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SportGoofy
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Win XP Prof.
MS Visual C# 05 EE
BeitragVerfasst: Do 25.10.07 08:47 
Hi!

Wollte mal fragen, wie ihr and die Erstellung eines Programms geht.

Also von der Idee :gruebel: :think: über das Testen :eyecrazy: :motz: bis es endlich fertig ist :beer: .

Schreibt ihr euch das vorher auf? Legt ihr einfach so los? Oder wie macht ihr das?

Ich drucke mir meist auch noch den Quelltext aus, da man so vieles besser durchdenken kann - auch mal ohne PC. Zumal ich auch noch ne Menge lernen kann/muß :roll: :wink:.

Schreibt doch mal was dazu 8)
jaenicke
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W11 x64 (Chrome, Edge)
Delphi 12 Pro, C# (VS 2022), JS/HTML, Java (NB), PHP, Lazarus
BeitragVerfasst: Do 25.10.07 09:35 
Das kommt ganz auf die Größe des Programms an. Wenn es nur ein kleines Programm ist, also vielleicht 1000 Zeilen Quelltext oder so, dann habe ich die Struktur im Kopf und ich plane nicht viel.
Bei größeren Programmen benutze ich Modellingtools, mit denen ich die Struktur des Programms plane. Also die Aufteilung in Klassen, Prozeduren, etc.

Bei einem meiner Programme hat bspw. die Planungsphase alleine 8 Wochen gedauert, die Implementierung 10 Monate, die Alphatestphase 4 Wochen, Betatest 3 Wochen, Bugfixing 1 Woche, d.h. Planung + Test fast halb so lange wie die Implementierung selbst. Dafür habe ich nur genau 7 unkritische Fehler von den Benutzern gemeldet bekommen.

Was das Ausdrucken angeht: Bei mir persönlich wäre das kontraproduktiv, weil ich am PC den besseren Überblick habe, auch bei kleineren Projekten, aber natürlich erst recht bei größeren. Zudem wäre das auch zu viel Papier, bei dem eben genannten Projekt wären es ca. 800 DIN A4 Seiten... ;-)

Wichtig ist eigentlich, dass du dir vorher überlegst, was du eigentlich brauchst und nicht mittendrin plötzlich neue Prozeduren, etc, erstellst. Dann benennt man die nicht so gut meistens und es wird unübersichtlicher, natürlich meine ich jetzt nicht lokale Prozeduren innerhalb einer anderen oder so. Klar ist aber auch, dass das bei kleineren Programmen nicht so wichtig ist, auch wenn eine Planung immer gut ist, vor allem zur Übung. Denn wenn du sowas noch nie gemacht hast, kannst du es bei einem größeren Projekt schlicht und einfach nicht.

// EDIT:
Ach so: Zu den Tests:
Ich habe 3 Leute, mit denen ich zusammenarbeite, die drei testen meine Programm im Alphatest und ich deren Programme. So hat jeder drei andere Entwickler, die die Programme testen, und die auch Schwachstellen (Extremverhalten) ganz gut erraten können.
Danach im Betatest sind das dann ca. 20 Leute, je nachdem wieviele gerade Lust habe. Wichtig ist hierbei finde ich, dass da auch Leute dabei sind, die nicht so viel Ahnung am PC haben, um die Benutzerfreundlichkeit und Intuitivität der Oberfläche zu testen.
Reinhard Kern
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BeitragVerfasst: Do 25.10.07 10:36 
user profile iconSportGoofy hat folgendes geschrieben:
Hi!
...
Ich drucke mir meist auch noch den Quelltext aus, da man so vieles besser durchdenken kann - auch mal ohne PC. Zumal ich auch noch ne Menge lernen kann/muß :roll: :wink:.

Schreibt doch mal was dazu 8)


Hallo Goofy,

das mit dem Drucken erledigt sich von selbst bei ernsthaftem Arbeiten - bei Projekten jenseits der 100k-Zeilen schon durch die schiere Masse, sonst auch durch die Struktur moderner IDEs: meistens geht der Programmfluss ja schon nach wenigen Zeilen in eine andere Unit über, was am Bildschirm heisst auf ein anders Tab klicken. Im Ausdruck suchen ist dagegen das reine Grauen. Ausserdem braucht man zur Klärung oft Unterlagen, die nicht zum Projekt gehören, v.a. Delphi-Hilfe und Win32-API-Hilfe.

Was ich dagegen SEHR empfehlen kann, sind mehrere Bildschirme, zumindest einer für Delphi und einer für Hilfe.
Und einer für Kundenunterlagen. Und einer für Testsoftware. Und und und...

Ich habe nicht generell was gegen Gedrucktes, ganz im Gegenteil finde ich gedruckte Handbücher recht praktisch, es gibt bloss keine mehr.

Gruss Reinhard
Regan
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Java (Eclipse), Python (Sublimetext 3)
BeitragVerfasst: Do 25.10.07 10:48 
Ich muss dazusagen, dass ich Delphi hobbymäßig programmieren. Wenn ich ein Projekt anfange, dann wird meistens auf einen A4 Zettel erstmal ein Brainstorming gemacht. So mache ich das auch hier im Forum, wenn ich mir Programme andere anschaue. Dann werden die Gedanken strukturiert in "Wichtige Funktionen/Proceduren", "Aussehen" und "Sonstiges", wobei in Sonstiges alle Features reinkommen, die man hinzunehmen könnte. Ich habe mir vor kurzem erst aus der delphigl wiki das Thema Softwareentwicklung durchgelesen und mir davon sehr viel abgeschaut. So mache ich zu den wichtigsten Dingen skizzenhaft UML-Diagramme (meine sehen noch etwas schrecklich aus). Erst dann setzte ich mich hin und programmiere das Programm. Was bei mir ganz wichtig ist, ist die erste Testphase. Dort gehe ich das Programm mit verschieden gesetzten Haltepunkten (wahlweise auch mit F7) durch und versuche, das Beste aus dem Code herauszubekommen (An Geschwindigkeit, etc.).
Das von dir genannte Ausdrucken von Code ist, wie meine Vorredner schon sagten, auch bei mir nicht mehr so effektiv, da die Kosten ganz schön hoch sind. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir bestimmte procedure zwecks Fehleranalyse auch ausdrucke. Trotzdem entwickelt man mit der Zeit ein Gespür für Fehler :wink: . Was ganz wichtig ist, und das merke ich gerade bei einem Gemeinschaftsprojekt, sind Codezeileneinrückungen. Das habe ich nie gemacht (außer bei begin). Aber es lohnt sich, da man viel mehr Übersicht in den Code bekommt.