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Critter
      
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Verfasst: Di 14.12.10 17:58
Hallo,
ich bin jetzt schon eine ganze Weile stolzer Besitzer eines EeePC 901go und mit dem Gerät als solchen auch recht zufrieden. Das gilt aber leider nicht (mehr) für die eingesetzte Linux Distribution. Nachdem ich anfangs eeebuntu nutzte bin ich irgendwann auf Ubuntu NBR gewechselt. Seit einer weile bin ich aber immer unzufriedener mit den neuen Versionen und seit dem Letzten Update nervt es regelrecht. Nicht nur, dass es sich weigert die Pin der SIM-Karte zu speichern, es vergisst auch nach jedem Systemstart die Position meiner Pidgin-Buddy-Liste und außerdem ist die neue Unity-Oberfläche nicht gerade angenehm (ich hoffe bis zu deren Einführung für das richtige Ubuntu werden die noch viele Detailverbesserungen machen, sonst wird der Aufschrei glaube ich deutlich hörbar).
Auf jeden Fall denke ich, dass es für mich mal wieder an der Zeit ist mich nach einer neuen Netbook Distribution um zu schauen, und da der Markt da ja ständig im Fluss ist, wollte ich mich einmal erkundigen, ob ihr da den einen oder anderen Geheimtipp für mich habt.
Mir ist neben vollständiger Hardwareunterstützung insbesondere wichtig, dass es einen guten komfortablen Paketmanager mit viel Auswahl gibt, das der Desktop nicht zu rudimentär und primitiv wirkt (das Ding soll ja nicht nur funktionieren es darf dabei auch gut aussehen) dabei aber nicht zu viel Platz auf dem kleine Display blockiert und das die Pakete nicht zu sehr veralten, ich möchte nicht 2 Jahre warten, bis die neue Version einer Software von meinem Paketmanager angeboten wird.
Wenn ihr nette Distributionen kennt, die diese Bedingungen erfüllen könnten, gerne auch wenig bekannte Kandidaten, dann immer her damit. Ich heitze auf jeden Fall schon einmal die VM an um bei ein paar Distributionen zu überprüfen, wie sie sich anfühlen.
critter
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Jakob_Ullmann
      
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Verfasst: Di 14.12.10 18:37
Wenn du auf Aktualität wert legst, würde ich als erstes in der Fedora-Ecke suchen.
Critter hat folgendes geschrieben : | | außerdem ist die neue Unity-Oberfläche nicht gerade angenehm (ich hoffe bis zu deren Einführung für das richtige Ubuntu werden die noch viele Detailverbesserungen machen, sonst wird der Aufschrei glaube ich deutlich hörbar). |
Ich bin im Moment noch zufriedener Karmic-Koala-Nutzer. Allerdings werde ich vll. noch auf Lucid Lynx und vll. auch Maverick Merkat upgraden, aber danach hört es auf. Cancomical war ja wie immer Einzelgänger und hat sich scheinbar mit den Gnome-Entwicklern bezüglich der Gnome-Shell überworfen. Seit Maverick ist Unity Standard für die Netbook-Edition, ab Natty Narwhal wird das Dann auch für die Desktop-Edition Standard (wenigstens wird GTK+ noch als Toolkit verwendet). Ich werde diesen Mist nicht mitmachen. Es ist nur traurig, dass gerade Ubuntu die meistgenutzte Linux-Distro ist. Ich denke, dass es einen deutlichen Benutzerrückgang geben wird. Hoffentlich wird der nur auf die Linux-Welt keine großen Auswirkungen haben (Nehmen wir an, heute würde bei einem Stromausfall meine Festplatte unbrauchbar werden und ich habe keine Daten gesichert: ich würde entweder Debian oder Fedora installieren, aber sicher nicht wieder Ubuntu).
Zuletzt bearbeitet von Jakob_Ullmann am Di 14.12.10 18:52, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Critter 
      
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Verfasst: Di 14.12.10 18:48
Hi,
Jakob_Ullmann hat folgendes geschrieben : | | Wenn du auf Aktualität wert legst, würde ich als erstes in der Fedora-Ecke suchen. |
ja, das tue ich, solange die allgemeine Stabilität gewährleistet bleibt. Soll heißen die Aktualität ist mir solange wichtig, wie alles funktioniert. Einer der Grunde für meinen Wechselwunsch ist ja, dass dies bei Ubuntu NBR in der aktuellen Version 10.10 nicht gegeben ist. Vieles was vorher ging geht jetzt nicht mehr. Ich weiß nicht, wie es das Fedora Lager da hält. Ich möchte nämlich nicht ewig frickeln um etwas an den Start zu kriegen, nur um nach dem nächsten Update wieder von vorne anfangen zu müssen.
critter
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Jakob_Ullmann
      
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Verfasst: Di 14.12.10 19:01
Gerade wegen der Stabilität hast du ja nicht immer die aktuellen Updates. Fedora ist dafür bekannt, dass es schon mal ein paar Fehler gab, aber dafür waren die Pakete immer sehr aktuell. Bei Ubuntu hast du wenigstens jedes halbe Jahr eine neue Version, bei Original-Debian kann das schon mal etwas länger dauern.
Aber eigentlich ist Fedora die Distribution, die für schnelle Integration in die Repostitories bekannt ist.
Immer aktuell ist natürlich Gentoo Linux, aber das dürfte wohl für die wenigsten das richtige sein.
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Critter 
      
