allem, dass die Komponenten bis auf wenige Ausnahmen (von denen mir im Moment außer ein paar SharePoint-Dingen keine einfallen) funktionieren, bin ich froh, dass angefangen habe, mich damit zu beschäftigen.
In den letzten Jahren hat MS (vor allem mit .NET) einiges auf dem Softwareentwicklungsmarkt bewegt und hat im Vergleich zu Borland (das IMHO vor dieser Zeit noch Marktführer war) einiges aufgeholt und meiner Meinung nach Borland bzw. CodeGear auch überholt. Die letzte Version von Delphi, die ich mir gekauft habe, war die 7, danach verspürte ich nicht mehr das Bedürfnis mir ein Update zu holen, weil mir die Entwicklung von Borland damals einfach nicht gefallen hat. Ich werde die weitere Entwicklung von CodeGear beobachten, aber im Moment sehe ich nicht, dass die sich aus der Sackgasse herausbewegen.
So, das waren jetzt ziemlich viele Gedanken und es ist ein wenig durcheinander geraten, aber ich denke, das ist auch ein Thema, bei dem man sich einfach nicht einigen kann. Jeder hat andere Bedürfnisse, jeder hat einen anderen Stil und eine andere Meinung. Und das ist auch gut so, schließlich können nur so Innovationen stattfinden.
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ene
      
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Verfasst: Di 24.04.07 08:19
@SharePoint Es ging bei mir darum, dass eine Firma überall ihre Kunden und Einträge machen kann. Da ich aus der AccessEcke komme habe ich es auch damit gemacht, denn schließlich ist A03 dafür ausgelegt und ExcelForms sind einfach was anderes. Schlichtweg, anzeigen ja, aktualisieren nein. Tolle Nummer. Unter VB sieht es etwas anders aus. Die Unterstützung für O07 ist nicht verbessert worden, auch wenn es angekündigt war. Das WI (kenne ich nur unter 03) ist hübsch, aber nicht praktisch und Listen sind für so eine Datenhaltung auch nicht besonders vorteilhaft. Die Performance war damals auch nicht die Beste.
@Office Speziell für Access gilt, man sollte das Patch abwarten, vorher ist es einfach zu buggy. Zum Glück wurden einige Dinge von MS revidiert (OLE-DDE Anbindung an SQL-Server). Viele Leute die ich kenne und die sich auf die neue Version gefreut haben, haben sie einfach wieder deinstalliert. Es ist definitiv nicht ausgereift und der Frustfaktor ist zu hoch. Ob es auf .Net umgestellt wird, wage ich zu bezweifeln. Vorher denke ich wird selbst Windows einen Wandel mitmachen, dass es wieder andere Möglichkeiten gibt. Und Vista kommt mir mehr vor wie Windows ME. Ein Facelift und kein "Wow"
@Möglichkeiten Das Framework ist inzwischen auf Version 3 und es bietet viele Möglichkeiten. Selbst OpenGL (für mich ausschlaggebend) gibt es dort, aber nicht die gleichen WrapperKlassen und die sind leider nicht so ausgereift, wie für Delphi.
@Borland/CodeGear Nicht unbedingt verwunderlich, wenn man bedenkt, wer in das .Net Team gewechselt ist. Und persönlich finde ich die BDS06 wesentlich komfortabler als D7
Aber auch von mir aus soll es reichen.
_________________ Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, Versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen.
Wir haben soviel mit so wenig so lange versucht, daß wir jetzt qualifiziert sind, fast alles mit Nichts zu bewerkstelligen.
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