Jeder vernünftige Proxy sendet einen X-Forward-For-Header mit (Ausnahme sind Anonymisierungs-Proxies). Anhand dieses Headers kann ich deine eigentliche IP feststellen. Wird auf meinem Server übrigens standardmäßig immer mitgeloggt.
Ferner kann man dich selbst mit deinem Proxy immer noch recht gut identifizieren, da es eine ganze Reihe von Angriffen auf "Subchannel-Ebene" gibt, mit der man die Anonymität aufheben kann. Zu nennen wären hier solche Dinge wie Tracking via Cookies oder Clock-Skew-Angriffe.
Die Anonymisierung eines im Normalfall nicht anonymen Systems ist nicht möglich, da man immer Spuren hinterlassen wird, die sich zurückverfolgen lassen.
Beispiel: Wenn jemand aus China mit einem englischen Build von Firefox auf meinen Server geht und angibt, dass er keine Grafiken versteht und die Website deutsch haben möchte weiß ich mindestens 3 Dinge:
- Die Angabe bzgl. Firefox stimmt nicht
- Der jenige spricht entweder deutsch oder englisch; wahrscheinlich aber kein chinesisch
- Hier wird wahrscheinlich ein Anonymisierungsdienst verwendet
Ferner kann ich über Whois deiner chinesischen IP sogar noch mehr Infos erfahren, um z.B. dir eine Antwort-Seite auszuliefern, die garantiert zum Abbruch der Verbindung durch die chinesische Firewall führt (z.B. durch einbinden eines Kommentars mit Regime-kritischen Texten). Wenn ich dann wie erwartet einen Reset erhalte, war die Connection wirklich aus China und Du wirst meine Seite nicht sehen. Genauso kann ich Dir eine Grafik schicken, in der eine Reihe netter Späße eingebaut sind, und abhängig von deinem Browser sogar so viel rausfinden, dass du u.U. gar nicht mehr so anonym bist, weil dein Browser meist mit bestimmten Automatismen reagiert.
Plausible Deniability, die Veraussetzung für wirksame Anonymität ist, bietet ein Proxy allein nicht.
Anyone who is capable of being elected president should on no account be allowed to do the job.
Ich code EdgeMonkey - In dubio pro Setting.