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Verfasst: Di 14.12.10 19:33
Hi,
Jakob_Ullmann hat folgendes geschrieben : | | Gerade wegen der Stabilität hast du ja nicht immer die aktuellen Updates. Fedora ist dafür bekannt, dass es schon mal ein paar Fehler gab, aber dafür waren die Pakete immer sehr aktuell. Bei Ubuntu hast du wenigstens jedes halbe Jahr eine neue Version, bei Original-Debian kann das schon mal etwas länger dauern. |
Ok, ich schätze den Punkt Aktualität muss ich noch einmal erklären. Also, was mich wahnsinnig nervt, ist wenn eine Standard Multi OS Software (z.B. der FireFox) in einer neuen Version erscheint, welche sich auf dem Windows Desktop womöglich noch per Autoupdate einspielt, ich auf dem Netbook aber noch Monatelang mit der alten Version arbeiten soll, weil ein solcher Versionssprung auch einen Versionssprung der Distribution voraussetzt.
Es geht mir also gar nicht mal unbedingt um die Aktualität des Kernels als solchen sondern mehr um die Software und hier insbesondere um die jener Software, die ich auf anderen Plattformen auch verwende.
Das das zwangsweise mangelne Stabilität (des Systems) zur folge haben muss, will ich nicht akzeptieren, denn unter Windows (und wahrscheinlich MacOS) ist das ja auch nicht der Fall. Das die neue Software als solche instabil werden kann, kann ich akzeptieren, das es das ganze System werden muss nicht.
Wenn jetzt also eine "stets aktuelle" Distribution so veranlagt ist, dass die ständig, womöglich halbfertige, kaum getestete Treiber einbauen und alte damit ersetzen, dann ist sie weniger etwas für mich, weil dies zu lasten der Stabilität gehen muss, wenn sie "nur" die (großen) Anwendungen recht aktuell halten aber bei dem eigentlichen System mehr Vorsicht walten lassen, dann ist mir das sehr recht  .
Wie gesagt, ich werde ohnehin einiges in nächster Zeit durchprobieren, hoffe aber hier schon ein wenig von den Erfahrungen anderer partizipieren zu können und so zu verhindern, dass ich das eine oder andere übersehe oder Zeit auf den Test von Systemen verwende, die ich nach einer Gezielten Info gleich aus dem Rennen werfen kann  .
critter
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Jakob_Ullmann
      
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Verfasst: Di 14.12.10 19:47
Critter hat folgendes geschrieben : | Hi,
Jakob_Ullmann hat folgendes geschrieben : | | Gerade wegen der Stabilität hast du ja nicht immer die aktuellen Updates. Fedora ist dafür bekannt, dass es schon mal ein paar Fehler gab, aber dafür waren die Pakete immer sehr aktuell. Bei Ubuntu hast du wenigstens jedes halbe Jahr eine neue Version, bei Original-Debian kann das schon mal etwas länger dauern. |
Ok, ich schätze den Punkt Aktualität muss ich noch einmal erklären. Also, was mich wahnsinnig nervt, ist wenn eine Standard Multi OS Software (z.B. der FireFox) in einer neuen Version erscheint, welche sich auf dem Windows Desktop womöglich noch per Autoupdate einspielt, ich auf dem Netbook aber noch Monatelang mit der alten Version arbeiten soll, weil ein solcher Versionssprung auch einen Versionssprung der Distribution voraussetzt.
Es geht mir also gar nicht mal unbedingt um die Aktualität des Kernels als solchen sondern mehr um die Software und hier insbesondere um die jener Software, die ich auf anderen Plattformen auch verwende. |
Wahrscheinlich habe ich mich blöd ausgedrückt. Der Kernel ist die eine Sache. Aber da man als Anwender davon nicht so viel mitkriegt, kann der einem im wesentlichen egal sein. Ich könnte auch nicht aus dem Hut sagen, welche Kernel-Version ich gerade im Einsatz habe.
Fedora ist aber dafür bekannt, von Software immer die aktuellste Version in den Paketen zu haben. Bei Ubuntu ist das nicht der Fall. Und bei Debian auch nicht. Ich wollte nur anmerken, dass du bei Debian eine neue Version vermutlich frühestens nach zwei Jahren haben wirst. Und Ubuntu bedient sich ja auch größtenteils den Debian-Packages, von daher dürfte dort ein ähnliches Problem liegen (oder es nutzt die unstable-Packages, was natürlich auch sein kann und auch zu vermuten wäre).
Ansonsten kannst du wahrscheinlich nur selbst kompilieren. Oder die Package-Files nicht aus den offiziellen Paketquellen beziehen. Dann bist du sowohl bzgl. Aktualität, aber auch bzgl. Integrität auf dem Stand von Windows. Und Aktualität und Stabilität schließen sich nunmal meistens aus. Delphi und Windows sind gute Beispiele dafür (sicherlich ist das Problem im Open-Source Bereich nicht so ausgeprägt, aber immernoch existent).
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