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Jerk
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Vista Ultimate, Ubuntu
Turbo Delphi 2006
BeitragVerfasst: Mi 26.11.08 19:43 
Ich hab ein Problem undzwar soll ich folgende Gleichung, die in Zeilenstufenform ist, lösen. Das habe ich schon mal gemacht, nur noch nicht mit komplexen Zahlen.
ausblenden Quelltext
1:
2:
(i+1)a+(i+1)b+(i+1)c = 0
          -ib-(i+1)c = i


Wenn man die Zweite Zeile Umstellt kommt man ja auf
-(i+1)c = i-ib bzw (i+1)c = -i-ib
ist das Richtig?

Hat jemand nen Tipp oder irgendwas anderes was mir helfen könnte?
AXMD
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BeitragVerfasst: Mi 26.11.08 19:48 
Hallo!

Was mich irgendwie irritiert: du hast 3 Variablen, aber nur 2 Gleichungen, d.h. du kannst das nicht eindeutig lösen.

AXMD
Jerk Threadstarter
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Vista Ultimate, Ubuntu
Turbo Delphi 2006
BeitragVerfasst: Mi 26.11.08 19:51 
Doch das geht schon, man muss halt die Zeilenstufenform beachten.
AXMD
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BeitragVerfasst: Mi 26.11.08 20:05 
Dann würde ich sagen:

-ib-(i+1)c = i /*(-1)
ib+(i+1)c = -i /+b
ausblenden Quelltext
1:
(i+1)b+(i+1)c = -i+b					

Das kannst du dann erstmal einsetzen in die erste Gleichung einsetzen:
ausblenden Quelltext
1:
(i+1)a+[-i+b]=0					

ausblenden Quelltext
1:
(i+1)a+b=i					


Aber ab hier geht's nicht mehr weiter. Hast du dich vielleicht irgendwo vertippt?

AXMD
Jerk Threadstarter
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Vista Ultimate, Ubuntu
Turbo Delphi 2006
BeitragVerfasst: Mi 26.11.08 20:11 
user profile iconAXMD hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Dann würde ich sagen:

-ib-(i+1)c = i /*(-1)
ib+(i+1)c = -i /+b
ausblenden Quelltext
1:
(i+1)b+(i+1)c = -i+b					

Das kannst du dann erstmal einsetzen in die erste Gleichung einsetzen:
ausblenden Quelltext
1:
(i+1)a+[-i+b]=0					

ausblenden Quelltext
1:
(i+1)a+b=i					


Aber ab hier geht's nicht mehr weiter. Hast du dich vielleicht irgendwo vertippt?

AXMD

Definitiv kein Tippfehler.
www.mathematik.hu-be...aching/2008/ws06.pdf Letzte Aufgabe.
Ich hab halt nur die X mit Index duch Buchstaben getauscht damit sich das hier im Forum verwirrungsfrei darstellen lässt.
delfiphan
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BeitragVerfasst: Mi 26.11.08 20:36 
Du sollst ja die Lösungsmenge in C^3 finden, und nicht ein eindeutiges Tripel.
AXMD
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BeitragVerfasst: Mi 26.11.08 20:43 
user profile icondelfiphan hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Du sollst ja die Lösungsmenge in C^3 finden, und nicht ein eindeutiges Tripel.


Sorry, das hatte ich im Eifer des Gefechts völlig übersehen :oops:

AXMD
delfiphan
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BeitragVerfasst: Mi 26.11.08 21:55 
user profile iconAXMD hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Aber ab hier geht's nicht mehr weiter.

Aus den zwei Gleichungen werden nicht plötzlich eine Gleichung, denn sie enthalten nicht die gleiche Aussage. Man kann eine Gleichung anhand der anderen Gleichung umformen. Das macht die erste Gleichung simpler, aber definiert immer noch keine Menge, bzw. nur implizit. Die Lösung müsste a=... b=... c=... lauten.

Deine Aufgabe ist eine Standardaufgabe und lässt sich so lösen. Du hast ein Gleichungssystem:
A*x=b

Falls A vollen Rang hat, also invertierbar ist, hast du gleich viele unbekannte wie unabhängige Gleichungen. Der Fall sollte dir bekannt sein... Falls A nicht invertierbar ist, löst du das Problem in zwei Schritten. Zuerst bestimmst du den Kern von A und findest dann eine partikuläre Lösung für x. Dann fügst du die zusammen und hast die allgemeine Lösungsmenge.

Um den Kern von A zu berechnen löst du A*x=0, setzst also die rechte Seite erst mal gleich null. Danach suchst du irgend eine partikuläre, willkürliche Lösung x0. Nicht die allgemeine Menge, sondern irgend eine, die passt... Konkret heisst das: Wenn du mehr Unbekannte als Gleichungen hast, setzst du für einige Unbekannte irgendwelche Werte ein (meistens klappt's mit 0 einsetzen) und löst das restliche, eindeutig gewordene Gleichunggssystem.

Zusammengefasst machst du folgendes:

- Suche die allgemeine Lösung, wenn die rechte Seite 0 wäre, d.h. alle x in Menge X, mit A*x=0
- Suche eine partikuläre Lösung x0, mit A*x0=b

Wenn du das gemacht hast, hast du dann eine Menge X und ein Vektor x0:
A*x=0 für x in X
A*x0=b

zählst beide Gleichungen zusammen und hast:
A*x+A*x0=b für alle x in X

Umgeformt:
A*(x+x0)=b für alle x in X

Wie du sehen kannst ist "x*x0 für alle x in X" die gesuchte Lösung.

Die Lösungsmenge X ist übrigens ein Unterraum, d.h. eine Gerade oder Ebene, die durch 0 geht. Daher ist die Lösung "x+x0 für x in X" eine verschobene Gerade oder verschobene Ebene, die im Allgmeinen nicht durch 0 geht.

Ich habs mal in Matlab gelöst.
A =
   1 + 1i   1 + 1i   1 + 1i
   0 + 0i  -0 - 1i  -1 - 1i
   0 + 0i   0 + 0i   0 + 0i

b =
   0
   i
   0

Kern berechnen:
null(A) =
  -1 + 0i
   1 + 1i
   0 - 1i

eine partikuläre Lösung wäre x0=[0;i;-i]. Erhältst du in dem du einfach mal z.B. a=0 setzst und das restliche Gleichungssystem (2 Gleichungen, 2 Unbekannte) löst.

Somit ist die gesuchte Lösung [-1;1+i;-i]*p+[0;i;-i], bzw. ausgeschrieben:
a = -p
b = (1+i)*p+i
c = -i*p-i
für alle p in C

Setzen wir mal bspw. p = 8 ein zum Überprüfen...
a = -8
b = 8+8i+i
c = -8i-i

Eingesetzt:
(i+1)*-8+(i+1)*(8+8*i+i)+(i+1)*(-8*i-i) = 0 (erste Gleichung ok)
-i*(8+8*i+i)-(i+1)*(-8*i-i) = i (zweite Gleichung ok)

So. Das wäre der eher formale Weg. Alternativ könnte man auch zwei beliebige partikuläre Lösungen finden und diese durch eine Gerade verbinden. Müsste man wohl aber dann erläutern weshalb...
Jerk Threadstarter
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BeitragVerfasst: Do 27.11.08 09:05 
Danke!!!!
Ich glaub ich muss in dem Bereich noch nen Haufen nachholen, aber das ist schonmal ne echt gute Erklärung!